Sondersitzung aus Anlass des Reaktorunglücks von Fukushima
Das Reaktorunglück im japanischen AKW Fukushima war Anlass für eine von der Opposition verlangte Sondersitzung des Nationalrates. Zwischen den Fraktionen herrschte Einigkeit in der Ablehnung der Atomenergie, die letztlich nicht beherrschbar sei. NR-Präsidentin Barbara Prammer sprach von einer Chance zu einer energiepolitischen Neuorientierung in Europa. Bundeskanzler Werner Faymann warb für eine gemeinsame Offensive: "Unsere Aufgabe ist es jetzt, Energieeffizienz und erneuerbare Energien voranzutreiben und zu stärken, die Atomkraft zurückzudrängen und auf lange Sicht zu beseitigen." Umweltminister Berlakovich – er vertrat den erkrankten Vizekanzler Josef Pröll – sprach sich für einen nationalen Schulterschluss aus: "Wer jetzt nicht die Zeichen der Zeit verstanden hat, der hat nichts verstanden."
Frauen beherrschten einen Tag lang das Parlament
Das Jubiläum 100 Jahre Internationaler Frauentag wurde im Parlament in eindrucksvoller Weise begangen. In Kooperation mit zahlreichen Frauennetzwerken und Frauenorganisationen wurde ein buntes Programm organisiert: Nach einem Festakt wurde in fünf Runden die spezielle Situation von Frauen in verschiedenen Lebensbereichen diskutiert – vom Sport, über Wirtschaft bis hin zu Politik. Es sei keineswegs überholt, sich einmal im Jahr einen Tag lang mit diesen Themen auseinanderzusetzen, stellte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer fest. Zwar habe sich in den vergangenen 100 Jahren sehr viel bewegt, nach wie vor sei aber volle Chancengleichheit bei weitem nicht gewährleistet. Angesichts der vielfältigen frauenpolitischen Herausforderungen biete dieser Tag die Chance zu Austausch und Vernetzung.
Moderne Kunst trifft auf Politik
Der Zeichnung und der Fotografie ist auch die nächste Präsentation zeitgenössischer österreichischer Kunst im Parlament gewidmet. Sieben KünstlerInnen – Uli Aigner, Dietmar Brehm, Sevda Chkoutova, Maria Hahnenkamp, Sissa Micheli, Martin Osterider und Otto Zitko – zeigen ihre Werke. Anmeldung zur Vernissage am Montag, 28. 3., 18 Uhr, per E-Mail erforderlich:
Diskussion "Österreich morgen"
Eine neue Diskussionsreihe hat am Montag, 11. 4., 18 Uhr, im Parlament Premiere: Unter dem Generalthema "Österreich morgen – Welche Gesellschaft wollen wir?" werden künftig Zukunftsthemen erörtert. Die Diskussion wird von TW1 aufgezeichnet und zu einem späteren Termin gesendet. Wegen begrenzter TeilnehmerInnenzahl verbindliche Anmeldung bis 4. 4. unter:
