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Stenographisches Protokoll

 

 

 

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14. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich

 

XXIV. Gesetzgebungsperiode

 

Donnerstag, 26., und Freitag, 27. Februar 2009

 

 


Stenographisches Protokoll

14. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich

XXIV. Gesetzgebungsperiode

Donnerstag, 26., und Freitag, 27. Februar 2009

Dauer der Sitzung

Donnerstag, 26. Februar 2009: 10.02 – 24.00 Uhr

                                                Freitag, 27. Februar 2009:    0.00 –   2.12 Uhr

*****

Tagesordnung

1. Punkt: Bericht über den Antrag 424/A der Abgeordneten Renate Csörgits, Barbara Riener, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeits­marktservicegesetz, das Arbeitsmarktförderungsgesetz, das Arbeitsmarktpolitik-Finan­zierungsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, das Betriebliche Mitarbei­ter- und Selbständigenvorsorgegesetz, das Landarbeitsgesetz 1984 und das Beschäfti­gungsförderungsgesetz geändert werden (Beschäftigungsförderungsgesetz 2009), und über den

Antrag 59/A(E) der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend rasche Umsetzung eines Beschäftigungsprogrammes

2. Punkt: Bericht über den Antrag 97/A der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeitsmarktpolitik-Finanzie­rungsgesetz (AMPFG), BGBl. Nr. 315/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 84/2008, geändert wird

3. Punkt: Bericht über den Antrag 114/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kol­leginnen und Kollegen betreffend Renaissance des dualen Ausbildungssystems

4. Punkt: Bericht über den Antrag 129/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kollegin­nen und Kollegen betreffend Teilzeitlehre

5. Punkt: Bericht über den Antrag 101/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kollegin­nen und Kollegen betreffend Änderung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Ausländer aus nicht EWR-Staaten

6. Punkt: Bericht über den Antrag 366/A der Abgeordneten Renate Csörgits, Barbara Riener, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Allge­meine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz und das Bauern-Sozialversicherungsgesetz geändert werden

7. Punkt: Bericht über den Antrag 401/A der Abgeordneten Barbara Riener, Renate Csörgits, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Pensi­onsgesetz 1965 und das Bundesbahn-Pensionsgesetz geändert werden


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8. Punkt: Abkommen über soziale Sicherheit zwischen der Republik Österreich und der Republik Östlich des Uruguay (gemäß § 28a GOG keine Ausschussvorberatung)

9. Punkt: Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über die Annahme eines zusätzlichen Schutzzeichens (Protokoll III) (gemäß § 28a GOG keine Ausschussvorberatung)

10. Punkt: Bericht über den Antrag 386/A der Abgeordneten Ridi Maria Steibl, Gabrie­le Binder-Maier, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Kinderbetreuungsgeldgesetz geändert wird

11. Punkt: Bericht über den Antrag 163/A(E) der Abgeordneten Anneliese Kitzmüller, Kolleginnen und Kollegen betreffend Reform beziehungsweise Abschaffung des Zu­schusses zum Kinderbetreuungsgeld

12. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Übertragung von Bundesbeteiligungen in das Eigentum der ÖIAG geändert wird

13. Punkt: Bundesgesetz betreffend die Veräußerung von unbeweglichem Bundesver­mögen

14. Punkt: Bundesgesetz zur Durchführung des Rahmenbeschlusses über die Anwen­dung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung von Geldstrafen und Geldbu­ßen im Bereich des verwaltungsbehördlichen Finanzstrafverfahrens (EU-Finanzstraf­vollstreckungsgesetz – EU-FinStrVG)

15. Punkt: Bundesgesetz, mit dem die Bundesabgabenordnung, die Abgabenexe­kutionsordnung, das Kommunalsteuergesetz 1993, das Grundsteuergesetz 1955, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 2008, das Allgemeine Ver­waltungsverfahrensgesetz 1991, das Verwaltungsstrafgesetz 1991 und das Finanz­strafgesetz geändert werden (Abgabenverwaltungsreformgesetz – AbgVRefG)

16. Punkt: Bundesgesetz über die Gewährung eines Bundeszuschusses an das Land Tirol aus Anlass des Jubiläumsjahres 2009 – 200 Jahre Erhebung Tirols

17. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Bankwesengesetz, das Wertpapieraufsichtsge­setz 2007, das Börsegesetz 1989, das Sparkassengesetz, das Bundesfinanzierungs­gesetz, das Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz, das Versicherungsaufsichtsgesetz, das Betriebspensionsgesetz und das Finanzkonglomerategesetz geändert und das Börsefondsgesetz 1993 und das Börsefondsüberleitungsgesetz aufgehoben werden

18. Punkt: Bundesgesetz über österreichische Beiträge an internationale Finanzinstitu­tionen (IFI-Beitragsgesetz 2008)

19. Punkt: Bundesgesetz über die Leistung eines österreichischen Beitrages an den HIPC Trust Fund zur Entschuldung Liberias

20. Punkt: Protokoll zwischen der Republik Österreich und dem Königreich der Nieder­lande zur weiteren Abänderung des zwischen der Republik Österreich und dem König­reich der Niederlande am 1. September 1970 in Wien unterzeichneten Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen samt Schlussprotokoll in der Fassung des am 18. Dezember 1989 unterzeichneten Protokolls und des am 26. Dezember 2001 unterzeichneten Protokolls

21. Punkt: Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Re­gierung der Sozialistischen Republik Vietnam zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerumgehung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkom­men und vom Vermögen samt Protokoll und Annex


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22. Punkt: Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Erbschaft­steuern bei Erbfällen, in denen der Erblasser nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. August 2008 verstorben ist

23. Punkt: Bericht über den Antrag 315/A der Abgeordneten Anton Heinzl, Dr. Ferdi­nand Maier, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Stra­ßenverkehrsordnung 1960 (22. StVO-Novelle) und das Kraftfahrgesetz 1967 geändert werden

24. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Schiffahrtsgesetz geändert wird

25. Punkt: Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Europäischen Orga­nisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre betreffend den Bei­tritt zum Übereinkommen zur Gründung einer Europäischen Organisation für astrono­mische Forschung in der südlichen Hemisphäre samt Finanzprotokoll und zum Proto­koll über die Vorrechte und Immunitäten der Europäischen Organisation für astrono­mische Forschung in der südlichen Hemisphäre und die dazugehörigen Bedingungen

26. Punkt: Protokoll über die Vorrechte und Immunitäten der Europäischen Organisa­tion für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre

27. Punkt: Übereinkommen zur Gründung einer Europäischen Organisation für astro­nomische Forschung in der südlichen Hemisphäre samt Finanzprotokoll

28. Punkt: Änderung des Übereinkommens zwischen der Republik Österreich, der Republik Bulgarien, der Republik Kroatien, der Tschechischen Republik, der Repu-
blik Ungarn, der Republik Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik und der Repu­blik Slowenien zur Förderung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Hochschulbil­dung im Rahmen des Central European Exchange Programme for University Studies („CEEPUS II“)

29. Punkt: Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Sozialistischen Republik Vietnam über die gegenseitige Anerkennung von Gleichwertigkeiten im Hoch­schulbereich (gemäß § 28a GOG keine Ausschussvorberatung)

30. Punkt: Bericht über den Antrag 425/A der Abgeordneten Karlheinz Kopf, Dr. Josef Cap, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Europawahl­ordnung und das Europa-Wählerevidenzgesetz geändert werden

31. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz vom 11. De­zember 1969 über die Einstellung und Beschäftigung Behinderter (Behinderteneinstel­lungsgesetz – BEinstG), BGBl. Nr. 22/1970, geändert wird (102/A)

32. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Landwirtschafts­gesetz 1992 geändert wird (135/A)

33. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz über die Einrichtung einer Ar­beitslosenanwaltschaft (144/A)

34. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Staatsbürgerschaftsge­setz 1985 geändert wird (Staatsbürgerschaftsänderungsgesetz 2008) (150/A)

35. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfas­sungsgesetz geändert wird (151/A)


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36. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bun­des-Verfassungsgesetz (B-VG), BGBl Nr. 1/1930, geändert wird (286/A)

37. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 68/2008, das Abfallwirtschaftsgesetz 2002, BGBl. Nr. 102/2002, zuletzt geändert durch das Bun­desgesetz BGBl. Nr. 54/2008, das Emissionsschutzgesetz für Kesselanlagen, BGBl. Nr. 150/2004, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 84/2006, das Mineralrohstoffgesetz, BGBl. Nr. 38/1999, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 113/2006, und das Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000, BGBl. Nr. 697/1993, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 2/2008, geändert werden (Erste Energieeffizienznovelle 2008) (296/A)

38. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird (297/A)

39. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Beamten-Dienstrechtsge­setz 1979, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz und das Land- und forstwirtschaftli-
che Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz geändert werden (Nachhilfeunterrichtsgesetz) (300/A)

*****

Inhalt

Personalien

Verhinderungen .............................................................................................................. 34

Ordnungsrufe ..................................................................................................  45, 46, 168

Geschäftsbehandlung

Einwendungen des Abgeordneten Josef Bucher gegen die Tagesordnung gemäß § 50 der Geschäftsordnung .......................................................................................................... 34

Einwendungen des Abgeordneten Ing. Norbert Hofer gegen die Tagesordnung gemäß § 50 der Geschäftsordnung .......................................................................................................... 34

Durchführung einer gemeinsamen Debatte gemäß § 50 Abs. 1 der Geschäftsord­nung                  54

Redner/Rednerinnen:

Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ..... 54

Josef Bucher ........................................................................................................... ..... 56

Dr. Josef Cap ........................................................................................................... ..... 57

Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ..... 59

Karlheinz Kopf ........................................................................................................ ..... 61

Gerald Grosz ........................................................................................................... ..... 62

Ing. Peter Westenthaler (tatsächliche Berichtigung) ................................................... 63

Dr. Gabriela Moser ................................................................................................. ..... 64

Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ..... 65

Alois Gradauer ........................................................................................................ ..... 67


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 5

Lutz Weinzinger ...................................................................................................... ..... 68

Dr. Peter Pilz ............................................................................................................ ..... 69

Einwendungen finden keine Mehrheit ............................................................................. 70

Verlangen auf Durchführung einer kurzen Debatte über die Anfragebeantwor­tung 393/AB gemäß § 92 Abs. 1 der Geschäftsordnung .................................................................................................... 71

Durchführung einer kurzen Debatte gemäß § 57a Abs. 1 der Geschäftsordnung         181

Redner/Rednerinnen:

Stefan Petzner ......................................................................................................... ... 181

Otto Pendl ................................................................................................................ ... 184

Jochen Pack ............................................................................................................ ... 186

Wolfgang Zanger .................................................................................................... ... 187

Bundesministerin Mag. Dr. Maria Theresia Fekter ................................................ 188

Gerald Grosz ............................................................................................................... 189

Mag. Alev Korun ..................................................................................................... ... 191

Antrag der Abgeordneten Stefan Petzner, Kolleginnen und Kollegen auf Nicht­kenntnisnahme der Anfragebeantwortung 393/AB – Ablehnung .........................................................  184, 192

Antrag der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen auf Einset­zung eines Untersuchungsausschusses betreffend Betrug mit Arbeitslosengel­dern bei der Bundesbuchhaltungsagentur gemäß § 33 Abs. 1 der Geschäftsord­nung .................................................................. 333

Bekanntgabe ................................................................................................................... 71

Verlangen gemäß § 33 Abs. 2 der Geschäftsordnung auf Durchführung einer kurzen Debatte im Sinne des § 57a Abs. 1 GOG .......................................................................................................... 71

Redner/Rednerinnen:

Karl Öllinger ............................................................................................................ ... 335

Kai Jan Krainer ....................................................................................................... ... 338

Dr. Peter Sonnberger ............................................................................................. ... 338

Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ... 339

Ing. Robert Lugar .................................................................................................... ... 340

Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ... 342

Ablehnung des Antrages .............................................................................................. 343

Redezeitbeschränkung nach Beratung in der Präsidialkonferenz gemäß § 57 Abs. 3 Z. 2 der Geschäftsordnung .......................................................................................................... 75

Antrag des Abgeordneten Mag. Werner Kogler, den Bericht des Finanzaus­schusses über die Regierungsvorlage (32 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Übertragung von Bundesbeteiligungen in das Eigentum der ÖIAG geändert wird (62 d.B.), gemäß § 53 Abs. 6 der Geschäftsordnung an den Finanzausschuss rückzuverweisen – Ablehnung ...  229, 229

Verlesung der vorgesehenen Fassung eines Teiles des Amtlichen Protokolls die­ser Sitzung durch Präsidenten Mag. Dr. Martin Graf ............................................................................ 343

Genehmigung des verlesenen Teiles des Amtlichen Protokolls ............................... 345

Aktuelle Stunde (3.)

Thema: „Sicheres Österreich statt Kriminalitätsexplosion, Asylmissbrauch, Islamisierung und Massenzuwanderung“ ................................................................................................ 34


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 6

Redner/Rednerinnen:

Heinz-Christian Strache ......................................................................................... ..... 35

Bundesministerin Mag. Dr. Maria Theresia Fekter .................................................. 37

Otto Pendl ..................................................................................................................... 39

Günter Kößl ............................................................................................................. ..... 41

Harald Vilimsky ....................................................................................................... ..... 42

Ing. Peter Westenthaler .......................................................................................... ..... 44

Dr. Peter Pilz ............................................................................................................ ..... 45

Angela Lueger ......................................................................................................... ..... 47

Gabriel Obernosterer ............................................................................................. ..... 48

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner ........................................................................... ..... 50

Maximilian Linder ................................................................................................... ..... 51

Mag. Alev Korun ..................................................................................................... ..... 52

Ausschüsse

Zuweisungen .................................  71, 117, 308, 311, 314, 316, 321, 325, 328, 330, 333

Dringlicher Antrag

der Abgeordneten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die budgetäre Zersetzung des österreichischen Bundesheeres (463/A)(E) ......................................................... 137

Begründung: Dr. Peter Fichtenbauer ......................................................................... 143

Bundesminister Mag. Norbert Darabos .................................................................. 148

Debatte:

Lutz Weinzinger ...................................................................................................... ... 151

Stefan Prähauser .................................................................................................... ... 153

Ing. Norbert Kapeller .............................................................................................. ... 155

Mag. Gernot Darmann ........................................................................................... ... 157

Dr. Peter Pilz ............................................................................................................ ... 161

Mario Kunasek ........................................................................................................ ... 163

Mag. Christine Lapp ............................................................................................... ... 165

Franz Eßl .................................................................................................................. ... 166

Kurt List ................................................................................................................... ... 169

Tanja Windbüchler-Souschill ................................................................................ ... 171

Bundesminister Mag. Norbert Darabos ............................................................... ... 172

Werner Herbert ....................................................................................................... ... 173

Gerhard Köfer ......................................................................................................... ... 174

Mag. Rainer Widmann ............................................................................................ ... 176

Dr. Peter Fichtenbauer ........................................................................................... ... 178

Christian Faul .......................................................................................................... ... 179

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Gernot Darmann, Kolleginnen und Kollegen betreffend Vorlage eines Berichtes des Bundesministers für Lan­desverteidigung und Sport zum Zustand des österreichischen Bundesheeres – Ablehnung ....................................................  160, 181

Ablehnung des Selbständigen Entschließungsantrages 463/A(E) .............................. 181

Verhandlungen

Gemeinsame Beratung über

1. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 424/A der Abgeordneten Renate Csörgits, Barbara Riener, Kolleginnen und


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 7

Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeitsmarktservicege-
setz, das Arbeitsmarktförderungsgesetz, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungs­gesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz, das Landarbeitsgesetz 1984 und das Be­schäftigungsförderungsgesetz geändert werden (Beschäftigungsförderungsge­setz 2009), und über den

Antrag 59/A(E) der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betref­fend rasche Umsetzung eines Beschäftigungsprogrammes (57 d.B.) ................................................................. 75

2. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An-
trag 97/A der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betref-
fend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz (AMPFG), BGBl. Nr. 315/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 84/2008, geändert wird (58 d.B.)                76

Redner/Rednerinnen:

Herbert Kickl ........................................................................................................... ..... 76

Franz Riepl ............................................................................................................... ..... 78

Sigisbert Dolinschek .............................................................................................. ..... 79

Barbara Riener ........................................................................................................ ..... 81

Mag. Birgit Schatz .................................................................................................. ..... 82

Bundesminister Rudolf Hundstorfer ................................................................... ..... 85

Walter Schopf .......................................................................................................... ..... 87

Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ..... 88

Dr. Martin Bartenstein ............................................................................................ ..... 90

Josef Jury ...................................................................................................................... 92

Dietmar Keck ................................................................................................................ 93

Karl Öllinger .................................................................................................................. 94

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner ......................................................... ... 102

Mag. Christine Lapp ............................................................................................... ... 103

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein .................................................................... ... 104

August Wöginger .................................................................................................... ... 107

Mag. Gernot Darmann ........................................................................................... ... 108

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend gerechte Bedingungen zur Inanspruchnahme von Kurzar­beitsbeihilfen durch Unternehmen – Ablehnung                84, 111

Entschließungsantrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verhinderung des Unterlaufens und Sicherung der vollen In­anspruchnahme der Übergangsfristen für den Arbeitsmarkt – Ablehnung .....................................................................................  89, 111

Entschließungsantrag der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend „Mehr Geld für arbeitslose Menschen! Jetzt!“ – Ablehnung ..........................................................  99, 111

Entschließungsantrag der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kol­legen betreffend Schließung der sogenannten Karriere-Entwicklungs-Center
bei der österreichischen Post AG und anderen staatsnahen Betrieben – Ableh­nung  106, 111

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Gernot Darmann, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erhöhung der Studienplatzförderung der Fachhoch­schule Kärnten um 34 Prozent – Ablehnung               109, 111

Annahme des Gesetzentwurfes in 57 d.B. .................................................................. 110


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 8

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 57 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend die inhaltliche Ergänzung des Sozialberichtes (E 11) ....................................................... 111

Kenntnisnahme des Ausschussberichtes 58 d.B. ....................................................... 111

Gemeinsame Beratung über

3. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 114/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Renaissance des dualen Ausbildungssystems (59 d.B.) ........................................................................................................................ 112

4. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 129/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betref­fend Teilzeitlehre (60 d.B.) .................. 112

Redner/Rednerinnen:

Bernhard Themessl ................................................................................................ ... 112

Ulrike Königsberger-Ludwig ................................................................................. ... 113

Stefan Markowitz .................................................................................................... ... 114

Jochen Pack ............................................................................................................ ... 114

Bundesminister Rudolf Hundstorfer ................................................................... ... 115

Mag. Birgit Schatz .................................................................................................. ... 116

Kenntnisnahme der beiden Ausschussberichte 59 und 60 d.B. .................................. 117

Zuweisung des Antrages 114/A(E) an den Ausschuss für Wirtschaft und Indus-
trie ................................................................................................................................. 117

Zuweisung des Antrages 129/A(E) an den Ausschuss für Wirtschaft und Indus-
trie ................................................................................................................................. 117

5. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 101/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betref­fend Änderung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Ausländer aus nicht EWR-Staaten (61 d.B.) ................................................................................ 117

Redner/Rednerinnen:

Herbert Kickl ........................................................................................................... ... 117

Erwin Spindelberger .............................................................................................. ... 119

Sigisbert Dolinschek .............................................................................................. ... 120

Dr. Martin Bartenstein ............................................................................................ ... 121

Bundesminister Rudolf Hundstorfer ................................................................... ... 123

Karl Öllinger ............................................................................................................ ... 123

Kenntnisnahme des Ausschussberichtes ................................................................... 124

Gemeinsame Beratung über

6. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 366/A der Abgeordneten Renate Csörgits, Barbara Riener, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversiche­rungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz und das Bauern-Sozi­alversicherungsgesetz geändert werden (55 d.B.) ...................................................... 124

7. Punkt: Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den An­trag 401/A der Abgeordneten Barbara Riener, Renate Csörgits, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Pensionsgesetz 1965 und das Bundesbahn-Pensionsgesetz geändert werden (56 d.B.)                            124


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 9

Redner/Rednerinnen:

Christian Faul .......................................................................................................... ... 124

Barbara Riener ........................................................................................................ ... 125

Werner Neubauer .................................................................................................... ... 126

Ursula Haubner ....................................................................................................... ... 127

Karl Öllinger ............................................................................................................ ... 128

Dr. Sabine Oberhauser, MAS................................................................................. ... 129

Karl Donabauer .......................................................................................................... 129

Ridi Maria Steibl ......................................................................................................... 130

Mag. Gertrude Aubauer ......................................................................................... ... 131

Annahme der beiden Gesetzentwürfe in 55 und 56 d.B. ............................................. 131

8. Punkt: Regierungsvorlage: Abkommen über soziale Sicherheit zwischen der Republik Österreich und der Republik Östlich des Uruguay (47 d.B.) (gemäß § 28a GOG keine Ausschussvorberatung)                       132

Genehmigung des Staatsvertrages .......................................................................... ... 132

9. Punkt: Regierungsvorlage: Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über die Annahme eines zusätzlichen Schutzzeichens (Proto­koll III) (50 d.B.) (gemäß § 28a GOG keine Ausschussvorberatung) ............................................................................................... 132

Redner/Rednerinnen:

August Wöginger ....................................................................................................... 132

Dr. Wolfgang Spadiut ................................................................................................ 133

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber ........................................................................ ... 133

Genehmigung des Staatsvertrages ............................................................................. 134

Beschlussfassung im Sinne des Artikels 49 Abs. 2 B-VG ....................................... ... 134

Gemeinsame Beratung über

10. Punkt: Bericht des Familienausschusses über den Antrag 386/A der Abge­ordneten Ridi Maria Steibl, Gabriele Binder-Maier, Kolleginnen und Kollegen be­treffend ein Bundesgesetz, mit dem das Kinderbetreuungsgeldgesetz geändert wird (82 d.B.) ................................................. 134

11. Punkt: Bericht des Familienausschusses über den Antrag 163/A(E) der Abgeordneten Anneliese Kitzmüller, Kolleginnen und Kollegen betreffend Re-
form beziehungsweise Abschaffung des Zuschusses zum Kinderbetreuungsgeld (83 d.B.)                       134

Redner/Rednerinnen:

Anneliese Kitzmüller .............................................................................................. ... 134

Ridi Maria Steibl ...................................................................................................... ... 135

Ursula Haubner ....................................................................................................... ... 192

Gabriele Binder-Maier ............................................................................................ ... 195

Edith Mühlberghuber ............................................................................................. ... 196

Mag. Daniela Musiol ............................................................................................... ... 196

Nikolaus Prinz ......................................................................................................... ... 199

Staatssekretärin Christine Marek ......................................................................... ... 200

Mag. Gisela Wurm .................................................................................................. ... 201

Mag. Judith Schwentner ........................................................................................ ... 202

Ing. Norbert Hofer (tatsächliche Berichtigung) .......................................................... 203

Adelheid Irina Fürntrath-Moretti ............................................................................... 203

Hermann Lipitsch ....................................................................................................... 204


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 10

Anna Höllerer .......................................................................................................... ... 205

Mag. Gertrude Aubauer ......................................................................................... ... 206

Silvia Fuhrmann ...................................................................................................... ... 206

Entschließungsantrag der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kolle­gen betreffend Umwandlung des Zuschusses zum Kinderbetreuungsgeld in eine nicht rückzahlbare Familienförderung und rückwirkende Streichung der geltenden Verpflichtung zur Rückzahlung des Zuschusses – Ablehnung  194, 207

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Kinderbetreuungsgeld­gesetz geändert wird – Ablehnung  198, 207

Annahme des Gesetzentwurfes in 82 d.B. .................................................................. 207

Kenntnisnahme des Ausschussberichtes 83 d.B. ....................................................... 207

Gemeinsame Beratung über

12. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (32 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Übertragung von Bundesbe­teiligungen in das Eigentum der ÖIAG geändert wird (62 d.B.) ........................................................................................................................ 207

13. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (33 d.B.): Bundesgesetz betreffend die Veräußerung von unbeweglichem Bundesvermögen (63 d.B.) ............................. 207

Redner/Rednerinnen:

Alois Gradauer ........................................................................................................ ... 208

Dkfm. Dr. Günter Stummvoll ................................................................................ ... 209

Ing. Peter Westenthaler .......................................................................................... ... 210

Kai Jan Krainer ....................................................................................................... ... 212

Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ... 214

Dr. Martin Bartenstein ............................................................................................ ... 216

Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ... 217

Wilhelm Haberzettl ................................................................................................. ... 220

Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ... 220

Ing. Erwin Kaipel ..................................................................................................... ... 222

Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka ................................................................... ... 223

Johann Hechtl ......................................................................................................... ... 225

Kurt List ................................................................................................................... ... 226

Mag. Laura Rudas ................................................................................................... ... 228

Entschließungsantrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schadenersatzforderungen gegen das Duo Ötsch/Michae­lis – Ablehnung .......  218, 230

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend Rettungspaket für die Post – Ablehnung .....................................................................................  227, 230

Annahme der beiden Gesetzentwürfe in 62 und 63 d.B. ............................................. 229

Gemeinsame Beratung über

14. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (37 d.B.): Bundesgesetz zur Durchführung des Rahmenbeschlusses über die Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung von Geldstrafen und Geldbu-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 11

ßen im Bereich des verwaltungsbehördlichen Finanzstrafverfahrens (EU-Finanz­strafvollstreckungsgesetz – EU-FinStrVG) (64 d.B.) ................................. 230

15. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (38 d.B.): Bundesgesetz, mit dem die Bundesabgabenordnung, die Abgabenexekutions­ordnung, das Kommunalsteuergesetz 1993, das Grundsteuergesetz 1955, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 2008, das Allgemei-
ne Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, das Verwaltungsstrafgesetz 1991 und das Finanzstrafgesetz geändert werden (Abgabenverwaltungsreformgesetz – AbgVRefG) (65 d.B.) ............ 230

16. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (21 d.B.): Bundesgesetz über die Gewährung eines Bundeszuschusses an das Land Tirol aus Anlass des Jubiläumsjahres 2009 – 200 Jahre Erhebung Tirols (66 d.B.) ............................................................................................. 230

Redner/Rednerinnen:

Gerhard Huber ............................................................................................................ 231

Mag. Josef Lettenbichler ....................................................................................... ... 232

Dr. Kurt Grünewald ................................................................................................ ... 233

Mag. Kurt Gaßner ................................................................................................... ... 234

Gerald Grosz ........................................................................................................... ... 235

DDr. Werner Königshofer ...................................................................................... ... 236

Peter Mayer ............................................................................................................. ... 238

Marianne Hagenhofer ............................................................................................. ... 238

Werner Neubauer .................................................................................................... ... 239

Alois Gradauer ........................................................................................................ ... 240

Dr. Harald Walser .................................................................................................... ... 241

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend vorgezogenen Finanzausgleich der Länder – Ablehnung ...........................................................  236, 242

Annahme der drei Gesetzentwürfe in 64, 65 und 66 d.B. ............................................ 242

Gemeinsame Beratung über

17. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (45 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bankwesengesetz, das Wertpapieraufsichtsge­setz 2007, das Börsegesetz 1989, das Sparkassengesetz, das Bundesfinanzie­rungsgesetz, das Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz, das Versicherungsauf­sichtsgesetz, das Betriebspensionsgesetz und das Finanzkonglomerategesetz geändert und das Börsefondsgesetz 1993 und das Börsefondsüberleitungsge­setz aufgehoben werden (67 d.B.)             ............................................................................................................................. 242

18. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (15 d.B.): Bundesgesetz über österreichische Beiträge an internationale Finanzinstitutionen (IFI-Beitragsgesetz 2008) (68 d.B.)          ............................................................................................................................. 243

19. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (44 d.B.): Bundesgesetz über die Leistung eines österreichischen Beitrages an den HIPC Trust Fund zur Entschuldung Liberias (69 d.B.)           ............................................................................................................................. 243

20. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (11 d.B.): Protokoll zwischen der Republik Österreich und dem Königreich der Niederlande zur weiteren Abänderung des zwischen der Republik Österreich und dem König­reich der Niederlande am 1. September 1970 in Wien unterzeichneten Abkom­mens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen samt Schlussprotokoll in der Fassung des am


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 12

18. Dezember 1989 unterzeichneten Protokolls und des am 26. Dezember 2001 unterzeichneten Protokolls (70 d.B.) ............................. 243

21. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (16 d.B.): Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Regierung der Sozialistischen Republik Vietnam zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerumgehung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen samt Protokoll und Annex (71 d.B.) ........................ 243

22. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (22 d.B.): Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutsch­land zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Erbschaftsteu­ern bei Erbfällen, in denen der Erblasser nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. August 2008 verstorben ist (72 d.B.) ............................................................... 243

Redner/Rednerinnen:

Wolfgang Zanger ........................................................................................................ 243

Mag. Peter Michael Ikrath ...................................................................................... ... 244

Ernest Windholz ...................................................................................................... ... 245

Mag. Johann Maier ................................................................................................. ... 250

Lutz Weinzinger ...................................................................................................... ... 251

Dr. Peter Pilz ............................................................................................................ ... 252

Bernhard Themessl ................................................................................................ ... 254

Konrad Steindl ........................................................................................................ ... 256

Petra Bayr ................................................................................................................ ... 256

Dr. Christoph Matznetter ....................................................................................... ... 257

Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ... 258

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kol­legen betreffend Bankgeheimnis – Ablehnung ...............................................................................  248, 260

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kol­legen betreffend „Stress-Test“ für Banken – Ablehnung ......................................................................................  248, 260

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kol­legen betreffend Absicherung der Firmenpension gegen Totalausfall – Ableh-
nung .....................................................................................................................  249, 260

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Peter Pilz, Dkfm. Dr. Günter Stummvoll, Kai Jan Krainer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Kunden­schutz im WAG und BWG – Annahme (E 12)          255, 260

Annahme der drei Gesetzentwürfe in 67, 68 und 69 d.B. ............................................ 260

Genehmigung der drei Staatsverträge in 70, 71 und 72 d.B. ....................................... 261

23. Punkt: Bericht des Verkehrsausschusses über den Antrag 315/A der Abge­ordneten Anton Heinzl, Dr. Ferdinand Maier, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Straßenverkehrsordnung 1960 (22. StVO-Novel­le) und das Kraftfahrgesetz 1967 geändert werden (74 d.B.)    ............................................................................................................................. 261

Redner/Rednerinnen:

Bernhard Vock ........................................................................................................ ... 261

Anton Heinzl ............................................................................................................ ... 262

Christoph Hagen ..................................................................................................... ... 263

Dr. Ferdinand Maier ................................................................................................ ... 264

Dr. Gabriela Moser ................................................................................................. ... 265

Johann Hell .............................................................................................................. ... 270


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 13

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek ..................................................................................... ... 271

Mag. Karin Hakl ....................................................................................................... ... 272

Peter Stauber .......................................................................................................... ... 273

Bundesministerin Doris Bures ............................................................................. ... 274

Johann Rädler ......................................................................................................... ... 275

Dietmar Keck ........................................................................................................... ... 275

Johann Singer ......................................................................................................... ... 276

Franz Eßl .................................................................................................................. ... 277

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen betreffend datenschutzrechtliche Sanierung der 22. StVO-Novelle – Ab­lehnung ................  267, 277

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen betreffend einfache und klare Regeln für den Radverkehr als Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit – Ablehnung           269, 278

Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 277

24. Punkt: Bericht des Verkehrsausschusses über die Regierungsvorlage (34 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Schiffahrtsgesetz geändert wird (73 d.B.)                                                                            278

Redner/Rednerinnen:

Mag. Rosa Lohfeyer ............................................................................................... ... 278

Dr. Ferdinand Maier ................................................................................................ ... 278

Mag. Roman Haider ................................................................................................ ... 279

Christoph Hagen ..................................................................................................... ... 279

Dr. Gabriela Moser ................................................................................................. ... 280

Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 280

Gemeinsame Beratung über

25. Punkt: Bericht des Wissenschaftsausschusses über die Regierungsvorlage (10 d.B.): Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre betref­fend den Beitritt zum Übereinkommen zur Gründung einer Europäischen Organi­sation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre samt Finanz­protokoll und zum Protokoll über die Vorrechte und Immunitäten der Europäi­schen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre und die dazugehörigen Bedingungen (78 d.B.) ....................... 280

26. Punkt: Bericht des Wissenschaftsausschusses über die Regierungsvorlage (13 d.B.): Protokoll über die Vorrechte und Immunitäten der Europäischen Orga­nisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre (79 d.B.) ................................................................................................... 281

27. Punkt: Bericht des Wissenschaftsausschusses über die Regierungsvorlage (14 d.B.): Übereinkommen zur Gründung einer Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre samt Finanzprotokoll (80 d.B.) ..................................................................................... 281

Redner/Rednerinnen:

Anna Franz .................................................................................................................. 281

Mag. Andrea Kuntzl ................................................................................................... 282

Dr. Gerhard Kurzmann .......................................................................................... ... 282

Ing. Robert Lugar .................................................................................................... ... 283

Dr. Kurt Grünewald ................................................................................................ ... 283

Peter Mayer ............................................................................................................. ... 284


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 14

Ing. Kurt Gartlehner ................................................................................................ ... 285

Bundesminister Dr. Johannes Hahn .................................................................... ... 285

Genehmigung der beiden Staatsverträge in 78 und 80 d.B. ........................................ 285

Genehmigung des Protokolls in 79 d.B. ....................................................................... 286

Beschlussfassung im Sinne des Artikels 49 Abs. 2 B-VG hinsichtlich 79 und 80 d.B.                     286

28. Punkt: Bericht des Wissenschaftsausschusses über die Regierungsvorlage (17 d.B.): Änderung des Übereinkommens zwischen der Republik Österreich, der Republik Bulgarien, der Republik Kroatien, der Tschechischen Republik, der Re­publik Ungarn, der Republik Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik und der Republik Slowenien zur Förderung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Hochschulbildung im Rahmen des Central European Exchange Programme for University Studies („CEEPUS II“) (81 d.B.) ............................................................................................................................. 286

Redner/Rednerinnen:

Mag. Karin Hakl ....................................................................................................... ... 286

Mag. Andrea Kuntzl ................................................................................................ ... 287

Dr. Andreas Karlsböck ........................................................................................... ... 287

Ing. Robert Lugar .................................................................................................... ... 288

Dr. Kurt Grünewald ................................................................................................ ... 289

August Wöginger .................................................................................................... ... 289

Mag. Christine Muttonen ....................................................................................... ... 292

Silvia Fuhrmann ...................................................................................................... ... 293

Mag. Katharina Cortolezis-Schlager .................................................................... ... 293

Bundesminister Dr. Johannes Hahn .................................................................... ... 294

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner ........................................................................... ... 294

Entschließungsantrag der Abgeordneten August Wöginger, Ing. Kurt Gart­lehner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Medizinische Universität Linz – An­nahme (E 13) ...............  290, 295

Genehmigung des Staatsvertrages ............................................................................. 295

29. Punkt: Regierungsvorlage: Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Sozialistischen Republik Vietnam über die gegenseitige Anerkennung von Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich (51 d.B.) (gemäß § 28a GOG keine Ausschussvorberatung) .................................................... 295

Redner:

Elmar Mayer ................................................................................................................ 295

Genehmigung des Staatsvertrages ............................................................................. 296

30. Punkt: Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 425/A der Ab­geordneten Karlheinz Kopf, Dr. Josef Cap, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Europawahlordnung und das Europa-Wählerevi­denzgesetz geändert werden (84 d.B.) ................................... 296

Redner/Rednerinnen:

Mag. Harald Stefan ..................................................................................................... 296

Dr. Peter Wittmann ................................................................................................. ... 301

Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ... 301

Karl Donabauer ....................................................................................................... ... 302

Werner Herbert ....................................................................................................... ... 303

Mag. Daniela Musiol ............................................................................................... ... 303


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 15

Mag. Elisabeth Grossmann ................................................................................... ... 304

Dr. Peter Sonnberger ............................................................................................. ... 305

Bundesministerin Mag. Dr. Maria Theresia Fekter ............................................. ... 305

Dr. Günther Kräuter ............................................................................................... ... 306

Entschließungsantrag der Abgeordneten Stefan Petzner, Kolleginnen und Kol­legen betreffend Entfall des Wahlkampfprivilegs der Dienstfreistellung für Land- und forstwirtschaftliche Landeslehrer, Landeslehrer, wie auch Beamte – Ableh­nung ..................................................................................  302, 306

Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 306

31. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz vom 11. Dezember 1969 über die Einstellung und Beschäftigung Behinderter (Behin­derteneinstellungsgesetz – BEinstG), BGBl. Nr. 22/1970, geändert wird (102/A)                                                                                                                                                                     307

Redner/Rednerinnen:

Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ... 307

Rosemarie Schönpass ........................................................................................... ... 307

Jochen Pack ............................................................................................................ ... 307

Sigisbert Dolinschek .............................................................................................. ... 308

Karl Öllinger ............................................................................................................ ... 308

Zuweisung des Antrages 102/A an den Ausschuss für Arbeit und Soziales ............... 308

32. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirkl­huber, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Landwirtschaftsgesetz 1992 geändert wird (135/A)           ............................................................................................................................. 308

Redner/Rednerinnen:

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber ........................................................................ ... 309

Mag. Kurt Gaßner ................................................................................................... ... 310

Franz Eßl .................................................................................................................. ... 310

Harald Jannach ........................................................................................................... 310

Gerhard Huber ............................................................................................................ 311

Zuweisung des Antrages 135/A an den Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft ..... 311

33. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kollegin­nen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz über die Einrichtung einer Arbeitslosenanwaltschaft (144/A)                       311

Redner/Rednerinnen:

Karl Öllinger ................................................................................................................ 312

Johann Hechtl ......................................................................................................... ... 312

Johannes Schmuckenschlager ............................................................................. ... 313

Sigisbert Dolinschek .............................................................................................. ... 313

Zuweisung des Antrages 144/A an den Ausschuss für Arbeit und Soziales ............... 314

34. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kol­leginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Staatsbürger­schaftsgesetz 1985 geändert wird (Staatsbürgerschaftsänderungsgesetz 2008) (150/A) ................................................ 314

Redner/Rednerinnen:

Mag. Albert Steinhauser ........................................................................................ ... 314

Mag. Gisela Wurm .................................................................................................. ... 315


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 16

Ing. Norbert Kapeller .............................................................................................. ... 315

Bernhard Vock ............................................................................................................ 316

Maximilian Linder ....................................................................................................... 316

Zuweisung des Antrages 150/A an den Ausschuss für innere Angelegenheiten ........ 316

35. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Daniela Musiol, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bun­des-Verfassungsgesetz geändert wird (151/A)             ............................................................................................................................. 316

Redner/Rednerinnen:

Mag. Daniela Musiol ................................................................................................... 317

Dr. Johannes Jarolim ................................................................................................ 317

Dr. Gerhard Kurzmann .......................................................................................... ... 318

Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ... 318

Zuweisung des Antrages 151/A an den Verfassungsausschuss ................................ 321

36. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuch­ner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG), BGBl Nr. 1/1930, geändert wird (286/A)                                                                                                                             321

Redner/Rednerinnen:

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner ........................................................................... ... 322

Mag. Christine Lapp ............................................................................................... ... 323

Mag. Josef Lettenbichler ....................................................................................... ... 323

Gerald Grosz ........................................................................................................... ... 323

Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ... 324

Zuweisung des Antrages 286/A an den Verfassungsausschuss ................................ 325

37. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem die Gewerbe­ordnung 1994, BGBl. Nr. 194/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 68/2008, das Abfallwirtschaftsgesetz 2002, BGBl. Nr. 102/2002, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 54/2008, das Emissionsschutzge­setz für Kesselanlagen, BGBl. Nr. 150/2004, zuletzt geändert durch das Bundes­gesetz BGBl. Nr. 84/2006, das Mineralrohstoffgesetz, BGBl. Nr. 38/1999, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 113/2006, und das Umweltverträg­lichkeitsprüfungsgesetz 2000, BGBl. Nr. 697/1993, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 2/2008, geändert werden (Erste Energieeffizienznovel­le 2008) (296/A) ................ 325

Redner/Rednerinnen:

Mag. Christiane Brunner ........................................................................................... 325

Andrea Gessl-Ranftl .................................................................................................. 326

Erwin Hornek .......................................................................................................... ... 326

Mag. Rainer Widmann ............................................................................................ ... 327

Franz Hörl .................................................................................................................... 328

Zuweisung des Antrages 296/A an den Umweltausschuss ........................................ 328

38. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird (297/A)      ............................................................................................................................. 328

Redner/Rednerinnen:

Mag. Christiane Brunner ........................................................................................... 328

Petra Bayr ................................................................................................................... 329


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 17

Anna Höllerer .......................................................................................................... ... 329

Mag. Rainer Widmann ............................................................................................ ... 330

Zuweisung des Antrages 297/A an den Umweltausschuss ........................................ 330

39. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Beamten-Dienstrechtsge­setz 1979, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz und das Land- und forstwirt­schaftliche Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz geändert werden (Nachhilfeunter­richtsgesetz) (300/A) .................................................................................................... 330

Redner/Rednerinnen:

Ursula Haubner .......................................................................................................... 331

Elmar Mayer ................................................................................................................ 331

Anna Franz .............................................................................................................. ... 332

Dr. Harald Walser .................................................................................................... ... 332

Zuweisung des Antrages 300/A an den Unterrichtsausschuss ................................... 333

Eingebracht wurden

Petitionen ...................................................................................................................... 72

Petition betreffend „Erhaltung des Landbriefträger von Kleinsölk“ (Ordnungsnum­mer 13) (überreicht von der Abgeordneten Elisabeth Hakel)

Petition betreffend „Veröffentlichung vorgesehener strategischer Umgebungs­lärmkarten und darauf basierender Aktionspläne gemäß der Bundes-Umge­bungslärmschutzverordnung in Bezug auf die Stadtgemeinde Schwechat“ (Ord­nungsnummer 14) (überreicht vom Abgeordneten Hannes Fazekas)

Petition betreffend „Österreich als gentechnikfreie Modellregion“ (Ordnungsnum­mer 15) (überreicht vom Abgeordneten Gerhard Huber)

Regierungsvorlagen ................................................................................................... 71

75: Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über das Verbot von Streumuni­tion geändert wird

76: Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Regie­rung der Bundesrepublik Deutschland über den vorübergehenden Aufenthalt von Angehörigen des österreichischen Bundesheeres und Angehörigen der deut­schen Bundeswehr auf dem Gebiet des jeweils anderen Staats (österreichisch-deutsches Streitkräfteaufenthaltsabkommen)

77: Übereinkommen über Streumunition

88: Bundesgesetz, mit dem das Asylgesetz 2005, das Fremdenpolizeige­setz 2005 und das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz geändert werden

89: Zivilverfahrens-Novelle 2009 – ZVN 2009

90: Bundesgesetz, mit dem das Kraftfahrgesetz 1967 geändert wird (30. KFG-Novelle)

91: Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988 geändert wird – Konjunkturbelebungsgesetz 2009

92: Ökoprämiengesetz


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 18

Berichte ......................................................................................................................... 72

III-30: Bericht Reihe Bund 2009/3; Rechnungshof

III-34: Bericht über die innere Sicherheit in Österreich (Sicherheitsbericht 2007); Bundesregierung

III-35: 7. Gleichbehandlungsbericht des Bundes 2008; Bundesregierung

III-36: Gemeinsamer Bericht über die Vollziehung des Gleichbehandlungsgeset­zes gemäß § 24 GBK/GAW-Gesetz für die Jahre 2006 und 2007; BM f. Frauen und öffentlichen Dienst und BM f. Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

III-37: Restitutionsbericht 2007; BM f. Unterricht, Kunst und Kultur

III-39: Bericht betreffend den Gesamtbericht über den Einsatz besonderer Ermitt­lungsmaßnahmen im Jahr 2007; BM f. Justiz

III-40: Bericht zum EU-Arbeitsprogramm 2009; BM f. Wirtschaft, Familie und Ju­gend

III-41: Bericht zum EU-Arbeitsprogramm 2009 auf der Grundlage des Achtzehn­monatsprogramms des französischen, des tschechischen und des schwedischen Ratsvorsitzes sowie des Legislativ- und Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für das Jahr 2009; BM f. europäische und internationale Angelegen­heiten

Zu III-13: Berichtigungsseite zum Bericht des Rechnungshofes gemäß Art. 1 § 8 Bezügebegrenzungsgesetz für die Jahre 2006 und 2007

Anträge der Abgeordneten

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die budgetäre Zerset­zung des österreichischen Bundesheeres (463/A)(E)

Ing. Hermann Schultes, Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bun­desgesetz über Umwelthaftung zur Vermeidung und Sanierung von Umweltschäden (Bundes-Umwelthaftungsgesetz – B-UHG) (464/A)

Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz über die Erhebung von Kirchenbeiträgen (Kirchenbeitragsgesetz, KB-G) (465/A)

Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen betreffend GVO-freie Fütterung als Kriterium für das AMA-Gütesiegel (466/A)(E)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erhöhung des Regelbud­gets (Ordinarium) und einer international vergleichbaren und konkurrenzfähigen Finan­zierungssicherheit des FWF (467/A)(E)

Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen betreffend Chancengleichheit für Kinder von Geburt an – Verankerung des Geburtslandprinzips (ius Soli) im Staatsbürger­schaftsgesetz (468/A)(E)

Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umsetzung des EuGH-Be­schlusses „Sahin gegen Österreich“ vom 19.12.2008; Herstellung einer europa- und menschenrechtskonformen Rechtslage beim Familiennachzug (469/A)(E)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 19

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Berücksich­tigung ökologischer Kriterien bei der Beschaffung von Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen des Bundes (470/A)(E)

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Herabset­zung der Substitutionsziele bei Agrartreibstoffen (471/A)(E)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen zum Schutz von Tieren beim Transport (472/A)(E)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen betreffend einen Umsetzungs- und Finanzierungsplan einer bundesweiten, abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung (473/A)(E)

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beibehal­tung der österreichischen Gentechnik-Anbauverbote (474/A)(E)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Rehabilitierung von Justizopfern des Austrofaschismus (475/A)(E)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Klimaschutzgesetz (476/A)(E)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Sofortmaßnahmen des Bundes für den Klimaschutz im Rahmen des Klimaschutzgesetz-Pakets (477/A)(E)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend bundeseinheitliche Regelungen zum Klimaschutz im Rahmen des Klimaschutzgesetz-Pakets (478/A)(E)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ökologische und kli­magerechte Beschaffung des Bundes (479/A)(E)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer arbeitsbedingter Risiken in der Prävention und bei der Aner­kennung von Berufskrankheiten (480/A)(E)

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beibehal­tung der österreichischen Gentechnik-Anbauverbote (481/A)(E)

Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen betreffend gesetzliche Gleichstellung von Schulen in freier Trägerschaft mit konfessionellen Privatschulen (482/A)(E)

Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen betreffend Straffreiheit für Angehörige im Falle von unrechtmäßigem Aufenthalt (483/A)(E)

Mag. Gernot Darmann, Kolleginnen und Kollegen betreffend Navigationsgeräte für Streifen- und Einsatzfahrzeuge der Polizei (484/A)(E)

Ing. Robert Lugar, Kolleginnen und Kollegen betreffend thermische Sanierung (485/A)(E)

Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend Inflationsanpassung des Richt­wertmietzinses (486/A)(E)

Mag. Barbara Prammer, Fritz Neugebauer, Mag. Dr. Martin Graf, Herbert Scheib­ner, Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundes­verfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert, und ein Bun­desgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Geschäftsordnung des Nationalrates (Geschäftsordnungsgesetz 1975) geändert wird (487/A)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 20

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Österreich als gentechnikfreie Modellregion (488/A)(E)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen betreffend Neufassung des Kraftfahrgeset­zes (489/A)(E)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erhebung von Gesundheitsdaten über Kinder und Jugendliche (490/A)(E)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umset­zung und Ausbau des Nationalen Kindergesundheitsplans (491/A)(E)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erwerb von Zusatzfacharztqualifikationen für bisher nicht berücksichtigte Bereiche der Kinder­medizin (492/A)(E)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Sanierung haustechnischer Anlagen und Senkung des Energieverbrauchs in öffentlichen Gebäuden bei gleichzeiti­ger Unterstützung heimischer KMUs (493/A)(E)

DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend bilanztechnische Sonderaktivierung von „giftigen Wertpapieren“ und „faulen Krediten“ (Bankenstabilisie­rungsgesetz) (494/A)(E)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung eines Österreich-Tickets (495/A)(E)

Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen betreffend Gleichstellung des Fachhoch­schul-Diplomstudienganges „Militärische Führung“ mit anderen Fachhochschul-Diplom­studiengängen (496/A)(E)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen betreffend Masterplan Tourismus (497/A)(E)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umsatzsteuersenkung für heimische Bergbahnen (498/A)(E)

Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen betreffend Deckelung der Nebengebühren­werte (499/A)(E)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Zweite Säule – Wechsel der Pensionskasse (500/A)(E)

Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung der Gebühr bei der Verlängerung einer befristeten Lenkberechtigung (501/A)(E)

Dr. Andreas Karlsböck, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung der Selbst­behalte (502/A)(E)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen betreffend Streichung des Selbstbehaltes bei Therapien für Kinder und Jugendliche (503/A)(E)

Fritz Grillitsch, Mag. Kurt Gaßner, Harald Jannach, Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirkl­huber, Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beibehaltung der öster­reichischen Gentechnik-Anbauverbote (504/A)(E)

Mag. Kurt Gaßner, Fritz Grillitsch, Harald Jannach, Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirkl­huber, Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beibehaltung der öster­reichischen Gentechnik-Anbauverbote (505/A)(E)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 21

Karlheinz Kopf, Dr. Josef Cap, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesver­fassungsgesetz, mit dem besondere Bestimmungen für die Neuermittlung der Vertei­lung von nach der Wahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments 2009 zu verge­benden Mandaten durch die Bundeswahlbehörde erlassen werden (506/A)

Gabriele Tamandl, Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen betreffend Trans­parenz bei Strom- und Gasrechnung (507/A)(E)

Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen betreffend die schnellstmögliche Sicherstellung ausreichender Mittel für den FWF (508/A)(E)

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend Vereinheitlichung von Antrags- und Auszahlungsmodalitäten der Familienleistungen in Österreich (509/A)(E)

Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Klage gegen Tschechien aufgrund des Nichteinhaltens der europäischen Richtlinie 85/337/EEG im Zuge der Erweiterung des AKW Temelίn um die Blöcke 3 und 4 (510/A)(E)

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend die Errichtung einer medizinischen Universität in Linz (511/A)(E)

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend die Errichtung einer medizinischen Universität in Linz (512/A)(E)

Dr. Peter Sonnberger, Mag. Ruth Becher, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Mietrechtsgesetz, das Richtwertgesetz, das Wohnungs­eigentumsgesetz 2002, das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz und das Heizkosten­abrechnungsgesetz geändert werden (Wohnrechtsnovelle 2009 – WRN 2009) (513/A)

Lutz Weinzinger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schaffung einer Medizin-Uni­versität in Linz (514/A)(E)

Zurückgezogen wurde der Antrag der Abgeordneten

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend Rückzahlung der Zuschüsse zum Kinderbetreuungsgeld (302/A)(E) (Zu 302/A)(E)

Anfragen der Abgeordneten

Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend EURATOM-Kosten (908/J)

Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissen­schaft und Forschung betreffend EURATOM-Kosten (909/J)

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Männerabteilung (910/J)

Dr. Wolfgang Spadiut, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesund­heit betreffend „Rinds-Embryonen-Essen“ (911/J)

Maximilian Linder, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend „Rinds-Embryonen-Essen“ (912/J)

Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Errichtung eines Kreisverkehrs (913/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (914/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 22

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (915/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregie­rung bei VIP-Veranstaltungen (916/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (917/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betref­fend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (918/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (919/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (920/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (921/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Ver­anstaltungen (922/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Teilnahme von Vertretern der Bun­desregierung bei VIP-Veranstaltungen (923/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veran­staltungen (924/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innova­tion und Technologie betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veranstaltungen (925/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veran­staltungen (926/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Teilnahme von Vertretern der Bundesregierung bei VIP-Veran­staltungen (927/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend kasachisch finanzierte Recherchen (928/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Leader+/Projekte in Öster­reich“ (929/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „StPO-Reform und Privatanklageverfahren“ (930/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 23

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend „Solarien & Bräunungslampen (UV-Hautbestrahlungsgeräte) sowie deren gesundheitliche Risiken“ (931/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend „Solarien & Bräunungslampen (UV-Hautbestrahlungs­geräte) sowie deren gesundheitliche Risiken“ (932/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Maßnahmen seitens des Bundeskanzleramts als Reaktion auf den GRECO Evaluie­rungsbericht Österreich (933/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frau­en und öffentlichen Dienst betreffend Maßnahmen seitens der Bundesministerin für öf­fentlichen Dienst als Reaktion auf den GRECO Evaluierungsbericht Österreich (934/J)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend Missstände in der Tierhaltung (935/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Maßnahmen seitens des Justizministeriums als Reaktion auf den GRECO Evaluierungsbericht Österreich (936/J)

Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Probleme mit dem Bundes-Gleichbehandlungs­gesetz und dem Ausschreibungsgesetz im BMVIT (937/J)

Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend BMVIT-Gelder für den „Sohn von Rambow“ (938/J)

Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend „blaues Wunder“ im BMVIT: Unterstützung von FPÖ-Parteiveranstaltungen über eine jahrelang dem BMVIT zugeordnete und vom BMVIT kofinanzierte „Bundesagentur“ (939/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend das Unterbleiben einer Einvernahme von Dieter Althaus, den an einem Pistenunfall mit Todesfolge beteiligten Ministerpräsidenten von Thüringen, durch die Staatsanwalt­schaft Leoben sowie die nicht nachvollziehbare Vorgehensweise der Justiz in dieser Angelegenheit (940/J)

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend die unzureichende Besetzung von Planstellen bei der Polizei in Oberösterreich (941/J)

Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend die Betreuung von Asylwerbern in Österreich (942/J)

Mag. Bernd Schönegger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend grobe Vernachlässigung der Steiermark im Schul­entwicklungsplan 2009/2010 (943/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Verurteilungen wegen pornografischer Darstellungen Minderjähriger (944/J)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend RFID-Chips (945/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 24

Bernhard Vock, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Personaleinsparungen bei der Bundesimmobiliengesell­schaft (946/J)

Bernhard Vock, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Ausgliederung und Teilverkauf bei der BIG (947/J)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Väterkonferenz 2008 (948/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 25

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Auskunftspflichtgesetz (949/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Sinnhaftigkeit der Verschrottungsprämie für Österreich (950/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Ablöse für Ex-Manager der Constantia Privatbank (951/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminis­ter für Gesundheit betreffend Knochendichtemessung (952/J)

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Suspendierung eines Islamlehrers (953/J)

Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend den Rübenlagerplatz in Prel­lenkirchen (954/J)

Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landes­verteidigung und Sport betreffend Aufnahme von Imamen in das Bundesheer (955/J)

Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finan­zen betreffend mögliche Haftung des Staates für Raiffeisen vor dem Bankenpaket (956/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend richtige Verwendung der offiziellen Staats­bezeichnung Österreichs an Grenzübergängen (957/J)

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend unverständliche Schikanen rund um die Autobahnvignetten in Slowenien (958/J)

Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Umgang der Innsbrucker Polizei mit Bürgern (959/J)

Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Kündigung Rahmenvertrag ORF-Staatsoper (960/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend Umgang mit der deutschen Spra­che (961/J)

Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Kunstprojekt Flakturm Arenbergpark (962/J)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend öffentliche Förderungen an www.ceiberweiber.at (963/J)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Väterkonferenz 2008 (964/J)

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Lehrlingsausbildung im Heer (965/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Vergleich der Gesamtkriminalität in Kärnten des Jahres 2008 gegenüber dem Jahr 2007 (966/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Exekutive in Kärnten (967/J)

Alois Gradauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend die Preisentwicklung bei Medikamenten aufgrund der Mehrwertsteuersenkung (968/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Tätigkeit der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit § 28 EheG (969/J)

Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend Religionsunterricht an österreichischen Schulen (970/J)

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Planungsvertrag Regio Liner (971/J)

Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unter­richt, Kunst und Kultur betreffend Schutzmaßnahmen und Rechtsstellung der Lehrer­schaft (972/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend „Cross-Border-Leasing“ in den Zuständigkeitsbereichen der Minis­terien (973/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend „Cross-Border-Leasing“ in den Zuständigkeits­bereichen der Ministerien (974/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Cross-Border-Leasing“ in den Zuständigkeitsbereichen der Ministerien (975/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend „Cross-Border-Leasing“ in den Zuständigkeits­bereichen der Ministerien (976/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend „Cross-Border-Leasing“ in den Zustän­digkeitsbereichen der Ministerien (977/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wis­senschaft und Forschung betreffend „Cross-Border-Leasing“ in den Zuständigkeitsbe­reichen der Ministerien (978/J)

DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Fi­nanzen betreffend die Ostrisiken der österreichischen Banken (979/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 26

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend österreichische Vertretungsbehör­de in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2008 (980/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend österreichische Vertretungsbehör­de in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2007 (981/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend österreichische Vertretungsbehör­de in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2006 (982/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend österreichische Vertretungsbehör­de in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2005 (983/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend österreichische Vertretungsbehör­de in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2004 (984/J)

Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Causa H. (985/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Tschetschenen in Österreich (986/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Kritik an Salzburger Gerichtsgutachter (987/J)

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend vom BMVIT beauftragte Studien zu „Genderthemen“ (988/J)

Bernhard Vock, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Maßnahmen im Zuge einer Ver­kostung von Kalbsembryonen (989/J)

Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Förderung einer Verkostung von Kalbsembryonen (990/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Exekutive in Salzburg (991/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend die künftige Auslagerung von Ser­vice-Leistungen an österreichischen Vertretungen (992/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend Leitung österreichische Vertre­tungsbehörde in den Vereinigten Staaten von Amerika (993/J)

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend unverständliche Schikanen rund um die Autobahnvignetten in Slowenien (994/J)

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Inno­vation und Technologie betreffend unverständliche Schikanen rund um die Autobahn­vignetten in Slowenien (995/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 27

Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend schlampige Besuchsrechtsverfahren am Bezirksgericht Leopoldstadt (996/J)

Leopold Mayerhofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Dolmetschkosten bei der Exekutive (997/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Exekutive in der Steiermark (998/J)

Alois Gradauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit be­treffend die Preisentwicklung bei Medikamenten aufgrund der Mehrwertsteuersenkung (999/J)

Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Sozia­les und Konsumentenschutz betreffend faktisches Beschäftigungsverbot für Asylwerbe­rInnen (1000/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 28

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1001/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frau­en und öffentlichen Dienst betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gen­der Budgeting (1002/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend geschlechtergerechte Budget­politik 2009 – Gender Budgeting (1003/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ar-
beit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend geschlechtergerechte Budgetpoli­tik 2009 – Gender Budgeting
(1004/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finan­zen betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1005/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1006/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inne­res betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1007/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1008/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gen­der Budgeting (1009/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1010/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gender Budgeting (1011/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend geschlechtergerechte Budgetpoli­tik 2009 – Gender Budgeting (1012/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gen­der Budgeting (1013/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wis­senschaft und Forschung betreffend geschlechtergerechte Budgetpolitik 2009 – Gen­der Budgeting (1014/J)

Dr. Gerhard Kurzmann, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend den Umgang der Republik Öster­reich mit den Beneš-Dekreten und AVNOJ-Beschlüssen (1015/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innova­tion und Technologie betreffend Martin Graf, der Spitzenmanager und Spitzenkandidat der FPÖ (1016/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Interne Revision (1017/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öf­fentlichen Dienst betreffend Interne Revision (1018/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Interne Revision (1019/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Interne Revision (1020/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betref­fend Interne Revision (1021/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betref­fend Interne Revision (1022/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Interne Revision (1023/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Interne Revision (1024/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Interne Revision (1025/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Interne Revision (1026/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Interne Revision (1027/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innova­tion und Technologie betreffend Interne Revision (1028/J)

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Interne Revision (1029/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 29

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Interne Revision (1030/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inne­res betreffend Heil-Hitler-Rufe für FPÖ-Strache (1031/J)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissen­schaft und Forschung betreffend Studienzuschuss für Mehrfachstudien und Umsetzung StudbeiV 2004 (1032/J)

DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen an den Präsidenten des Rech­nungshofes betreffend jenes Partizipationskapital in Höhe von 900 Millionen € aus dem Bankenhilfspaket der Republik Österreich an die Hypo Group Alpe-Adria (1033/J)

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Ministerbüro im Haus des Sports (1034/J)

Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend Unterbringung von Soldaten im Grenzeinsatz (1035/J)

Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finan­zen betreffend: Hilft, wer schnell hilft, wirklich doppelt? Das „Bankenpaket“ und die Steuerleistungen der Banken Bank Austria, RZB, Erste Bank, BAWAG P.S.K. (1036/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend Bundesrechnungsabschluss 2007 Kapitel 40 (1037/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Blaulicht-Verkauf an Private (1038/J)

Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend eingebürgerte österreichische Staatsbürger mit Doppelstaatsbürgerschaft (1039/J)

Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Privatisierung der Österreichische Post AG (1040/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Scheinehen (1041/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Verurteilungen nach dem Suchtmittelgesetz im Jahr 2008 (1042/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Inno­vation und Technologie betreffend Blaulicht für First Responder (1043/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend die Normverbrauchsabgabe (1044/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Unterrichtsverbot für Islam-Lehrer (1045/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Polizeiinspektion Kopernikusgasse (1046/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 30

Leopold Mayerhofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Polizeiinspektion Isbarygasse (1047/J)

Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Zwischenfall bei Ausreise der Zogajs am Flughafen (1048/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Grundversorgung (1049/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Kosten Asyl- und Fremdenwesen (1050/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Demonstrationen in Österreich (1051/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Ausschreitungen bei der Demonstration gegen den WKR-Ball (1052/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, In­novation und Technologie betreffend Postamtsschließungen im ersten Halbjahr 2009 (1053/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Begräbnis von Umar Israilov (1054/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Kosten der Regierungsklausur (1055/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen be­treffend Kosten der Regierungsklausur (1056/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Fa­milie und Jugend betreffend Kosten der Regierungsklausur (1057/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Kosten der Regierungsklausur (1058/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Kosten der Regierungsklausur (1059/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Kosten der Regierungsklausur (1060/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Kosten der Regierungsklausur (1061/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Kosten der Regierungsklausur (1062/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Kosten der Regierungsklausur (1063/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Kosten der Regierungsklausur (1064/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Kosten der Regierungsklau­sur (1065/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 31

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Kosten der Regierungsklausur (1066/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Inno­vation und Technologie betreffend Kosten der Regierungsklausur (1067/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Kosten der Regierungsklausur (1068/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Tätigkeit des Dr. Herbert Sch. als Strafverteidiger (1069/J)

Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Berücksichtigung der Beschäftigungsbedingun­gen im geplanten Postmarktgesetz (1070/J)

Gerhard Steier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Kriminalität im Straßengüterverkehr (1071/J)

Gabriel Obernosterer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Pfeifsignale der ÖBB im Gailtal (1072/J)

Hermann Lipitsch, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend die Kosten von Freifahrten an Wochenenden für Schü­lerInnen in Internaten und Lehrwerkstätten (1073/J)

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen als Futtermittel in Österreich (1074/J)

Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend die vom Bundesministerium für Inneres aufgewendeten Kosten für Dolmetsch­tätigkeiten (1075/J)

Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend die Verschleppung eines Strafverfahrens durch das LG Salzburg (1076/J)

Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inne­res betreffend das Büro für interne Angelegenheiten (BIA) und die Pläne hinsichtlich der Errichtung einer Anti-Korruptionsbehörde (1077/J)

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen als Futtermittel in Österreich und die dadurch entstehenden unabschätzbaren Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung (1078/J)

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend die Vergabe des AMA Gütesiegels an Produkte, die unter Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in Futtermit­teln erzeugt worden sind (1079/J)

Günter Kößl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innova­tion und Technologie betreffend Barrierebahnhof Ulmerfeld-Hausmening II (1080/J)

Jakob Auer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend durchschnittliche Pensionshöhen (1081/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 32

Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Werbeeinschaltungen des BZÖ-LHStv. Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (1082/J)

Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Quecksilber in Energiesparlampen (=Kompaktleuchtstofflampen) (1083/J)

Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend Förderung der altösterreichischen Minderheit in Slowenien (1084/J)

August Wöginger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Postamtsschließungen im Jahr 2009 (1085/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend „Wein – Einfuhrkontrolle durch das BMF im Jahr 2007“ (1086/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „Vollziehung des Produktpirateriegesetzes in den Jahren 2007 und 2008 – Ent­wicklung der Produkt- und Markenpiraterie“ (1087/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „Kosten der Justiz (Eigendeckungsgrad) – Erledigung der Geschäftsfälle 2008“ (1088/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Organhandel und organisierte Kriminalität im Kosovo/Albanien“ (1089/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend „Fremdwährungskredite und die FMA-Mindeststandards“ (1090/J)

*****

Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Präsidentin des Nationalrates betref­fend Bezüge- und Bundesbezügegesetz (2/JPR)

Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen an die Präsidentin des Nationalra­tes betreffend Jahresbericht 2008 des Nationalrates in Form einer Hochglanzbroschüre (3/JPR)

Anfragebeantwortungen

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (521/AB zu 506/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (522/AB zu 514/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (523/AB zu 516/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (524/AB zu 517/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 33

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen (525/AB zu 510/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen (526/AB zu 518/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen (527/AB zu 513/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (528/AB zu 504/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (529/AB zu 512/J)

des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen (530/AB zu 515/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neu­bauer, Kolleginnen und Kollegen (531/AB zu 527/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (532/AB zu 525/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen (533/AB zu 628/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (534/AB zu 672/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (535/AB zu 526/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (536/AB zu 522/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (537/AB zu 523/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kollegin­nen und Kollegen (538/AB zu 529/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ewald Stadler, Kollegin­nen und Kollegen (539/AB zu 536/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (540/AB zu 640/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (541/AB zu 620/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (542/AB zu 651/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (543/AB zu 661/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (149/AB zu 147/J) (Zu 149/AB zu 147/J)


10.02.22


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 34

Beginn der Sitzung: 10.02 Uhr

Vorsitzende: Präsidentin Mag. Barbara Prammer, Zweiter Präsident Fritz Neuge­bauer, Dritter Präsident Mag. Dr. Martin Graf.

*****

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Guten Morgen, meine Damen und Herren! Ich eröffne die Sitzung.

Das Amtliche Protokoll der 13. Sitzung vom 17. Februar 2009 ist in der Parlaments­direktion aufgelegen und unbeanstandet geblieben.

Als verhindert gemeldet sind die Abgeordneten Csörgits, Mag. Donnerbauer, Gahr, Praßl, Doppler, Tadler, Brosz, Dr. Van der Bellen, Dr. Zinggl.

Zur Geschäftsbehandlung hat sich Herr Klubobmann Bucher zu Wort gemeldet. – Bitte.

 


10.02.49

Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Einen schönen „Guten Morgen!“ Die Tages­ordnung, die in der Präsidiale nicht mit unserer Zustimmung beschlossen wurde, sieht vor, dass ein sehr wichtiger Tagesordnungspunkt, nämlich jener, der die Zuwendung von 500 Millionen € an Steuermitteln an die AUA anlangt, sehr weit hinten diskutiert wird. Wir halten es für angebracht, eine so hohe Summe, die der Steuerzahler zu leis­ten hat – 500 Millionen €! –, entsprechend zu würdigen und diesen Tagesordnungs­punkt an die Spitze der heutigen Tagesordnung zu stellen.

Daher stelle ich gemäß § 50 der Geschäftsordnung den Antrag, den Tagesordnungs­punkt 12 als Punkt 1 vorzureihen, und verlange eine Debatte über diesen Antrag. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)

10.03


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren, Sie haben die Ein­wendungen gehört. Herr Klubobmann Bucher hat die Einwendungen mündlich darge­legt. Auch schriftlich liegt uns diese Einwendung von Herrn Abgeordnetem Ing. Hofer vor, nämlich die Einwendungen betreffend die Tagesordnungspunkte 12 bis 22. Es sind dies die Vorlagen des Finanzausschusses.

Ich trete diesen Einwendungen nicht bei, weswegen der Nationalrat zu entscheiden hat.

Die Debatte und die Abstimmung über die Einwendungen werden nach Durchführung der Aktuellen Stunde stattfinden.

10.04.37Aktuelle Stunde

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gelangen nunmehr zur Aktuellen Stunde mit dem Thema:

„Sicheres Österreich statt Kriminalitätsexplosion,
Asylmissbrauch, Islamisierung und Massenzuwanderung“

Ich gebe bekannt, dass die Aktuelle Stunde im Zeitraum von 10 Uhr bis 11.20 Uhr vom ORF live übertragen wird.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 35

Als Erster zu Wort gemeldet hat sich Herr Klubobmann Strache. Ich erteile ihm das Wort und mache darauf aufmerksam, dass die Redezeit 10 Minuten beträgt. – Bitte.

 


10.05.04

Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Innenminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir im Titel der heutigen Aktuellen Stunde von einer Kriminalitätsexplosion sprechen, dann tun wir das ganz bewusst und aus gutem Grund. Wenn wir die Zahlen des Sicherheits­monitors kennen und wissen, wie diese Zahlen auf dem Sicherheitsmonitor aussehen, bevor sie im Innenministerium überarbeit und manipulativ beschönigt werden, bevor man eine offizielle Innenministeriumsstatistik der Öffentlichkeit präsentiert (Beifall bei der FPÖ), müssen wir feststellen, dass die Realität völlig anders aussieht, als es jene Zahlen darstellen, die von Seiten des Innenministeriums Monat für Monat der Öffent­lichkeit geschönt in einer Statistik präsentiert werden.

Ich habe schon in der Vergangenheit immer wieder darauf aufmerksam gemacht und aufgezeigt, dass es leider eine statistische Bearbeitung von Kriminalitätszahlen gibt, die wie folgt gehandhabt wird: Wenn in einer Gasse oder in einem Viertel einer Stadt oder eines Dorfes Kraftfahrzeuge gestohlen werden – zum Beispiel 20 Kraftfahrzeuge in einer Gasse oder in einem Viertel – und der Täter nicht erwischt wird, dann führt das in der heutigen Statistik des Innenministeriums dazu, dass man nur ein Delikt in die Statistik nimmt. Obwohl 20 gestohlene Kraftfahrzeuge ja 20 Delikte darstellen würden, wird das nur als ein Delikt in die Statistik genommen! Wenn der Täter dann in der Folge erwischt werden sollte, geht man her und nimmt in die Statistik 20 aufgeklärte Delikte auf, die man der Öffentlichkeit präsentiert.

Das ist doch eine nicht nur sehr merkwürdige, sondern auch falsche Vorgangsweise, wie man da mit Zahlen und Statistiken umgeht! (Beifall bei der FPÖ.) Ich sage, das ist eine untragbare Methode, wo man die eigene österreichische Bevölkerung – im wahrs­ten Sinne des Wortes! – für dumm zu verkaufen versucht.

Ich werde daher die Zahlen des Sicherheitsmonitors nennen. Wir haben die Zahlen von November 2008 bis Jänner 2009 im Vergleich zu November 2007 bis 2008, damit man die Vergleichszahlen kennt. In diesem Zeitraum hat es allein in Wien bei den Woh­nungseinbrüchen eine unglaubliche Steigerung von 22 Prozent gegeben. Das sind über 2 760 Einbrüche nur in Wien! Das heißt, es gab um 500 Einbrüche mehr als im Vergleichszeitraum 2007 bis 2008.

Die Zahl der Einbrüche in Häuser hat sich in Wien sogar um 100 Prozent gesteigert, von 290 Einbrüchen im Vergleichszeitraum 2007/2008 auf 770 Einbrüche von Novem­ber 2008 bis Jänner 2009.

Bei Einbruchsversuchen und Einbrüchen in Wohnungen, Häuser, Büros und Ge­schäftslokalitäten gibt es in Wien laut Aussage von Exekutivbeamten einen Spitzenwert von täglich zwischen 100 und 150 Fällen. Er pendelt also immer zwischen 100 und 150 Einbruchsversuchen pro Tag in Wien.

Nehmen wir nur als Beispiel den 30. Jänner 2009! An diesem Tag gab es in Wien 1 542 Delikte, 233 davon waren Gewaltdelikte, 974 Eigentumsdelikte, 218 Kfz-Delikte, wobei hier nicht Falschparken gemeint ist, sondern Autoeinbrüche und Autodiebstäh­le. – Allein das zeigt auf, wie dramatisch die Entwicklung ist.

In Kärnten gibt es einen Anstieg der Kriminalität um 5 Prozent – auch diese Zahlen lie­gen uns vor. Die Zahl der Einbrüche stieg in Kärnten um 22 Prozent von 676 auf 830. In Salzburg ist ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen. Das ist also kein ausschließlich ostösterreichisches Phänomen, dass wir nur in Wien dramatische Kriminalitätsanstiege


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 36

hätten! Auch in Salzburg gab es einen Anstieg der Gesamtkriminalität um 4 Prozent. Die Zahl der Einbrüche stieg in Salzburg um 19 Prozent von 1 040 auf 1 260.

Wenn man die Zahlen und Daten von Gesamtösterreich im Sicherheitsmonitor den ver­öffentlichten Statistiken des Innenministeriums gegenüberstellt, kann man sich nur wundern. Es sind im Jahr 2009 insgesamt 135 300 Delikte am Sicherheitsmonitor an­geführt. Spitzenreiter sind dabei Einbruch, Diebstahl, Raub und Sachbeschädigung. In Gesamtösterreich gibt es einen Anstieg um 14 Prozent, das sind um 16 720 Delikte mehr als im Vergleichszeitraum 2007 bis 2008. Damals waren es noch 118 580 De­likte.

Das zeigt, die Kriminalität steigt dramatisch an und wird von dieser rot-schwarzen Bun­desregierung, von Frau Innenminister Fekter schöngefärbt, es werden falsche Zahlen veröffentlicht, und man versucht, Probleme, die vorhanden sind, einfach unter den Tisch zu kehren. Das ist nicht verantwortungsvoll, Frau Innenminister! (Beifall bei der FPÖ.)

Exekutivbeamte verlautbaren ja unter der Hand sehr offen, dass seit der Schengen-Grenzöffnung die Kriminalität in Gesamtösterreich, speziell aber im Osten Österreichs dramatisch angestiegen ist – in manchen Teilbereichen um 40 Prozent, im Bereich der Hauseinbrüche um 61 Prozent. Wir haben aktuell ein sicherheitspolitisches Fiasko – das ist die traurige Realität!

Fast 50 Prozent aller Autodiebstähle in Österreich finden in Wien statt. Wir haben von vertraulichen Exekutivquellen Zahlen genannt bekommen, dass im Jahr 2008 alleine in Wien 3 300 Autodiebstähle stattgefunden haben. Das entspricht einer Steigerungsrate von über 30 Prozent! Ich betone ausdrücklich: nur im Bereich Autodiebstahl, da sind die Autoeinbrüche nicht statistisch erfasst. Es zeigt, wie die traurige Realität in diesem Bereich leider Gottes aussieht.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Beantwortung einer Anfrage unse­res Sicherheitssprechers an die Frau Innenministerin vom 12. Februar 2009. Darin steht, dass es im Jahr 2008 65 316 fremde Tatverdächtige in Österreich gegeben hat. 9 877 davon waren Asylwerber, 10 905 Personen waren Fremde ohne Beschäftigung, 9 965 waren sogenannte Kriminaltouristen, und 4 050 waren ausländische Schüler und Studenten.

Wenn man das auf Nationalitäten umlegt, dann sind das 4 931 Tatverdächtige, die
aus Bosnien-Herzegowina kamen, 1 380 aus Georgien, davon aber 1 009 Asylwerber, 1 550 Tatverdächtige aus Nigeria, davon 965 Asylwerber, und so geht das munter wei­ter. Die meisten tatverdächtigen Asylwerber musste man mit 3 633 in Wien feststellen, gefolgt von Oberösterreich mit 1 737.

Ich sage, die Warnzeichen blinken hell und heftig, und man kann sie nicht übersehen! Das Problem ist, dass Sie in dieser Bundesregierung Kriminalität nur mehr verwalten und in Wirklichkeit am falschen Platz Einsparungsmaßnahmen vornehmen. (Beifall bei der FPÖ.)

Wir brauchen 3 000 zusätzliche Exekutivbeamte in Österreich! In Wien alleine fehlen 1 500 Exekutivbeamte. 50 Prozent aller Verbrechen Österreichs finden heute in Wien statt, aber es gibt nur ein Drittel der Exekutivbeamten in Wien. Wir brauchen in Wien 1 500 neue, zusätzlich ausgebildete Exekutivbeamte und weitere 1 500 zusätzliche ausgebildete Exekutivbeamte für den Bereich Restösterreichs.

Sie aber machen genau das Gegenteil! Sie haben mit Ihrer Evaluierung, die jetzt im In­nenministerium festgestellt wurde, vor, weitere Planstellen einzusparen. Wir erleben es ja auch bei den Einsätzen und Überwachungen der Kriminalpolizeigruppen, wo regel­mäßig aus Gründen der Personalknappheit nach zwei oder drei Wochen und noch vor


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 37

einer möglichen Aufklärung eines Kriminalfalles diese Aktionen abgebrochen werden und der Frust der Beamten dramatisch ansteigt, und zwar zu Recht.

Es fehlt nicht nur an Personal, es fehlt an Autos, an mobilen Computern, an Laptops, Telefonen, Funkgeräten. Die Beamten fühlen sich zu Recht im Stich gelassen. Voll­wertig ausgebildete Exekutivbeamte oder Kriminalbeamte müssen heute 60 Prozent ihrer Dienstzeit für Verwaltungstätigkeiten aufwenden! Das zeigt ja, dass hier etwas schiefläuft. Statt dass man dafür Sorge trägt, dass es in den Referaten Verwaltungsbe­amte gibt, die diese Tätigkeit machen, damit die Exekutivbeamten und Kriminalbeam­ten im Kampf gegen die Kriminalität auch präventiv auf der Straße tätig sein können (Beifall bei der FPÖ), werden sie mit 60 Prozent Verwaltungsaufgaben zugeschüttet.

Seit der letzten unseligen Reform geht es bergab – und wir stehen im sicherheitspoliti­schen Bereich vor dem Kollaps!

Ich möchte zum Abschluss ergänzend noch einen Themenbereich nennen. (Präsiden­tin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Letzter Satz: Auch beim Bleiberecht gibt es aktuell eine Regierungseinladung für Asylmissbrauch. Ich sage, es kann nicht sein: Wer als Asylmissbraucher uns Österreicher lange genug an der Nase herumführen kann, kann doch nicht als Dankeschön am Ende dann von Ihnen eine Aufenthalts­genehmigung bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)

Wie im Fall Zogaj – letzter Satz – hat eine rechtskonforme Familienzusammenführung in der Heimat, im Kosovo, stattzufinden. Da hat endlich auch von Ihrer Seite sicherge­stellt zu werden, dass man den Österreichern nicht auf der Nase herumtanzt in dieser Frage! (Beifall bei der FPÖ.)

10.16


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer einleitenden Stellungnahme hat sich Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu Wort gemeldet. Ich mache darauf aufmerksam, dass auch bei Ihnen, Frau Ministerin, die Redezeit 10 Minuten nicht übersteigen soll. – Bitte.

 


10.16.30

Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Frau Präsidentin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher auch vor den Fernseh­schirmen! Herr Strache, Verunsicherung der Bevölkerung ist nicht angebracht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Aufklärung!) Wenn Sie hier mit Panikmache im Hinblick auf die Sicherheitssituation in Österreich so drastische Worte finden, dann machen Sie damit die Polizeiarbeit schlecht – und auch das lasse ich nicht zu! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Nein!)

Herr Strache, Sie haben in Ihrer Rede so gehalten, als wäre die Polizei unfähig (Rufe bei der FPÖ: Sie! – Abg. Strache: Sie sind unfähig, Frau Innenministerin, nicht die Polizei!), als würde nichts geschehen, als würde nichts passieren – und das, Herr Strache, lasse ich nicht zu! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haim­buchner.)

Österreich gehört zu den sichersten Ländern dieser Welt, und wir werden weiter daran arbeiten, dass das so bleibt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Reden Sie mit den Leuten draußen!)

Zu dieser Verunsicherung bezüglich der statistischen Zahlen darf ich hier einmal den Unterschied zwischen Sicherheitsmonitor und Kriminalstatistik aufklären. In der Kri­minalstatistik finden sich die Zahlen jener Fälle, in denen die Polizei nach Aufklärung derselben Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Wenn Sie hier Fälschung un­terstellen, unterstellen Sie diese Fälschung den Beamten, die diese Anzeige erstatten


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(Rufe bei der FPÖ: Ihnen!), und das lasse ich nicht zu! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihnen unterstelle ich das!)

Ich komme zu Ihrem Fall mit den 20 Kfz-Diebstählen. 20 Kfz-Diebstähle sind in der Kri­minalstatistik folgendermaßen erfasst: 19 Mal Diebstahl, einmal gewerbsmäßig, 20 De­likte. (Abg. Kopf: Aha!) Das heißt, was Sie hier gesagt haben, ist einfach falsch, weil die Gewerbsmäßigkeit bei 20 evident ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuch­ner: Gewerbsmäßigkeit ...!)

Im Hinblick auf die Explosion der Kriminalität, wie Sie es genannt haben, kann ich Ihnen Folgendes sagen: Wir haben erst unlängst beim Amtsmissbrauch einen Anstieg um sagenhafte 4 381 Prozent gehabt. Und wissen Sie warum? Weil nämlich eine Auto­werkstätte dabei ertappt wurde, dass sie Pickerl in betrügerischer Art und Weise aus­gegeben hat. Es sind insgesamt über 1 000 Pickerl falsch ausgegeben worden – und plötzlich hatten wir einen explosionsartigen Anstieg. Aber der tatsächliche Kriminalitäts­anfall war ein Täter, eine Werkstätte. Daher kann man in diesem Fall nicht von einer „Explosion“ reden. – Die Bevölkerung soll wissen, wie das gemeint ist. (Beifall bei der ÖVP.)

Ich möchte betonen, Herr Strache – und mir ist das ein großes Anliegen (Abg. Mag. Stadler: Wer hat denn Ihre Handtasche gestohlen, Frau Minister? Wer war der Täter, der die Handtasche gestohlen hat?) –, dass wir mit dem Sicherheitsmonitor ein durchaus taugliches Instrument haben. Das sind nicht die aufgeklärten Fälle, sondern das sind die angezeigten Fälle, nämlich die von der Bevölkerung angezeigten Fälle (Abg. Strache: Und ein kleiner Prozentsatz kommt dann zur Staatsanwaltschaft!), die sich sehr häufig aufklären, die eingestellt werden; also das sind beispielsweise auch die Anzeigen des Herrn Pilz bei der Staatsanwaltschaft, die fast alle eingestellt werden. Das ist noch keine Explosion der Kriminalität! (Beifall bei der ÖVP.)

Die Polizei hat also – zusätzlich zu diesen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, das heißt justizrelevanten Fällen, die in der Kriminalstatistik stehen – ein Instrument, aus dem stundengenau hervorgeht, wo die kriminellen Phänomene stattfinden (Abg. Stra­che: Der Handtaschenräuber!), in welchen Grätzeln, in welchen Vierteln, in welchen Ballungszentren, auf welchen Hauptverkehrsrouten, nämlich den Sicherheitsmonitor. Der Sicherheitsmonitor ist ein Instrument der Polizei, der zeigt, wo sich die Banden in etwa befinden. Dieser Sicherheitsmonitor weist ein Ansteigen der Kriminalität aus, das ist richtig, aber von einer „Explosion“ kann nicht die Rede sein! (Beifall bei der ÖVP.)

Daher haben wir uns dazu entschlossen – das habe ich schon mehrmals gesagt –, ein neues Instrument in der Statistik einzuführen, das Opferdaten besser abbildet, das den Modus Operandi, wie Täter vorgehen, das Umfeld der Täter, die organisierte Kriminali­tät besser abbildet, das uns auch einen besseren Vergleich mit der Justiz erlaubt, denn die Polizei sammelt Delikte, während die Justiz Täterstatistiken führt; das ist derzeit nicht vergleichbar. Auch das wollen wir ändern. Wir wollen wissen, wie sich die krimi­nelle Energie bei uns breit macht, bündelt, nach welchen Methoden die Täter vorgehen (Zwischenrufe der Abgeordneten Mayerhofer und Strache), damit wir dann gezielt die Strategien entwickeln, die dagegen notwendig sind.

Diesbezüglich haben wir zwei Schwerpunkte im Auge: einerseits die Einbruchs- und Diebstahlskriminalität und andererseits die Jugend- und Kinderkriminalität. Wir sind dabei, gegen diese beiden Phänomene ganz gezielt vorzugehen; und die Polizei hat enorme Fahndungserfolge. (Abg. Strache: So schlechte Aufklärungsdaten wie nie zuvor!)

Ich werde auch dafür Sorge tragen, dass die Fahndungserfolge der Polizei präsentiert werden, damit man weiß, wie effizient die Polizei arbeitet, denn das wird von Herrn Strache und seiner Partei permanent nur schlechtgemacht (Abg. Strache: Sie wird nur


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im Stich gelassen von dieser Regierung! Von Ihnen wird die Polizei im Stich gelassen! Von dieser Regierung werden die Exekutivbeamten im Stich gelassen!), es wird per­manent über die Unfähigkeit der Polizei gesprochen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Das ist die typische ÖVP-Masche!)

Weil Sie auch immer von den ausländischen Tatverdächtigen reden, möchte ich hier ein paar Unwahrheiten korrigieren. Im Jahr 2008 betrug der Anteil ausländischer Tat­verdächtiger 27,2 Prozent. Davon die größte Gruppe waren die Deutschen, also EU-Bürger, wobei den deutschen Tatverdächtigen hauptsächlich Vergehen angelastet werden und weniger Verbrechen, beispielsweise Verkehrsunfälle et cetera. Die meis­ten Verbrechen wurden von Rumänen und Serben begangen, Herr Strache! Die zweit­größte ausländische Tätergruppe nach den Deutschen waren die Serben mit 7 833 (Abg. Strache: Ich habe die türkische Gruppe!), dann die Türken mit 6 330 und die Ru­mänen mit 5 719. (Abg. Strache: Sie haben die Türken hier verwechselt! Die Türken haben 6 330! Sie lesen falsche Zahlen vor!) Die Serben sind aber nicht die größte Asylwerbergruppe. Daher kann man nicht Asylwerber und ausländische Tatverdächtige unter einem nennen, sondern muss das klar trennen. (Demonstrativer Beifall bei Abge­ordneten der SPÖ.)

Aber auch mir ist das ein riesiger Dorn im Auge, und ich werde dafür Sorge tragen, dass die kriminelle Energie, die sich in Österreich ausbreitet, nicht mehr in diesem Aus­maß attraktive Bedingungen vorfindet. Diesbezüglich bitte ich um die Unterstützung des Parlaments, indem wir gesetzliche Verschärfungen vornehmen. Vor allem aber werden wir neuerlich Anstrengungen unternehmen, um den Aufenthalt dieser Kriminel­len in Österreich so rasch wie möglich zu beenden! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Na hoffentlich! Zeit ist’s!)

10.25


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich mache darauf aufmerksam, dass die Rede­zeit aller weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Aktuellen Stunde laut § 97a Abs. 6 der Geschäftsordnung 5 Minuten nicht übersteigen darf.

Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Pendl. Wie gesagt: 5 Minuten. – Bitte.

 


10.26.27

Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine ge­schätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Herr Klubobmann Strache, wer Ihnen zuge­hört hat, muss glauben, dass Sie von einem anderen Land gesprochen haben. (Zwi­schenrufe bei der FPÖ.)

Wir alle kennen das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Bevölkerung. (Abg. Stra­che: Das sind Fakten!) Und gerade diese Bundesregierung hat bereits in ihrem Koali­tionsübereinkommen auf vieles richtig reagiert und ist vorbereitet, meine geschätzten Damen und Herren. Es wurde mehr Personal für diesen Bereich vorgesehen. (Abg. Strache: Nicht einmal der natürliche Abgang wird gedeckt!)

Ich erinnere daran – damit ihr nicht glaubt, wir vergessen alles –: Die FPÖ war dabei, als die größten Planstelleneinsparungen in der Geschichte bei der Exekutive stattge­funden haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das macht ihr!)

Ich möchte aber auch Folgendes sagen, damit das nicht untergeht – weil hier Fäl­schung unterstellt wird, was die Statistiken betrifft –: Danke, Frau Ministerin, dass Sie schon herausgearbeitet haben, dass man hier von den Beamten spricht. Die Beam­tInnen unserer Republik haben es sich nicht verdient, dass man ihnen hier vom Red­nerpult aus Derartiges unterstellt. (Abg. Strache: Das ist ja die Weisung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 40

Meine geschätzten Damen und Herren, wir alle sollten unseren Kolleginnen und Kolle­gen von der Exekutive für deren schweren Dienst ein Dankeschön sagen! (Abg. Stra­che: Die lassen ja Sie im Stich!) Sagen wir doch einmal danke, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Sie lassen die Exekutivbeamten im Stich! Die fühlen sich ja im Stich gelassen!)

Jeder, der sich mit der Materie auseinandersetzt und sachlich argumentiert, weiß und muss sagen – das wurde ebenfalls von der Frau Ministerin angeführt –, dass wir dar-
an arbeiten, dass diese Statistiken im Justizministerium und im Innenministerium, die ganz unterschiedlich geführt werden, zusammengeführt werden, was sehr wichtig
ist. (Abg. Neubauer: Es geht ja nichts weiter!) Dann haben wir auch endlich Zahlen, Frau Ministerin, an denen nicht zu rütteln ist. So ist das ganz einfach! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)

Herr Klubobmann, ich möchte die Zahlen, die hier vom Innenministerium und seiner Ressortchefin berichtet wurden, nicht wiederholen, denn diese sind richtig. Ich würde mir lauter anständige Leute wünschen, überhaupt keine Diskussion, das wünschen wir uns alle, aber es geht nicht, immer nur so en passant zu sagen ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Strache: Zahlen und Fakten!) – Nur stimmen sie offensichtlich nicht! Schauen Sie sich das einmal genauer an. (Abg. Strache: Das ist der Sicher­heitsbericht!)

Ich meine, dass wir gemeinsam an diese so wichtige Arbeit zu gehen haben. Wir wol­len schauen, dass wir mehr Leute bekommen, auch in den Ballungszentren. Das ist auch unser Ansinnen. Wir alle wollen das, aber dann müssen wir es auch umsetzen. (Abg. Strache: Aber dort spart ihr ja ein! Nicht einmal den natürlichen Abgang deckt ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir wollen eine ordentliche Ausrüstung für die Kolleginnen und Kollegen der Exekutive (Abg. Strache: Es werden weitere Plan­stellen abgebaut!), aber wir müssen auch an anderen Punkten ansetzen, da es zu vie­len kriminellen Handlungen etwa aufgrund des sozialen Umfelds kommt.

Wenn wir von Sicherheit sprechen, meine geschätzten Damen und Herren, muss klar sein, dass es immer nur um die umfassende Sicherheit gehen kann und der engere Bereich der Sicherheit, so wichtig er ist, nicht losgelöst von der sozialen Sicherheit und von der Gesamtschau gesehen werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)

Ich meine, dass sich die Bundesregierung im Bereich der inneren Sicherheit ein gutes Programm, gute Inhalte vorgenommen hat, und ich lade Sie alle ein, diese so wichtigen Aufgaben in den Ballungsräumen, im Rahmen der Hauptverkehrsträger, bei der Ausbil­dung der Exekutive hier im Hohen Haus gemeinsam mit uns zu diskutieren und zu ver­suchen, sie so rasch wie möglich umzusetzen. Die Österreicherinnen und Österreicher werden es Ihnen und uns allen danken.

Ich bitte Sie, zur Kenntnis zu nehmen – weil es immer wieder anders durchkommt –: Wir haben kein Bleiberecht und wir bekommen kein Bleiberecht! Was wir haben und was wir diskutieren, das ist ein humanitärer Aufenthalt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist das jetzt eigentlich?) Und wenn wir mehr Rechtssicherheit erzielen wollen und es straffe und rasche Verfahren geben soll (Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist ein „humani­tärer Aufenthalt“?) – das werden wir ja in nächster Zeit diskutieren –, dann muss man das richtig diskutieren, Herr Klubobmann, und nicht mit falschen Aussagen und Anga­ben.

Es geht bei diesem Thema um Menschen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und diese haben ein Recht darauf, dass wir menschlich über sie diskutieren. Und da­zu lade ich Sie herzlich ein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

10.31



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 41

Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Kößl zu Wort. Ebenfalls 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


10.31.40

Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte doch einiges ins rechte Lot bringen und sagen: Das Thema dieser Aktuellen Stunde gäbe es nicht, wären nicht kommenden Sonntag Landtagswahlen in Kärnten und in Salzburg. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Jetzt kommt wieder das!)

Das, was Kollege Strache hier gebracht hat, war an und für sich reiner Populismus und hat mit der Realität draußen nichts zu tun, das möchte ich in aller Deutlichkeit klarstel­len. (Abg. Dr. Haimbuchner: Nur die ÖVP ist seriös!)

Lieber Kollege Strache, eines muss auch klargestellt werden: Die Sicherheit ist in den Händen der Frau Bundesminister Fekter wirklich gut aufgehoben (Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Drohung! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir arbeiten sehr konstruktiv für ein sicheres Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)

Frau Bundesminister Fekter hat es gesagt (Zwischenruf des Abg. Strache): Österreich gehört zu den sichersten Ländern der Welt – und so wird es auch künftig sein! (Beifall bei der ÖVP.)

Noch etwas, Herr Kollege Strache: Du hast jetzt gehört, dass die Serben bei der Krimi­nalität an der Spitze liegen. (Abg. Strache: Türken! Da sind falsche Zahlen genannt worden!) – Gerade die FPÖ möchte aber, dass Serbien so schnell wie möglich in die Europäische Union integriert wird. (Abg. Strache: Anständige und unanständige Bür­ger, darum geht es, nicht um die Herkunft!) Das ist das zweischneidige Denken vonsei­ten der FPÖ!

Meine geschätzten Damen und Herren, noch etwas möchte ich klarstellen: Die Krimi­nalitätsstatistik zu lesen ist keine Kunst – man muss sie nur lesen. (Abg. Strache: Das ist ja serbenfeindlich, was Sie da machen! – Abg. Dr. Graf: Was haben Sie gegen Ser­bien? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, einen Moment! – Die Aus­führungen von Herrn Klubobmann Strache sind von allen Fraktionen respektiert wor­den, ohne extreme Zwischenrufe. Ich verlange von der Freiheitlichen Partei denselben Respekt den anderen Rednern gegenüber. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abge­ordneten der Grünen.)

Herr Abgeordneter, setzen Sie bitte fort.

 


Abgeordneter Günter Kößl (fortsetzend): Noch etwas, Kollege Strache: Im Sicher­heitsbericht 2007 ist auf den ersten Seiten angeführt, wie man die Kriminalstatistik liest und was sie aussagt.

Eines muss auch klar sein: Wenn ihr behauptet, dass die Kriminalstatistik nicht richtig ist, dann, muss ich sagen, wäre sie vor zehn Jahren auch nicht richtig gewesen, denn die Kriminalstatistik wird heute nach denselben Gesichtspunkten dargestellt wie da­mals. Sie zeigt auf jeden Fall eines: sinkende Kriminalitätszahlen ab dem Jahr 2005. Das muss zur Kenntnis genommen werden! Es ist nicht ehrlich, wenn von dieser Stelle aus erklärt wird, dass die Kriminalität ständig steigt.

Es stimmt: Seit dem Wegfall des Eisernen Vorhanges hat sich unser Gesellschaftssys­tem verändert, und natürlich haben die offenen Grenzen ein anderes Bild gebracht. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass Österreich, solange es den Eisernen Vorhang gab, vom Osten her in keiner Weise gefährdet war, was Kriminalität betrifft. Heute sind wir


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im Herzen Europas und natürlich einer ganz anderen Situation ausgeliefert. Das müs­sen wir zur Kenntnis nehmen.

Die Arbeit der Polizei, der Exekutive ist vorbildlich – ich bin täglich mit den Kollegen draußen beisammen und diskutiere mit ihnen –, aber wir haben in verschiedenen Be­reichen auch Probleme – das ist auch von der Frau Bundesminister angesprochen worden –, arbeiten aber an deren Bewältigung. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir hier im Hohen Haus konstruktiv daran arbeiten, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Polizei draußen effizient arbeiten kann. Das ist unsere Aufgabe: nicht schlechtzureden, sondern dort, wo es ein Manko gibt, die Frau Bundesminister zu unterstützen, damit die Exekutive Rahmenbedingungen hat, unter denen sie gegen die Kriminalität wirksam vorgehen kann.

Noch etwas: Gerade in den letzten zehn Jahren hat es bei der Exekutive einen enor­men Modernisierungsschub gegeben; dieser muss natürlich fortgesetzt werden. Es muss immer angepasst werden, es hat jedoch – wenn auch nicht in den letzten Jah­ren – vom Fahrzeugpark bis hin zu sämtlichen technischen Ausrüstungen ein wirklicher Modernisierungsschub stattgefunden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.)

10.36


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Vilimsky zu Wort. 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


10.36.38

Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn mein Vorredner, der ÖVP-Sicherheitssprecher, behauptet hat, die Sicherheit sei bei Innenministerin Maria Fekter in guten, in besten Händen (demonstra­tiver Beifall bei der ÖVP), kann man der ÖVP nur zurufen: Die Handtasche der Frau Innenministerin war nicht in guten Händen! (Beifall bei der FPÖ.)

Eine ihrer ersten Begegnungen mit Kriminalität war, dass der Frau Innenministerin in einem italienischen Nobellokal Kriminelle die Handtasche gestohlen haben. Aber ihr Schluss daraus war nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen und vor Kriminalität zu warnen (Abg. Mag. Stadler: War das ein Serbe, ein Rumäne oder ein Österreicher?), sondern sie wollte das geheim halten; sie hat es nicht gemeldet. Es hat der Freiheitlichen be­durft, diese Sache an die Öffentlichkeit zu spielen, damit man sieht, wie Kriminalität in Österreich ausgeübt wird. (Beifall bei der FPÖ.)

Meine Damen und Herren, Sie können das der ÖVP-Freundschaftsgruppe Hietzing er­zählen, dass es in Wien und Österreich keine Kriminalität gibt! Jeder Österreicher, der mit offenen Augen durch die Stadt geht, weiß und kann ein Lied davon singen, wie stark die Kriminalität in diesem Land schon gestiegen ist!

Wissen Sie, was mich besonders enttäuscht? – Gestern am Abend lief im ORF ein „Club 2“, und der hatte eindeutig die Intention – allein schon von der Beschreibung her –, die Polizei als rassistische Schlägertruppe zu qualifizieren, indem man zehn Jah­re alte Fälle herangezogen hat, um der Polizei zu unterstellen, welch „böse Schläger­truppe“ sie sei. (Ruf bei den Grünen: Was sagen Sie zum jüngsten Fall?) Ich habe weder von Rot noch von Schwarz auch nur irgendein Wort der Verteidigung gehört! (Beifall bei der FPÖ.)

Enttäuschend ist es auch, meine Damen und Herren, dass weder Ihnen von der ÖVP noch Ihnen von der SPÖ und auch nicht Ihnen als Ministerin abzuringen ist, unserer Polizei Danke zu sagen: Danke, liebe Polizistinnen und Polizisten, dass ihr uns täglich unter Einsatz von Leib und Leben, wenn es kalt ist und wenn es regnet, schützt! (Bei­fall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)


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Sie beide waren wahrscheinlich auch schon lange nicht mehr in Wachzimmern, denn sonst wüssten Sie, wie es um die Wiener Exekutive bestellt ist. Der Verputz bröckelt ab, die Exekutive ist in Räumen untergebracht, bei denen der Menschenrechtsbeirat des Innenministeriums schreien würde, wenn ein Inhaftierter dort untergebracht wäre, aber die Augen zudrückt, wenn es um die Polizei geht.

Die Polizei hat keine Ausrüstung, die Polizisten müssen sich im Winter selbst Pullover kaufen, weil der zur Verfügung gestellte Pullover zu wenig warm ist, müssen sich mit eigenem Geld Hauben kaufen, weil die Kappe nicht reicht. – Die Polizei wird von Ihnen alleingelassen. Letztes Jahr, als ich den Antrag eingebracht habe, dass wir alle auf eine Erhöhung der Politikergehälter verzichten und den österreichischen Polizisten und Polizistinnen dafür 500 bis 1 000 € Belohnung als Dankeschön für den Einsatz bei der EURO zur Verfügung stellen, haben Sie das abgelehnt. Das ist schäbig! (Beifall bei der FPÖ.)

Auf der anderen Seite sieht man, wie es den Häftlingen geht, wie es in österreichi­schen Gefängnissen ausschaut. Als Sicherheitssprecher meiner Partei besuche ich ja auch Gefängnisse, war zum Beispiel in Stein, und – man glaubt es kaum! – dort wird Sand aus Dubai eingeflogen, um einen Beachvolleyball-Platz für die Häftlinge zu er­richten. (Abg. Strache: Das ist unglaublich!)

Dort werden Therapeuten mit 150 € Stundensatz eingesetzt, um bei Schwerstverbre­chern und Gewaltverbrechern eine Schneckentherapie zu machen, bei welcher der Häftling zuschauen muss, wie links und rechts eine Schnecke hinaufkriecht – mit 150 € Stundensatz! –, während der Justizwachebeamte für die Rufbereitschaft in der ganzen Nacht 7 € bekommt – nicht in der Stunde, sondern in der ganzen Nacht 7 €! Das ist schäbig! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist ja unglaublich! Ein Skandal!)

Meine Damen und Herren, es gilt die Feststellung, die Kriminalität steigt und steigt, und die Aufklärung geht runter und runter. Nicht einmal den Handtaschendiebstahl der Frau Minister konnte man bis heute aufklären. Und man muss auch festhalten, dass das zwei Ursachen hat: Die eine Ursache heißt Asylbetrug und die andere Öffnung der Schengen-Grenzen.

Jetzt bringe ich Ihnen etwas zur Kenntnis:

„‚Wir haben immer mehr Fälle klaren Asylmissbrauches.‘ () Einerseits steige die Zahl jener, die illegal einreisen, hier Verbrechen begehen und erst nach einer Verhaftung Asylantrag stellen. Andererseits würden immer mehr verurteilte Kriminelle, die einen negativen Asylbescheid bekommen und abgeschoben werden sollen, ‚oft schon am Flughafen unter den abenteuerlichsten Begründungen einen neuen Asylantrag stellen ()‘“

Das sagt niemand anderer als der Chef der Fremdenpolizei. Und Sie beide beschlie­ßen jetzt eine Liberalisierung des Asylgesetzes (Abg. Mag. Korun: Da haben Sie etwas falsch verstanden!), was zur Folge haben wird, dass neben dem Asyltitel, neben der subsidiären Schutzberechtigung nun auch noch das humanitäre Bleiberecht als Zu­wanderungsschiene geöffnet werden soll! Österreich macht sich international zur Lach­nummer vor den Schlepperbanden, und das ist Ihre Schuld! (Beifall bei der FPÖ.)

Meine Damen und Herren! Die FPÖ sagt ja zur Polizei, ja zu einer besseren Besol­dung, ja zu einer besseren Ausrüstung der Polizei und ja zu einer harten Bekämpfung der Kriminalität. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)

10.42


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Ing. Westentha­ler zu Wort. 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 44

10.42.14

Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Vilimsky, wenn ich mir die Ministerin heute so angehört habe – alles paletti, überhaupt kein Anstieg der Kriminalität, ich glaube, es gibt überhaupt keine Kriminalität –, dann denke ich (Bundesministerin Dr. Fekter: Ha­ben Sie nicht aufgepasst?), dass sie deshalb ihren Handtaschendiebstahl nicht ange­zeigt hat, weil sie der Meinung ist, die Tasche wurde gar nicht gestohlen (Bundes­ministerin Dr. Fekter: Natürlich ist er angezeigt worden!), sondern hat sich nur „örtlich verändert“. (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Deswegen ist das auch nicht in der Kriminalitätsstatistik, denn die Ministerin ist ja der Meinung, es ist nichts los in Österreich, alles wunderbar, seit sie Ministerin ist. (Bun­desministerin Dr. Fekter: Er ist sicher angezeigt worden!) Es geht mir nicht um den Zahlenstreit, Monitoring, Statistik – über jede eigene Statistik kann man streiten. (Zwi­schenruf des Abg. Großruck.) Frau Minister, Sie müssen doch wissen, wenn Sie in die Bevölkerung hineinhören, dass es um das Empfinden der Bevölkerung geht.

Hand aufs Herz: Es gibt doch kaum mehr jemanden in der Bevölkerung, der nicht selbst betroffen ist oder jemanden im Bekannten- oder Freundeskreis hat, der von Ein­bruch oder Kriminalität betroffen ist. Das ist das Problem, das die Bevölkerung derzeit hat – nicht Ihre gefälschten Statistiken, Frau Ministerin! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Und wenn Sie schon der FPÖ nicht glauben, dass die Kriminalität steigt, wenn Sie uns nicht glauben und allen, die davor warnen (der Redner hält in der Folge jeweils die Kopie einer Schlagzeile aus den genannten Zeitungen in die Höhe), sage ich Ihnen Folgendes: Die Zeitung „ÖSTERREICH“ titelt: „Die Zahl der Wohnungseinbrüche ex­plodiert“. – Das hat die Zeitung „ÖSTERREICH“ letzte Woche getitelt.

Die „Kronen Zeitung“ titelt – auch das kann ich Ihnen hier sagen –: „Immer mehr Ein­brüche und Überfälle!“.

Im „Kurier“ steht: „Hilflos gegen Einbrecher“. – Alles nicht wahr. Die Ministerin sagt, stimmt alles nicht.

Und das Neueste ist, in der Zeitung „ÖSTERREICH“ steht heute: „Irre Raubserie in Wien“. – Stellen Sie sich vor, Frau Minister, von Dienstag, 17.30 Uhr, bis Mittwoch, 14.30 Uhr, gab es diese Woche allein in Wien sechs Überfälle – in 21 Stunden! Raub­überfälle auf Banken, auf Trafiken, auf Tankstellen – aber es ist nichts los, es ist alles in Ordnung, es gibt keine Kriminalität. (Abg. Strache: Alles paletti!)

Frau Ministerin, Sie haben gesagt, Verunsicherung ist nicht angebracht. – Aber Ihr Wegschauen in Sachen Kriminalität ist gefährlich. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Sie reden hier von irgendeinem Pickerlbetrug. – Das ist Ihr Problem, aber Ihnen ist völ­lig wurscht, dass jede Minute in Österreich eine Straftat begangen wird, Ihnen ist völlig wurscht (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein! Das ist mir nicht wurscht!), dass alle 30 Minuten allein in Wien eine Wohnung aufgebrochen und in ein Haus eingebrochen wird. Das ist Ihnen egal. Bandenkriminalität, öffentliche Hinrichtungen zwischen Tsche­tschenen gibt es mittlerweile, bis hin auch zum Weltrekord. – Sie haben gesagt, Öster­reich ist das sicherste Land.

Frau Ministerin, Wien hält als Hauptstadt den Weltrekord bei Banküberfällen. Das ist verbrieft, das ist eine Zahl, die Sie nachprüfen können. Was hat denn die Bank davon, was hat denn die Familie davon, wenn Sie ihnen sagen, Österreich ist das sicherste Land der Welt, Frau Ministerin? – Das ist nicht wahr! In Wirklichkeit gibt es einen Si­cherheitsnotstand. Sie sind dazu veranlasst – und die Regierung wäre verpflichtet –,


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endlich die Schengen-Grenzen wieder dichtzumachen, bis die Kriminalität wieder sinkt. – Das ist die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)

Es ist nicht unser Begriff – das an die Adresse der ÖVP –, es ist nicht unser Verständ­nis eines globalisierten Europa, dass unsere Euros nach Brüssel wandern, unsere Autos nach Polen und die Wohnungs-Einrichtungsgegenstände nach Rumänien. Das ist ein falsches Verständnis von einem globalisierten Europa. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Und dann kommt noch dazu, dass Ihre Regierung bei all diesen Rahmenbedingen, bei der gestiegenen Kriminalität in den letzten Monaten 1 500 Kriminelle vorzeitig aus den Haftanstalten entlassen hat – durch ein Haftentlastungspaket, das völlig ungerechtfer­tigt ist. Ich frage Sie einmal: Frau Minister, haben Sie nachgeprüft, wie die Rückfall­quote bei diesen 1 500 Kriminellen, die vorzeitig entlassen worden sind, aussieht? – Das ist keine Antwort.

Oder Ihr Bleiberecht: Das Bleiberecht, das Sie jetzt wollen, ist ja nichts anderes als ein Scheinasylanten-Legalisierungsgesetz, in das Sie hineinschreiben – stellen Sie sich das vor, meine Damen und Herren! –, dass auch Asylanten, die die Hälfte ihrer Aufent­haltszeit illegal im Land gewesen sind, jetzt plötzlich um das Bleiberecht ansuchen dürfen. Das heißt, Asylanten, die einen Rechtsbruch begangen haben, dürfen unter dem Titel „Humanitäres Bleiberecht“ plötzlich im Land bleiben.

Frau Ministerin, kennen Sie die Drittstaatsregelung? Wissen Sie denn nicht, dass in den letzten Jahren jeder Asylant, der nach Österreich gekommen ist, über einen si­cheren Drittstaat nach Österreich gekommen ist und überhaupt kein Recht auf Asyl in unserem Land hat, weil es entweder keinen Asylgrund gibt, oder weil er in einem sicheren Drittstaat war und dorthin zurück abgeschoben werden müsste?! – Das ist die Wahrheit, Frau Ministerin! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Sie geben mit diesem Bleiberecht die falschen Antworten. Ich warne Sie eindrücklich vor diesem Bleiberecht. Ich hoffe, dass wir das im Parlament auch noch ändern kön­nen und dass das so nicht beschlossen wird, denn es gibt auch kaum mehr Asylanten, die aufgrund von Behördenverschulden – ausschließlichem Behördenverschulden – ihre Aufenthaltsgenehmigung oder ihre Niederlassungsbewilligung nicht bekommen haben. Das sind alles bereits von den Grünen – ich sage immer, von der parlamentari­schen Schlepperbande der Grünen – gut betreute Asylanten, die beraten worden sind (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), immer wieder Anträge gestellt haben und das Asylrecht missbrauchen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)

Und jetzt schaffen Sie auch noch die berühmte Patenschaft. Ich gratuliere Ihnen! Sie von der ÖVP werden bereits am Sonntag in den beiden Bundesländern Salzburg und Kärnten die Antwort auf Ihre Verabschiedung von der Sicherheitspolitik in Österreich bekommen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

10.47


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Westenthaler, für den Vor­wurf „parlamentarische Schlepperbande“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das sage ich schon das dritte Mal! – Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine objektive Vorsitzführung! Für „Lüge“ gibt es kei­nen Ordnungsruf, aber für die Wahrheit!)

Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Pilz. 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


10.48.01

Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Statis­tiken muss man lesen können, um über mögliche Fälschungen urteilen zu können.


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Meine Damen und Herren von FPÖ und BZÖ, das primäre Problem in der Krimina­litätsstatistik ist nicht der durchaus feststellbare Anstieg der Kriminalität – 7 Prozent vom Jänner 2008 auf Jänner 2009 –, sondern das wirklich große Problem ist die Auf­klärungsquote bei Masseneigentumsdelikten. Bevor die ÖVP das Innenministerium übernommen hat, hatten die Bundesrepublik Deutschland und Österreich beim Ein­bruchsdiebstahl eine Aufklärungsquote von ziemlich genau 30 Prozent. Vergleichbare Situation, vergleichbare kriminalpolizeiliche Arbeit, vergleichbare Erfolge. Heute hat die Bundesrepublik Deutschland nach wie vor 30 Prozent Aufklärungsquote. Die Aufklä­rungsquote in Österreich liegt unter 14 Prozent. – Das ist das wirkliche Problem.

Und wir müssen uns fragen, warum acht Jahre schwarzer Innenminister und Innenmi­nisterinnen zu einer Halbierung der Aufklärungsquote beim Einbruchsdiebstahl geführt haben, das heißt, zu einer Verdoppelung der Chancen der organisierten Kriminellen, die in Häuser und Kraftfahrzeuge einbrechen. Da gibt es eine politische und persön­liche Verantwortung von Ernst Strasser bis hin zu Maria Fekter.

Wissen Sie, was die Innenministerin daraus für Konsequenzen gezogen hat? – Die Aufklärungsquote wird nicht mehr veröffentlicht! Das ist die einzige Konsequenz. (Bun­desministerin Dr. Fekter: Können Sie nicht lesen? Das steht in der Kriminalstatistik!) Insbesondere die Wiener Kriminalpolizei ist schwer demoralisiert, parteipolitische Säu­berungen haben gewaltigen Schaden angerichtet. Die Kollegen und Kolleginnen, ins­besondere aus der SPÖ, können sehr kompetent darüber berichten. Deswegen ist es dringend notwendig, wieder ordentliche Zustände bei der Kriminalpolizei in den Groß­städten herzustellen.

Aber das Dümmste ist, so zu tun, als wäre die Kriminalität in Österreich in erster Linie Ausländerkriminalität. Sollen wir, Herr Kollege Strache, Herr Kollege Westenthaler, jetzt Zehntausende Deutsche abschieben, und wenn ja, wohin mit der größten Täter­gruppe? (Abg. Strache: Straftäter ...!) Das ist also offensichtlich Unfug.

Überlegen Sie einmal etwas anderes: Stellen Sie sich eine Minute lang vor, die Abge­ordneten Graf, Westenthaler und Winter wären Ausländer. Bei dem, was ihnen heute vorzuwerfen ist – nicht von mir persönlich, sondern von der Staatsanwaltschaft und von der Kriminalpolizei – gäbe es doch wahrscheinlich gar keine Einreiseerlaubnis für Martin Graf, für Susanne Winter und für Peter Westenthaler. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und würde es ihnen gelingen, nach Österreich einzurei­sen, und wären sie dann wieder ein Fall für den Staatsanwalt, dann müssten wir sie wahrscheinlich in Schubhaft besuchen – und wir wären selbstverständlich dazu bereit, wenn ihre persönlichen Rechte als Schubhäftlinge geschmälert wären. (Die Abgeord­neten Öllinger und Mag. Steinhauser halten ein Plakat mit der Aufschrift „FPÖ: Selbst ein Fall fürs Kriminal?!“ in die Höhe.)

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Einen Moment, Herr Abgeordneter! – Ich ersu­che darum, diese Tafel zu entfernen! (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist kein Ordnungs­ruf, oder?!) Auch diese Formulierung hat nichts im Plenum zu suchen und auch dafür einen Ordnungsruf.

Herr Abgeordneter Pilz, Sie sind am Wort. – Bitte.

 


Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Frau Präsidentin, vielleicht versuchen wir es mit einer anderen Formulierung: Es gibt diesen hässlichen Satz aus den Zeiten eines Unrechtsregimes: „Unsere Ehre heißt Treue.“ Ich frage nun die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei: Ist jetzt Ihr Spruch schön langsam: Unsere Ehre heißt Un­treue? Ist es wirklich in Ordnung, dass jemand als Nationalratspräsident das Zentrum der österreichischen Demokratie nach außen vertreten soll, dem gleichzeitig Rechtsex­tremismus und ein schweres Delikt vorgeworfen werden? (Abg. Strache: Geh bitte! Sie werden nur mehr peinlich!) Herr Dr. Graf, sind Sie wirklich in der Lage, dieses Haus,


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den österreichischen Rechtsstaat und die österreichische Demokratie nach außen zu vertreten? (Beifall bei den Grünen. Widerspruch bei der FPÖ.)

Deswegen richtet sich die Frage nach der Kriminalität auch an die freiheitliche Fraktion. (Abg. Strache: Das ist nur mehr peinlich!) Wenn Sie den Menschen signalisieren, dass Sie bestimmte Formen der Kriminalität unter Immunität stellen und mit politischen Äm­tern verkleiden wollen, dann regen Sie sich bitte nicht über die Kriminalität derer auf, die nicht über Ihre Privilegien verfügen. (Abg. Scheibner: Wie oft sind Sie schon im Immunitätsausschuss gewesen?)

Ich bin der Meinung, wir sollten zwischen den Kriminellen keine Unterschiede ma­chen – nicht zwischen Inländern und Ausländern, nicht zwischen Asylwerbern und einem Dritten Nationalratspräsidenten. Vor dem Rechtsstaat, vor dem Strafgericht und vor der Kriminalpolizei sollen alle gleich sein. (Beifall bei den Grünen.)

10.52


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Lueger zu Wort. 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


10.53.02

Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist für mich eine spannende Sache, dass man in der Aktuellen Stunde diese Thematik einbringt und sich jetzt letztendlich nur auf die Kriminalität einschießt. Die anderen Thematiken, zum Beispiel Islamisierung, sind von Ihnen überhaupt nicht angesprochen worden. (Abg. Strache: Kommen noch!)

Aber am Beispiel Wien möchte ich eines gleich zitieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das erklären Sie uns am besten! Wir sind schon sehr gespannt!) – So ist es. – Wenn wir von konfessionellen Lehrern reden, reden wir am Beispiel Wien von 1 161 Lehrern. Da sind aber griechisch-orthodoxe, buddhistische, alt-katholische, koptische, mosaische, serbisch-orthodoxe, evangelische, islamische und römisch-katholische Lehrer mit da­bei. Es gibt 774 römisch-katholische Religionslehrer, 169 islamische und 141 evangeli­sche. (Abg. Ing. Westenthaler: Themaverfehlung!)

Die Vorgehensweise – und im Gegensatz zu Ihnen sind wir nicht diejenigen, die Hass verbreiten und aufhetzen (Abg. Scheibner: Wer macht das? – Sie!), sondern wir ver­suchen, auch Maßnahmen dagegen zu ergreifen – und die Entscheidung der Frau Bundesministerin Schmied waren richtig, sie hat eine moralisch und juristisch richtige Entscheidung getroffen und diesem Lehrer die Unterrichtserlaubnis entzogen. Das war ein wichtiges Signal – und das alleine als Signal war nicht genug! Es wurde auch ein zusätzliches Maßnahmenpaket für den Religionsunterricht geschnürt, in dem ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten eine Basis ist. (Beifall bei der SPÖ.)

Die islamische Glaubensgemeinschaft hat sich dazu verpflichtet, fünf Punkte einzufüh­ren und diese bei Zuwiderhandlung auch zu ahnden. Es werden für das neue Schuljahr neue Dienstverträge ausgegeben, wo die Werte der Demokratie, der Menschenrechte und vor allen Dingen das Bekenntnis zu unserer Verfassung festgeschrieben sind. Leh­rer, die sich davon distanzieren, denen ist die Unterrichtserlaubnis zu entziehen. Im April soll ein neuer Lehrplan nach modernen Qualitätskriterien entstehen, Schulbücher und Lehrmaterialien sollen von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beirat über­prüft werden. Die Fachinspektoren sollen in Zukunft jedes Semester einen Tätigkeits­bericht direkt an das Unterrichtsministerium verfassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Themaverfehlung! Wir sind bei einem anderen Tagesordnungspunkt!)

Zusätzliche Maßnahmen von der Bundesministerin für Unterricht wurden noch in der Überprüfung der Deutschkenntnisse gesetzt, eine Schwerpunktprüfung durch die Schulaufsicht ist noch zusätzlich dazugekommen, und verbindliche Grundvorausset-


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zungen für die Aufnahme in den Lehrberuf ist der Abschluss eines Studiums an einer Pädagogischen Hochschule, ein Universitätsstudium oder eine vergleichbare Ausbil­dung, die innerhalb der EU absolviert werden muss.

Aber eines kann ich Ihnen ganz, ganz deutlich sagen: Rassismus und Verhetzung fin­den bei uns hier keinen Platz! (Beifall bei der SPÖ.)

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Neuregelung des humanitären Bleiberechts. Ich denke, dass das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, denn im Gegensatz zum ersten Entwurf, den die Landeshauptleute so nicht zur Kenntnis genommen ha­ben, gibt es jetzt einen neuen Entwurf, in dem sich auch die Landeshauptleute dafür ausgesprochen haben, dass es zu dieser Entscheidung der Altfälle kommt, von Perso­nen, die vor 1. Mai 2004 bereits in Österreich waren. Bei den Neufällen, bei Personen, die erst anschließend gekommen sind, wird das humanitäre Bleiberecht dann gleich mit dem Verfahren mitgeprüft.

Betreffend Asylanträge, weil Sie immer so gerne Zahlen zitieren, ist zu sagen: Im Jahr 1999 gab es 20 000 Asylanträge, im Jahr 2007 waren es 11 921. Ja, es stimmt, es gab einen leichten Anstieg von 7,45 Prozent im Jahr 2008 – das sind rund 800 Fäl­le – auf 12 800. Aber dem gegenüber stehen im Jahr 2008 3 512 positive Entscheide. Diejenigen, die Asyl brauchen, sollen auch Asyl erhalten, denn Asyl soll ein Menschen­recht bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)

Zu allen alten, noch offenen Fällen, die der Asylgerichtshof aufzuarbeiten hat, ist zu sa­gen: Aus dem Jahr 2007 sind das 25 000 Fälle. Bis zum zweiten Halbjahr des Jah­res 2008 wurde die Zahl bereits auf 22 100 reduziert, das Ziel soll sein (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), bis 2010 den gesamten Rückstand aufzu­arbeiten, und Ziel muss sein, dass die Verfahrensdauer letztendlich kürzer ist, als sie bisher ist. (Beifall bei der SPÖ.)

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete, Sie haben Ihre Redezeit auf­gebraucht. Einen Schlusssatz noch. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Die kriegt wieder aufgedreht! Wir werden abgedreht!)

 


Abgeordnete Angela Lueger (fortsetzend): Integrationspolitik muss ein breites Bünd­nis in der Bevölkerung finden. Die Lebens- und Politikbereiche und ein klares Bekennt­nis zu einem guten, vielfältigen Zusammenleben der Menschen – das ist unser Ziel.

10.58


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete, das war mehr als ein Satz. (Beifall für die das Rednerpult verlassende Abg. Lueger. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist das für eine Vorsitzführung?)

Herr Abgeordneter Westenthaler, alle bisherigen Redner haben länger als 5 Minuten gesprochen.

Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Obernosterer. 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


10.59.11

Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren auf der Galerie! Liebe Fernseh­zuschauer! Ich glaube, ich bin zu wenig lange in diesem Haus, als dass ich das ver­stehe, was heute hier von der Opposition zum Thema Sicherheit vorgetragen wurde.

Wissen Sie, was eines der höchsten Güter eines Staates ist? Das ist die Sicherheit. Und wissen Sie, wofür Österreich zum Beispiel im Tourismus steht? Österreich ist in der ganzen Welt als das sicherste Tourismusland bekannt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)


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Jeder von euch ist in der Welt schon viel herumgekommen. Schauen wir einmal, in welchen Städten – und wenn es nur in Deutschland ist – man am Abend so sicher wie bei uns in Österreich spazieren gehen kann, auch in unserer Bundeshauptstadt Wien!

Wenn das Thema Sicherheit von der Opposition darauf aufgehängt wird, dass der Frau Ministerin die Handtasche abhanden gekommen ist (Abg. Scheibner: Nur ein Bei­spiel!) oder dass die Polizisten zu wenig warme Pullover für den Winter haben, dann, glaube ich, hat man wirklich den Ernst der Sache verkannt.

Etwas möchte ich hier aber auch noch dazusagen, ohne jetzt groß die Statistik zu be­mühen: Die Frage dabei ist immer: Was kommt unterm Strich heraus? (Abg. Ing. Wes­tenthaler: Die Tasche ist weg!) Unterm Strich kommt heraus, dass Österreich und Bayern zu den sichersten Staaten auf dieser Welt gehören. Seien wir doch stolz darauf, was Österreich beim Thema Sicherheit unter allen Ministern der Nachkriegszeit und unserer jetzigen Frau Minister zuwege gebracht hat! Seien wir stolz darauf, dass Österreich für den Tourismus als sicheres Land gilt und Österreich generell ein siche­res Land ist! (Beifall bei der ÖVP.)

Dass aber auch in diesem sicheren Staat Österreich Kriminalität herrscht, das, glaube ich, ist uns allen klar und auch allen bewusst. Dort haben wir anzusetzen, und die Frau Ministerin ist, glaube ich, ein Garant dafür, in dem Bereich auch aktiv zu sein.

Im Regierungsübereinkommen steht: 1 000 Polizisten in den nächsten fünf Jahren mehr. (Abg. Mayerhofer: Das stimmt ja nicht! 1 000 Ausbildungsplätze, Herr Kolle­ge!) Im Regierungsübereinkommen steht, dass Asylverfahren schneller abgewickelt werden sollen. Die Zahlen dafür sind heute alle schon auf den Tisch gekommen, und ich möchte sie nicht weiter wiederholen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vor­sitz.)

Wenn heute Zeitungsberichte zitiert werden, dann möchte ich einmal einen anderen Zeitungsbericht zitieren: „Österreich geizte im Vorjahr mit Asyl-Zuerkennung. Nur halb so viele Menschen bekamen in zweiter Instanz Asyl – starker Rückgang bei Asyl für Tschetschenen.“ (Abg. Ing. Westenthaler: Das war im Vorjahr, Herr Kollege!)

Wie mit dem Bereich Sicherheit und Zuwanderung seitens der Oppositionsparteien in diesem Hause Populismus betrieben wird, zeigt sich im Zusammenhang mit der im Regierungsprogramm angekündigten Erstaufnahmestelle. Drei Anträge hat es in die­sem Haus dazu schon gegeben. Einmal hat man den Antrag gestellt, es darf in Kärnten nicht sein, dann, es darf in der Steiermark nicht sein, und der letzte Antrag war für Judenburg. Es wird vielleicht heute auch noch ein Antrag kommen, weil Salzburg hat ja auch Landtagswahlen am Sonntag, also wird man für Salzburg auch noch einen Antrag stellen. Und jetzt möchte ich Ihnen nur zwei Sätze dazu vorlesen.

Die Prüfung sei überhaupt noch nicht eingeleitet worden, heißt es. „Zum gegenwär­tigen Zeitpunkt kann ich Ihnen versichern, dass weder Judenburg noch ein anderer Standort für die Errichtung der Erstaufnahmestelle ausgewählt worden ist.“ – Von der Frau Ministerin persönlich unterschrieben und auch den zuständigen Personen zu­gesandt. (Abg. Petzner: Weil ihr es euch vor der Landtagswahl nicht sagen traut! So schaut es aus! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)

Ich bitte euch wirklich, gerade in dieser Zeit, in Zeiten der Wirtschaftskrise zusammen­zustehen, heißt es doch immer: Je mehr ein Land zusammensteht, desto schneller werden die Probleme bewältigt. Das hat man schon in der eigenen Familie gelernt. Wenn es einer Familie schlecht geht, dann steht man zusammen, um die Zukunft zu meistern. Und wir befinden uns jetzt in einer Wirtschaftskrise. Daher: Stehen wir doch über die Parteigrenzen hinaus zusammen, um diese Krise zu bewältigen, und verna­dern wir nicht dieses Land, eines der unsichersten zu sein! Seien wir doch stolz darauf,


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 50

dass wir in diesem Land leben können – ich bin es auf alle Fälle –, dass wir in einem der sichersten Länder der Welt leben! Der Tourismus ist ein Hauptfaktor und profitiert davon.

Vernadern wir nicht dieses Land nach außen hin, dass es uns nicht geht wie der Türkei oder Ägypten, wo die Touristen nicht mehr wissen, wo sie hinfahren sollen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

11.05


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gemeldet ist Kollege Dr. Haimbuchner. – Bitte.

 


11.05.11

Abgeordneter Mag. Dr. Manfred Haimbuchner (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundes­minister! Werte Damen und Herren Kollegen! Hohes Haus! Frau Kollegin Fekter, jedes Mal, wenn wir das Innenministerium oder Ihre Tätigkeit kritisieren, kommen Sie her und sagen: Ich nehme meine Beamten in Schutz! – Wir kritisieren die Beamten überhaupt nicht, wir kritisieren Ihre Politik! (Beifall bei der FPÖ.) Nehmen Sie nicht die Beamten des Innenministeriums, nehmen Sie nicht die Exekutivbeamten in Geiselhaft; unterstüt­zen Sie lieber die Beamten! – Das wäre Ihre Aufgabe.

Seit vielen Jahren stellt die ÖVP den Innenminister – nun eine Innenministerin. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Die Frau Kollegin Fekter soll nunmehr der ÖVP ein Law-and-order-Image verpassen, aber die Zahlen und Fakten sprechen halt eine andere Spra­che. Alleine in Oberösterreich, Frau Bundesministerin, haben wir 195 Opfer pro Tag durch kriminelle Handlungen. Besonders besorgniserregend: Jede fünfte Straftat wird mittlerweile von Jugendlichen begangen, von 14- bis 18-Jährigen, in Linz sind es der­zeit 24 Prozent. Was unternehmen Sie dagegen? – Überhaupt nichts! Sie haben keine Antworten. Sie reden immer von Sicherheitsgefühl, aber Sie müssen einmal für wirk­liche Sicherheit sorgen, nicht nur für ein Sicherheitsgefühl! (Beifall bei der FPÖ.)

Außerdem: Mit dem Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ist es nicht so weit her. Hö­ren Sie sich einmal in der Bevölkerung um!

Eine Vorrednerin hat zuerst kritisiert, man würde sich nicht über den Islamismus unter­halten. Frau Kollegin, wir werden Ihnen jetzt einige Fakten wiedergeben, die wirklich besorgniserregend sind.

So war in österreichischen Schulen über acht Jahre lang ein radikal-islamisches Schul­buch unter Duldung der Schulbehörden in Verwendung. Der Autor, Scheich Jusuf al‑Qaradwi, wird im bundesdeutschen Verfassungsschutzbericht 2006 erwähnt und hieß Selbstmordattentate von Palästinensern gut.

Ich zitiere Ihnen nur ein wenig aus diesem Buch: Die Frau, die sich parfümiert und durch eine Menschenansammlung geht, ist eine Ehebrecherin. (Abg. Strache: Und das an österreichischen Schulen!) – Das ist an österreichischen Schulen in Verwen­dung gestanden. (Abg. Kickl: Die Frau Minister interessiert das nicht! Die liest lieber Zeitung!)

Wenn Sie dann weiterlesen: Der Weltherrschaftsanspruch des Islam wird im ersten Kapitel dieses Buches bekräftigt.

Was haben Sie dagegen unternommen? – Nichts haben Sie dagegen unternommen! Weder Rot noch Schwarz haben da etwas gemacht.

Wenn wir dann weiters die Diskussion rund um den Religionslehrer Aly El Ghoubashy beobachten, dann wird es wirklich skandalös. Wegen seines Kommentars in einer ös­terreichischen Tageszeitung unter dem Titel „Islamunterricht – Lernen für das Leben in der Isolation“ wurde Herrn Ghoubashy die Unterrichtserlaubnis, die Lehrbefugnis ent­zogen, und zwar direkt von Herrn Shakfeh. Ich glaube, das ist untragbar, das ist ein


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Skandal sondergleichen. Das ist mit einer liberalen europäischen Gesellschaft über­haupt nicht zu vereinbaren. (Beifall bei der FPÖ.)

Was an dieser Stelle auch erwähnenswert ist: Es hat zu diesem Thema Stellungnah­men gegeben von der SPÖ, von der Freiheitlichen Partei. Von der ÖVP gibt es bis heute keine Stellungnahme zu diesem skandalösen Vorgehen! – Das ist die Österrei­chische Volkspartei! Das ist jene Partei, die von Sicherheit spricht, aber ganz anders handelt.

Im österreichischen demokratischen System ist es möglich, dass einem Menschen, der von seinem Menschenrecht Gebrauch macht, von dem Recht auf freie Meinungsäuße­rung, in Österreich die Lehrbefugnis entzogen wird. Das ist der wahre Skandal und macht nachdenklich.

Wo sind die Antworten der großen Koalition auf die radikalen Vorgänge in manchen Schulen? Wo sind die Maßnahmen – wir haben es heute öfter schon gehört – gegen den Asylmissbrauch? Sie beschließen jetzt ein Bleiberecht, das heißt also, Scheinasy­lantentum wird jetzt belohnt. Dafür sind Sie mit verantwortlich, Frau Bundesministerin Fekter.

Und Sie müssen mir auch noch erklären, welche Rolle hier die NGOs einnehmen sol­len, wie Sie das überhaupt demokratisch rechtfertigen, dass jetzt irgendjemand ande­rer entscheiden soll und Menschen, die sich im Prinzip illegal in Österreich aufhalten, noch dafür belohnt werden, weil sie diesen illegalen Zustand über viele Jahre aufrecht­erhalten konnten.

Wir müssen zu einer anderen Politik zurückkehren. Wir müssen zu einer wirklichen Sicherheitspolitik zurückkehren, und zwar dergestalt, dass wir nicht nur die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen, sondern dass wir auch tatsächlich handeln. Wir brauchen nicht nur ein Sicherheitsgefühl, sondern wir müssen für wahre Sicher­heit in unserer Heimat, der Republik Österreich sorgen. Dafür steht die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der FPÖ.)

11.10


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Kollege Linder. – Bitte.

 


11.10.48

Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Geschätzte Frau Bundesminister! Sehr ge­ehrter Herr Präsident! Liebe Kollegen im Plenum! Vor allem aber liebe Zuhörer aus meiner Heimatgemeinde Afritz am See! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Kärntner Wahlrede! – Abg. Mag. Kogler: Die habt ihr orange eingefärbt! Gebt es zu!) Selbstverständlich!

Die Liberalisierung des Bleiberechts ist ein Schritt in die Richtung, dass den Österrei­chern, die sich an das Gesetz halten, ein Schlag ins Gesicht versetzt wird. Deshalb, glaube ich, sollten wir in Österreich zu unseren Gesetzen stehen.

In den Schulen geht es bereits so weit geht, dass man die Kinder auffordert, nicht mehr „Grüß Gott“ zu sagen, aus Rücksicht und falschem Verständnis den muslimischen Mit­schülern gegenüber. Es ist, wie ich meine, der nächste Schritt, dass wir lernen müs­sen, zu unserer Kultur zu stehen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), sonst wird uns der Islam immer mehr unterwandern, unterlaufen. Und ich denke, es ist notwendig, zu unserer Religion, zu unserer Kultur und zu unserem Brauchtum zu ste­hen. Wir in Kärnten haben mit dem Moscheenverbot den richtigen Schritt gesetzt, mit dem wir zeigen, dass wir zu unserer Religion und zu unserer Kultur stehen. (Beifall beim BZÖ.)


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Ein weiterer schlimmer Punkt für mich ist die Kriminalität durch Asylwerber hier bei uns, in der Stadt genauso wie auf dem Land. Ich möchte nur zwei Ereignisse, die bei uns in Kärnten stattgefunden haben, in Erinnerung rufen: die Asylanten, die Tschetschenen, die in Villach als Schlägerbanden aufgetreten sind, oder erst vor Kurzem die vier Asy­lanten, die ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigt haben. Ich meine, das ist eine schlim­me Sache.

Und wenn dann unser damaliger Landeshauptmann rigoros vorging und diese Perso­nen aus unserem Bundesland wegschickte, es dann aber leider noch Leute gibt, die Mitleid mit diesen Asylanten haben, verstehe ich die Welt nicht mehr. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Wir sollten lernen, zu unseren Gesetzen zu stehen, und die Leute, die als Gäste oder als Asylwerber zu uns kommen, anhalten, sich auch an diese zu halten. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)

Wir in Kärnten haben mit unserem Flüchtlingslager auf der Saualm oben, wie ich mei­ne, ein Projekt geschaffen, das in ganz Österreich seinesgleichen sucht. Viele Landes­hauptleute hätten gerne ein solches. Und wir freuen uns auch, dass die Frau Innen­minister bei ihrem Besuch bei uns in Kärnten ausdrücklich erwähnt hat, dass dieses „Saualm-Lager“ (Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ) den Gesetzen entspricht und sei­nen Zweck erfüllt. (Beifall beim BZÖ.) Deshalb, glaube ich, sollten sich auch die an­deren Bundesländer ein Beispiel daran nehmen, anstelle mit dem Finger darauf zu zeigen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Deutsch lernen!)

Um weiterhin der Ausländerkriminalität Einhalt zu gebieten, fordern wir mehr Polizisten. Es ist unserem Landeshauptmann Gerhard Dörfler gelungen, schon 50 Polizisten mehr nach Kärnten zu bekommen, und wir hoffen, dass wir die restlichen 250 auch noch be­kommen. (Beifall beim BZÖ.)

Liebe Frau Innenminister, wenn es Ihnen nicht gelingt, in Österreich für Schutz und Ordnung für die einheimische Bevölkerung zu sorgen, egal, ob Sie es nicht wollen oder ob Sie von Ihrem Koalitionspartner daran gehindert werden, lassen Sie uns in Kärnten weiterhin für unsere Kärntner zu sorgen, rigoros gegen die Ausländerkriminalität vorzu­gehen (Abg. Dr. Pilz: Grammatik!), und bestrafen Sie uns nicht mit dem Erstauffang­lager-Süd! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)

11.15


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Frau Kollegin Mag. Korun. – Bitte.

 


11.15.40

Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren auch auf der Galerie und vor den Fernsehbildschirmen! Es wäre natürlich nicht die FPÖ, wenn sie nicht lauter Dinge zusammenhauen würde, wie zum Beispiel Kriminalität, Ausländer, Asylwerber, Mos­lems. (Abg. Scheibner: „Vermischen“ heißt das!) Das wird alles in einen Topf ge­schmissen – Herr Kollege, ich kann Deutsch, danke! –, und rauskommen soll dann das absolut Böse, das immer abzulehnen ist (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist leider die Wahrheit!), egal, ob das jetzt völlig undifferenziert Ausländer und Auslände­rinnen sind, unter die – es wurde schon angemerkt – übrigens auch bundesdeutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen und andere EU-Angehörige fallen, ob das Asyl­werber, Asylwerberinnen sind, völlig ohne Differenzierung, ob die straffällig geworden sind oder nicht, ob das die 400 Muslime und Musliminnen sind, die in unserem Land leben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 400?), die mehrfach österreichische Staats­angehörige sind (Abg. Strache: 400? 400 000! Sie kennen sich bei Zahlen überhaupt


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nicht aus!), völlig egal, ob sie sich an die österreichischen Gesetze halten oder nicht, das wird alles zermanschkert.

Das ist Sündenbockpolitik, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei den Grü­nen. – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)

Das ist Sündenbockpolitik, alle in einen Topf zu hauen und alle gleichzeitig mit Krimi­nellen gleichzusetzen. Und das ist Angstmacherei, und wir brauchen in unserem Land und in unserer Politik ganz sicher keine Angstmacher und Angstmacherinnen. (Abg. Scheibner: Solche Schönfärber brauchen wir auch nicht! – Abg. Strache: Aufdecker brauchen wir!) Wir brauchen Problemlöser und Problemlöserinnen, denn wir haben – ja – auch Probleme hinsichtlich der Kriminalität in unserem Land. (Beifall bei den Grü­nen. – Abg. Strache: Aufdecker der Realität sind wir!)

Stichwort sogenannter Asylmissbrauch. Ein Lieblingswort der Freiheitlichen übrigens, denn „Asyl“ nehmen die Freiheitlichen und auch das BZÖ nur mehr im Zusammenhang mit dem Wort „Missbrauch“ in den Mund. (Abg. Mag. Stefan: Es gibt ja keine anderen mehr!)

Ich frage Sie: Wenn österreichische Häuselbauer und Häuselbauerinnen einen Antrag stellen und wenn dieser Antrag abgelehnt wird, sagen Sie dann, das ist Missbrauch der österreichischen Bauordnung? (Abg. Mag. Stefan: Woher soll ein Asylant kommen? Aus welchem Land soll ein Asylant kommen?) Wenn sich österreichische Studierende auf der Uni für eine Prüfung anmelden und diese Prüfung nicht bestehen, sagen Sie dann, das ist Missbrauch der österreichischen Universitäten?

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen von den Freiheitlichen und vom BZÖ, geben Sie es zu: Sie haben keine Ahnung vom Rechtsstaat! Das ist das Problem! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ. – Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)

Hätten Sie eine Ahnung von den realen Zuständen im Asylwesen, dann würden Sie nicht mehr von „Asylmissbrauch“ sprechen, sondern von der Tatsache, dass trotz sehr restriktiver Asylgesetze in Österreich 30 Prozent der Asylwerber und Asylwerberinnen schon in der ersten Instanz Asyl zuerkannt bekommen und weiters mehr als 30 Pro­zent von den Menschen, die Sie schleunigst außer Landes gebracht und abgeschoben haben wollen, in der zweiten Instanz.

Zur Erinnerung: Das sind Leute, von denen Sie wollen, dass sie nach dem ersten Negativbescheid schleunigst abgeschoben werden sollen. In über 30 Prozent der Fälle hat der Unabhängige Bundesasylsenat beziehungsweise der Asylgerichtshof Be­schwerden stattgegeben und gesagt, die Bescheide der ersten Instanz waren nicht in Ordnung, diese Menschen sind verfolgt im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention, sie müssen Asyl bekommen. (Abg. Strache: 85 Prozent Ablehnung! – Weitere Zwischen­rufe bei FPÖ und BZÖ.)

So viel zu Ihrer Behauptung vom angeblichen Asylmissbrauch und dass die Mehrzahl der österreichischen Asylwerber und Asylwerberinnen Missbrauchsfälle wären. (Beifall bei den Grünen.)

Zweiter Bereich: Kriminalität. Mein Kollege Peter Pilz hat es bereits angesprochen: Kri­minalität ist Sache des Strafrechts – sowohl Ausländerkriminalität als auch Inländer­kriminalität. Alle sollten vor dem Gesetz gleich behandelt werden, und alle sollten auch ihre Strafe bekommen, wenn sie eine Kriminaltat begangen haben und wenn ihre Schuld bewiesen wird. – So einfach und gut kann das in einem Rechtsstaat funktionie­ren.


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Zur Kriminalität noch ein letzter Satz: Sie wenden einen sehr üblichen Trick an, der uns von Ihnen schon sattsam bekannt ist, Sie setzen nämlich die Zahl der Anzeigen mit der Zahl der Verurteilungen gleich. Eine Information an alle, die hier zuschauen und zuhö­ren (Abg. Ing. Westenthaler – auf die ORF-Koje weisend –: Es ist schon aus! Die Übertragung ist schon aus!): Ungefähr jede sechste Anzeige führt zu einer Verurtei­lung, sowohl bei Inländern als auch bei Ausländern. (Abg. Mag. Stefan: Weil sie zuerst einmal den Täter fassen müssen!) Hören Sie bitte mit Ihren Märchen auf, und halten Sie sich sowohl an die Zahlen als auch an den Rechtsstaat! (Beifall bei den Grünen.) Dann könnten wir Kriminalitätsprobleme in Österreich gut und rechtsstaatlich lösen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)

11.20


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Die Aktuelle Stunde ist somit beendet.

11.20.59Einwendungen gegen die Tagesordnung gemäß § 50 GOG

 


Präsident Fritz Neugebauer: Wir kommen nunmehr zur angekündigten Debatte über die Einwendungen des Abgeordneten Bucher betreffend die Vorreihung des Tagesord­nungspunktes 12 sowie des Abgeordneten Ing. Hofer, der wünscht, dass die Tagesord­nungspunkte 12 bis 22 – das sind Vorlagen des Finanzausschusses – an die Spitze der Tagesordnung gestellt werden.

Gemäß § 50 der Geschäftsordnung wird die Debatte in einem geführt. Ich beschränke die Redezeit auf 5 Minuten und die Zahl der Redner pro Klub auf drei.

Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ing. Hofer. – Bitte.

 


11.21.52

Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wir haben diese Einwendungsdebatte verlangt, weil wir der Über­zeugung sind, dass es heute zwei ganz wesentliche Punkte gibt, die auf der Tages­ordnung stehen: einerseits die Frage der Kurzarbeit – die auch prominent gereiht ist –, aber andererseits auch die Frage, wie es mit der AUA in Zukunft weitergeht. Immerhin ist geplant, dass wir einen Betrag von einer halben Milliarde Euro in dieses Unterneh­men investieren, und da ist es schon wichtig, dass wir das nicht unter ferner liefen ganz am Ende der Tagesordnung behandeln, sondern wirklich dann diskutieren, wenn wir uns der Aufmerksamkeit aller Mandatare auch sicher sein können. (Abg. Mag. Molte­rer: Was heißt das? Was machen Sie bei den späteren Tagesordnungspunkten?)

Herr Molterer, Ihre Karriere als Vizekanzler und Zwischenrufer ist legendär, aber ich bitte Sie: Sie sind ja dafür verantwortlich! Sie waren doch Finanzminister in dieser Zeit und haben die Verantwortung für dieses Debakel! Wir bezahlen jetzt 500 Millionen € – und Sie sitzen lässig da mit der orangen Mappe und betätigen sich als Zwischenrufer. Ich „gratuliere“, Herr ehemaliger Finanzminister Molterer! (Beifall bei der FPÖ.)

Augen zu und durch!, das ist Ihre Devise (Abg. Kopf: Also von dir bin ich Seriöseres gewohnt!), oder nach Kurt Ostbahn: I wü’s gar net wissen, net so genau! – Das ist Ihre Devise, Herr Molterer. Und Tatsache ist (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP) – ich rege mich schon auf, bitte, denn da geht es um eine halbe Milliarde Euro! –: Ein Unter­nehmer aus Österreich, der die zweitgrößte Firma im Bereich der Luftfahrt hat (Abg. Mag. Molterer: Und die AUA ist Ihnen wurscht!) – sie war Ihnen wurscht, die AUA –, hat sich dafür interessiert, die AUA zu unterstützen – der stellt heute noch Leute an! –,


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und meldete sich im Büro von Herrn Molterer. Und was sagte Herr Molterer? – Die Politik mischt sich in die Angelegenheiten der AUA nicht ein! (Heiterkeit bei Abgeordne­ten der FPÖ. – Abg. Strache: Da lachen sogar die Molterers!) – Herr Molterer hat doch gar kein Interesse gehabt, eine rot-weiß-rote Lösung zu finden! Das ist doch die Wahr­heit, meine Damen und Herren!

Jetzt geht die Angst um, dass die Lufthansa abspringen könnte. Natürlich: Zu dem Zeit­punkt, zu dem sich die Lufthansa für die AUA interessiert hat, war das wirtschaftliche Umfeld noch ein völlig anderes. Und wenn Sie die Aussagen der Kommission richtig deuten, dann wird klar, dass es neue Auflagen geben wird. Und die Lufthansa hat be­reits gesagt: Wenn es neue Auflagen gibt, dann werden wir aus diesem Geschäft aus­steigen.

Ich frage Sie: Wo ist der Plan B? – Wir brauchen einen Plan B für die Austrian Airlines, denn – es ist richtig – es geht nicht nur um die Mitarbeiter bei der AUA direkt, sondern es geht auch um 30 000 Beschäftigte, die im Umfeld des Flughafens Wien Schwechat aktiv sind und die letztendlich auch von der AUA abhängig sind. Daher müssen wir uns überlegen: Was tun wir, wenn die Lufthansa aus diesem Geschäft aussteigt? – Diesen Plan B, meine Damen und Herren, den gibt es nicht. Man steckt den Kopf in den Sand, man verlässt sich darauf, dass sich schon alles irgendwie regeln wird – und das kann auf gar keinen Fall funktionieren.

Was müssen wir also tun? – 500 Millionen € sollen investiert werden. Wenn die Luft­hansa diesem Deal nicht beitritt, dann müssten wir eben Geld in eine Kapitalaufsto­ckung investieren, dann müssen wir auch Sorge dafür tragen, dass es zu einer Re­dimensionierung der AUA kommt. Ja, die AUA ist zu groß, die AUA ist für ein Land wie Österreich zu groß. Wir müssen das Streckennetz überarbeiten, das heißt, jene Linien fliegen, die auch wirklich Gewinne einbringen können. Wir müssen eine Flottenharmo­nisierung durchführen. Wir können uns in einem kleinen Unternehmen wie der AUA nicht so viele verschiedene Flugzeugtypen leisten, weil jeder Typ mit Basiskosten ver­bunden ist. Daher müssen wir darauf achten, dass es zu einer Flottenharmonisierung kommt. Und wir müssen natürlich auch mit anderen Unternehmen kooperieren. Und da war es besonders verwerflich und besonders dumm, dass man sich hinstellte und sagte, wir machen eine Stand-alone-Lösung – mit Unterstützung der Politik, Herr Mol­terer. Mit Unterstützung der Politik sagte man, wir machen eine Stand-alone-Lösung.

Wer sich ein bisschen in der Luftfahrt auskennt, weiß, dass ein Unternehmen in der Größe der AUA in einem Land wie Österreich niemals eine Stand-alone-Lösung durchführen kann. Es gab auch ein Gutachten in der Chefetage der AUA, das aber schubladisiert worden ist. Und dann stellte sich einige Zeit später Herr Ötsch noch hin und sagte, die AUA ist saniert. – Kurz darauf hat man dann feststellen müssen, dass die AUA mit dem Rücken zur Wand steht.

Ich behaupte, meine Damen und Herren, dass Herr Ötsch und Herr Michaelis diesem Unternehmen schweren Schaden zugefügt haben. Und jetzt frage ich mich: Wo bleibt da die Staatsanwaltschaft? Da gibt es den § 159 Abs. 3 des Strafgesetzbuches, der besagt:

„Ebenso ist zu bestrafen, wer grob fahrlässig seine wirtschaftliche Lage ... derart beein­trächtigt, dass Zahlungsunfähigkeit eingetreten wäre, wenn nicht von einer oder mehre­ren Gebietskörperschaften ...“ eine Unterstützung möglich gewesen wäre; das heißt, wenn der Staat hier nicht Zuschüsse getätigt hätte.

Ich fordere daher die Staatsanwaltschaft auf, hier endlich aktiv zu werden! (Beifall bei der FPÖ.)

11.27



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 56

Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Klubobmann Bucher. – Bitte.

 


11.27.22

Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehr­ten Damen und Herren! Wir haben dieses Verlangen auf eine Debatte, was die Ände­rung oder Umreihung der Tagesordnung anlangt, ganz bewusst gestellt, weil ich glau­be, dass es überhaupt einmalig ist, dass man hinsichtlich eines 500-Millionen-Coups, der den Steuerzahler trifft, ein derartiges Verhalten an den Tag legt, was die Tagesord­nung anlangt, dass man diese wichtige Angelegenheit irgendwo zwischen Uruguay und was weiß ich welche Abkommen hineinschummelt. Das gehört an die Spitze einer Tagesordnung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)

Das war im Hohen Haus noch nie da, dass man einen so prominenten Punkt wie die AUA, diese 500 Millionen €, die der Steuerzahler aufzubringen hat, dass man diese Transferleistung mit einer derartigen Missachtung behandelt und diese Regierung es nicht der Mühe wert findet, überhaupt dazu Stellung beziehen zu wollen. Wir haben es wirklich versucht, auch in der Präsidiale, die Regierungsparteien davon zu überzeugen, dass die Thematik AUA äußerst wichtig ist, die Österreich berührt und die Menschen betrifft. Es geht ja um die fliegende Identität Österreichs, von der sehr viel die Rede ist und in den letzten Jahren die Rede war – und jeden Österreicher, jede Österreicherin verbindet irgendetwas mit der AUA: ein gemeinsames Flugerlebnis oder was auch immer, und ebenso die vielen Beschäftigten dort. Es ist auf alle Fälle in den letzten Jahren sehr viel an Steuermitteln in die AUA hineingeflossen. Und Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, machen eine Beschwichtigungspolitik, die ihresgleichen sucht. So kann man mit einem so wichtigen Unternehmen wie der AUA einfach nicht umgehen! (Beifall beim BZÖ.)

Das ist ja auch etwas, das typisch ist, was Ihr Verhalten anlangt: dass Sie die Opposi­tionsrechte zwar hier am Rednerpult immer so sehr loben und hervorstreichen und wie eine Monstranz vor sich hertragen, Herr Kollege Cap, aber wenn es drauf ankommt, auch einmal die Wünsche und Begehrlichkeiten der Opposition ernst zu nehmen, jedes Mal einen Rückzieher machen, sich hinter Ihren Mehrheiten verschanzen und dafür sorgen, dass die Opposition nicht zu ihrem Recht kommt, ihren Verlangen nicht zum Durchbruch verholfen wird und nicht auch deren Themen einmal an die Spitze der Tagesordnung gestellt werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)

Sie von der Koalition pendeln zwischen Gleichgültigkeit und Überforderung hin und her: Gleichgültigkeit, was die Anliegen der Bevölkerung anlangt (Beifall beim BZÖ), und Überforderung, was die Aufgabenstellungen und die Themen auf der Höhe der Zeit anlangt. Als ein einziges Beispiel dafür sei nur etwa das Bankenrettungspaket ge­nannt, wo wir alle noch immer im Dunkeln herumtasten, noch immer nicht wissen, ob diese 100 Milliarden € auch wirklich richtig waren, ob sie auch wirklich eingesetzt wer­den, ob die Mittel auch wirklich dort landen, wo man sie haben und wohin man sie transferieren wollte. Es ist inzwischen eine Fülle von Regierungstätigkeiten zusammen­gekommen, die einfach nicht zusammenpassen, die vor allem nicht in das Hohe Haus Eingang finden.

Sie von SPÖ und ÖVP haben in der Zwischenzeit keine wirklich fundamentalen Regie­rungsvorlagen hervorbringen können. Wir warten alle darauf, dass irgendwann einmal auch Gesetze ins Hohe Haus kommen. Wir bestücken die Tagesordnung nur mit ers­ten Lesungen. Das ist nicht der gelebte Parlamentarismus, den wir uns vorstellen. Na­türlich wollen wir, dass unsere Anträge ebenso auf die Tagesordnung kommen; aber wenn, dann sollte eine gewisse Wertigkeit damit verbunden sein – und nicht Ihr Ziel,


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die Oppositionstätigkeit ständig unter den Teppich zu kehren, meine sehr geehrten Da­men und Herren.

Die Alleinverantwortung für das gesamte AUA-Desaster trägt einzig und allein diese Bundesregierung! Sie haben es verbockt, während Ihrer Regierungsverantwortung – auch Sie, Herr Kollege Molterer und vor allem Herr Faymann – in den letzten beiden Jahren die wesentlichen Entscheidungen zur Gesundung der AUA zu treffen. Sie ha­ben nämlich in den letzten Jahren überhaupt keine Entscheidungen getroffen. Sie ha­ben sich zurückgezogen, den Kopf eingezogen und darauf gewartet, dass sich dieses AUA-Problem von selbst löst. Nur: Wenn man politische Verantwortung ernst nimmt, wenn man Regierungsverantwortung ernst nimmt, dann hat man diese Entscheidungen auch zu treffen und dementsprechend zu den Entscheidungen zu stehen. Das haben Sie in den letzten beiden Jahren verabsäumt.

Einzig und allein Sie sind verantwortlich dafür, dass jetzt der Steuerzahler 500 Millio­nen € leisten muss, damit die AUA überhaupt noch ihren Betrieb aufrechterhalten kann; dass 250 Millionen für einen Überbrückungskredit zur Verfügung gestellt werden müssen, damit die Flieger überhaupt weiter abheben können. Sie haben die AUA an die Lufthansa verkauft, ohne dass Sie das Vergabeverfahren berücksichtigt und einge­halten hätten. Es werden eine Reihe von Klagen auf die AUA, aber auch auf die Regie­rung zukommen. Was Sie hier bewiesen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Regierung, ist kein Lehrstück der Wirtschaftlichkeit, sondern ein Desas­ter, das seinesgleichen sucht. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)

11.32


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Klubobmann Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler  in Richtung des sich zum Rednerpult bege­benden Abg. Dr. Cap –: Die Ötsch-Verteidigungsrede ist das jetzt!)

 


11.32.53

Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Wenn ich mich an die Diskussionen über die Austrian Airlines in den vergangenen Jahren erinnere, in denen immer wieder auch die Frage hinsichtlich eines allfälligen Verkaufs der Austrian Airlines gestellt wurde, dann gab es da nicht wenige auch aus diesen (in Richtung BZÖ) Reihen, die sagten, die Heckflosse muss rot-weiß-rot bleiben, die AUA muss österreichisch bleiben und so weiter. Daran, wie die Situation der AUA ist und ob sie das machen muss oder nicht machen muss, hat natürlich jeder von denjenigen, die sich da zu Wort gemeldet haben, zuletzt gedacht – und hat damit auch zuletzt gedacht an die Situation der Beschäftigten und auch an die Frage, ob dann diese Firma noch führbar ist oder nicht. – Das möchte ich gleich einmal vorausschicken, denn das war immer ein Gegenstand auch bei den Kontroversen, die es dabei gegeben hat.

Da vorhin davon die Rede war, wer die Verantwortung trägt: Entschuldigung, Herr Klubobmann Bucher, Sie sind ja Unternehmer (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der Gegensatz zu Ihnen! ...!), Sie denken ja über den Tellerrand, nehme ich einmal an, hin­aus; denn würden Sie das nicht tun, könnten Sie Ihr Unternehmen nicht führen. Es ist ein erfolgreiches Unternehmen, das Sie führen, daher nehme ich an, dass Sie über den Tellerrand hinaus denken. Sie wissen doch ganz genau, wodurch unter anderem die Situation bei Fluglinien – global, aber auch bei den Austrian Airlines – entstanden ist (Abg. Dr. Moser – einen Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht ge­nau drinnen!): jahrelang hohe Kerosinpreise, die natürlich ihre Auswirkungen haben! Das kann man doch nicht einfach wegeskamotieren! Oder: eine Konkurrenzsituation, eine Wettbewerbssituation, die ebenfalls ihre Auswirkungen gehabt hat. (Abg. Scheib­ner: ... in der Mitte der Tagesordnung?)


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Ich leugne nicht, dass es auch Managementfehler gegeben hat. (Abg. Ing. Westentha­ler: Es geht um die Tagesordnung, Herr Klubobmann Cap!) Ich leugne nicht, dass die Verantwortung natürlich auch dort anzusiedeln ist. Aber ich weigere mich, dabei nicht auch die objektiven Faktoren zu berücksichtigen, die auch eine Rolle spielen. (Abg. Bucher: Auch! Auch!) Ja, aber das muss man dazusagen (Abg. Bucher: Und der Herr Faymann ist nicht schuld?!), denn, Herr Klubobmann Bucher, als Sie hier am Redner­pult gestanden sind, haben Sie immer nur gesagt: Die Politik ist schuld, die Politik ist schuld! – und im Hinterkopf haben Sie kurz wieder an die zwei Landtagswahlen am Sonntag, den 1. März gedacht –, aber Sie haben nicht darauf Bezug genommen, dass man, wenn man darüber seriös eine Debatte führen will, auch darüber nachdenken muss, was die Faktoren sind.

Und als Drittes ist jetzt noch die Wirtschaftskrise dazugekommen (Abg. Strache: Das ist eine Bankenkrise in Wirklichkeit, keine Wirtschaftskrise!), die Wirtschafts- und Fi­nanzkrise mit den Auswirkungen auf die Buchungen, auf den Ticketverkauf, mit Flug­linien, die zugrunde gegangen sind, weltweit. (Abg. Strache: Eine Bankensystemkrise, in Wirklichkeit!) Bitte, das muss man sich aber anschauen! Das ist, bitte, ein weltweites Faktum: vorher schon das Joch der hohen Kerosinpreise – und dann letztlich auch noch die Wirtschaftskrise. Das war dann für manche zu viel. (Abg. Bucher: Warum hat der Ötsch gehen müssen?)

Jetzt kann man noch einmal darüber diskutieren, dass eine prophetische Management­führung oder Politikführung vor Jahren schon vielleicht ein anderes Konzept entwickeln hätte müssen. (Abg. Dr. Moser – neuerlich den Rechnungshofbericht in die Höhe hal­tend –: Das steht ja alles drinnen!)

Ich weiß, was drinnen steht. Aber ich sage Ihnen nur: Ich bin nur dafür, dass wir, wenn wir das diskutieren, niemanden und nichts aus der Verantwortung herauslassen und nicht so tun, als wäre die Politik imstande, mit prophetischen Gaben Wirtschaftskrisen über Jahre vorauszusehen, sie mit einem Fingerschnipser zu verhindern oder zu be­wältigen, Kerosinpreise mit einen Schnipser runter- oder raufzubewegen. Das ist ab­surd! So können wir eine politische Debatte nicht führen, wenn wir versuchen wollen, sie seriös zu führen. Und wir sollten sie seriös führen, weil es hier um Tausende und Abertausende Beschäftigte geht. (Abg. Strache: Der Herr Ötsch hat uns vor einem Dreivierteljahr erzählt, wie klass alles ist! – Das ist ja, bitte, eine Frotzelei!)

Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich verteidige die Managementführung keinen Millimeter, und ich weiß natürlich, dass dort Fehler gemacht wurden – ich betone das jetzt ein zweites Mal –, aber ich weigere mich, bei dieser Diskussion nicht auch zu be­rücksichtigen, was sonst noch für Faktoren wirksam sind.

Jetzt komme ich zu einem weiteren Punkt: Das ist eine ganz neue Debatte, die wir heute hier führen, denn bis jetzt sind Einwendungsdebatten vor allem geführt worden über die Frage, ob etwas überhaupt auf der Tagesordnung ist. (Abg. Mag. Kogler: Gehört eh! – Wer hat das abgestellt?) Das ist heute auf der Tagesordnung. Wenn ich das, was Sie sagen, zu Ende denke, dann manchen wir statt eines Plenartages gleich sieben, und nur mehr einen ersten Tagesordnungspunkt und keinen zweiten und kei­nen dritten mehr (Abg. Scheibner: Mein Gott na! – Ruf beim BZÖ: Das ist sogar unter Ihrem Niveau!), denn: Diese Abwertungsdiskussion, dass alles, was am zweiten, drit­ten, vierten, fünften Platz ist, nichts mehr wert ist, entwertet ja letztlich auch unsere Ar­beit! – Sie tun ja so, wie wenn das um 2 Uhr in der Früh auf der Tagesordnung wäre. Das ist ja absurd! Das ist auf der Tagesordnung, das wird diskutiert, das wird die Medien interessieren. Das wird auch uns selbstverständlich zu interessieren haben, und wir werden das selbstverständlich auch zu diskutieren haben.


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Wogegen ich mich besonders wehre, ist, dass Sie gegen den ersten Tagesordnungs­punkt so sehr wettern, bei dem es um die Kurzarbeit geht (Abg. Ing. Westenthaler: Wo es um die Arbeitslosigkeit geht! ... alle arbeitslos!), bei dem es unter anderem auch um öffentliche Gelder geht, bei dem es um die Wirtschaft geht, um die Beschäftigten geht, um tragische Schicksale geht, weil plötzlich Kurzarbeit stattfindet, eine Verringerung der Einkommen erfolgt und manche dann ihren Arbeitsplatz verlieren. – Das ist für Sie nichts wert? (Abg. Bucher: Natürlich! Aber Ihnen ist die AUA unangenehm! – Ruf beim BZÖ: Arbeitsplätze gibt’s bei der AUA!) Das hat keine Bedeutung? Dass das an einer prominenten Stelle der Tagesordnung aufscheint, das wollen Sie nicht?!

Wo ist denn Ihr soziales Empfinden? Schminken Sie sich das Wort „sozial“ gleich ein­mal ab, denn das ist Kälte, soziale Kälte, die Sie hier ausstrahlen, indem Sie sagen, das braucht nicht vorne als erster Tagesordnungspunkt gereiht zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)

Da geht es um Tausende und Abertausende Beschäftigte! (Abg. Strache: Tausende AUA-Familien, die dann nicht wissen, wie es weitergeht! Das ist soziale Kälte!) – Das können wir daher nicht zulassen. Deshalb sind wir dafür und bleiben dabei, dass das der erste Punkt der Tagesordnungspunkt bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)

11.38


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte.

 


11.38.16

Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Her­ren! In der Tat, es gibt mehrere gute Gründe für diese Einwendungsdebatte, nicht bloß einen. Dieses Anliegen werden wir noch aufgreifen, Herr Kollege Cap.

Eines sei vorausgeschickt – das hat nichts mit pro oder contra Arbeitsplätze zu tun, aber wir haben uns einer seriösen Linie verpflichtet, auch was die Subventionierung der AUA in dieser Spätphase des Fast-Absterbens betrifft –: Ja, es kann Situationen geben, in denen auch ein Zuschuss plus Verkauf notwendig ist. Solche Situationen kann es geben.

So, und jetzt ist aber Schluss mit lustig, denn jetzt reden wir einmal darüber, was das Haus hier betrifft: Gerade deshalb gibt es so viele gute Gründe nicht nur für die Ein­wendungsdebatte, sondern – in einem hat Kollege Cap recht – dafür, dass wir über­haupt einen Rückverweisungsantrag stellen: denn wir werden auch beweisen können, dass die AUA heute das Geld noch gar nicht braucht. Da läuft ja auch noch einiges schief.

Aber warum eigentlich diese Einwendungsdebatte und am besten gleich noch die Rückverweisung? – Sie haben übrigens überhaupt nicht dazugesagt, warum Sie nicht bereit waren, das auf Platz zwei zu stellen. Auch dieses Kompromissangebot hat es gegeben! – Es bestand die klare Absicht, das nicht nur hinter Uruguay, sondern vor allem auf einen Zeitpunkt nach Mitternacht zu verräumen. Das ist Ihre Mitternachtspoli­tik, das ist die finstere AUA-Politik, und die setzt sich hier fort! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo!)

Sie setzt sich hier fort in einigen klar nachweisbaren Punkten. – Die fünf Minuten Rede­zeit sind beileibe nicht genug, um die Chronologie nachzuzeichnen. – Jeder Punkt für sich wäre geeignet, diese ganze Geschichte sogleich wieder von der Tagesordnung herunterzuräumen:

Am 24. April des Vorjahres hat hier der Rechnungshofausschuss getagt – sagen Sie mir nicht, das ist nichts! –: Michaelis, Ötsch.


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Ich zitiere Ötsch aus der „Parlamentskorrespondenz“:

„AUA-Vorstand Alfred Ötsch hielt Zukunftsängste nicht für angebracht und betonte, nach der Kapitalerhöhung sei die AUA in finanziell ruhiges Fahrwasser gekommen.“ – In finanziell ruhiges Fahrwasser! Na gratuliere! Das Einzige, was für ihn ruhig ist, ist, wenn Sie ihm jetzt noch eine Million hinterherschmeißen für das Ganze. Aber ich frage mich, wo das ruhige Fahrwasser sein soll bei einem Verkauf, wo 500 Millionen zuge­schossen werden sollen.

Ich betone noch einmal, es kann eine derartige Situation geben. Aber da spricht einer, der verantwortlich ist, vor wenigen Monaten von ruhigem Fahrwasser und davon, dass die AUA saniert ist, und zwar am gleichen Tag. Erinnern Sie sich? Und dann ist es zu Ihrem Leidwesen Tag für Tag losgegangen, Herr Abgeordneter Molterer, ich weiß schon.

Nun geht es darum – und jetzt komme ich zum nächsten Punkt –, dass der Unteraus­schuss des Rechnungshofausschusses, also ein Gremium dieses Nationalrats, wo heute 183 Leute für 400, 500 Millionen € die Hand heben sollen, diese Sache untersu­chen soll. Wir haben säuberlich getrennt: Der Finanzausschuss ist für die Sache zu­ständig, aber der Unterausschuss für die Untersuchung. Es kam, wie es kommen musste: Es gibt keine Unterlagen. Es gibt irgendeinen Wischiwaschi-Erhebungsbericht des Finanzministers. Es gibt keinen einzigen Buchstaben von den Gutachten, die hier in Wahrheit schon jahrelang herumkugeln. Es gibt ein Roland Berger-Gutachten aus dem Jahr 2006, aus dem sehr wohl hervorgegangen wäre, wie man zu verfahren hät­te. – Das wird alles hier in diesem Haus nicht zugelassen.

Das heißt, Sie verhindern die Aufklärung des Umstandes, wie es dazu kommen konn­te, stützen Manager, die von vorne bis hinten gelogen haben, das Parlament auf jeden Fall angelogen haben – ob sie den Aufsichtsrat angelogen haben, wissen wir nicht. Aber all das hat hier untersucht zu werden. Und da kann man sich nicht verstecken und sagen, das sei alles nicht vom Interpellationsrecht umfasst. Ja, bei der ÖIAG, da dürfen wir ja gar nicht fragen, und bei der AUA schon gar nicht. Aber wenn Sie sich hier herinnen um 500 Millionen anstellen und alle die Hand aufhalten wollen, da sind wir auf einmal alle zuständig. Aha! – Das geht nicht zusammen! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)

Wer 500 Millionen € von diesem Haus will, muss wenigstens die Unterlagen und die Gutachten beischaffen! Wenn Minister Pröll erklärt, das könne er nicht, das habe er nicht, dann muss ich sagen, da gackern ja die Hühner! Wenn er es nicht hat, dann soll er es sich besorgen. Er ist die Eigentümerversammlung der ÖIAG. Abgesehen davon glauben wir es ihm ohnehin nicht. Er will es nicht hier hereinbringen, aber er will die 500 Millionen €. Er will die 500 Millionen € unter anderem für einen Aufsichtsrat in der ÖIAG, dessen Privatisierungsausschuss von Sigi Wolf geleitet wird, der schon bei der Voest sein Unwesen getrieben hat, wo das Schlimmste noch verhindert werden konn­te. Jetzt sitzt er dort wieder dem Privatisierungsausschuss vor. Die Betriebsräte, die im Aufsichtsrat sitzen, sind mit nichts informiert worden, haben selber Gutachten in Auf­trag gegeben, weil der ganze Ausschreibungsprozess von vorne bis hinten lahmt und hinkt. Das werden wir jetzt von der EU noch zurückbekommen. Wir haben immer dar­auf hingewiesen. Und all das soll nicht auf den Tisch! Das Einzige, was Sie auf den Tisch knallen wollen, sind 500 Millionen € – und das geht so nicht! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)

Dieser Aufsichtsrat der ÖIAG ist selbst ein Fall für die Untersuchung und für die Auf­sicht. Das ist das, was Sie – Schwarz-Blau noch – dort eingebrockt haben und was jetzt fortgeführt wird. Es geht nicht an, dass Herr Michaelis mit seinen Jagdfreunden auf der einen Seite die Vorstände besetzt und auf der anderen Seite mit dem Jagd-


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freund Chef von der Lufthansa auch noch kollaboriert und die AUA geradezu um einen Spottpreis in diese Fluggesellschaft hineingetrieben hat.

Wenn Sie das nicht untersuchen wollen, dann geben Sie es zu! Aber dann kommen Sie nicht um die 500 Millionen. Deshalb werden wir konsequenterweise einen Rückver­weisungsantrag stellen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)

11.43


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster gelangt Herr Klubobmann Kopf zu Wort. – Bitte.

 


11.44.00

Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Jetzt ist er schmähstad, der Kopf!) – Wollen Sie sich zu Wort melden, Herr Pirklhuber? Kommen Sie, es geht nachher noch. Sie dürfen drei Redner melden. Einer dürfte noch von Ihnen.

Meine Damen und Herren, überhaupt keine Frage, das Thema Existenzsicherung der AUA ist wichtig, ist verdammt wichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Mitternachtseinlage!) Darum steht es ja heute auch auf der Tagesordnung. Aber ist das Thema Kurzarbeit, Flexibilisierung der Kurzarbeit, um Kündigungen vermeiden zu können, nicht auch wichtig? Ist das Thema Korrektur beim Schutzbetrag für die Witwenpensionen nicht wichtig? Ist das Thema Kinderbetreuungsgeld, Erleichterungen und Verbesserungen bei der Rückforderung, Erleichterungen für die Mütter nicht auch wichtig? (Abg. Ing. Westenthaler: Auch das Uruguay-Abkommen ist wichtig!) Viele Themen, aber ge­rade diese sind besonders wichtig. Und ich denke, insbesondere, meine Damen und Herren, das Thema Sicherung der Beschäftigung, Vermeidung von Kündigungen ist gerade in der jetzigen so schwierigen Zeit doch wohl das allerwichtigste und alles überlagernde Thema. Und darum steht es auf der Tagesordnung an erster Stelle. (Bei­fall bei der ÖVP.)

Nachher kann man ständig darüber streiten. Kollege Cap hat es ohnehin schon gesagt. Diese Streitigkeit über Wertigkeiten – was ist jetzt wichtiger: das Kinderbetreuungs-
geld, der Schutzbetrag bei den Witwenpensionen oder Sonstiges? –, die führt doch zu nichts! (Abg. Scheibner: Vielleicht könnten wir für die AUA-Debatte auch eine Fern­sehübertragung bekommen!) Wir haben keine Fernsehübertragung, insofern ist diese Diskussion sowieso müßig, Herr Kollege Scheibner. Diese Diskussion, meine Damen und Herren, führt uns doch nicht weiter. Der Inhalt wird schon noch diskutiert werden beim entsprechenden Tagesordnungspunkt, lieber Freund.

Zur AUA: Kollege Kogler hat es ja schon gesagt, eben weil wir die AUA nicht aufgege­ben haben, beschließen wir heute diese Unterstützung, diese 500 Millionen, weil wir damit sicherstellen können, dass die AUA unter dem Dach des Lufthansa-Konzerns als österreichisches Unternehmen weiterleben kann mit Standort Flughafen Wien. Und das muss doch unser großes Ziel sein, dass wir dieses Unternehmen mit dieser Unterstüt­zung sicherstellen und so sicher in die Zukunft führen. Das ist das Wichtigste! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

Noch ein Satz zum Inhalt: Na selbstverständlich schauen in der Rückbetrachtung man­che strategischen Entscheidungen, was dieses Unternehmen betrifft, ob das im ÖIAG-Aufsichtsrat war, ob es im AUA-Aufsichtsrat oder im Management war oder ob es das war, was das Management den Aufsichtsräten vorgeschlagen hat, heute etwas anders aus.

Es zeigt sich heute, dass es eine Fehleinschätzung war, dass eine Stand-alone-Lö­sung in der Zukunft möglich wäre. Das war eine Fehleinschätzung. Aber das ist nichts strafrechtlich Relevantes, das ist nichts Inkorrektes, das ist ein Fehler, das ist in der


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Rückbetrachtung ein schwerer Fehler, und dieser Fehler hat im Übrigen dem Herrn Ötsch auch den Job gekostet. Das ist ... (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Abferti­gung bekommen! Ihr schmeißt einem Pleitemanager 1 Million € nach!)

Aber was Sie dem Herrn Ötsch trotzdem nicht unterstellen dürfen, ist, dass er nicht nach bestem Wissen und Gewissen zu dem damaligen Zeitpunkt diesen Vorschlag ge­macht hat. (Abg. Neubauer: Wie wissen Sie das?)

Im Nachhinein stellt sich vieles als richtig oder falsch heraus. Und im Nachhinein ist es immer leicht, gescheit zu sein, lieber Herr Westenthaler, lieber Herr Flugexperte Wes­tenthaler. Im Nachhinein können wir alle der Welt erklären, warum was so ist.

Faktum ist, wir werden heute unter dem Tagesordnungspunkt 3 dieses Thema behan­deln. Wir haben diesen Punkt übrigens einen Punkt vorgereiht in der Präsidiale, das hat die Präsidentin auf Vorschlag von uns gemacht. Wir haben also sehr wohl Bereit­schaft gezeigt, die Tagesordnung anzupassen. Und wir werden heute durch unseren Beschluss hoffentlich gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung der AUA leisten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort haben sich das allemal verdient. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

11.48


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort kommt nun Herr Kollege Grosz. – Bitte.

 


11.48.43

Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Klubobmann Kopf! Wenn man für Erfolglosigkeit und Versagen 1,1 Millionen € vom Steuerzahler bekommt, dann möchte ich nicht wissen, was man bei Ihnen für erfolgrei­che Unternehmensführung bekommt. Dem müssen Sie ja den Hintern vergolden wie einem Millionär.

Zu Ihren Ausführungen, Herr Klubobmann Cap, zur Frage der Junktimierung: Uns geht es darum, dass man einen wirklich wichtigen Tagesordnungspunkt, ein Thema, wo es um 500 Millionen € Steuergeld geht, auch ordnungsgemäß in diesem Parlament disku­tiert – und nicht irgendwo nach dem Abkommen über soziale Sicherheit zwischen der Republik Österreich und der Republik Östlich des Uruguay oder nach dem Bericht be­treffend Renaissance des dualen Ausbildungssystems in Österreich.

Alles gut und schön. Jeder Tagesordnungspunkt hat einen Wert. Aber 500 Millionen € haben einen Riesenwert, denn das fehlt uns in Zukunft im Steuertopf. (Beifall beim BZÖ.)

Daher sage ich Ihnen: Es interessiert mich Ihre 40-jährige Alt-Polemik, wo Sie Arbeits­lose mit 500 Millionen € aufrechnen, nicht mehr. Die ist so verstaubt und die kennt die­ses Haus ohnedies. – Das aber, was wir von Ihnen wollen, ist, dass Sie Parlamenta­rismus auch leben und Parlamentarismus nicht bis zur Mitternachtsstunde und bis zum Mitternachtsläuten verschieben. (Beifall beim BZÖ.)

Sehr geehrte Damen und Herren, jetzt ein kleiner Einleitungskurs im Unterrichtsfach „Die Rache des Archivs“: „Die AUA soll rot-weiß-rot bleiben“ – Wilhelm Molterer, zweite Reihe fußfrei, am 8. Mai 2008 in der APA. Und weiter: „Die Privatisierung der ÖIAG sei eine großartige Erfolgsgeschichte,“ – das glauben Sie wahrscheinlich selbst nicht mehr – „durch die die ÖIAG nicht nur entschuldet wurde, sondern deren einzelne Un­ternehmen nun erfolgreiche Betriebe mit zufriedenen Mitarbeitern geworden seien.“ – Das waren Ihre Worte!

Und Grinsekanzler Faymann am 5. August 2008: „AUA steht gut da, müssen nichts verschenken“.


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Und der Ihnen als eher glückloser Landeshauptmannstellvertreter aus der Steiermark bekannte Herr Schützenhöfer: „Für den Wirtschaftsstandort Österreich ist die AUA ge­radezu ein Flaggschiff und ein Identifikationsmerkmal der Österreicherinnen und Öster­reicher.“ – So weit Ihre hohlen Sonntagsreden, so weit Ihre Sonntagsreden, denen keine Taten folgten. (Abg. Kopf: Was ist daran falsch?)

Daher frage ich mich – und diese Antwort werden Sie mir geben müssen –: Was hat zu Ihrem Meinungsumschwung geführt, dass Sie nunmehr die AUA wie eine billige Braut mit der Mitgift von 500 Millionen € an die Lufthansa verschenken wollen? Was hat zu Ihrem innerhalb weniger Monate stattgefundenen Meinungsumschwung geführt, dass die AUA nicht mehr ein eigenständiges Unternehmen sein soll, sondern in Zukunft das Fluggepäck der Lufthansa, und wir kein rot-weiß-rotes Flaggschiff mehr haben? Diese Frage werden Sie mir beantworten müssen, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP. (Beifall beim BZÖ.)

Faktum ist, die AUA steht dank Ihrer parteipolitischen Einflussnahmen vor dem Ab­sturz. Eine Milliarde € allein an Verbindlichkeiten!

Faktum ist: Die Herren Ötsch und Michaelis ruinieren die AUA – und Sie von Rot und Schwarz zeichnen diese Versager mit der Olympia-Medaille in der Klasse der Abferti­gungen und Gehaltsfortzahlungen auf Kosten des Steuerzahlers aus. Faktum ist, 500 Millionen € geben Sie der AUA als Mitgift, verschenken Sie auf Kosten des Steu­erzahlers, damit Sie dann dieses österreichische Unternehmen in den Rachen der Luft­hansa werfen. 500 Millionen € an Steuergeld dafür, dass in Hinkunft die Flugverbindun­gen an wichtigen Wirtschaftsstandorten wie Graz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und in Vorarlberg gecancelt werden und die Wirtschaftsstandorte einen Schlag ins Gesicht versetzt bekommen. 500 Millionen € Steuergeld für die Unfähigkeit Ihrer rot-schwarzen Manager, die wir hier im Parlament sanktionieren sollen. 500 Millionen € – und für jene, die es noch immer nicht kapiert haben: 6,8 Milliarden Schilling! – wollen Sie ausgeben, obwohl dieses Parlament – Abgeordneter Kogler hat völlig recht – im zuständigen Un­terausschuss nicht einmal eingeweiht werden darf. Gutachten, Unterlagen, Unterneh­mensbilanzen, Unternehmensentscheidungen der AUA, der ÖIAG, werden dem Parla­ment und dem zuständigen Ausschuss einfach versagt. Und das ist ja die eigentliche Widerwärtigkeit: vertuschen, verheimlichen. (Beifall beim BZÖ.) Die Rechte des Parla­ments werden mit Füßen getreten.

Der zuständige Finanzminister fliegt mit Learjet in der Gegend herum, stellt sich aber nicht dem Budgetausschuss in diesen wichtigen Angelegenheiten. Zwei Minister wie Pröll und Bures sitzen im Unterausschuss und erklären sich in diesem Ausschuss für völlig unzuständig: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Wir mussten ihnen drei Stunden lang erklären, worum es sich bei der AUA eigentlich handelt.

Daher zu guter Letzt: Sie verräumen diese Debatte auf Tagesordnungspunkt 12, und das ist das Schändliche. Wichtig ist, dass wir darüber diskutieren, dass wir über ein ös­terreichisches Unternehmen diskutieren. Wir wollen eine rot-weiß-rote AUA, wir wol­len Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die stolz auf ihr Unternehmen sein können, und wir wollen eine AUA, wo die Kompetenz der Macher nicht mit der Präpotenz Ihrer Ver­sager vertauscht wird. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ).

11.53


Präsident Fritz Neugebauer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Ab­geordneter Ing. Westenthaler zu Wort gemeldet. Maximal 2 Minuten. – Bitte.

 


11.54.06

Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Meine sehr geehrten Damen und Her­ren! Herr Klubobmann Kopf von der ÖVP hat sich hier herausgestellt und Folgendes


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 64

behauptet, nämlich dass der Tagesordnungspunkt, den wir gerne vorgezogen hätten, über das 500 Millionen €-Geschenk an die AUA Tagesordnungspunkt 3 sei. – Das ist falsch!

Ich berichtige tatsächlich und stelle klar, dass es sich um den Tagesordnungspunkt 12 handelt, Herr Klubobmann Kopf. Noch nie zuvor ist ein Abgeordneter und Klubobmann so schnell der Lüge überführt worden wie Sie. Es ist peinlich, Herr Klubobmann Kopf, was Sie hier geliefert haben. (Beifall beim BZÖ.)

11.54


Präsident Fritz Neugebauer: Kollege Westenthaler, ich verweise auf Ihre letzten Sätze und bitte, etwas auf die Wortwahl Bedacht zu nehmen.

Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Moser. – Bitte.

 


11.55.00

Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Da­men und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Stummvoll, sehr geehrter Herr Kollege Molterer, es ist wirklich eigenartig und zeigt, wie viel Butter auf dem Kopf Sie persön­lich haben müssen (Öh-Rufe bei der ÖVP), wenn Sie Ihren Abgeordneten und Klubob­mann Kopf hier herausschicken und dieser dann die Versagenspolitik der ÖVP, die Versagenspolitik des Finanzministers und Vizekanzlers hier heraußen damit entschul­digt, dass er eben sagt, ja, diese Stand-alone-Sache war eine Fehleinschätzung.

Diese Butter auf dem Kopf vergönne ich Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege Molterer, sehr geehrter Herr Kollege Stummvoll (Beifall bei den Grünen – Zwischenrufe bei der ÖVP), die Sie ja immer behauptet haben, Sie von der ÖVP hätten die wirtschaftspoli­tische Kompetenz, die Sie ja auch immer gesagt haben: alles im Sinne des Unterneh­mens, im Sinne des Standortes!, und die Sie ebenso immer gesagt haben: Wir sind die Sparmeister der Republik!

Was sollen wir heute machen beim Tagesordnungspunkt 12, im neunten Block? – Sol­len wir für diese Fehleinschätzung – ich zitiere Ihren Kollegen Kopf – wertvolles Steu­ergeld, das ja Sie immer sparen wollen, Herr Kollege Molterer, nun sozusagen auf den Tisch legen, wo dieses Geld doch Länge mal Breite fehlt?!

Ich will jetzt gar nicht reden über fehlendes Geld bei B wie Bildung oder A wie Asylbe­schleunigung oder S wie Sicherheitspolitik. Diese „Butter“, Herr Abgeordneter Molterer, kann ich Ihnen beweisen. Sie wissen ganz genau, es gibt den Rechungshofbericht, der Ihnen in Ihrer Zeit als Finanzminister zu Beginn des Jahres 2007 vorlag. Und in diesem Rechnungshofbericht steht – ich zitiere jetzt; aber das alles müssen Sie ohnehin wis­sen, haben aber leider nicht entsprechend gehandelt –: Wir haben bei der AUA im in­ternationalen Vergleich das schlechteste Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital; von einem hohen Liquiditätsrisiko ist ebenfalls in diesem Rechnungshofbericht die Rede. – Das war bitte Anfang 2007!

Weiters steht in diesem RH-Bericht: hoher Personalstand; falsche Wachstumsstrate­gie – nachzulesen auf Seite 24 –; weiters: zu großes Streckennetz; hoher Treibstoffauf­wand, hohe Verspätungsgebühren. Und weiters heißt es: Wir müssen umsteuern, wir haben einen massiven Liquiditätsbedarf! – Nochmals: Das alles bereits Anfang 2007!

Was aber haben Sie als damaliger Finanzminister getan, Herr Kollege Molterer? – Nichts! Butter also auf dem Kopf! Sie haben die Hände in den Schoß gelegt, offen­sichtlich nach dem Motto: Finger weg; eine Sache der ÖIAG – und letztlich zahlen das ohnehin die SteuerzahlerInnen! Das ist Ihre Politik der „Sparsamkeit“ gewesen – und damit sind Sie ja auch vor die Wählerinnen und Wähler getreten!


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Jetzt ist die Bilanz da; jetzt ist die Malaise da, jetzt dürfen wir blechen, wobei das Geld vorne und hinten nicht reicht! Deshalb wird ja dieser brisante Tagesordnungspunkt nach hinten gereiht. Deshalb darf auch im Unterausschuss des Rechnungshofaus­schusses nicht Einblick genommen werden in Gutachten, in denen diese Situation der AUA bereits im Jahre 2006 dargelegt wurde.

Wir Abgeordnete dürfen Ihrer Ansicht nach gar nicht wissen, was Sie damals schon ge­wusst haben, welches Wissen Sie unter den Scheffel stellten beziehungsweise unter den Tisch kehrten, damit die AUA ja allein weitermachen kann. Darum geht es ja im Endeffekt: Es war das aufgrund des Drucks der österreichischen Wirtschaft, die sozu­sagen ein billiges nationales „Luft-Taxi“ haben wollte – und für dieses billige nationale Luft-Taxi aus Sicht der Wirtschaft dürfen nun die SteuerzahlerInnen blechen!

Sie wissen ganz genau: Ja, bei der Swissair gibt es das Schweizer Kreuz auf der Heckflosse, und die Swissair bedient Zürich nach wie vor optimal. – Sie aber haben es völlig verabsäumt, eine ähnliche Lösung für die AUA rechtzeitig und ohne Aufwand an Steuergeldern herbeizuführen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Das war auch Ihr Fehler, Herr Stummvoll!

Ich bin immer dafür eingetreten, dass für die AUA strategische Partner geholt werden. Und ich könnte Ihnen dazu viel und Länge mal Breite zitieren; denn beispielsweise habe ich hier ein Besprechungsprotokoll mit der ÖIAG aus dem Jahr 2004, wo ich ge­sagt habe: Ich lege keinerlei Wert auf diese Stand-alone-Lösung, denn wir brauchen ein tragfähiges Unternehmen für den Standort Wien-Schwechat, ein Unternehmen, das Zukunft hat!

Sie wissen ganz genau: Kein nationales Flugunternehmen in der Größenordnung der AUA hat eine Überlebenschance. Aber trotz dieses Wissens – und das ist mein großer Vorwurf – haben Sie keinerlei Aktivitäten gesetzt, keinen Privatisierungsauftrag erteilt, auch im Regierungsübereinkommen steht das nicht. – Einen Privatisierungsauftrag ha­ben Sie jedoch für die Telekom ins Regierungsübereinkommen aufgenommen, und das, obwohl die Telekom beileibe kein Krisenfall ist. Für die AUA haben Sie jedoch kei­nen Privatisierungsauftrag in Ihr Übereinkommen hineingeschrieben! Das haben Sie verweigert! Ich weiß doch das alles aus bestinformierten Kreisen der ÖIAG. Da war Ihre Devise offensichtlich: Ohren zu und durchtauchen!

Deswegen auch mein Hauptvorwurf: Deswegen heißt AUA nicht nur Austrian Airlines, sondern Abtauchen und Absaufen.

Das ist der Skandal, den wir heute hier – jedoch erst viel zu spät und in der Nacht – diskutieren werden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwi­schenrufe bei der ÖVP.)

11.59


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Kollege Mag. Stadler. – Bitte.

 


12.00.10

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Jede Tages­ordnung dieses Hauses – deswegen wird sie in der Präsidialkonferenz auch so lange beraten – ist auch eine politische Wertung jener Themen, die hier in Verhandlung ste­hen. Wenn man sich die heutige Tagesordnung anschaut, dann sieht man, was die Wertigkeit – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Medien über diese Verhand­lungsgegenstände berichten sollen – dieses Hauses wirklich ausmacht. Wir haben als Tagesordnungspunkt 8: Abkommen über soziale Sicherheit zwischen der Republik Österreich und der Republik Östlich des Uruguay. – Jetzt wissen wir wenigstens, dass


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Uruguay östlich des Uruguay liegt. Epochal wichtig! 500 Millionen € spielen im Ver­gleich dazu keine Rolle.

Tagesordnungspunkt 9: Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 und so weiter. – Wissen Sie, worum es da geht, Herr Kollege Kopf? Es geht um die Einführung des Roten Kristalls, um die internationale Einführung des Roten Kris­talls als Konkurrenzzeichen in Zukunft zum Roten Halbmond und zum Roten Kreuz. Epochal wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)

Ich bin überzeugt davon, meine Damen und Herren, dass Sie schon seit Tagen Schweißhände haben allein bei dem Gedanken daran, diese Gegenstände hier öffent­lich diskutieren zu müssen. Sie waren bestimmt regelrecht froh, dass Sie solch einen unwichtigen Gegenstand wie 500 Millionen € zurückschieben konnten als Punkt 12 der Tagesordnung, damit die Medien nicht mit solchen Unwichtigkeiten befasst werden wie 500 Millionen € – plus 200 Millionen Haftung, die noch unterschlagen werden. Wir ha­ben es also mit 700 Millionen € zu tun, wenn man die Volumina zusammenzieht. (Abg. Mag. Molterer: Nein!)

200 Millionen € sind jetzt in der Übergangsphase Haftung. Ziehen Sie das zusammen: Es geht um ein Volumen von insgesamt 700 Millionen €, das heute diskutiert wird. (Abg. Mag. Molterer: Nein!) Aber natürlich! Aber ja, Herr Kollege Molterer, das ist ja laut ÖVP nicht so wichtig. Es ist doch wurscht, ob man die Summe jetzt mit 500 oder 700 Millionen ansetzt, wenn man das Thema als Tagesordnungspunkt 12 diskutieren kann. Warum nicht gleich als Tagesordnungspunkt 24? Dann hätten Sie überhaupt keine Öffentlichkeit mehr dabei.

Die größte Investition, die wir seit einigen Jahrzehnten vornehmen, meine Damen und Herren, die größte Investition ist bei uns einen Tagesordnungspunkt 12 wert. Sie wol­len diese Investition nicht wegen ihrer Höhe so spät diskutieren. Sie hätten das norma­lerweise im Schaufenster gemacht, wenn es eine populäre Investition wäre. Aber nein, sie ist eben unpopulär. Und warum unpopulär? Weil es eine Genesis des Versagens Ihrer Leute in der Österreichischen Industrieholding AG, in der ÖIAG ist. Das ist der Punkt. (Beifall beim BZÖ.)

Wenn es ein Orden wäre, den Sie hier zu zelebrieren hätten, dann stünde das ganz oben auf der Tagesordnung, dann wäre das ein riesiges Investitionspaket: Die Regie­rung handelt, die Regierung investiert, die Regierung reißt nieder! – Ein Schmarrn! Die Regierung zeigt hier, dass sie versagt hat und deswegen so spät darüber diskutieren möchte. Das ist der Hintergrund, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.) Heu­cheln Sie nicht, was Ihnen alles am Herzen liegt – Sie sind nur am Reparieren!

Mittlerweile sieht es ja so aus, Herr Kollege Molterer, dass nicht nur Ihre Stand-alone-Lösung ein vollkommener Holler ist, nicht nur die Auffassung, dieses Management sei fähig, ein vollkommener Holler ist – der Holler wird noch mit 1,1 Millionen Abfertigung abgegolten; wenn jeder Konkursant in Österreich 1,1 Millionen bekommen würde, dann würde ich auch noch Konkurs anstreben –, nein, sondern jetzt stellt sich heraus, dass man noch froh sein muss, wenn die Lufthansa das Unternehmen bekommen muss, denn wenn ich mir die Alternativkosten im Insolvenzfall anschaue, der hier in Ihrer eigenen Regierungsvorlage sogar zitiert ist, dann besteht die Gefahr, dass es noch teurer wird. Dann kommt man wahrscheinlich mit den 500 Millionen € gar nicht mehr aus. (Abg. Kopf: So ist es!) – „So ist es“, sagt Kollege Kopf. Ich bitte dringend, das im Protokoll zu vermerken. Zwischenruf Kollege Kopf, Klubobmann der ÖVP: „So ist es!“ (Beifall beim BZÖ.) – Ein Skandal! Ein Beweis des Versagens dieser Regierung, meine Damen und Herren! Der Beweis des Versagens Ihrer Leute in der ÖIAG, der Beweis des Versagens Ihrer gesamten politischen Linie im Zusammenhang mit der Sanierung


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der AUA! Das sollte prominent diskutiert werden und nicht zu mitternächtlicher Stunde. (Beifall beim BZÖ.)

12.04


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster spricht Herr Kollege Gradauer. – Bitte.

 


12.04.49

Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr ge­ehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Zuhörer! Ich verstehe diese ganze Aufregung über die Tagesordnung in dieser Form nicht, weil ich nicht verstehen kann, dass SPÖ und ÖVP nicht bereit sind, nach Wichtigkeit zu reihen und damit das zu tun, was für den Staat und für die Bevölkerung notwendig ist. Ich begreife nicht, warum Sie sich so dagegen sperren. Es wäre doch überhaupt nichts dabei, die gewünschte Umreihung vorzunehmen und damit das zu tun, was der Wichtigkeit entspricht. Ich begreife das nicht. Diese Diskussion spricht bei Weitem nicht für Sie – Sie spricht eindeutig gegen Sie. (Beifall bei der FPÖ.)

Es wird schon einen Grund haben, warum Sie die Tagesordnungspunkte nicht umrei­hen wollen. – Weil Sie vertuschen möchten, weil Sie nicht eingestehen möchten, dass Sie die AUA betreffend total versagt haben. Ich habe schon im Ausschuss erwähnt, dass es ein wahres Trauerspiel ist, was mit der AUA alles geschieht oder nicht ge­schieht, und das ist typisch für die Wirtschaftskompetenz dieser Bundesregierung, typisch für die Wirtschaftskompetenz von SPÖ und ÖVP. Ein Trauerspiel, denn diese beiden Parteien haben als Verantwortliche die AUA als österreichisches Traditionsun­ternehmen in einem Jahr zum Absturz gebracht. Das muss man wissen.

Die Gründe dafür sind: unfähige Manager, die wieder von der Politik berufen wurden, uneinsichtige Belegschaftsvertreter – das muss auch einmal gesagt werden –, ein sehr schwieriger Markt und letztlich gutgläubige Eigentümervertreter, die meiner Meinung nach die Dinge wesentlich unterschätzt haben.

Die derzeitige Situation wurde heute schon einige Male besprochen: Die AUA kann nicht einmal mehr verschenkt werden. Das muss man sich vorstellen! Dieses Unter­nehmen mit derart tüchtigen Mitarbeitern kann nicht einmal mehr verschenkt werden. Es muss eine Mitgift von 500 Millionen € aus dem Steuertopf bekommen. Es hat zwar der Herr Staatssekretär unlängst im Ausschuss gesagt, das sei kein Steuergeld, das hier verwendet wird, sondern die ÖIAG habe voriges Jahr 700 oder 800 Millionen ver­dient und davon nehme man dieses Geld. – Danke vielmals, solch einen Staatssekre­tär kann ich mir wirklich sparen! (Beifall bei der FPÖ.)

Tatsache ist, dass 6 000 Mitarbeiter von dieser Misere betroffen sind, dass der Flugha­fen Wien wirklich in seiner Existenz bedroht ist, dass die OMV einen der größten Kun­den verliert, dass die Zulieferer ihr Geschäft wahrscheinlich abschreiben können, weil die Lufthansa ihre Zulieferer sicher anderswo suchen wird.

Ich verstehe überhaupt nicht, warum man nicht rechtzeitig gerade mit diesen Partnern in Verhandlungen getreten ist, warum man nicht mit der OMV zum Beispiel einen bes­seren Kerosinpreis ausverhandelt hat. Herr Cap, Sie hätten das veranlassen können.

Oder: Flughafengebühr in Wien senken; die Zulieferer auffordern, ihren Beitrag für die AUA zu leisten, denn das ist ihr Kunde für die Zukunft. Die Mitarbeiter hätten rechtzei­tig über die ernste Situation informiert werden müssen, um auch ihren Beitrag dazu zu leisten, dass das Unternehmen wirklich saniert werden kann.

Vor gut einem Jahr hat man eine riesige Sanierungsfeier für die AUA abgehalten. Da war alles noch in Ordnung: Sanierung okay, das Unternehmen sei bestens aufge­stellt. – Hat man die Öffentlichkeit und uns im Parlament belogen? Ich denke schon,


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denn man kann nicht so naiv sein, zu glauben, dass ein Jahr später alles nicht mehr stimmt, dass ein Jahr später alles anders ist als damals bei dieser ominösen Feier.

Ich habe damals in der ersten Sitzung des Rechnungshofausschusses, der dieses Ka­pitel behandelt hat, davon gesprochen, dass mit diesen wenigen Zahlen, die man uns vorgelegt hat, die AUA niemals erfolgreich in die Zukunft geführt werden kann – und ich wurde leider ausgelacht. Hätte man damals ein bisschen genauer hingesehen und nicht politischen Druck erzeugt, dann wäre es vielleicht mit der AUA nicht so weit ge­kommen.

Auf jeden Fall sollte verhindert werden, dass Herr Ötsch eine Abfertigung bekommt, die über 1 Million € ausmacht. Das ist ein Skandal schlechthin! Wenn Sie das genehmigen und wenn Sie das durchziehen, dann wird der Bürger bei den nächsten Wahlen darauf die Antwort geben. Diese Misswirtschaft wird sich der Österreicher nicht gefallen las­sen! (Beifall bei der FPÖ.)

12.10


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster spricht Herr Abgeordneter Weinzinger. – Bitte.

 


12.10.28

Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr ge­ehrten Damen und Herren in den Zuschauerrängen, insbesondere Freunde aus Leo­ben, herzlich willkommen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir führen jetzt eine interessante Diskussion, die deswegen interessant ist, weil sie aufgrund eines Ge­schäftsordnungstricks, wenn Sie so wollen, vorverlegt wurde. Anderenfalls hätten wir diese Diskussion irgendwann spät in der Nacht, um 23 Uhr oder mit noch mehr Glück für die Regierungsparteien um 24 Uhr, geführt, und um diese Zeit hört gar niemand mehr zu.

Worum geht es denn? Sie haben jetzt aufgelistet bekommen: Fehler, Nachlässigkeiten, Erstaunliches, Fehlmeldungen, Fehleinschätzungen, Fehlinformationen von hochrangi­gen Managern. Sie haben gehört, wie man ein Unternehmen nicht führt, ein Unterneh­men, das uns jahrelang, jahrzehntelang als Vorzeigeunternehmen vorgeführt wurde, ein Vorzeigeunternehmen dieser Republik, denn schließlich und endlich gehörte dieses Unternehmen unserer Republik.

Meine Damen und Herren, Sie haben noch nichts gehört über Fehler seitens der Ma­nager, wofür die Manager dann vermutlich gar nichts konnten. Wussten Sie, dass un­sere AUA – noch können wir unsere AUA sagen – 24 Direktoren hat? Gleichrangige Direktoren mit den gleichen Aufgabengebieten hat die KLM, und die ist etwas größer als die AUA, sechs. Die AUA hat 24, wir leisten uns 24 – und die sind hervorragend be­zahlt. Da schaut jeder kleine Bankdirektor bei uns nur so durch die Finger. Mit Bank­direktor meine ich aber einen Bankdirektor einer ordentlichen Bank draußen auf dem Land und nicht die Zentralbankdirektoren hier in der Bundeshauptstadt.

Wir könnten mit vier Direktoren auskommen, meine Damen und Herren! Wir haben einen Personalstand, der betriebswissenschaftlich, betriebswirtschaftlich nie überprüft wurde, der nie dahin gehend überprüft wurde, ob er in diesem Ausmaß tatsächlich not­wendig ist, ob man nicht Verbesserungen durchführen kann. (Abg. Hornek: Was hat dieses Gredat mit der Geschäftsordnung zu tun?) Das hat mit der Geschäftsordnung insofern zu tun, dieses Gredat, als wir dieses Thema jetzt diskutieren sollten, jetzt dar­über reden sollten und nicht erst um 23 oder 24 Uhr.

Meine Damen und Herren, wir wollen jetzt darüber reden! Wir wollen, dass Sie die Tagesordnung kurzfristig ändern – das ist überhaupt kein Problem, da braucht man


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sich keinen Fuß dabei zu brechen –, dass wir unsere Tagesordnung entsprechend den Möglichkeiten der Geschäftsordnung kurzfristig ändern. Das wird doch, bitte, drinnen sein.

Weil mein Vorredner soeben zwei Firmennamen erwähnt hat: zum Flughafen Wien. – Wer sind denn die Haupteigentümer vom Flughafen Wien? – Das sind das Bundesland Wien und das Bundesland Niederösterreich. Wer hätte also wiederum den Nachteil? – Wiederum die öffentliche Hand.

Wer hat die AUA eventuell ausgesaugt mit so hohen Gebühren? – Wiederum die öf­fentliche Hand; die öffentliche Hand, die einem Unternehmen, das der öffentlichen Hand maßgebend gehört, einfach den finanziellen Boden unter den Füßen wegzieht.

Weiters haben wir gehört, die OMV wird Einbußen haben, weniger Treibstoff verkau­fen. – Wem gehört denn die OMV? Zu 30 Prozent der ÖIAG und der Rest verschiede­nen, zum Teil auch in öffentlicher Hand befindlichen Eigentümern, Aktionären. Wieder­um: Die eigene Firma, das eigene Unternehmen entzieht dem eigenen Unternehmen finanzielle und wirtschaftliche Möglichkeiten. Jahrelang hätte man schon günstigere, wesentlich günstigere Treibstoffpreise ausverhandeln können. Was hat man ge­macht? – Einfach laufen lassen, nur damit die politische Kultur in Österreich – Schwarz und Rot bestimmen das Wirtschaftsgeschehen der Verstaatlichten Industrie – weiterge­führt werden kann. Das ist die Hauptproblematik, an der wir und unsere Wirtschaft ins­besondere im öffentlichen Bereich leiden.

Daher: Ziehen Sie diesen Tagesordnungspunkt vor! (Beifall bei der FPÖ.)

12.15


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt als Nächster Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte.

 


12.15.53

Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine Damen und Herren! Es ist eine seltsame Situation: Dieses ganze Desaster, vor dem wir hier im Nationalrat stehen, dass wir wie­der 500 Millionen € an Nachschuss genehmigen sollen, stammt ja aus einem schwarz-blauen Management. Das waren Prinzhorn-Erfindungen; Michaelis, und Ötsch ist dann eher von der ÖVP unterstützt und gefördert worden. Daher verstehe ich die SPÖ nicht. Josef Cap hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die SPÖ als Regierungspartei einige Male geholfen hat, Licht ins Dunkel zu bringen. Er hat sich anders verhalten, als das Regierungsparteien alter großer Koalitionen getan haben.

Jetzt haben wir einen Fall für eine parlamentarische Untersuchung – und wir müssen zuerst untersuchen, ehe wir sagen können, ob diese 500 Millionen € überhaupt in die­ser Form vertretbar sind –, und die SPÖ signalisiert: Nichts untersuchen, nichts nach­schauen und möglichst in der Nacht diskutieren!?

Jetzt haben das Finanzministerium und der Finanzminister meines Wissens einen schon ganz guten Überblick über die zahlreichen Leichen in den AUA-Kellern, die dem Parlament bis heute nicht bekannt sind. Ich habe gestern von Mitarbeitern der AUA be­reits Hinweise auf einige der Hauptleichen erhalten. Da gibt es noch einiges zu unter­suchen, die Keller der AUA dürften gut gefüllt sein. Mich würde interessieren: Wie ist es der ÖVP gelungen, die von der AUA-Geschichte an und für sich unbelastete dama­lige Oppositionspartei SPÖ jetzt mit in die politische Haftung zu nehmen? Wissen Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, überhaupt, in welche politische Haftung Sie jetzt mitgenommen werden? Wissen Sie, was das möglicherweise bedeuten kann, wenn nächste oder übernächste Woche herauskommt, was wirklich in den AUA-Kellern


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zu finden ist? Wissen Sie, was das dann möglicherweise auch für Ihre politische Ver­antwortung bedeutet?

Jetzt könnten Sie noch als Nichtbeteiligte an der damaligen Misswirtschaft sagen: Okay, das Parlament soll sich das ordentlich anschauen. Alle Unterlagen, die der Fi­nanzminister hat, sollten selbstverständlich zuerst dem Nationalrat und seinen Aus­schüssen zur Prüfung übergeben werden, damit wir sagen können, ob es überhaupt verantwortbar ist, 500 Millionen an Steuergeldern nachzuschießen.

Noch einmal: Warum übernehmen Sie diese Verantwortung, ohne reinzuschauen, ohne nachzuschauen? Warum signalisieren Sie der ÖVP, die eine Partei der Leichen in fast allen Betriebskellern ist (Abg. Hörl: Jetzt reicht es aber!), warum signalisieren Sie der Österreichischen Volkspartei blindes Vertrauen? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist eine skandalöse Frechheit!)

Kollege Cap, ist dir klar, welches Risiko du da deiner eigenen Fraktion, deiner eigenen Partei aufbürdest? Deswegen ist es nicht nur im Interesse des Parlaments, natürlich im Interesse der Steuerzahlerinnen und der Steuerzahler, sondern dieses Mal auch im wohlbegründeten Interesse der SPÖ, genau zu untersuchen, was hier passiert ist.

Ich sage Ihnen eines: Herr Ötsch hat nicht nur wegen seiner katastrophalen Fehlspe­kulationen gehen müssen.

Es gibt auf der ganzen Welt einen einzigen Fluglinienmanager, der es verabsäumt hat, seine Fluglinie mit geeigneten Finanzprodukten gegen die absehbare Explosion der Treibstoffkosten zu versichern. Das ist ein unbeschreiblicher Managementfehler, angesichts dessen überall sonst über eine fristlose Entlassung nachgedacht würde.

Okay, Sie haben sich auf ein Flaschenpfand von 1,1 Millionen € geeinigt. Das ist eine außerordentliche Leistung, aber das war nicht der einzige Grund. Fragen Sie einmal den Finanzminister, was wirklich in der AUA passiert ist! Fragen Sie den Finanz­minister, was er wirklich weiß, und wenn es Ihnen der Finanzminister nicht sagt, dann garantiere ich Ihnen Folgendes: In diesem Haus werden wir bereits in den nächsten Wochen über diese „AUA-Keller“ diskutieren, und auch über die wirklichen Verhältnis­se, die in der AUA geherrscht haben, und über die Gründe, warum zwei Finanzminis­ter trotz Informationen weggeschaut haben. (Abg. Hornek: Lesen Sie den Rechnungs­hofbericht!)

Die Causa AUA kommt, auch wenn Sie sie heute in die Nacht verschieben, bei Tages­licht in dieses Haus zurück. – Das garantieren wir Ihnen! (Beifall bei den Grünen.)

12.21


12.21.20Präsident Fritz Neugebauer: Die Debatte ist geschlossen.

Wir kommen zur Abstimmung.

Es liegen zwei Anträge mit jeweils unterschiedlicher Zielsetzung vor.

Wir kommen zunächst zur Abstimmung über die Einwendungen betreffend die Vorrei­hung des Tagesordnungspunktes 12.

Wer dem zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. (Heiterkeit und demonstrativer Beifall beim BZÖ für Abg. Mag. Gaßner, der sich versehentlich erhoben hatte.) – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.

Wir kommen nunmehr zur Abstimmung über die Einwendungen betreffend die Tages­ordnungspunkte 12 bis 22; das sind die Vorlagen des Finanzausschusses.

Wer dafür ist, den bitte ich um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit und somit abgelehnt.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll14. Sitzung / Seite 71

12.22.10Ankündigung eines Dringlichen Antrages

 


Präsident Fritz Neugebauer: Die Abgeordneten Dr. Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen haben vor Eingang in die Tagesordnung das Verlangen gestellt, den zum gleichen Zeitpunkt eingebrachten Selbständigen Antrag 463/A(E) der Abgeordneten Dr. Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die budgetäre Zersetzung des österreichischen Bundesheeres dringlich zu behandeln.

Gemäß der Geschäftsordnung wird dieser Antrag um 15 Uhr behandelt werden.

Verlangen auf Durchführung einer kurzen Debatte über die Anfragebeantwortung 393/AB

 


Präsident Fritz Neugebauer: Weiters teile ich vor Eingang in die Tagesordnung mit, dass das gemäß § 92 der Geschäftsordnung gestellte Verlangen vorliegt, eine kurze Debatte über die Beantwortung 393/AB der Anfrage 358/J der Abgeordneten Petzner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erstaufnahmezentrum Süd durch die Frau Bun­desministerin für Inneres abzuhalten.

Da für die heutige Sitzung die Behandlung eines Dringlichen Antrages verlangt wurde, wird die kurze Debatte im Anschluss an diese stattfinden.

Ankündigung eines Antrages auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses

 


Präsident Fritz Neugebauer: Weiters teile ich mit, dass die Abgeordneten Öllinger, Kolleginnen und Kollegen gemäß § 33 Abs. 1 der Geschäftsordnung beantragt haben, einen Untersuchungsausschuss betreffend Betrug mit Arbeitslosengeldern bei der Bun­desbuchhaltungsagentur einzusetzen.

Es liegt das von fünf Abgeordneten geschäftsordnungsgemäß gestellte Verlangen vor, eine Debatte über diesen Antrag durchzuführen. Debatte und Abstimmung finden nach Erledigung der Tagesordnung statt.

12.23.09Einlauf und Zuweisungen

 


Präsident Fritz Neugebauer: Hinsichtlich der eingelangten Verhandlungsgegenstände und deren Zuweisung verweise ich gemäß § 23 Abs. 4 der Geschäftsordnung auf die im Sitzungssaal verteilte Mitteilung.

Die schriftliche Mitteilung hat folgenden Wortlaut:

A. Eingelangte Verhandlungsgegenstände:

1. Schriftliche Anfragen: 908/J bis 1070/J;

Schriftliche Anfrage an die Präsidentin des Nationalrates: 2/JPR;

2. Anfragebeantwortungen: 521/AB bis 543/AB;

Ergänzung zur Anfragebeantwortung: Zu 149/AB;

3. Initiativanträge: Zurückziehung: 302/A(E);

4. Regierungsvorlagen:

Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über das Verbot von Streumunition geän­dert wird (75 d.B.),

Bundesgesetz, mit dem das Asylgesetz 2005, das Fremdenpolizeigesetz 2005 und das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz geändert werden (88 d.B.),


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Zivilverfahrens-Novelle 2009 – ZVN 2009 (89 d.B.),

Bundesgesetz, mit dem das Kraftfahrgesetz 1967 geändert wird (30. KFG-Novelle) (90 d.B.),

Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988 geändert wird – Konjunk­turbelebungsgesetz 2009 (91 d.B.),

Ökoprämiengesetz (92 d.B.);

5. Ergänzung oder Änderung von Regierungsvorlagen oder Berichten:

Berichtigungsseite zum Bericht des Rechnungshofes gemäß Art. 1 § 8 Bezügebegren­zungsgesetz für die Jahre 2006 und 2007 (Zu III-13 d.B.).

B. Zuweisungen:

1. Zuweisungen seit der letzten Sitzung gemäß §§ 32a Abs. 4, 80 Abs. 1, 100 Abs. 4, 100b Abs. 1 und 100c Abs. 1:

Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen:

Petition Nr. 13 betreffend „Erhaltung des Landbriefträger von Kleinsölk“, überreicht von der Abgeordneten Elisabeth Hakel,

Petition Nr. 14 betreffend „Veröffentlichung vorgesehener strategischer Umgebungs­lärmkarten und darauf basierender Aktionspläne gemäß der Bundes-Umgebungslärm­schutzverordnung in Bezug auf die Stadtgemeinde Schwechat“, überreicht vom Abge­ordneten Hannes Fazekas,

Petition Nr. 15 betreffend „Österreich als gentechnikfreie Modellregion“, überreicht vom Abgeordneten Gerhard Huber;

Zuweisungen auf Ersuchen des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiati­ven an andere Ausschüsse:

Justizausschuss:

Petition Nr. 1 betreffend „Verjährungsverbot für Sexualstraftaten“, überreicht vom Ab­geordneten August Wöginger;

2. Zuweisungen in dieser Sitzung:

a) zur Vorberatung:

Ausschuss für Arbeit und Soziales:

Antrag 439/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen be­treffend Verhinderung des Unterlaufens und Sicherung der vollen Inanspruchnahme der Übergangsfristen für den Arbeitsmarkt,

Antrag 441/A(E) der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen be­treffend die fehlerhafte Anrechnung angeblicher PartnerInneneinkommen in der Not­standshilfe,

Antrag 442/A(E) der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen betref­fend Aufhebung des „Bartenstein-Erlasses“ punkto Beschäftigungsverbot für Asylwer­berInnen,

Antrag 445/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungs-Fonds,

Antrag 450/A der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betref­fend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz vom 11. Dezember 1969 über die


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Einstellung und Beschäftigung Behinderter (Behinderteneinstellungsgesetz – BEinstG), BGBl. Nr. 22/1970, geändert wird;

Außenpolitischer Ausschuss:

Übereinkommen über Streumunition (77 d.B.);

Finanzausschuss:

Bundesgesetz, mit dem das Wertpapieraufsichtsgesetz 2007 und das Bankwesenge­setz geändert werden (48 d.B.),

Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988 geändert wird – Steuerre­formgesetz 2009 (StRefG 2009) (54 d.B.),

Antrag 444/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Einrichtung eines Solidaritätsfonds für die Opfer der Wirtschaftskrise,

Antrag 447/A(E) der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend Ankurbelung der Binnennachfrage,

Antrag 448/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen be­treffend Schadenersatzforderungen gegen das Duo Ötsch/Michaelis,

Antrag 449/A(E) der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend Reform des Bankenrettungspakets;

Justizausschuss:

Antrag 446/A(E) der Abgeordneten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Trennungsopfer – gemeinsame Obsorge beider Elternteile;

Kulturausschuss:

Antrag 440/A(E) der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kol­legen betreffend Weiterbestehen des Radiosymphonieorchesters (RSO);

Landesverteidigungsausschuss:

Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über den vorübergehenden Aufenthalt von Angehörigen des österreichischen Bundesheeres und Angehörigen der deutschen Bundeswehr auf dem Gebiet des jeweils anderen Staats (österreichisch-deutsches Streitkräfteaufent­haltsabkommen) (76 d.B.);

Ausschuss für Menschenrechte:

Antrag 457/A(E) der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verbesserung der Haftbedingungen in den in der Volksrepublik China Laogai (Umer­ziehungslager, wörtl. Umerziehung durch Arbeit) genannten Gefangenenlager;

Rechnungshofausschuss:

Bericht des Rechnungshofes, Reihe Bund 2009/3 (III-30 d.B.);

Verfassungsausschuss:

Gesetzesantrag des Bundesrates vom 9. Februar 2009 betreffend ein Bundesverfas­sungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird (53 d.B.),

Antrag 451/A(E) der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung des E-Voting bei der nächsten Hochschülerschaftswahl,

Antrag 453/A(E) der Abgeordneten Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen betreffend Rundfunkgebühren-Reformpaket,


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Antrag 454/A(E) der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schaffung der rechtlichen Grundlagen für eine Muttersprachenerhebung besonderer Art,

Antrag 455/A der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz geändert wird,

Antrag 456/A(E) der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beseitigung von Doppelgleisigkeiten bei der Kontrolle der österreichischen Finanzge­barung mittels Integration der Kompetenzen der Landesrechnungshöfe in den Rech­nungshof,

Antrag 458/A der Abgeordneten Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen betref­fend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird,

Antrag 459/A der Abgeordneten Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen be­treffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geän­dert wird,

Antrag 460/A der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz und das Rechnungshofgesetz geändert werden,

Antrag 461/A der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz und das Rechnungshofgesetz geändert werden,

Antrag 462/A(E) der Abgeordneten Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen betreffend Restaurierung und Erhaltung jüdischer Friedhöfe in Österreich;

Ausschuss für Wirtschaft und Industrie:

Antrag 443/A(E) der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen be­treffend verstärkte Nutzung von Biogas in Gasnetzen;

Wissenschaftsausschuss:

Antrag 452/A(E) der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung des E-Voting bei der nächsten Hochschülerschaftswahl;

b) zur Enderledigung im Sinne des § 28b GOG (vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung des Ausschusses):

Außenpolitischer Ausschuss:

Bericht des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten zum EU-Arbeitsprogramm 2009 auf der Grundlage des Achtzehnmonatsprogramms des französischen, des tschechischen und des schwedischen Ratsvorsitzes sowie des Le­gislativ- und Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission für das Jahr 2009 (III-41 d.B.);

Gleichbehandlungsausschuss:

7. Gleichbehandlungsbericht des Bundes 2008, vorgelegt von der Bundesregierung (III-35 d.B.),

Gemeinsamer Bericht über die Vollziehung des Gleichbehandlungsgesetzes gemäß § 24 GBK/GAW-Gesetz für die Jahre 2006 und 2007, vorgelegt von der Bundesminis­terin für Frauen und öffentlichen Dienst und vom Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (III-36 d.B.);


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Ausschuss für innere Angelegenheiten:

Bericht der Bundesregierung über die innere Sicherheit in Österreich (Sicherheitsbe­richt 2007) (III-34 d.B.);

Justizausschuss:

Bericht der Bundesministerin für Justiz betreffend den Gesamtbericht über den Einsatz besonderer Ermittlungsmaßnahmen im Jahr 2007 (III-39 d.B.);

Kulturausschuss:

Restitutionsbericht 2007, vorgelegt von der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur (III-37 d.B.);

Ausschuss für Wirtschaft und Industrie:

Bericht des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend zum EU-Arbeitspro­gramm 2009 (III-40 d.B.).

*****

Behandlung der Tagesordnung

 


Präsident Fritz Neugebauer: Es ist vorgeschlagen, die Debatte über die Punkte 1 und 2, 3 und 4, 6 und 7, 10 und 11, 12 und 13, 14 bis 16, 17 bis 22 sowie 25 bis 27 der Tagesordnung jeweils zusammenzufassen.

Werden dagegen Einwendungen erhoben? – Das ist nicht der Fall.

Wir gehen in die Tagesordnung ein.

Redezeitbeschränkung

 


Präsident Fritz Neugebauer: In der Präsidialkonferenz wurde folgender Konsens er­zielt: Es wurde eine Tagesblockzeit von 9 „Wiener Stunden“ vorgeschlagen, wodurch sich folgende Redezeiten ergeben: SPÖ und ÖVP je 122 Minuten, Freiheitliche 108 Mi­nuten sowie BZÖ und Grüne je 95 Minuten.

Wir kommen sogleich zur Abstimmung.

Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Vorschlag zustimmen, um ein entspre­chendes Zeichen. – Das ist mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit angenommen.

12.24.241. Punkt

Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Antrag 424/A der Abgeordneten Renate Csörgits, Barbara Riener, Kolleginnen und Kollegen be­treffend ein Bundesgesetz, mit dem das Arbeitsmarktservicegesetz, das Ar­beitsmarktförderungsgesetz, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, das Betriebliche Mitarbeiter- und Selb­ständigenvorsorgegesetz, das Landarbeitsgesetz 1984 und das Beschäftigungs­förderungsgesetz geändert werden (Beschäftigungsförderungsgesetz 2009) und über den

Antrag 59/A(E) der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen be­treffend rasche Umsetzung eines Beschäftigungsprogrammes (57 d.B.)


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2. Punkt

Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales über den Antrag 97/A der Ab­geordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundes­gesetz, mit dem das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz (AMPFG), BGBl. Nr. 315/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 84/2008, geän­dert wird (58 d.B.)

 


Präsident Fritz Neugebauer: Wir gelangen nun zu den Punkten 1 und 2 der Tages­ordnung, über welche die Debatte unter einem durchgeführt wird.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Wir gehen daher sogleich in die Debatte ein.

Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kickl. 5 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


12.25.08

Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminis­ter! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon richtig, dass es hier in die­sem Hohen Haus viele wichtige Dinge zu debattieren gibt, die es eigentlich alle ver­dient hätten, auf der Tagesordnung ganz vorne zu stehen. Die Tatsache, dass es viel Wichtiges zu diskutieren gibt, lässt jedoch – wenn man sich die Arbeit der Regierungs­parteien, insbesondere auch jene im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, anschaut – nicht den Schluss zu, dass alle Dinge, die wichtig sind, auch entsprechend wichtig genom­men werden.

Meine Damen und Herren, es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass wir uns in Öster­reich derzeit der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise, die dieses Land, die diese Republik je erlebt hat, gegenüber sehen. Im Gegensatz zu dem, was die Bundesregie­rung im Zuge der Schönrederei und der Verniedlichungsstrategie, die sie wie in vielen anderen Bereichen auch hier einschlägt, behauptet, ist ein Ende der Talfahrt noch lange nicht in Sicht.

Und leider ist es ebenfalls eine unbestreitbare Tatsache, dass diese Bundesregierung mit ihrer – und das muss man unter Anführungszeichen setzen – „Strategie“ des zuerst einmal Verharmlosens und dann in homöopathischen Dosen dagegen Antretens einen ganz großen Beitrag dazu geleistet hat, dass diese Krise die Menschen in Österreich in der Härte trifft, in der sie getroffen werden, meine Damen und Herren!

Für Sie von SPÖ und ÖVP ist es vielleicht ein Glück, dass Sie Ihr eigenes Versagen, Ihre eigene Untätigkeit, Ihr eigenes Zuschauen in den wirtschaftlich goldenen Zeiten, die noch gar nicht so lange her sind, Ihre konsequente Nichtaktivität, die mich manch­mal an ein Modellprojekt „Pension am Arbeitsplatz“ erinnert, dass Sie all das jetzt der Weltwirtschaftskrise in die Schuhe schieben können. – Für die Österreicher ist genau diese Sachlage jedoch das Pech. Die haben nämlich das Problem, dass zu den Din­gen, die wir aus Amerika importiert haben, für die wir alle nichts können, die wir geerbt haben, durch diese Unfähigkeit, durch diese Halbherzigkeit und durch diese Blauäugig­keit der Bundesregierung eine entsprechende Verschärfung dazukommt.

Meine Damen und Herren, ich darf Sie daran erinnern, dass – es ist noch nicht allzu lange her – hier hinter dem Rednerpult auf der Regierungsbank ein Arbeitsminister ge­sessen ist, der alle unsere freiheitlichen Warnungen – die Dinge waren ja schon seit einiger Zeit abzusehen – in den Wind geschlagen hat und gesagt hat: Diejenigen, die warnen und die sagen, es müssen beizeiten entsprechende Entlastungsmaßnahmen getroffen werden, malen den Teufel an die Wand! – Heute ist das Gespenst der Ar­beitslosigkeit jedoch da.


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Da sind natürlich Instrumente gefragt und gefordert, mit denen wir alle gemeinsam da­zu beitragen sollen, in dieser schwierigen Situation ein höchstmögliches Maß an Be­schäftigung aufrechtzuerhalten. Ich denke, wir alle hier in diesem Hohen Haus sind uns in dem einen Punkt einig, dass das Teuerste und das Negativste für die Menschen die Arbeitslosigkeit ist.

Deshalb stimmen wir als FPÖ den jetzt vorgeschlagenen Flexibilisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Instrument der Kurzarbeit zu. Ja, es muss für die Betriebe die Möglichkeit geben, diese Kurzarbeit länger in Anspruch zu nehmen, als das bisher der Fall ist! Wir stimmen Ihnen auch in der Intention zu, wenn es darum geht, dass die Phasen der geringen Beschäftigungsmöglichkeit auch dazu genutzt werden sollen, dass man sich sozusagen auf den Erwerb von arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen konzentriert. Ich bin nur einigermaßen skeptisch, dass ausgerechnet das AMS die In­stitution sein soll, der man das auch zutraut, nach all dem, was sich dort abspielt. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie bitte?!)

Meine Damen und Herren! Wir stimmen Ihnen auch dahingehend zu, dass das Instru­ment der Arbeitsstiftung erweitert werden muss. Es muss uns aber allen klar sein, dass das, was da passiert, die Bekämpfung der Wirkung ist und kein Ansetzen bei einer Ursache, wie es eigentlich notwendig wäre.

Das wäre es gut gewesen, wenn Sie in der Vergangenheit das eine oder andere Mal auf die Vorschläge der FPÖ gehört hätten, statt vom hohen Ross herunter die Welt schönzureden.

Meine Damen und Herren, es ist eine Tatsache, dass es das Instrument der Kurzarbeit gibt, und wir wollen es gemeinsam verbessern. – Da sind wir alle einer Meinung. Das alles entbindet Sie aber nicht etwa von der Verantwortung in anderen Bereichen, wo Sie wegschauen, wo aber das reinste Chaos herrscht.

Ich bringe Ihnen hier ein Beispiel aus dem Bereich der Post; da gibt es die sogenann­ten KEZ. Was da so hochtrabend unter der Bezeichnung KEZ daherkommt, das heißt „Karriere- und Entwicklungszentrum“, und das ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Mischung aus Guantanamo und „Legebatterie“ für Menschen, von Postmanagern, de­nen Sie von SPÖ und ÖVP für ihre Schließungspläne und für ihren Stellenabbau auch noch das Verdienstzeichen der Republik um den Hals hängen. Das ist eine „Endlager­stätte“ für Menschen, aber nichts, was zu einer gedeihlichen Entwicklung von Perso­nen beiträgt. (Beifall bei der FPÖ.)

Da herrschen Zustände, das ist absolut unglaublich! Da werden Menschen aus dem Zustelldienst der Post abgezogen, zugestellt wird natürlich weiter, aber das machen dann andere – das wird sozusagen ausgelagert –, und die ehemaligen Zusteller landen dann in diesen KEZ. Dort müssen sie dann von 8 bis 16 Uhr herumsitzen, ohne auch nur irgendeinen Auftrag zu haben. Zweimal in der Woche dürfen sie dann 15 Minuten irgendwo hinspazieren. Im Grunde genommen dürfen sie über all das gar nicht spre­chen, denn es wird ihnen der Mund mit Knebelverträgen gestopft. Das sind die Zu­stände, die in diesen KEZ herrschen!

Das Ziel dieser KEZ, meine Damen und Herren, ist nicht, diesen Menschen neue Be­schäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen, sondern das einzige Ziel dieser ganzen Aktion ist nichts anderes, als dass man die Menschen in eine derartige Frustration treibt, dass sie von selber das Handtuch werfen und aus dem Postdienst ausscheiden.

Meine Damen und Herren! Das, was Sie da als Instrument der Arbeitsmarktpolitik mit einsetzen, ist in Wirklichkeit eine Schande für die Arbeitsmarktpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)


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Das ist übrigens genauso eine Schande wie Ihre Ablehnung des Solidaritätsfonds, den wir vorgeschlagen haben, wo es einfach darum geht, dass Menschen wie Sie und ich, denen es allen ein bisschen besser geht, in einen Topf einzahlen, aus dem besondere Härtefälle unterstützt werden sollen, die zum Beispiel auch mit Kurzarbeitsmaßnahmen nicht gerettet werden können.

Wir haben das vorgeschlagen  SPÖ und ÖVP waren aber dagegen! Auch das zeigt, wie weit es bei Ihnen eigentlich wirklich mit Ethik und Moral her ist: Sie reden zwar ganz gerne davon, wenn es um den Bereich der Wirtschaft geht, aber Sie sollten dort ganz leise sein, wo es um den Bereich der eigenen Anwendung geht. (Beifall bei der FPÖ. Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)

Meine Damen und Herren! Unsere Unterstützung im Bereich der neuen Kurzarbeits­regelung werden Sie haben, aber wir verbinden mit dieser Unterstützung zugleich die eindringliche Mahnung an Sie, umzudenken und Ihre Strategie des permanenten Hin­terherlaufens hinter der Krise und Ihre Strategie des zögerlichen Herumexperimentie­rens durch einen großen Wurf zu ersetzen – einen großen Entlastungswurf, wie wir ihn schon lange gefordert haben. Wären Sie unseren Vorschlägen gefolgt, hätte das den Menschen in Österreich vieles erspart. (Beifall bei der FPÖ.)

12.32


Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Kollege Riepl. 3 Mi­nuten Redezeit. – Bitte.

 


12.32.26

Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Die wirtschaftliche Lage erfordert Handlungen der Politik. – Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Die neue Kurzarbeitsregelung ist also unserer Auffassung nach der richtige Schritt zur richtigen Zeit. Er vergrößert, wie wir alle wissen, den Gestaltungsspielraum für die Betriebe ernorm.

Die Durchrechnungszeiträume sind verlängert worden, Kurzarbeit wird künftig bis 18 Monate möglich sein, und es gibt noch ein weiteres wichtiges Element dabei: Die neue Regelung bietet den Betrieben erstmals auch eine attraktive Kombination mit Qualifizierungsmöglichkeiten, die natürlich auch den Arbeitnehmern zugute kommen.

Der Notwendigkeit von raschen Lösungen wird also heute Rechnung getragen. Ich bin neugierig, ob die grüne Fraktion, die im Ausschuss dagegen war, ihre Haltung jetzt geändert hat. Wir werden sehen, wie sich die Redner artikulieren werden.

Sehr geehrte Damen und Herren! Kurzarbeit verhindert Arbeitslosigkeit, bedeutet aber auch immer Einkommensverlust. Wenn die Gewerkschaft insbesonde