Standort
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Sag mir, wo die Frauen sind
Wie viele Frauen arbeiten derzeit im Parlament? In welchen Ausschüssen sitzen sie? Ein Überblick:
Frauen im Nationalrat
Präsidium des Nationalrates
Seit 30. Oktober 2006 hat Barbara Prammer das Amt der Präsidentin des Nationalrates inne (XXIII. und XXIV. GP). Sie ist die erste Frau in der österreichischen Geschichte, die dieses Amt bekleidet.
Nationalrätinnen: große Unterschiede bei den Parteien
Der aktuelle Frauenanteil informiert über die Verteilung im Nationalrat.
Ansprechpartnerinnen in den Klubs
In den parlamentarischen Klubs der Parteien kümmern sich folgende Personen um Frauenangelegenheiten:
- SPÖ-Klub Gisela Wurm,
- ÖVP-Klub Dorothea Schittenhelm,
- FPÖ-Klub Carmen Gartelgruber,
- Grünen-Klub Judith Schwentner,
- BZÖ-Klub Martina Schenk
Weitere statistische Daten
Altersstruktur im Nationalrat- Liste der weiblichen Abgeordneten: alphabetisch / nach Klubs (SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und BZÖ)
Ausbildung der ParlamentarierInnen
Frauen im Bundesrat
Frauen im Präsidium
Im dreiköpfigen Präsidium des Bundesrates sitzt derzeit eine Frau: Vizepräsidentin Mag.a Susanne Neuwirth.
Bundesrätinnen: große Unterschiede zwischen den Parteien
Der aktuelle Frauenanteil informiert über die Verteilung im Bundesrat.
Frauen in den Ausschüssen
Frauen sind in allen Ausschüssen des Bundesrates als Mitglieder vertreten. In den meisten davon haben Frauen entweder die Funktion einer Obfrau, Obfrau- bzw. Obmannstellvertreterin oder Schriftführerin inne.
Weitere statistische Daten
Altersstruktur im Bundesrat- Liste der weiblichen Mitglieder des Bundesrates: alphabetisch / nach Klubs (SPÖ, ÖVP, FPÖ, OF).
Ausbildung der ParlamentarierInnen
Internationaler Vergleich
Anfang 2012 waren in Österreich 51 der 183 Nationalratssitze mit Frauen besetzt: Das entspricht einem Anteil von 27,9 Prozent. Wie sieht es weltweit aus? In welchen Parlamenten sitzen wie viele Frauen? Die
Interparlamentarische Union veröffentlich regelmäßig einen Überblick.
Viele Frauen, viel Emanzipation?
Weltweit sind die Abgeordneten in den Parlamenten etwa 20 % Frauen. Es gibt deutliche regionale Unterschiede - und sehr unterschiedliche Ursachen für einen hohen Frauenanteil: In Kriegs- und Krisengebieten sitzen manchmal relativ viele Frauen im Parlament ohne, dass sich daraus ein besonders frauenfreundliches Klima ableiten ließe.
Frauen in der Parlamentsdirektion
Auch für die Parlamentsdirektion - die Verwaltungseinrichtung des Parlaments - ist Frauenförderung ein wichtiges Thema. Eine Parlamentsdirektorin gab es bisher noch nicht. Seit 1. November 2008 leitet erstmals eine Frau den Bereich Legislative: Dr.in Susanne Janistyn ist damit die erste Parlamentsvizedirektorin.
Immer mehr Frauen
Die erste Dienstleiterin wurde 1993 bestellt. Derzeit werden drei der insgesamt sieben Dienste von Frauen geleitet: der Bundesratsdienst, der Rechts-, Legislativ- und wissenschaftliche Dienst sowie der EU- und Internationale Dienst. Drei Frauen üben außerdem die Funktion einer DienstleiterIn-Stellvertreterin aus. 16 Frauen nehmen Leitungsfunktionen in Abteilungen sowie in der Nationalrats- und Bundesratskanzlei wahr.
Fast die Hälfte der AkademikerInnen
Während die erste Akademikerin 1968 in den Dienststand der Parlamentsdirektion aufgenommen wurde, nähert sich der Frauenanteil bei den AkademikerInnen mittlerweile bereits der 50-Prozent-Marke. Auch wenn man die Gesamtzahl der Bediensteten der Parlamentsdirektion betrachtet, hat der Frauenanteil längst die 40-Prozent-Marke überschritten.
Frauenförderung und individuelle Arbeitszeitmodelle
Frauenförderung in der Parlamentsdirektion bedeutet aber nicht nur den vermehrten Zugang von Frauen zu Führungspositionen, sondern auch Unterstützung für das generelle Bestreben der Frauen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Teilzeitbeschäftigung, individuelle Arbeitszeitmodelle, Telearbeit und Anderes mehr sind entsprechende Angebote. Auch hinsichtlich der Aus- und Weiterbildung wird auf frauenspezifische Bedürfnisse zunehmend Rücksicht genommen.
Weitere Links
Frauenförderungsplan für die Parlamentsdirektion (
BGBl. II Nr. 34/2009)
