3109/AB XXI.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Mag. Muttonen und Genosslnnen haben am
21. November 2001 unter der Nr. 3090/J an mich eine schriftliche parlamentarische
Anfrage betreffend Entwicklungskonzepte und Förderungen im Bereich neuer Me-
dien und Netzkultur gerichtet.
Im Bereich der neuen Medien werden nur künstlerische Vorhaben gefördert. Eine
Erhöhung der Basissubventionen für die bisher geförderten Netzkulturinitiativen ist
nicht vorgesehen. Die Höhe der Projektförderung hingegen ist variabel und hängt
von der künstlerischen Qualität der eingereichten Projekte ab.
Ich gehe davon aus, daß mit den Netzkulturinitiativen die schon bisher geförderten
Provider gemeint sind. Diese erhalten Jahresförderungen, die auch In-
frastrukturanschaffungen umfassen. Davon abgesehen, obliegt es diesen Ein-
richtungen, im verstärkten Maße Mittel von dritter Seite anzusprechen bzw. den
Versuch zu unternehmen, Mittel aus der Werbewirtschaft zu lukrieren.
Es gibt seit Jahren einen eigenen Beirat für Medienkunst. Die Einrichtung der Funk-
tion einer Netzkuratorin/eines Netzkurators ist daher entbehrlich und würde zusätz-
liche bürokratische Hürden schaffen.
Der Zugang der Kunstschaffenden zu den neuen Kommunikationstechnologien er-
folgt mittels PC. Wie in der Beantwortung zu Frage 4 bereits ausgeführt wurde,
erfolgen Infrastrukturanschaffungen im Rahmen der Jahresförderung.
Fragen der Ausbildung sind nicht vom Agendenkatalog des Bundeskanzleramtes
umfaßt. Darüber hinaus wäre es Aufgabe der bisher geförderten Provider,
sparten spezifische Veranstaltungen, etwa für Netzkunst, anzubieten.
Auch die Planung struktureller Reformen hat von den bisher regelmäßig geförderten
Einrichtungen zu erfolgen, zumal diese am besten über die Bedürfnisse der Kunst-
schaffenden Bescheid wissen.
Bereits unter Frage 1 und 4 habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß das Bundes-
kanzleramt im Netzbereich nur künstlerische Vorhaben fördert. Die Basissubvention
der erwähnten Kulturserver durch den Bund ist ausreichend, diese Institutionen
können für künstlerische Projekte selbstverständlich um Subventionen ansuchen.
Es bestehen bereits Jetzt ausreichende Zugangsmöglichkeiten zum Internet. Die Kul-
turinitiativen hätten ihre spezifischen Bedürfnisse zu artikulieren, um sodann mit
einem Provider ihrer Wahl zu kontrahieren.
Mit der "Digitalen Stadt Amsterdam" wurde im Jahre 1994 ein für die Nutzer kosten-
loser öffentlicher Raum geschaffen, den Werbung und kommerzielles Webhosting
finanziert haben. Der Bereich Kunst - nur dieser Bereich betrifft meine Zuständigkeit
- spielte bei diesem Modell eine untergeordnete Rolle.
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