investieren wir konsequent in den Campus Krems, dort wird schon in Hinblick auf die medizinische Privatuniversität erweitert. In Tulln wird das Universitätszentrum der BOKU fertig, und mit Wieselburg kommt ein neuer Standort dazu, wo man schon sehr viel Lernerfahrung aus den anderen Standorten einbauen kann.
Als drittes Beispiel – ich erwähne das zum Schluss, weil erst kürzlich der Spatenstich erfolgte – möchte ich MedAustron ansprechen, eine hervorragende Einrichtung für Grundlagenforschung, die nach Niederösterreich kommt. MedAustron wird zum einen Anbieter für Strahlentherapie sein. Da die wichtigere Aufgabe des Zentrums die Gesundheit von Menschen ist, wird mit einer neuen Technologie Krebspatienten mit sehr heikel gelegenen Tumoren geholfen, den Krebs zu bekämpfen. Aber gleichzeitig – und das ist relevant für die Forschung – wird nicht-klinische Forschung betrieben werden. Es wird ein Ort sein, der für Teilchenphysik eine große Rolle spielt.
Abschließend möchte ich sagen, dass es bei all diesen Projekten wichtig ist, eine verlässliche Partnerschaft zwischen Bund und Land zu haben. Wir erleben eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium. Ich möchte der Frau Bundesministerin herzlichen Dank dafür sagen und darf dich ersuchen, dass wir diese Zusammenarbeit auch in Zukunft aufrechterhalten und intensivieren. Gerade bei MedAustron wird von Bundesseite die nicht-klinische Forschung sehr intensiv unterstützt. Ich glaube, jetzt liegt es daran, dass wir auf beiden Seiten, wenn man so will, die wissenschaftliche Community einladen und positive Stimmung dafür machen, das Projekt auch zu nutzen.
Weil es heute mehrfach angesprochen wurde, ganz zum Schluss noch ein Gedanke: Wissenschaft und Forschung brauchen natürlich Bereitschaft und ein entsprechendes Klima, sie brauchen Kooperation innerhalb Österreichs und international, und sie brauchen die entsprechenden Mittel. Aber sie brauchen vor allem Menschen, die forschen können und wollen. Es ist natürlich ein Renommee für Österreich, wenn internationale Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland zu uns kommen, umso mehr sollen Wissenschaft und Forschung aus meiner Sicht vor allem aber Betätigungsfelder für junge Menschen aus Österreich sein können. Dazu brauchen wir eine Bildungslandschaft – von vorschulischer über schulische bis hin zur universitären Ausbildung, aber nicht nur zu der –, die Talente erkennt, Interesse weckt, Leistung fördert und Neugier erhält. Ich wünsche mir in Zukunft möglichst rasche konkrete Schritte auf allen Ebenen, damit junge Menschen wissenschaftsfit werden und Österreich damit zukunftsfit wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
10.11
Vizepräsidentin Mag. Susanne Neuwirth: Als Nächster ist Herr Bundesrat Todt zu Wort gemeldet. – Bitte.
10.11
Bundesrat Reinhard Todt (SPÖ, Wien): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich möchte Ihnen zuerst einmal gratulieren, dass Sie diesen Sonntagsspaziergang, wie Sie ihn genannt haben, eigentlich sehr gut bewältigt haben. Einen Punkt, auf den Sie immer wieder hinweisen, möchte ich ganz klar betonen: Uns ist es wichtig, dass es einen offenen Hochschulzugang gibt. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) Uns ist es auch wichtig, dass die Studiengebühren nicht wieder eingeführt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Ich möchte auf ein paar Punkte noch einmal hinweisen, einiges wurde schon von meinen Vorrednern genannt. Insgesamt gesehen ist die Hochschulpolitik im letzten Jahr, seit Sie Ministerin sind, um einiges verbessert worden.
HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite