Parlamentskorrespondenz Nr. 200 vom 08.03.2006

Zypern braucht die Europäische Union

Wien (PK) - Der zypriotische Parlamentspräsident Demetris Christofias traf zum Abschluss seiner Gespräche im Hohen Haus mit dem Obmann des Ständigen EU-Unterausschusses des Nationalrates Werner Fasslabend und mit Abgeordneter Christine Lapp (S) zu einer Unterredung zusammen. Präsident Christofias informierte über die  aktuelle Situation auf der Mittelmeerinsel sowie über die Bemühungen der zypriotischen Regierung, Konflikte zwischen den griechischen und den türkischen Zyprioten zu lösen, Barrieren zwischen ihnen zu überwinden und Brücken zu bauen. Dabei machte Christofias insbesondere auf die Öffnung des Arbeitsmarktes und des Sozialsystems für türkische Zyprioten aufmerksam. Den Eindruck von Ausschussobmann Fasslabend, Zypern sei seit seinem EU-Beitritt im Prozess der Problemlösung vorangekommen, bestätigte Christofias und merkte an, dass sich seine persönlichen Hoffnungen auf die geplante Einrichtung gemeinsamer Ausschüsse der beiden Bevölkerungsgruppen richten. Zugleich warb Präsident Christofias nachdrücklich um die Unterstützung Zyperns bei der Lösung seiner Probleme durch die österreichische EU-Ratspräsidentschaft. (Schluss)