
Stenographisches Protokoll

19. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich
XXIV. Gesetzgebungsperiode
Dienstag, 21. April 2009
19. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich
XXIV. Gesetzgebungsperiode Dienstag, 21. April 2009
Dauer der Sitzung
Dienstag, 21. April 2009: 9.04 – 23.35 Uhr
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Tagesordnung
1. Punkt: Erklärung des Bundesministers für Finanzen zu den Regierungsvorlagen betreffend die Bundesfinanzgesetze für die Jahre 2009 und 2010 samt Anlagen
2. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird
3. Punkt: Bericht über den Kulturbericht 2007 der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur
4. Punkt: Bericht über den Bericht der Bundesregierung über die innere Sicherheit in Österreich (Sicherheitsbericht 2007)
5. Punkt: Bericht betreffend den Bericht des Rechnungshofes, Reihe Bund 2009/1; Band 2 – WIEDERVORLAGE
6. Punkt: Bericht über den Antrag 516/A der Abgeordneten Mag. Heribert Donnerbauer, Dr. Johannes Jarolim, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird
7. Punkt: Bericht über den Antrag 157/A(E) der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anerkennung von Religionsgemeinschaften
8. Punkt: Bericht über den Antrag 529/A der Abgeordneten Hermann Krist, Peter Haubner, Dieter Brosz, Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Sportförderungsgesetz 2005 – BSFG, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 29/2007, geändert wird
9. Punkt: Bericht über den Antrag 528/A(E) der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umsetzung der im „Weißbuch Sport“ (EK) formulierten Ziele
10. Punkt: Bericht über den Antrag 483/A(E) der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen betreffend Straffreiheit für Angehörige im Falle von unrechtmäßigem Aufenthalt
11. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Gaswirtschaftsgesetz geändert wird
12. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz über die berufsmäßige Ausübung der Sozialarbeit (428/A)
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Inhalt
Personalien
Verhinderungen .............................................................................................................. 33
Ordungsrufe ........................................................................................................ 137, 153
Geschäftsbehandlung
Antrag gemäß § 69 Abs. 3 der Geschäftsordnung, die Regierungsvorlagen betreffend die Bundesfinanzgesetze für die Jahre 2009 und 2010 samt Anlagen in erste Lesung zu nehmen – Annahme 36, 36
Redezeitbeschränkung nach Beratung in der Präsidialkonferenz gemäß § 57 Abs. 3 Z. 2 der Geschäftsordnung .......................................................................................................... 37
Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung betreffend freies Rederecht der Abgeordneten:
Herbert Scheibner ...................................................................................................... 101
Dr. Eva Glawischnig-Piesczek .................................................................................. 101
Mitteilungen des Präsidenten Fritz Neugebauer in diesem Zusammenhang 101, 101, 103
Wortmeldung des Abgeordneten Karl Öllinger betreffend die auf dem Sitzplatz des Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf aufgestellte Tafel .................................................................................. 137
Verlangen auf Durchführung einer namentlichen Abstimmung .................................. 237
Unterbrechung der Sitzung ........................................................................................ 237
Ausschüsse
Zuweisungen ......................................................................................................... 34, 290
Auslieferungsbegehren
gegen den Abgeordneten Stefan Petzner ..................................................................... 34
Dringlicher Antrag
der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Solidarität statt Klassenkampf“ (587/A)(E) ............................................................................................ 140
Begründung: Heinz-Christian Strache ....................................................................... 142
Bundeskanzler Werner Faymann ............................................................................. 148
Debatte:
Bernhard Themessl ................................................................................................... 152
Kai Jan Krainer ........................................................................................................... 153
Dr. Martin Bartenstein ............................................................................................ ... 155
Ing. Robert Lugar .................................................................................................... ... 157
Dr. Peter Pilz ............................................................................................................ ... 160
Lutz Weinzinger ...................................................................................................... ... 162
Mag. Johann Maier (tatsächliche Berichtigung) ........................................................ 163
Dr. Christoph Matznetter ....................................................................................... ... 164
Dkfm. Dr. Günter Stummvoll ................................................................................ ... 166
Stefan Petzner ......................................................................................................... ... 167
Dr. Alexander Van der Bellen ................................................................................ ... 169
Wolfgang Zanger .................................................................................................... ... 171
Heidrun Silhavy ....................................................................................................... ... 174
Gabriele Tamandl ................................................................................................... ... 177
Maximilian Linder ................................................................................................... ... 178
DDr. Werner Königshofer ...................................................................................... ... 179
Dr. Günther Kräuter ............................................................................................... ... 181
Fritz Grillitsch .......................................................................................................... ... 182
Sigisbert Dolinschek .............................................................................................. ... 183
Alois Gradauer ........................................................................................................ ... 184
Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ... 187
Entschließungsantrag der Abgeordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Reduzierung der Politikerbezüge sowie der Bezüge der leitenden Beamten um 4 Prozent – Ablehnung 173, 189
Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Josef Cap, Karlheinz Kopf, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Strukturelle Steuerreform“ – Annahme (E 24) .................................. 176, 189
Entschließungsantrag der Abgeordneten Alois Gradauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Ankurbelung der Binnennachfrage – Ablehnung ...................................................................... 185, 189
Ablehnung des Selbständigen Entschließungsantrages 587/A(E) .............................. 189
Verhandlungen
1. Punkt: Erklärung des Bundesministers für Finanzen zu den Regierungsvorlagen betreffend die Bundesfinanzgesetze für die Jahre 2009 und 2010 samt Anlagen – Beschluss auf erste Lesung 37, 36
2. Punkt: Bericht des Unterrichtsausschusses über die Regierungsvorlage (105 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird (169 d.B.) ....................................... 54
Redner/Rednerinnen:
Elmar Mayer .................................................................................................................. 54
Werner Amon, MBA ............................................................................................... ..... 57
Dr. Walter Rosenkranz ........................................................................................... ..... 61
Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ..... 65
Dr. Harald Walser .................................................................................................... ..... 68
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied .............................................................. ..... 71
Mag. Andrea Kuntzl ................................................................................................ ..... 72
Mag. Dr. Beatrix Karl .............................................................................................. ..... 74
Mag. Dr. Martin Graf ............................................................................................... ..... 75
Ursula Haubner ....................................................................................................... ..... 77
Dr. Eva Glawischnig-Piesczek .............................................................................. ..... 78
Bundesminister Dr. Johannes Hahn .................................................................... ..... 80
Mag. Christine Muttonen ....................................................................................... ..... 83
Anna Franz .............................................................................................................. ..... 84
Harald Vilimsky ....................................................................................................... ..... 85
Dr. Martin Strutz ..................................................................................................... ..... 86
Dieter Brosz ............................................................................................................. ..... 87
Sonja Ablinger ........................................................................................................ ..... 89
Mag. Josef Lettenbichler ....................................................................................... ..... 90
Anneliese Kitzmüller .............................................................................................. ..... 92
Martina Schenk ....................................................................................................... ..... 93
Mag. Daniela Musiol ............................................................................................... ..... 94
Franz Riepl ............................................................................................................... ..... 95
Silvia Fuhrmann ...................................................................................................... ..... 96
Ing. Christian Höbart .............................................................................................. ..... 97
Stefan Markowitz .................................................................................................... ..... 98
Tanja Windbüchler-Souschill ................................................................................ ... 100
Herbert Scheibner ...................................................................................................... 101
Karl Öllinger ................................................................................................................ 103
Entschließungsantrag der Abgeordneten Elmar Mayer, Werner Amon, MBA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Ausarbeitung eines objektiven, transparenten und mit dem bestehenden Regelschulwesen vergleichbaren Evaluationskonzepts zu den Modellversuchen – Annahme (E 23) 60, 104
Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stopp für Modellversuch „Neue Mittelschule“ – Ablehnung ................................... 64, 104
Entschließungsantrag der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend zwei Stunden mehr für die Zukunft unserer österreichischen Schülerinnen und Schüler – Ablehnung 99, 105
Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 104
3. Punkt: Bericht des Kulturausschusses über den Kulturbericht 2007 (III-28 d.B.) der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur (177 d.B.) ........................................................................ 105
Redner/Rednerinnen:
Mag. Heidemarie Unterreiner ................................................................................ ... 105
Mag. Christine Muttonen ....................................................................................... ... 108
Werner Neubauer .................................................................................................... ... 109
Silvia Fuhrmann ...................................................................................................... ... 111
Dr. Gerhard Kurzmann .......................................................................................... ... 112
Stefan Petzner ......................................................................................................... ... 115
Mag. Dr. Wolfgang Zinggl ...................................................................................... ... 116
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied .............................................................. ... 118
Sonja Ablinger ........................................................................................................ ... 119
Mag. Katharina Cortolezis-Schlager .................................................................... ... 120
Dr. Martin Strutz ..................................................................................................... ... 121
Tanja Windbüchler-Souschill ................................................................................ ... 123
Ewald Sacher .......................................................................................................... ... 125
Mag. Gertrude Aubauer ......................................................................................... ... 126
Ulrike Königsberger-Ludwig ................................................................................. ... 127
Hermann Krist ......................................................................................................... ... 128
Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Kulturauftrag des ORF – Ablehnung .................................................. 107, 128
Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erhalt des Volkskundemuseums in Wien – Ablehnung ..................... 110, 129
Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Synergien zwischen den Bereichen Unterricht sowie Kunst und Kultur im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur – Ablehnung ........................................................... 114, 129
Entschließungsantrag der Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bibliotheksgesetz in Österreich – Ablehnung .............................. 124, 129
Kenntnisnahme des Berichtes III-28 d.B. ..................................................................... 128
4. Punkt: Bericht des Ausschusses für innere Angelegenheiten über den Bericht (III-34 d.B.) der Bundesregierung über die innere Sicherheit in Österreich (Sicherheitsbericht 2007) (171 d.B.) 129
Redner/Rednerinnen:
Harald Vilimsky ....................................................................................................... ... 129
Günter Kößl ............................................................................................................. ... 131
Ing. Peter Westenthaler .......................................................................................... ... 132
Otto Pendl ................................................................................................................... 135
Dr. Peter Pilz ............................................................................................................... 136
Bundesministerin Mag. Dr. Maria Theresia Fekter ................................................ 138
Erwin Hornek .............................................................................................................. 189
Leopold Mayerhofer ................................................................................................... 190
Hannes Fazekas .......................................................................................................... 192
Gerald Grosz ........................................................................................................... ... 193
Ing. Norbert Kapeller .............................................................................................. ... 195
Mag. Albert Steinhauser ........................................................................................ ... 196
Angela Lueger ......................................................................................................... ... 198
Werner Herbert ....................................................................................................... ... 199
Hermann Gahr ........................................................................................................ ... 200
Christoph Hagen ..................................................................................................... ... 201
Mag. Johann Maier ................................................................................................. ... 203
DDr. Werner Königshofer ...................................................................................... ... 203
Adelheid Irina Fürntrath-Moretti ........................................................................... ... 206
Ulrike Königsberger-Ludwig ................................................................................. ... 207
Nikolaus Prinz ......................................................................................................... ... 208
Rudolf Plessl ........................................................................................................... ... 208
Oswald Klikovits ..................................................................................................... ... 210
Johannes Schmuckenschlager ............................................................................. ... 210
Entschließungsantrag der Abgeordneten DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verbesserung der durch die kriminelle Nordafrikaszene prekär gewordenen Sicherheitssituation in Innsbruck – Ablehnung ............................................................................................................ 205, 211
Kenntnisnahme des Berichtes III-34 d.B. ..................................................................... 211
5. Punkt: Bericht des Rechnungshofausschusses betreffend den Bericht des Rechnungshofes, Reihe Bund 2009/1; Band 2 – WIEDERVORLAGE (III-17/164 d.B.) ...................................... 212
Redner/Rednerinnen:
Mag. Christine Lapp ............................................................................................... ... 212
Hermann Gahr ........................................................................................................ ... 213
Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein .................................................................... ... 214
Gerald Grosz ........................................................................................................... ... 215
Mag. Werner Kogler ............................................................................................... ... 216
Bundesminister Alois Stöger, diplômé ............................................................... ... 218
Mag. Kurt Gaßner ................................................................................................... ... 219
Johann Singer ......................................................................................................... ... 220
Alois Gradauer ........................................................................................................ ... 221
Dr. Wolfgang Spadiut ............................................................................................. ... 224
Karl Öllinger ............................................................................................................ ... 224
Staatssekretärin Christine Marek ......................................................................... ... 226
Mag. Ruth Becher ................................................................................................... ... 227
August Wöginger .................................................................................................... ... 227
Mag. Roman Haider ................................................................................................ ... 228
Ing. Erwin Kaipel ..................................................................................................... ... 229
Gabriel Obernosterer ............................................................................................. ... 230
Dr. Andreas Karlsböck ........................................................................................... ... 231
Christian Faul ............................................................................................................. 232
Rosemarie Schönpass .............................................................................................. 233
Ewald Sacher .............................................................................................................. 233
Mag. Daniela Musiol ................................................................................................... 233
Rechnungshofpräsident Dr. Josef Moser ........................................................... ... 234
Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung des E-Votings bei der nächsten Hochschülerschaftswahl – Ablehnung (namentliche Abstimmung) .............................................................................................................................. 222, 237
Kenntnisnahme des Berichtes III-17 d.B. ..................................................................... 237
6. Punkt: Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 516/A der Abgeordneten Mag. Heribert Donnerbauer, Dr. Johannes Jarolim, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird (165 d.B.) ................................. 239
Redner/Rednerinnen:
Mag. Harald Stefan ................................................................................................. ... 239
Mag. Heribert Donnerbauer ................................................................................... ... 240
Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ... 241
Dr. Peter Wittmann ................................................................................................. ... 242
Mag. Albert Steinhauser ........................................................................................ ... 243
Dr. Johannes Jarolim ................................................................................................ 244
Otto Pendl ................................................................................................................... 245
Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer ................................................................... ... 245
Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 246
7. Punkt: Bericht des Verfassungsausschusses über den Antrag 157/A(E) der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anerkennung von Religionsgemeinschaften (166 d.B.) ............................................................................................................................. 246
Redner/Rednerinnen:
Mag. Harald Stefan ................................................................................................. ... 246
Karl Donabauer ....................................................................................................... ... 248
Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ... 249
Mag. Elisabeth Grossmann ................................................................................... ... 251
Mag. Daniela Musiol ............................................................................................... ... 252
Dr. Peter Sonnberger ............................................................................................. ... 253
Lutz Weinzinger ...................................................................................................... ... 253
Angela Lueger ......................................................................................................... ... 254
Stefan Petzner ......................................................................................................... ... 255
Mag. Ruth Becher ................................................................................................... ... 256
Dr. Harald Walser .................................................................................................... ... 256
Entschließungsantrag der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anerkennung von Religionsgemeinschaften – Ablehnung .................................. 248, 258
Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 166 d.B. beigedruckten Entschließung betreffend Anerkennung von Religionsgemeinschaften (E 25) ..................................................... 257
Gemeinsame Beratung über
8. Punkt: Bericht des Ausschusses für Sportangelegenheiten über den Antrag 529/A der Abgeordneten Hermann Krist, Peter Haubner, Dieter Brosz, Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Sportförderungsgesetz 2005 – BSFG, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 29/2007, geändert wird (173 d.B.) ..................................... 258
9. Punkt: Bericht des Ausschusses für Sportangelegenheiten über den Antrag 528/A(E) der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Umsetzung der im „Weißbuch Sport“ (EK) formulierten Ziele (174 d.B.) ................................................................................. 258
Redner/Rednerinnen:
Hermann Krist ......................................................................................................... ... 258
Peter Haubner ......................................................................................................... ... 259
Dr. Andreas Karlsböck ........................................................................................... ... 260
Kurt List ................................................................................................................... ... 261
Dieter Brosz ............................................................................................................. ... 262
Bundesminister Mag. Norbert Darabos ............................................................... ... 263
Dr. Peter Wittmann ................................................................................................. ... 265
Johann Höfinger ......................................................................................................... 266
Ing. Christian Höbart .................................................................................................. 267
Stefan Markowitz .................................................................................................... ... 268
Mag. Johann Maier ................................................................................................. ... 268
Jochen Pack ............................................................................................................ ... 269
Mario Kunasek ........................................................................................................ ... 270
Dr. Sabine Oberhauser, MAS................................................................................. ... 271
Gabriel Obernosterer ............................................................................................. ... 271
Hannes Weninger ................................................................................................... ... 272
Annahme des Gesetzentwurfes in 173 d.B. ................................................................ 272
Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 174 d.B. beigedruckten Entschließung betreffend Umsetzung der im „Weißbuch Sport“ (EK) formulierten Ziele (E 26) .......................... 272
10. Punkt: Bericht des Ausschusses für Menschenrechte über den Antrag 483/A(E) der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen betreffend Straffreiheit für Angehörige im Falle von unrechtmäßigem Aufenthalt (176 d.B.) ........................................................................ 273
Redner/Rednerinnen:
Dr. Johannes Hübner ............................................................................................. ... 273
Ing. Norbert Kapeller .............................................................................................. ... 274
Bernhard Vock ........................................................................................................ ... 274
Marianne Hagenhofer ............................................................................................. ... 275
Mag. Ewald Stadler ................................................................................................. ... 276
Mag. Alev Korun ..................................................................................................... ... 276
Dr. Gerhard Kurzmann .......................................................................................... ... 277
Franz Glaser ............................................................................................................ ... 278
Rudolf Plessl ........................................................................................................... ... 279
Stefan Prähauser .................................................................................................... ... 279
Bundesministerin Mag. Dr. Maria Theresia Fekter ............................................. ... 280
Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 176 d.B. beigedruckten Entschließung betreffend Straffreiheit für Angehörige im Falle von unrechtmäßigem Aufenthalt (E 27) .............. 280
11. Punkt: Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie über die Regierungsvorlage (156 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Gaswirtschaftsgesetz geändert wird (162 d.B.) ............ 280
Redner/Rednerinnen:
Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ... 281
Konrad Steindl ........................................................................................................ ... 281
Wolfgang Katzian .................................................................................................... ... 282
Ing. Robert Lugar .................................................................................................... ... 283
Mag. Christiane Brunner ....................................................................................... ... 284
Franz Glaser ............................................................................................................ ... 284
Hannes Weninger ................................................................................................... ... 285
Franz Hörl ................................................................................................................ ... 286
Franz Kirchgatterer ................................................................................................ ... 286
Ridi Maria Steibl ...................................................................................................... ... 287
Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 287
12. Punkt: Erste Lesung: Antrag der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz über die berufsmäßige Ausübung der Sozialarbeit (428/A) ................. 287
Redner/Rednerinnen:
Ing. Norbert Hofer ................................................................................................... ... 288
Erwin Spindelberger .............................................................................................. ... 288
Ridi Maria Steibl ......................................................................................................... 289
Sigisbert Dolinschek .................................................................................................. 289
Mag. Daniela Musiol ............................................................................................... ... 290
Zuweisung des Antrages 428/A an den Ausschuss für Arbeit und Soziales ............... 290
Eingebracht wurden
Petitionen ...................................................................................................................... 34
Petition betreffend „Untertunnelung der A 21 im Bereich Brunn/Gebirge und Sparbach (Stufe 1) inklusive Entlastungstunnel bis Mödling (Stufe 2)“ (Ordnungsnummer 22) (überreicht von den Abgeordneten Ing. Christian Höbart und Bernhard Vock)
Petition betreffend „Rettung der Ybbstalbahn mit anschließender Revitalisierung nach Vorbild der attraktiven Pinzgauer Lokalbahn“ (Ordnungsnummer 23) (überreicht vom Abgeordneten Ing. Christian Höbart)
Regierungsvorlagen ................................................................................................... 33
110: Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2009 bis 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2010 bis 2013 erlassen werden
111: Bundesfinanzgesetz 2009 samt Anlagen
112: Bundesfinanzgesetz 2010 samt Anlagen
113: Budgetbegleitgesetz 2009
157: Protokoll gemäß Art. 34 des Vertrages über die Europäische Union zur Änderung des Übereinkommens über den Einsatz der Informationstechnologie im Zollbereich hinsichtlich der Einrichtung eines Aktennachweissystems für Zollzwecke
168: Bundesgesetz, mit dem das Katastrophenfondsgesetz 1996 geändert wird
170: Bundesgesetz, mit dem das Bundesverfassungsgesetz über die Begrenzung von Bezügen öffentlicher Funktionäre und das Bundesbezügegesetz geändert werden
Zu 113: Änderung zur Regierungsvorlage 113 d.B.: Budgetbegleitgesetz 2009
Berichte ......................................................................................................................... 34
Vorlage 13 BA: Bericht über die Genehmigung von überplanmäßigen Ausgaben im 1. Quartal 2009; BM f. Finanzen
III-53: 2. Evaluierungsbericht gem. § 113 Abs. 6 des Telekommunikationsgesetzes 2003, BGBl. I Nr. 70/2003; BM f. Verkehr, Innovation und Technologie
III-54: Bericht gemäß § 38a Abs. 5 Wehrgesetz 2001 betreffend militärische Dienstleistungen von Frauen in den Jahren 2007 und 2008; BM f. Landesverteidigung und Sport
III-55: Tätigkeitsbericht der Schienen-Control GmbH – Eisenbahnregulierung 2007; BM f. Verkehr, Innovation und Technologie
III-57: Evaluierungsbericht gem. § 124b des Universitätsgesetzes 2002; BM f. Wissenschaft und Forschung
III-58: Bericht über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion auf dem Gebiet des Bundesbedienstetenschutzes im Jahr 2007; BM f. Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
III-59: Tätigkeitsberichte des Verwaltungsgerichtshofes und des Verfassungsgerichtshofes für das Jahr 2007; Bundeskanzler
III-60: Tätigkeitsbericht des Digitalisierungsfonds für das Berichtsjahr 2008; Bundeskanzler
III-61: Tätigkeitsbericht des Fernsehfonds Austria für das Berichtsjahr 2008; Bundeskanzler
III-62: Bericht betreffend Jahresvorschau 2009 auf der Grundlage des Legislativ- und Arbeitsprogramms der Kommission sowie des operativen Jahresprogramms des Rates; BM f. Verkehr, Innovation und Technologie
Anträge der Abgeordneten
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Solidarität statt Klassenkampf“ (587/A)(E)
Mag. Barbara Prammer, Fritz Neugebauer, Dr. Peter Fichtenbauer, Ursula Haubner, Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Entschädigungsfondsgesetz geändert wird (588/A)
Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend eine kurzfristige deutliche Steuerentlastung und eine mittelfristig umfassende Steuerreform im Sinne des BZÖ-Flat-Tax-Steuermodells (589/A)(E)
Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend Unterstützung von Kurzarbeitern (590/A)(E)
Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung der staatlichen „Kreditgebühr“ im Sinne des Gebührengesetzes (591/A)(E)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Hinweispflicht für Stand-by-Geräte (592/A)(E)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Kostenwahrheit in Reisekatalogen (593/A)(E)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schutz vor unerwünschten Mehrwert-SMS (594/A)(E)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Schutz vor ungewolltem Datenroaming in Grenznähe (595/A)(E)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Beschäftigung und Arbeitslosigkeit junger Menschen (596/A)(E)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen betreffend mehr Daten und Information zur Lage der PraktikantInnen (597/A)(E)
Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen betreffend Bundeseinheitliches Grundsatzgesetz für Kinderbetreuung (598/A)(E)
Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erweiterung der Zuständigkeiten des Rechnungshofes (599/A)(E)
Herbert Scheibner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Wahl des Nationalrates (Nationalrats-Wahlordnung 1992 – NRWO) und das Bundesgesetz über die Wahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments (Europawahlordnung – EuWO) geändert wird (Wahlordnungs-Novelle 2009) (600/A)
Zurückgezogen wurde der Antrag der Abgeordneten
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend nachvollziehbare betriebliche Einkommensstatistiken [(537/A)(E)] [(Zu 537/A)(E)]
*****
Zurückziehung des Verlangens auf erste Lesung innerhalb von drei Monaten in Bezug auf den Antrag 427/A der Abgeordneten Mag. Gernot Darmann, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Geschäftsordnung des Nationalrates (Geschäftsordnungsgesetz 1975) geändert wird (Zu 427/A)
Anfragen der Abgeordneten
Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend mutmaßliche, neue Erkenntnisse in der Causa des verurteilten Ex-Postenkommandanten der Polizeiinspektion Hörbranz (1556/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Serbische Flüchtlinge aus dem Kosovo 2008 als Asylwerber in Österreich“ (1557/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Weinkontrollen in Österreich im Jahr 2008“ (1558/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend „Fluggastentschädigung nach der VO (EG) Nr. 261/2004 – Schlichtungsstelle in Österreich – Beschwerden von Fluggästen 2008“ (1559/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1560/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in ihrem Ressort (1561/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1562/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1563/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1564/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1565/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in ihrem Ressort (1566/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in ihrem Ressort (1567/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1568/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1569/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in ihrem Ressort (1570/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in ihrem Ressort (1571/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1572/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht 2008 in seinem Ressort (1573/J)
Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Zuteilung Zivildienstleistende (1574/J)
Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend legale und illegale Privatwaffen in Österreich (1575/J)
Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend die Vollziehung des Waffengesetzes (1576/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend fragwürdige Prioritäten beim ÖBB-Güterverkehr: Luxus-Einladung für VIP-Kunden, zugleich Schließung von zig Güterannahmestellen „aus Kostengründen“ (1577/J)
Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend ausgezeichnete AMA-Eier fürs Osterfest (1578/J)
Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend ECOFIN-Abstimmung gegen Ökologisierung der Umsatzsteuer (1579/J)
Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Anstieg häuslicher Gewalt während der Fußball-Europameisterschaft 2008 (1580/J)
Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Pilotprojekt Notfallmanagement der ÖBB Infrastruktur Betrieb AG (1581/J)
Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Verbandsverantwortlichkeit der ÖBB Infrastruktur Betrieb AG für Eisenbahnunfälle (1582/J)
Mag. Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend die Überprüfung von Geschworenenurteilen (1583/J)
Ing. Christian Höbart, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend psychologische Betreuung von Schülern an Österreichs Schulen (1584/J)
Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend den Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht an Pflichtschulen, mittleren und höheren Schulen und das Verhältnis des Islam zum österreichischen Staat (1585/J)
Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Islamgesetz von 1912 (1586/J)
Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Integration von Zuwanderern (1587/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1588/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1589/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1590/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1591/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1592/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1593/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1594/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1595/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1596/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1597/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1598/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1599/J)
Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Lehrlingsausbildung in den Bundesministerien (1600/J)
Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend unangemessen kurze Begutachtungsfrist (1601/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Haftentschädigung für Asylwerber (1602/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Maßnahmen im Bereich Lehrlingsausbildung (1603/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Wechsel des Handyanbieters (1604/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Altersbergbrücke L40 (1605/J)
Anneliese Kitzmüller, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Inanspruchnahme des Kinderbetreuungsgeldes (1606/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Tatwerkzeuge (1607/J)
Leopold Mayerhofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend skandalöse Methoden zur Denunzierung von Exekutivbeamten (1608/J)
Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend HIV und AIDS in Österreich (1609/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend geplante Erhöhung der Ticketpreise bei den ÖBB (1610/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Entwicklung der Kundenfrequenz bei den ÖBB seit dem 4. Quartal 2008 (1611/J)
Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend das österreichische Islamgesetz von 1912 (1612/J)
Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Maßnahmen zur Verbesserung der Situation wirtschaftlich, gesundheitlich und gewaltspezifisch gefährdeter Kinder und Jugendlicher (1613/J)
Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend den Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht an Pflichtschulen, mittleren und höheren Schulen und das Verhältnis des Islam zum österreichischen Staat (1614/J)
Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend historische Gewächshäuser in Graz (1615/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Defizite im österreichischen Breitbandinternet (1616/J)
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Gender Mainstreaming auf Bundesebene (1617/J)
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Gender Mainstreaming auf Bundesebene (1618/J)
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Gender Mainstreaming auf Bundesebene (1619/J)
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Gender Mainstreaming auf Bundesebene (1620/J)
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Gender Mainstreaming auf Bundesebene (1621/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Spindeleggers Wahlwerbung in österreichischen Kasernen (1622/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundeskanzleramt (1623/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Frauen und öffentlichen Dienst (1624/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (1625/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Finanzen (1626/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Gesundheit (1627/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Inneres (1628/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Justiz (1629/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (1630/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (1631/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (1632/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (1633/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (1634/J)
Peter Haubner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend finanzielle Mittel für den Sport im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (1635/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1636/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1637/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1638/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1639/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1640/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1641/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1642/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1643/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1644/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1645/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1646/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1647/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1648/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Neuanmietungen und Neubau von Bundesgebäuden (1649/J)
Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Tätigkeit des Tierschutzrates (1650/J)
Dr. Ruperta Lichtenecker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend finanzielle Ausstattung der Johannes Kepler Universität Linz (1651/J)
Dr. Ruperta Lichtenecker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend finanzielle Ausstattung der Johannes Kepler Universität Linz (1652/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Nachfragen zur Anfragebeantwortung Öffentlichkeitsarbeit, 653/AB (1653/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Nachfragen zur Anfragebeantwortung Öffentlichkeitsarbeit, 687/AB (1654/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Nachfragen zur Anfragebeantwortung Öffentlichkeitsarbeit (658/AB/XXIV.GP) (1655/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Scheinfirmen, Schwarzarbeit und Leichen im Keller (1656/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Scheinfirmen, Schwarzarbeit und Leichen im Keller (1657/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Scheinfirmen, Schwarzarbeit und Leichen im Keller (1658/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Milliarden Euro für Neubauten und Sanierungen (1659/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Milliarden Euro für Neubauten und Sanierungen (1660/J)
Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Maßnahmen zur Bekämpfung des Doping (1661/J)
Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Kuraufenthalte von inhaftierten Asylwerbern in Österreich (1662/J)
Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Gender Mainstreaming auf Bundesebene (1663/J)
Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Unregelmäßigkeiten in Bezug Wahlkampfkostenrückerstattung für die Liste „Hans-Peter Martin“ und die Untersuchung bezüglich der Sekretariatszulage für Hans-Peter Martin (1664/J)
Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Intervention von NR Fekta (1665/J)
Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Erstellung des ÖVP-Wahlprogrammes 2002 (1666/J)
Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Intervention Josef T. (1667/J)
Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Unregelmäßigkeiten in Bezug auf Untersuchungen von OLAF gegen Hans-Peter Martin (1668/J)
Mag. Elisabeth Grossmann, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend den Einsatz von weißem Phosphor durch die israelische Armee (1669/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Weichenstellung für Millionen-Vergeudung durch Weichentausch (1670/J)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Beschäftigung und Arbeitslosigkeit junger Menschen (1671/J)
Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Lehrlinge und die Umsetzung der Ausbildungsgarantie (1672/J)
Ulrike Königsberger-Ludwig, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Polizei NÖ: Nachbesetzung Pensionsabgänge (1673/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Vorratsdatenspeicherung (Data Retention) (1674/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Vorratsdatenspeicherung (Data Retention) (1675/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Vorratsdatenspeicherung (Data Retention) (1676/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend „Europäischer Haftbefehl – Übergabeverfahren – Anwendung durch Mitgliedstaaten beziehungsweise Österreich in den Jahren 2007 und 2008“ (1677/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Kriminalitätsentwicklung um Weihnachten (Dezember)“ (1678/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Überfälle und Einbrüche in Tankstellen 2008“ (1679/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Tauchunfälle in Österreich“ (1680/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend „Sauerstoffbehandlung von Fleisch“ (1681/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Pflegegeldverfahren (1682/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Pflegegeldverfahren (1683/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Pflegegeldverfahren (1684/J)
Dieter Brosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Schotterwerk Meidling der Fa. Asamer & Hufnagel GmbH (1685/J)
Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt für Bergbauernfragen (1686/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend illegal aufhältige fremde Tatverdächtige 2008 (1687/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend schwunghaften Drogenhandel in der Schnellbahn (1688/J)
Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Austro Control GesmbH (1689/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Differenz zwischen Mindestlehrlingsentschädigung und Taschengeld in sogenannten „Überbetrieblichen Ausbildungszentren“ (1690/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Massenschlägerei in der Betreuungsstelle Traiskirchen (1691/J)
Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Suchtgiftkriminalität (1692/J)
Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Personalstand der Grenzpolizeiinspektionen in Niederösterreich (1693/J)
Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend das österreichische Islamgesetz von 1912 (1694/J)
Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend illegal eingereiste und aufhältige Personen (1695/J)
Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend den Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht an Pflichtschulen, mittleren und höheren Schulen und das Verhältnis des Islam zum österreichischen Staat (1696/J)
Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Einladungen an Minister zu Jagdausflügen des Grafen Mensdorff-Pouilly (1697/J)
Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Inanspruchnahme des Zuschlags für PendlerInnen (1698/J)
Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Autobahn-Zollamt Hörbranz (1699/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Bezüge- und Bundesbezügegesetz (1700/J)
Mag. Ulrike Lunacek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Informationspolitik und Öffentlichkeitsarbeit der Regierung zur EU und Hebung der Wahlbeteiligung zu den Europa-Wahlen 2009 (1701/J)
Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Straftaten in Haft (1702/J)
Mag. Ulrike Lunacek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Informationspolitik und Öffentlichkeitsarbeit der Regierung zur EU und Hebung der Wahlbeteiligung zu den Europa-Wahlen 2009 (1703/J)
Dr. Peter Pilz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Verfassungsschutz-Todesliste (1704/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Schwerarbeit und Schwerarbeitsmeldungen 2007 und 2008 (1705/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend SchwerarbeiterInnenpensionen (III) (1706/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Schwerarbeitsmeldungen 2007 und 2008 (1707/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Selbständige BetreuerInnen und Sozialversicherung (1708/J)
Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Entwicklung der 24-Stunden-Betreuung (1709/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend unzumutbare Verkehrs- und Umweltbelastung im Zusammenhang mit Zuckerrübentransporten (1710/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend unzumutbare Verkehrs- und Umweltbelastung im Zusammenhang mit Zuckerrübentransporten (1711/J)
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend geplante Verschlechterung für die Fahrgäste der Regionalbahn „Haager Lies“ in Oberösterreich durch Investitionspläne von BMVIT und ÖBB auf der Westbahnstrecke (1712/J)
Dr. Ruperta Lichtenecker, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Forschungs- und Technologieförderungsgesetz (1713/J)
Mag. Katharina Cortolezis-Schlager, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Verfahren wegen Verletzung der Schulpflicht (1714/J)
Dr. Ruperta Lichtenecker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Schubhaftverhängung über ein fünf Monate altes Baby (1715/J)
Dr. Ruperta Lichtenecker, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Schubhaftverhängung über eine Familie mit drei minderjährigen Kindern (1716/J)
Gerhard Steier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Belastung von Mineralwasser mit Umwelthormonen (1717/J)
Gerhard Steier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Struktur&Personalmaßnahmen im Bereich der Polizei im Burgenland (1718/J)
Hermann Krist, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Doping am Arbeitsplatz (1719/J)
Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend die Polizeiinspektion Praterstern (1720/J)
Sonja Ablinger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend „Fortführungsantrag gemäß § 195 StPO“ (1721/J)
Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Finanzen betreffend Ökoprämie („Verschrottungsprämie“ beziehungsweise „Schrottprämie“) (1722/J)
Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Österreichs Aktivitäten im Weltsicherheitsrat (1723/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Nutzung von Social Networks für kriminalpolizeiliche Ermittlungen?“ (1724/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend „Österreichische Post AG – Ombudsmann“ (1725/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Geldwäsche-Meldestelle: Verdachtsmeldungen 2008“ (1726/J)
Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Bundesfinanzierung von Alm- und Forststraßen in Österreich im Jahr 2007“ (1727/J)
Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Abfallverbringung ins Ausland – Wertschöpfungsverlust in Österreich (1728/J)
*****
Leopold Mayerhofer, Kolleginnen und Kollegen an die Präsidentin des Nationalrates betreffend Verunglimpfung von Medien in der Demokratiewerkstatt (8/JPR)
Anfragebeantwortungen
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Josef Auer, Kolleginnen und Kollegen (853/AB zu 903/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen (854/AB zu 913/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Elisabeth Grossmann, Kolleginnen und Kollegen (855/AB zu 879/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (856/AB zu 883/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (857/AB zu 887/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Maximilian Linder, Kolleginnen und Kollegen (858/AB zu 912/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (859/AB zu 976/J)
des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (860/AB zu 978/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen (861/AB zu 990/J)
des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (862/AB zu 1030/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (863/AB zu 1066/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen (864/AB zu 837/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen (865/AB zu 838/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen (866/AB zu 839/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen (867/AB zu 836/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (868/AB zu 867/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (869/AB zu 845/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen (870/AB zu 877/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Rosa Lohfeyer, Kolleginnen und Kollegen (871/AB zu 878/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen (872/AB zu 954/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (873/AB zu 975/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen (874/AB zu 850/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen (875/AB zu 851/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (876/AB zu 856/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (877/AB zu 857/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (878/AB zu 858/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (879/AB zu 862/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (880/AB zu 924/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (881/AB zu 960/J)
des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen (882/AB zu 873/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Wolfgang Spadiut, Kolleginnen und Kollegen (883/AB zu 911/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (884/AB zu 915/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (885/AB zu 949/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (886/AB zu 963/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (887/AB zu 964/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (888/AB zu 1018/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (889/AB zu 916/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen (890/AB zu 961/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (891/AB zu 980/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (892/AB zu 981/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (893/AB zu 982/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (894/AB zu 983/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (895/AB zu 984/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (896/AB zu 992/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (897/AB zu 993/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (898/AB zu 994/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Gerhard Kurzmann, Kolleginnen und Kollegen (899/AB zu 1015/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (900/AB zu 841/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen (901/AB zu 846/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen (902/AB zu 847/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen (903/AB zu 852/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (904/AB zu 843/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (905/AB zu 844/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (906/AB zu 842/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen (907/AB zu 880/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (908/AB zu 899/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (909/AB zu 900/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (910/AB zu 901/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen (911/AB zu 848/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen (912/AB zu 849/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (913/AB zu 853/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (914/AB zu 854/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (915/AB zu 855/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (916/AB zu 860/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (917/AB zu 863/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (918/AB zu 864/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (919/AB zu 865/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (920/AB zu 866/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (921/AB zu 868/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (922/AB zu 869/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (923/AB zu 870/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen (924/AB zu 871/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen (925/AB zu 874/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen (926/AB zu 875/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (927/AB zu 884/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (928/AB zu 885/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (929/AB zu 886/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (930/AB zu 888/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (931/AB zu 889/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (932/AB zu 890/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (933/AB zu 891/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (934/AB zu 892/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (935/AB zu 893/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (936/AB zu 894/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen (937/AB zu 895/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Christian Lausch, Kolleginnen und Kollegen (938/AB zu 896/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (939/AB zu 897/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (940/AB zu 898/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (941/AB zu 902/J)
des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (942/AB zu 927/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen (943/AB zu 939/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (944/AB zu 977/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (945/AB zu 1040/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (946/AB zu 1043/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (947/AB zu 1191/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Franz Hörl, Kolleginnen und Kollegen (948/AB zu 1195/J)
des Präsidenten des Rechnungshofes auf die Anfrage der Abgeordneten DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen (949/AB zu 1033/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen (950/AB zu 934/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (951/AB zu 1002/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen (952/AB zu 1308/J)
der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (953/AB zu 1561/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (954/AB zu 926/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (955/AB zu 932/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (956/AB zu 945/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Bernhard Vock, Kolleginnen und Kollegen (957/AB zu 946/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen (958/AB zu 950/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Alois Gradauer, Kolleginnen und Kollegen (959/AB zu 968/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (960/AB zu 931/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (961/AB zu 1061/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen (962/AB zu 1128/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen (963/AB zu 859/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen (964/AB zu 910/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (965/AB zu 917/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (966/AB zu 948/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen (967/AB zu 937/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen (968/AB zu 938/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (969/AB zu 971/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (970/AB zu 988/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (971/AB zu 1012/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (972/AB zu 1016/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen (973/AB zu 1070/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Kolleginnen und Kollegen (974/AB zu 1072/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen (975/AB zu 1318/J)
der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (976/AB zu 1571/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (977/AB zu 923/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (978/AB zu 1010/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (979/AB zu 1065/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen (980/AB zu 1074/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (981/AB zu 1145/J)
des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (982/AB zu 929/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen (983/AB zu 1000/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (984/AB zu 1004/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (985/AB zu 1020/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (986/AB zu 1060/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen (987/AB zu 1078/J)
des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen (988/AB zu 1082/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen (989/AB zu 905/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (990/AB zu 928/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen (991/AB zu 941/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen (992/AB zu 942/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (993/AB zu 958/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen (994/AB zu 959/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (995/AB zu 966/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (996/AB zu 967/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (997/AB zu 986/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (998/AB zu 991/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Leopold Mayerhofer, Kolleginnen und Kollegen (999/AB zu 997/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (1000/AB zu 998/J)
des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen (1001/AB zu 909/J)
des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1002/AB zu 1014/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen (1003/AB zu 904/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen (1004/AB zu 906/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (1005/AB zu 914/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen (1006/AB zu 933/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Bernd Schönegger, Kolleginnen und Kollegen (1007/AB zu 943/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Kolleginnen und Kollegen (1008/AB zu 953/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Heidemarie Unterreiner, Kolleginnen und Kollegen (1009/AB zu 962/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (1010/AB zu 970/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen (1011/AB zu 972/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1012/AB zu 1001/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1013/AB zu 1011/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (1014/AB zu 1017/J)
der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (1015/AB zu 1027/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (1016/AB zu 1055/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen (1017/AB zu 1095/J)
des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen (1018/AB zu 1307/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (1019/AB zu 922/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Carmen Gartelgruber, Kolleginnen und Kollegen (1020/AB zu 955/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (1021/AB zu 965/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (1022/AB zu 974/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Alois Gradauer, Kolleginnen und Kollegen (1023/AB zu 999/J)
des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1024/AB zu 1009/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (1025/AB zu 918/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (1026/AB zu 921/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen (1027/AB zu 936/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (1028/AB zu 940/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen (1029/AB zu 944/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (1030/AB zu 930/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen (1031/AB zu 951/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Heinz-Christian Strache, Kolleginnen und Kollegen (1032/AB zu 956/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen (1033/AB zu 969/J)
des Bundesministers für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten DDr. Werner Königshofer, Kolleginnen und Kollegen (1034/AB zu 979/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (1035/AB zu 985/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen (1036/AB zu 987/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen (1037/AB zu 996/J)
der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1038/AB zu 1008/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1039/AB zu 1013/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (1040/AB zu 1029/J)
des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Daniela Musiol, Kolleginnen und Kollegen (1041/AB zu 1093/J)
des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen (1042/AB zu 1460/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1043/AB zu 1003/J)
der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen (1044/AB zu 1007/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolleginnen und Kollegen (1045/AB zu 1019/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (1046/AB zu 1058/J)
des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Gerhard Kurzmann, Kolleginnen und Kollegen (1047/AB zu 1096/J)
*****
der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (3/ABPR zu 6/JPR)
der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen (4/ABPR zu 3/JPR)
der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen (5/ABPR zu 5/JPR)
der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (6/ABPR zu 4/JPR)
der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen (7/ABPR zu 7/JPR)
Beginn der Sitzung: 9.04 Uhr
Vorsitzende: Präsidentin Mag. Barbara Prammer, Zweiter Präsident Fritz Neugebauer, Dritter Präsident Mag. Dr. Martin Graf.
*****
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Guten Morgen, meine Damen und Herren! Ich darf Sie bitten, Ihre Plätze einzunehmen. Ich eröffne die 19. Sitzung des Nationalrates.
Sehr, sehr herzlich darf ich in unserer Mitte Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Ich begrüße auch die zahlreichen Gäste und Ehrengäste, die heute bei dieser Sitzung anwesend sind.
Das Amtliche Protokoll der 18. Sitzung vom 31. März 2009 ist in der Parlamentsdirektion aufgelegen und unbeanstandet geblieben.
Als verhindert gemeldet sind die Abgeordneten Mag. Lohfeyer, Großruck, Praßl und Dr. Winter.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Hinsichtlich der eingelangten Verhandlungsgegenstände und deren Zuweisungen verweise ich gemäß § 23 Abs. 4 der Geschäftsordnung auf die im Sitzungssaal verteilte Mitteilung.
Die schriftliche Mitteilung hat folgenden Wortlaut:
A. Eingelangte Verhandlungsgegenstände:
1. Schriftliche Anfragen: 1556/J bis 1714/J;
Schriftliche Anfrage an die Präsidentin des Nationalrates: 8/JPR;
2. Anfragebeantwortungen: 853/AB bis 1047/AB;
Anfragebeantwortungen (Präsidentin des Nationalrates): 3/ABPR bis 7/ABPR;
3. Initiativanträge:
Zurückziehung des Verlangens auf erste Lesung binnen drei Monaten: 427/A;
Zurückziehung: 537/A(E);
4. Regierungsvorlagen:
Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2009 bis 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2010 bis 2013 erlassen werden (110 d.B.),
Bundesfinanzgesetz 2009 samt Anlagen (111 d.B.),
Bundesfinanzgesetz 2010 samt Anlagen (112 d.B.),
Budgetbegleitgesetz 2009 (113 d.B.),
Bundesgesetz, mit dem das Katastrophenfondsgesetz 1996 geändert wird (168 d.B.),
Bundesgesetz, mit dem das Bundesverfassungsgesetz über die Begrenzung von Bezügen öffentlicher Funktionäre und das Bundesbezügegesetz geändert werden (170 d.B.);
5. Ergänzung oder Änderung von Regierungsvorlagen oder Berichten:
Änderung zur Regierungsvorlage 113 d.B.: Budgetbegleitgesetz 2009 (Zu 113 d.B.).
B. Zuweisungen:
1. Zuweisungen seit der letzten Sitzung gemäß §§ 32a Abs. 4, 80 Abs. 1, 100 Abs. 4, 100b Abs. 1 und 100c Abs. 1:
Budgetausschuss:
Bericht des Bundesministers für Finanzen über die Genehmigung von überplanmäßigen Ausgaben im 1. Quartal 2009 (Vorlage 13 BA);
Immunitätsausschuss:
Ersuchen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt (3 St 98/07t) um Zustimmung zur behördlichen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat Stefan Petzner wegen des Verdachtes einer strafbaren Handlung nach § 51 Abs. 1 DSG;
Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen:
Petition Nr. 22 betreffend „Untertunnelung der A 21 im Bereich Brunn/Gebirge und Sparbach (Stufe 1) inklusive Entlastungstunnel bis Mödling (Stufe 2)“, überreicht von den Abgeordneten Ing. Christian Höbart und Bernhard Vock,
Petition Nr. 23 betreffend „Rettung der Ybbstalbahn mit anschließender Revitalisierung nach Vorbild der attraktiven Pinzgauer Lokalbahn“, überreicht vom Abgeordneten Ing. Christian Höbart;
2. Zuweisungen in dieser Sitzung:
a) zur Vorberatung:
Ausschuss für Arbeit und Soziales:
Antrag 571/A(E) der Abgeordneten Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungs-Fonds,
Antrag 584/A(E) der Abgeordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen im Rahmen der „Überbetrieblichen Ausbildungszentren“;
Familienausschuss:
Antrag 576/A(E) der Abgeordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend Maßnahmenpaket zum Schutz von Kindern und gegen Jugendkriminalität;
Finanzausschuss:
Protokoll gemäß Art. 34 des Vertrages über die Europäische Union zur Änderung des Übereinkommens über den Einsatz der Informationstechnologie im Zollbereich hinsichtlich der Einrichtung eines Aktennachweissystems für Zollzwecke (157 d.B.),
Bundesgesetz über die Erhöhung der Quote Österreichs beim Internationalen Währungsfonds (158 d.B.),
Antrag 572/A(E) der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung einer „Bilanzpolizei im Börsenbereich“,
Antrag 586/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Förderungen an den Verein „dialog<>gentechnik“;
Gesundheitsausschuss:
Antrag 573/A(E) der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen betreffend der Einführung eines Grenzwertes für Acrylamid in Nahrungsmitteln;
Ausschuss für innere Angelegenheiten:
Antrag 575/A(E) der Abgeordneten Stefan Petzner, Kolleginnen und Kollegen betreffend Bereitstellung erforderlicher Ressourcen zur Abschaffung der zahlenmäßigen Beschränkung für DNA-Spurenanalysen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung;
Justizausschuss:
Antrag 577/A(E) der Abgeordneten Mag. Ewald Stadler, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmenpaket zum Schutz von Kindern und gegen Jugendkriminalität;
Ausschuss für Konsumentenschutz:
Antrag 579/A(E) der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln ernährt wurden,
Antrag 582/A(E) der Abgeordneten Sigisbert Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen betreffend allumfassendes Konsumentenschutzpaket;
Landesverteidigungsausschuss:
Wehrrechtsänderungsgesetz 2009 – WRÄG 2009 (161 d.B.);
Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft:
Antrag 578/A der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das AMA-Gesetz 1992 geändert wird,
Antrag 580/A(E) der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln ernährt wurden,
Antrag 581/A(E) der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen betreffend Maßnahmen gegen die ruinösen Folgen der EU-Milchmarktpolitik,
Antrag 583/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Erhaltung der heimischen kleinbäuerlichen Struktur und der Diversität von Arten und Ökosystemen;
Unterrichtsausschuss:
Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über äußere Rechtsverhältnisse der Evangelischen Kirche, das Bundesgesetz über finanzielle Leistungen an die altkatholische Kirche und das Bundesgesetz über finanzielle Leistungen an die israelitische Religionsgesellschaft geändert werden (159 d.B.);
Verfassungsausschuss:
Bundesgesetz, mit dem das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, das Vertragsbedienstetengesetz 1948, das Richter- und Staatsanwaltschaftsdienstgesetz und das Bundes-Personalvertretungsgesetz geändert werden (160 d.B.),
Antrag 585/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend barrierefreier ORF;
Ausschuss für Wirtschaft und Industrie:
Antrag 574/A(E) der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Dringlichkeit eines umfassenden Lehrlingspakets für Österreichs Jugend;
b) zur Enderledigung im Sinne des § 28b GOG (vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung des Ausschusses):
Ausschuss für Arbeit und Soziales:
Bericht des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz über die Tätigkeit der Arbeitsinspektion auf dem Gebiet des Bundesbedienstetenschutzes im Jahr 2007 (III-58 d.B.);
Landesverteidigungsausschuss:
Bericht des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport gemäß § 38a Abs. 5 Wehrgesetz 2001 betreffend militärische Dienstleistungen von Frauen in den Jahren 2007 und 2008 (III-54 d.B.);
Verfassungsausschuss:
Tätigkeitsberichte des Verwaltungsgerichtshofes und des Verfassungsgerichtshofes für das Jahr 2007, vorgelegt vom Bundeskanzler (III-59 d.B.),
Tätigkeitsbericht des Digitalisierungsfonds für das Berichtsjahr 2008, vorgelegt vom Bundeskanzler (III-60 d.B.),
Tätigkeitsbericht des Fernsehfonds Austria für das Berichtsjahr 2008, vorgelegt vom Bundeskanzler (III-61 d.B.);
Verkehrsausschuss:
2. Evaluierungsbericht gem. § 113 Abs. 6 des Telekommunikationsgesetzes 2003, BGBl. I Nr. 70/2003, der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie (III-53 d.B.),
Tätigkeitsbericht der Schienen-Control GmbH - Eisenbahnregulierung 2007, vorgelegt von der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie (III-55 d.B.),
Bericht der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Jahresvorschau 2009 auf der Grundlage des Legislativ- und Arbeitsprogramms der Kommission sowie des operativen Jahresprogramms des Rates (III-62 d.B.);
Wissenschaftsausschuss:
Evaluierungsbericht gem. § 124b des Universitätsgesetzes 2002 des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung (III-57 d.B.).
*****
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es liegt mir der Antrag gemäß § 69 Abs. 3 der Geschäftsordnung vor, die Regierungsvorlagen betreffend die Bundesfinanzgesetze für die Jahre 2009 und 2010 samt Anlagen, 111 und 112 der Beilagen, in erste Lesung zu nehmen.
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Antrag zustimmen, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist einstimmig angenommen.
Behandlung der Tagesordnung
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es ist vorgeschlagen, die Debatte über die Punkte 8 und 9 der Tagesordnung zusammenzufassen.
Wird dagegen eine Einwendung erhoben? – Das ist nicht der Fall.
Ankündigung eines Dringlichen Antrages
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der freiheitliche Nationalratsklub hat gemäß § 74a Abs. 2 der Geschäftsordnung vor Eingang in die Tagesordnung das Verlangen gestellt, den zum gleichen Zeitpunkt eingebrachten Selbständigen Antrag 587/A(E) der Abgeordneten Strache, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Solidarität statt Klassenkampf“ dringlich zu behandeln.
Gemäß der Geschäftsordnung wird der Dringliche Antrag um 15 Uhr behandelt werden.
Wir gehen in die Tagesordnung ein.
Redezeitbeschränkung
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: In der Präsidialkonferenz wurde Konsens über die Dauer der Debatten erzielt. Demgemäß wurde eine Tagesblockzeit von 9 „Wiener Stunden“ vereinbart, sodass sich folgende Redezeiten ergeben: SPÖ und ÖVP je 122 Minuten, FPÖ 108 Minuten sowie BZÖ und Grüne je 95 Minuten.
Ich teile mit, dass die Budgetrede und die Debatte unter TOP 2, Schulorganisationsgesetz, in der Zeit von 9.05 Uhr bis längstens 13 Uhr vom ORF live übertragen werden.
Für die Zeit der Fernsehübertragung zu TOP 2 wurde folgende Redeordnung vereinbart: Zunächst je eine Wortmeldung pro Fraktion mit je 10 Minuten, anschließend eine Wortmeldung der Bundesministerin mit 12 Minuten, danach je eine Wortmeldung pro Fraktion mit je 6 Minuten; weiters ein Regierungsmitglied mit 10 Minuten, ferner eine Wortmeldung pro Fraktion mit je 4 Minuten, danach eine weitere Wortmeldung pro Fraktion mit je 4 Minuten sowie anschließend eine Wortmeldung pro Fraktion mit je 3 Minuten.
Der den Vorsitz führende Präsident verteilt vor Beginn der letzten Runde nach Rücksprache mit den Klubvorsitzenden die verbleibende Restredezeit auf die fünf Fraktionen in der Weise, dass noch alle Fraktionen in der Fernsehzeit gleichmäßig zu Wort kommen.
Tatsächliche Berichtigungen werden erst nach Ende der Fernsehübertragung aufgerufen.
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Vorschlag zustimmen, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist einstimmig angenommen.
Erklärung des Bundesministers für Finanzen zu den Regierungsvorlagen betreffend die Bundesfinanzgesetze für die Jahre 2009 und 2010 samt Anlagen
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gelangen nun zum 1. Punkt der Tagesordnung.
Ich darf mich an dieser Stelle auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion sehr herzlich bedanken, die dieses Mal einen äußerst kurzen Zeitraum zur Verfügung hatten, die Materialien zur Verteilung zu bringen. Es ist alles pünktlich erledigt worden. Dafür herzlichen Dank an die Beschäftigten der Parlamentsdirektion! (Allgemeiner Beifall.)
Ich erteile nun dem Herrn Bundesminister für Finanzen zur Abgabe der Erklärung das Wort. – Bitte, Herr Minister.
9.08
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Mit der Präsentation dieses Budgets schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber Ihnen, Herr Finanzminister!) Es ist ein Budget in Zeiten einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, es ist ein Budget in dieser Krise, und dieses Budget ist auch eine klare Kampfansage (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, an die Bevölkerung!) an die Krise.
Schauen wir uns um in der Welt: Ausgelöst von der Immobilienkrise in Amerika mit ihren faulen Krediten ist das ganze Weltfinanzsystem an den Rand des globalen Infarkts gekommen. Und obwohl wir weltweit, in Österreich und in Europa mit großem Aufwand fragil stabilisiert haben, hat die Finanzkrise binnen weniger Monate massiv in die Realwirtschaft durchgeschlagen, Werte vernichtet und tut das immer noch.
Auch Österreich – das ist ja bekannt – konnte sich dieser internationalen Entwicklung aufgrund seiner verflochtenen und stark exportorientierten Volkswirtschaft nicht entziehen.
Wenn wir uns zurückerinnern und die Situation vor einem Jahr, vor einem halben Jahr und heute betrachten: Vor genau einem Jahr haben wir in Österreich für 2009, für heuer, noch mit einem Wirtschaftswachstum von rund 2 Prozent gerechnet. Noch im Oktober des vergangenen Jahres, nach den Neuwahlen und nach den Verhandlungen um die Bildung einer neuen Bundesregierung, haben uns die Wirtschaftsforscher für Österreich dann nur mehr ein positives Wirtschaftswachstum für heuer von rund 1 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 4 Prozent prognostiziert.
Heute, nur wenige Monate später – vier Monate später –, sagen uns dieselben Forscher für 2009 ein negatives Wachstum von über 2 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 5 Prozent voraus. (Abg. Strache: Das liegt aber nicht an den Forschern!)
Damit wir auch wissen, worüber wir bei diesem Unterschied der Prognosen von 3 Prozent, dieser Verschlechterung der Wachstumsprognosen um 3 Prozent reden: Das bedeutet für Österreich ein Minus allein aus der wirtschaftlichen Entwicklung von 8 Milliarden € – und das innerhalb weniger Wochen! Und weil die Konjunktur so ist, dass man in Tagen der Krise und der Budgetgestaltung auch zurückblickt: In alter Währung sind es 110 Milliarden Schilling, die durch die geänderte Wirtschaftsentwicklung weg sind.
Das sind die Prognosen von heute. Aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir sagen: Auch heute kann niemand abschätzen, wie verlässlich diese Prognosen sind und wie die Welt in einem halben Jahr wirklich aussehen wird. Aber eines steht fest, und das gibt Mut auch für die Zukunft: Die internationale Staatengemeinschaft hat Handlungsfähigkeit bewiesen – vor Kurzem hat das noch niemand für möglich gehalten –, und die Europäische Union hat sich als sicherer Hafen bewährt, und der Euro als stabiler Anker. (Beifall bei der ÖVP.)
Auch Österreich hat in dieser Zeit gezeigt, wie eine Regierung rasch, kraftvoll und punktgenau helfen kann: Mit dem Bankenpaket sichern wir die Einlagen der Sparer, halten den Kreditmarkt aufrecht und stabilisieren insgesamt unsere Geldwirtschaft. Mit den Konjunkturpaketen im Ausmaß von 3 Milliarden € geben wir starke und auch spürbare Impulse für unsere heimische Wirtschaft, wir bekämpfen Rezession und Arbeitslosigkeit. Und mit der Steuerreform, die in diesen Tagen auch auf den Konten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler spürbar werden wird, stärken wir Kaufkraft und Konsum im Ausmaß von 3,2 Milliarden € – davon eine halbe Milliarde Euro für Familien mit Kindern. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Schließlich setzen wir mit der erstmaligen Einführung der Absetzbarkeit der Spenden dort, wo Menschen für Menschen Verantwortung übernehmen, ein unmissverständliches Zeichen für Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung und Zusammenhalt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Spenden an ...organisationen sind nicht absetzbar!)
Und man sieht auch: Die letzten Wochen und Monate waren nicht von der Tatenlosigkeit der Politik geprägt, eher schon von der Ratlosigkeit mancher Ökonomen. Der Sinn für das Notwendige, Gefühl für das Mögliche und die Verantwortung für das Ganze – das sind die Prinzipien, die nicht nur die Planung des Budgets, sondern die aus meiner Sicht auch, bei allen parteipolitischen Unterschieden, die Diskussion über dieses Budget bestimmen sollten. Und es sind alles andere als gewöhnliche Zeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Da es keine gewöhnlichen Zeiten sind, kann dieses Budget nicht nur das übliche Zahlengerüst der staatlichen Planung und Verwaltung darstellen, sondern es muss vor allem einem Anspruch gerecht werden: das Fundament unserer Zukunft zu bilden, Grundlage und Ausgangspunkt unserer dauerhaften wirtschaftlichen Erholung zu sein.
Zu den Wahrheiten, die man in solchen Stunden auch aussprechen wird müssen, gehört auch die Feststellung: In Zeiten wie diesen wird kein Budget in der Lage sein, jedes Problem zu lösen. In sehr schweren Verhandlungen – wir haben das heute auch beim Ministerrat besprochen – haben wir daher harte Entscheidungen zu treffen gehabt und deutliche Schwerpunkte, politische Schwerpunkte gemeinsam gesetzt: im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, in der inneren und äußeren Sicherheit (Abg. Strache: Ja, ja!), in der Bildung für unsere Kinder, in Wissenschaft und Forschung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Sicherung von Arbeitsplätzen und damit die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit muss in diesen schwierigen Zeiten die absolute Priorität und damit einen Schwerpunkt des Budgets darstellen. Mit der Ausdehnung der Kurzarbeit haben wir die Möglichkeit erweitert, Menschen überhaupt in Beschäftigung zu halten. Es ist für mich auch ein Ausdruck unternehmerischer Verantwortung, wenn Manager industrieller Leitbetriebe darum kämpfen, Arbeitsplätze zu halten, und dazu Kurzarbeit einsetzen und wir sie dabei auch entsprechend unterstützen.
Aber auch eine andere Wahrheit muss man bei einer derartigen Rede und einer derartigen Perspektive klar auf den Tisch legen: Was immer wir tun, die Arbeitslosigkeit wird deutlich steigen. – Und dieses Budget gibt darauf eine Antwort. Wir werden niemanden im Regen stehen lassen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wir werden gemeinsam mit dem Sozialminister darauf achten – jeweils über 5,5 Milliarden € stehen in den kommenden beiden Jahren für die Arbeitsmarktpolitik bereit.
In der inneren und äußeren Sicherheit sorgen wir für Stabilität und Verlässlichkeit: 5,6 Milliarden € im Jahr 2009 und 5,7 Milliarden € im Jahr 2010 sind ein Garant dafür, dass wir es ernst meinen. Mit diesem Budget stellen wir uns der Gegenwart und blicken zukunftsfest in die Zukunft:
In der Bildung – ich habe das mit der Unterrichtsministerin vereinbart – steigern wir das Budget in den kommenden fünf Jahren um nahezu 1 Milliarde €. Allein heuer gibt es bereits ein Plus von 378 Millionen €; in den kommenden fünf Jahren werden es 1 000 € pro Schüler mehr sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für Wissenschaft und Forschung wird es mehr Geld geben. Gegenüber den vergangenen fünf Jahren steigern wir die Ausgaben für diesen Schlüsselbereich um über 40 Prozent bis 2013 – ein Plus von über 400 Millionen € allein in den kommenden zwei Jahren für Wissenschaft und Forschung. Wir investieren, und das sehen Sie an den Zahlen, deutlich in Bildung, Wissenschaft und Forschung, weil wir das geistige und kreative Potenzial unseres Landes besonders unterstützen wollen, weil es der unverzichtbare Treibstoff für die Konjunktur ist und diese antreibt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Es ist mein Ziel und es muss unser gemeinsames Ziel sein – auf der Regierungsbank, aber auch hier im Hohen Haus, im Parlament –, Österreich rasch aus der Krise und stark in den nächsten Aufschwung zu führen. Und, Hohes Haus, wenn wir diese Frage beantworten und in die Zukunft blicken wollen, dann müssen wir auch zurückblicken und uns fragen: Wo ist die derzeitige Krise entstanden? Woher kommt sie? Was müssen wir für die Zukunft daraus lernen?
Eine Wahrheit unseres Wirtschaftens, unserer Ökonomie muss hier an den Anfang gestellt werden: Die Saat für jede Krise wird im Aufschwung gesät. Und diese Saat wird üblicherweise von zwei Gruppen von Leuten gesät: zum Ersten von denen, die uns einreden wollen, dass es Gewinne ohne Risiko gibt; und zum Zweiten von denen, die uns weismachen wollen, dass es staatliche Interventionen gibt, für die nicht irgendjemand am Ende des Tages die Rechnung zu zahlen hat.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer Risiken ignoriert, aber auch wer die Kosten ignoriert, der steuert sehenden Auges bereits in die nächste Krise!
Ich sehe drei große Bereiche, die zur Entstehung dieser Finanzkrise geführt haben: erstens, lückenhafte Regulierung der Finanzmärkte; zweitens, mangelhafte Wahrnehmung von Risiko; und drittens – auch das ist eine Wahrheit (Abg. Strache: Europäische Union und Maastricht!) – die Politik.
Was die Regulierung der Finanzmärkte betrifft, auch dazu ein klares Wort: Nicht die Deregulierung war das Problem, wie das manche fanatischen Gegner der Marktwirtschaft behaupten, sondern das Problem war (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken ...!), dass für manche Bereiche und Akteure schlicht niemals irgendwelche Regeln überhaupt existiert haben – zum Teil auch deshalb, weil es gewisse Bereiche und Akteure, die in der Krise entstanden sind und die sich ausgebreitet haben, früher gar nicht gegeben hat. Die Krise ist nicht entstanden, weil es Aktien gibt, weil Manager wirtschaften oder weil es weltweite Kapitalflüsse gibt, sondern die Krise ist entstanden, weil plötzlich Bereiche auf den Finanzmärkten systemrelevant geworden sind, ohne dass es jemand bemerkt hat (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser) – weder die Banken noch die Aufsichtsbehörden, noch die Politik. Und diese Lücken im Regulierungssystem müssen geschlossen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Generalanwalt der Raiffeisenkassen! – Abg. Strache: Raiffeisen-Shareholder!)
Es darf in Zukunft auf den Finanzmärkten keine Akteure mehr geben, die außerhalb aller Regeln stehen, nicht – im Gegensatz zu anderen – weil wir den Märkten Fesseln
anlegen wollen, sondern weil wir ein klares, faires Regelwerk brauchen. Wir brauchen nicht mehr Regeln, sondern wir brauchen qualitativ bessere Regeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Klar ist auch, dass es hier keine nationalen Alleingänge geben kann. In einer Zeit der internationalen Verflechtung und Vernetzung der Finanzmärkte sind wohl grenzüberschreitende Regelungen notwendig. Hier kann nur das gemeinsame Europa Fortschritte erzielen. Wer die EU verteufelt, behindert auch in diesem Bereich bessere Regeln zum Nutzen von uns allen und zur Bekämpfung der Krise. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ich werde als Finanzminister aktiv dafür sorgen, dass unsere Positionen zur Regulierung der Finanzmärkte einfließen und auch verwirklicht werden können. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis aufgeben!) Aber in diesem Zusammenhang möchte ich schon auch eines klarstellen: Die Mängel bei der Regulierung lagen nicht in Österreich. Die Fehler sind vor allem in den USA passiert. Es ist schon bezeichnend, dass in diesen Tagen, in den letzten Wochen ausgerechnet jene, die die Krise verursacht haben, nun konzertierte Kritik an Österreich und an unseren Zukunftsinvestitionen in Osteuropa üben. (Abg. Öllinger: Krugman!)
Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Herr Bundeskanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich rechne fest damit, dass wir uns gemeinsam im Interesse unserer Heimat gegen derartige unqualifizierte Angriffe wehren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ und des Abg. Dr. Fichtenbauer. – Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie den Landeshauptmann Voves?)
Lassen Sie mich zum zweiten Bereich kommen, der die Krise ausgelöst hat, nämlich die mangelnde Wahrnehmung von Risiko. Wir wissen, dass ein ordentlicher Kaufmann nie ungeprüfte Ware kaufen würde, geschweige denn in zu hohen und gewaltigen Mengen. Aber die Jagd nach immer höheren Renditen hat dazu geführt, dass die Sorgfaltspflicht auf den Finanzmärkten von manchen ignoriert wurde. (Abg. Strache: So, wie das Raiffeisen getan hat!)
Die Banken haben in anderen Teilen der Welt, vor allem ausgehend von den USA, Kredite vergeben, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob diese Kredite jemals zurückbezahlt werden können. Warum? – Weil sie das Kreditrisiko einfach in ein neues Produkt verpackt haben, mit dem Stempel „Beste Qualität“ von Rating-Agenturen versehen an andere Institute weiterverkauft und damit das Ausfallsrisiko dieser faulen Kredite über den gesamten Erdball verbreitet haben.
Dieser Vorgang, so denke ich, muss uns eine Warnung sein! Niemand, schon gar nicht die Politik darf versuchen, Risiko auszuschalten. Genau das führt nämlich zu verantwortungslosem Handeln. Das sollten sich auch all jene Politiker ins Stammbuch schreiben, die jetzt ankündigen, dass der Staat alle Risiken für die Bürgerinnen und Bürger abfangen soll. (Abg. Scheibner: Wer ist das? Voves?) Genau das wäre der Weg, der uns wie das Amen im Gebet in die nächste Krise führt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Wir dürfen als Politiker den Menschen auch nicht suggerieren, dass sie ihre Eigenverantwortung beim Staat wie ihren Mantel an der Garderobe abgeben können. Das hätte weitreichende negative Folgen für unsere gesamte Wirtschaft.
Hier sind wir auch schon beim dritten Bereich, den ich angeführt habe, der die Krise mitausgelöst hat: Das ist die Politik. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... nicht zulässig!) Die Politik hätte es auch in der Hand gehabt, die Lücken des Regulierungssystems zu schließen.
Sie hat es einfach nicht getan, weil offensichtlich politische Versprechen damit auch leichter zu finanzieren waren.
Wenn wir noch einmal auf die Frage der Immobilienkrise in den USA zurückkommen, so sehen wir, dass in den vergangenen Jahren vor allem von der Politik in Amerika postuliert wurde: Eigenheime für alle mit wenig Bonitätsprüfung. Das hat dazu geführt, dass mit diesen günstigen Konditionen schlussendlich eine Krise mit Milliardenverlusten, Massenkonkursen und massiven Einkommenseinbrüchen in allen Schichten ausgebrochen ist.
Es ist eine politische Verantwortung, nichts Unmögliches zu versprechen und zu veranlassen, weil am Ende der Schaden für alle ein immenser ist.
Hohes Haus! In den vergangenen Tagen ist ja in der politischen Diskussion die Forderung immer mehr aufgetaucht, „die Reichen“, „die Verursacher“ der Krise sollen für die Kosten aufkommen, zum Beispiel mit einer Vermögenssteuer oder – wie ich sage – Eigentumssteuer, mit dem Ziel einer angeblich höheren Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Voves und Herr Faymann!)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bleiben wir doch bei den Fakten! Man kann sicherlich vieles über Österreich behaupten, aber doch sicher nicht, dass es in unserem Land an Verteilungsgerechtigkeit mangelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Österreich gehört zu jenen Ländern, in denen es europaweit die geringste Ungleichheit bei der Einkommensverteilung und eine der höchsten Sozialquoten gibt. (Abg. Öllinger: Meinl! Grasser!) Nicht zuletzt durch die Steuerreform 2009, die wir in diesen Tagen umsetzen, zahlen 2,7 Millionen Menschen in Österreich überhaupt keine Steuern mehr. Und erstmals kommt auf einen Steuerzahler einer, der keine Steuern mehr zahlt.
Das brauchen wir nicht schlechtzureden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Die wirkliche Frage dahinter ist nicht: Wer zahlt für die Krise? Die entscheidende Frage kann doch nur sein: Wie können wir diese Krise möglichst schnell auch wieder überwinden? – Auch hier kann die Antwort nur sein: Wir alle gemeinsam. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Die zentrale Ursache für die jetzige Situation ist der Rückgang der Wirtschaftsleistung. Der Wiederanstieg unserer Wirtschaftsleistung muss daher der entscheidende Hebel für die Überwindung dieser Situation sein. Und zur Überwindung dieser Herausforderung reicht nicht die Steuerleistung weniger, sondern wir brauchen die Wirtschaftsleistung aller. Das muss die Maxime auf dem Weg in die Zukunft sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Ich komme zurück auf die Debatte der letzten Tage, die unter dem Begriff „Gerechtigkeit“ begonnen wurde, aber nun mit Begriffen wie „Gier“ und „Rache“ geführt wird und mit der Zwietracht gesät wird. Da wird eine Diskussion losgetreten, die im Inhalt bedenklich, in der Wortwahl teilweise lächerlich, aber in der Auswirkung für Österreich höchst gefährlich ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Von wem?) Wer jetzt eine Neiddebatte beginnt, der muss sich genau überlegen und muss wissen, wo sie enden kann.
Heute zeigen wir vielleicht mit dem Finger auf den Millionär, der in der Zeitung steht, oder auf den Lehrer, morgen ist es der Unternehmer im Ort, der etwas aufgebaut hat, und übermorgen ist es vielleicht der Nachbar, der ein größeres Haus baut oder sich ein größeres Auto leisten kann, und so weiter. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gesellschaftlich geschürter Neid führt zur Ausgrenzung und ist in einer Krisensituation brandgefährlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Nicht auseinanderdividieren, sondern zusammenführen; führen und nicht verführen! Das ist die Verantwortung, die wir jetzt zu erfüllen haben – ob als Mitglied der Bundesregierung oder einer Landesregierung. Das Vermögen der Wohlhabenden ist genauso Teil unserer Wirtschaftskraft wie das Einkommen des Handwerkers. Die Gewinne von Großunternehmen sind genauso Teil unseres Wohlstandes wie die Arbeitsplätze von Kleinbetrieben. Und die Risikobereitschaft von Unternehmen ist genauso Teil unserer Wirtschaftskraft wie der Fleiß der Arbeitnehmer und die Arbeit der Bauern.
Die Geschichte hat uns auch eines gelehrt, wenn wir in den Osten blicken: Es hat noch kein Land gegeben, in dem es allen gleich gut ging. Es gibt bestenfalls Länder, in denen es allen gleich schlecht geht. Aber wir wissen – und da sind wir in Österreich das beste Beispiel dafür –: Wo es vielen gut geht, kann es allen besser gehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Wenn wir heute die Gier verteufeln, so müssen wir darauf aufpassen, dass am Ende nicht der Fleiß bestraft wird. Das ist eine ganz gefährliche Entwicklung, die wir auch entsprechend zu begleiten haben.
Hohes Haus! Eine weitere Frage, die sich stellt, ist: Wie können wir die von der Krise verursachten Budgetdefizite in den nächsten Jahren wieder auf ein nachhaltiges Niveau senken? – Die Antwort ist technisch sehr einfach. Es gibt ja nur zwei Schrauben, an denen man drehen kann: die Ausgaben und die Einnahmen. Politisch stellen beide Bereiche große Herausforderungen dar.
Was die erste Schraube, jene der Einnahmen betrifft, so will ich auch hier meine Haltung nicht verheimlichen. Den größten Effekt auf die Staatseinnahmen hat eine bessere Konjunktur. Wir müssen alles tun, um der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen. Das ist der beste Weg, um Staatseinnahmen zu erhöhen, zusätzliche Beschäftigung zu lukrieren und den Konsum aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Wer jetzt über Steuererhöhungen oder neue Steuern redet, der hilft der Wirtschaft nicht auf die Sprünge, sondern stellt ihr ein Bein. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Außerdem würde diese einseitige Steuererhöhungsdebatte auch zu einem Faktum führen, das da heißt, Strukturreformen in Österreich können vermieden oder verschoben werden. Wir sind es den Bürgerinnen und Bürgern aber schuldig, dass ihre jahrelangen Erwartungen in eine Strukturreform der Verwaltung, die echte Einsparungen bei den Ausgaben bringt, nicht noch einmal enttäuscht werden. Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt für eine echte, tief greifende Verwaltungsreform? (Abg. Scheibner: Schon wieder?!) – Wir werden daher schon jetzt beginnen, die Weichen für diese Verwaltungsreform zu stellen, die ohnehin nur langfristig größere Einsparungen bringen kann. (Abg. Grosz: Fangt bei euren Repräsentationskosten an!)
Und alle, die staatspolitische Verantwortung beweisen wollen – und da sind auch die Gebietskörperschaften gefragt –, müssen ihren Beitrag leisten. Es geht um Entscheidungen, bei denen eine nationale Kraftanstrengung erforderlich sein wird, weil sie von einer breiten Mehrheit schließlich und endlich auch hier, im Hohen Haus, getragen werden müssen.
Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit, diese Aufgaben anzugehen? Krisenbewältigung nach dem Floriani-Prinzip wird nicht funktionieren.
Hohes Haus! Seit Antritt meiner Tätigkeit als Finanzminister – Sie wissen das – lautet mein Credo: Das Finanzministerium ist nicht nur der Kopf der Finanzverwaltung, sondern vor allem das Herz der Politikgestaltung. (Beifall bei der ÖVP.)
Aber heute muss es noch viel mehr sein: das Zentrum der Krisenbekämpfung. Dieses Budget, das wir heute dem Parlament vorlegen, ist eine Kampfansage an die Krise und auch ein Fahrplan für die Zukunft.
In einer Zeit, in der sich Zahlen und Ziffern so rasant ändern können, sind Werte umso wichtiger als Fundament für die Zukunftsplanung. Das Budget ist daher geprägt von Nachhaltigkeit, Aufrichtigkeit und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen. Rahmen schaffen und Grenzen ziehen – unter diesem Leitmotiv haben wir die Budgetverhandlungen geführt. Rahmen schaffen, um Notwendiges zu ermöglichen, aber auch Grenzen ziehen, um die Zukunft zu sichern.
Hohes Haus! Ein ehrlich gemeintes Dankeschön an meine Ressortkolleginnen und -kollegen, die sich in diesen harten Verhandlungen ihrer Gesamtverantwortung für ihr Ressort wie auch für unser Land bewusst waren und ihren Beitrag geleistet haben.
Danke an meine beiden Staatssekretäre Reinhold Lopatka und Andreas Schieder, dass wir gemeinsam mit den Beamtinnen und Beamten meines Hauses, denen ich auch herzlich danken will, diese Budgetverhandlungen geplant, ausverhandelt und nun auch umgesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ab diesem Budgetjahr gilt das neue Haushaltsrecht. Ab sofort ist jeder hier auf der Regierungsbank sein eigener Finanzminister, und das ist gut so! (Abg. Öllinger: Was machen Sie dann?) Lange verlangt, jetzt mit diesem Haushaltsrecht umgesetzt. Jeder von uns hat damit den notwendigen Gestaltungsspielraum, um eigenverantwortlich Schwerpunkte zu setzen. Das neue Haushaltsrecht gibt nur mehr den Rahmen vor, innerhalb dessen jeder Minister, jede Ministerin so viel Freiheit, aber damit auch so viel Verantwortung hat wie nie zuvor.
Der Finanzrahmen wird nun erstmals auf vier Jahre beschlossen und kann nur per Gesetzesänderung hier im Hohen Haus – auch das ist ein Fortschritt –, im Parlament, aufgeschnürt werden. Das bedeutet: An konsequenter Budgetdisziplin kommt ab sofort niemand mehr vorbei.
Dieses Budget erhöht die Freiheit der Minister, indem es ein sparsames Wirtschaften am Ende des Jahres auch belohnt. Die Mittel, die sich eine Ministerin/ein Minister im Ressort erspart, bleiben ihr/ihm und müssen nicht, wie vorher, an das Ministant ..., Finanzministerium abgeliefert werden. (Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Ministrantenministerium!) Das gibt jedem Regierungsmitglied größeren Gestaltungsspielraum und erlaubt es, politische Schwerpunkte zu setzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Mit dem Klingelbeutel!)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich appelliere an Sie: Nutzen Sie diese Freiheiten, nehmen Sie Ihre Verantwortung im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auch entsprechend wahr!
Als Finanzminister hatte ich in diesen Verhandlungen angesichts der Krise sicher wenig Spielraum und Freiheit, dafür aber umso größere Verantwortung. Und ich spüre auch hier, dass mehr Lachen und Hohn in den Rängen aufseiten mancher herrscht, als Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Das ist nicht unser Weg für die Zukunft dieses Landes! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: „Hände falten, Goschen halten“!)
Meine Herausforderung war es, so viel Geld wie möglich zur Verfügung zu stellen, um Österreich sicher durch die Krise zu steuern, gleichzeitig aber auch dafür zu sorgen, den Schuldenberg nicht zu einem unüberwindbaren Massiv für unsere Kinder anwachsen zu lassen. Das Budget ist ein Ergebnis dieses Ausgleichs.
Wie Sie sehen werden, nehmen wir deutlich mehr Geld in die Hand, um unser Land gut durch die Krise zu steuern, damit wir beim Aufschwung auch wieder ganz vorne mit dabei sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Schon wieder eine Plattitüde!)
Der Preis zur Erreichung dieses Ziels ist kein geringer. Denn auch Österreich kann sich nur äußerst schwer dem globalen Umfeld entziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die nächste Plattitüde!) Der Wachstumsrückgang wird für 2009 vom Wifo mit 2,2 Prozent, vom Institut für Höhere Studien mit 2,7 Prozent real prognostiziert. Und manche Prognostiker glauben sogar an ein noch stärkeres Schrumpfen der Wirtschaft.
Konjunkturbedingt werden die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren daher sinken: die Einkommensteuer von 2,7 Milliarden € im Jahr 2008 auf prognostizierte 1,9 Milliarden € im Jahr 2010; die Lohnsteuer um rund 1 Milliarde €; die Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer gemeinsam um rund 2 Milliarden €. Insgesamt entgehen uns damit 4,5 Milliarden €.
Diese dramatische Entwicklung und unsere massiven Gegenmaßnahmen zur Krisenbekämpfung führen dazu, dass es in den Jahren 2009 und 2010 zu einer Erhöhung des nominalen wie des strukturellen Maastricht-Defizits kommen wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Also doch Schulden!)
Wo sich externe Rahmenbedingungen verändern, müssen wir den eigenen Handlungsrahmen vergrößern, und damit auch den Finanzrahmen. Wir müssen zusätzliches Geld in die Hand nehmen, weil wir in der Krise kraftvoll helfen wollen. Das Maastricht-Defizit des Bundes wird in den kommenden beiden Jahren deutlich steigen: auf 3,2 Prozent im Jahr 2009, weiter auf 4,1 Prozent in den Jahren 2010 und 2011, weiter auf 4,2 Prozent im Jahr 2012. Und stimmen die Prognosen, so wird es erst im Jahr 2013 einen leichten Rückgang des Defizits des Bundes auf 3,7 Prozent geben. (Abg. Ing. Westenthaler: Schaut nicht gut aus!)
Gesamtstaatlich, also einschließlich der Bundesländer, rechnen wir 2009 mit 3,5 Prozent, in den Jahren 2010, 2011 und 2012 mit 4,7 Prozent, um 2013 den Wert von 3,9 Prozent zu erreichen.
Die Folge ist eine deutliche Erhöhung unserer Staatsschuld. Dennoch liegen wir im europäischen und internationalen Vergleich immer noch gut. Immerhin liegt das Defizit der Euro-Zone, prognostiziert für 2009, bei 5,4 Prozent, und für die OECD bei 7,2 Prozent. Am Rande sei nur erwähnt: Die USA steuern 2009 auf ein Defizit von sage und schreibe 13 Prozent zu.
Sie sehen also: In den Verhandlungen ist ein solider Kompromiss gelungen. Wir können kraftvoll helfen, aber gleichzeitig auch maßvoll haushalten. Dennoch bleiben die hohen Schulden, die wir geerbt haben, als schwere Last, die wir durch die Krise mit neuen Schulden zu tragen haben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Von wem geerbt?)
Wir rechnen damit, dass die öffentliche Verschuldung auf 68,5 Prozent im Jahr 2009 und auf 78,5 Prozent im Jahr 2013 steigen wird. Diese Defizite sind hoch, daran gibt es auch nichts zu beschönigen. Die Krise hinterlässt ihre tiefen Spuren.
Aber ich kann Ihnen auch eine Maßzahl unseres/meines eisernen Sparwillens hier bei der Präsentation dieses Budgets nennen: Hätte ich zu allen Wünschen und Forderungen der Ressortkolleginnen und -kollegen, die sicher alle berechtigt sind, Ja und Amen gesagt, wären diese Defizite auf bis zu 6,4 Prozent des BIP angestiegen. Das wären in den Jahren 2009 bis 2013 zusätzliche Verschuldungsgrade in der Höhe von 18 Milliarden € gewesen. Das ist die Differenz zwischen Beginn der Budgetverhandlungen und dem heute präsentierten Ergebnis.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es kann aber nicht im Sinne auch der nachfolgenden Generationen sein, die diese Schulden ja später zurückzuzahlen haben, dass wir alle Dämme brechen lassen. Wir können keine ungedeckten Schecks für die Zukunft ausstellen. Deshalb haben wir hier auf Zurückhaltung gedrängt – und all jene, die in der Vergangenheit teure Wunschlisten an das Staatsbudget erstellt haben, können nun angesichts dieser Zahlen im Gesamtkontext bemessen, wie richtig und wichtig es war, Zurückhaltung zu üben. Jeder kann sich ausrechnen, was diese Defizitentwicklung bedeutet.
Umso wichtiger ist es, dass der Herr Bundeskanzler und ich und die gesamte Bundesregierung am festgelegten Ziel eines ausgeglichenen Budgets über den Konjunkturzyklus nicht nur festhalten, sondern diese Verpflichtung auch zu unserer budgetpolitischen Leitlinie gemacht haben.
Die öffentlichen Haushalte werden 2009 und 2010 sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite belastet. 2009 geht die Steuerquote aufgrund der rezessiven Wirtschaftslage sowie der beschlossenen Entlastungsmaßnahmen um fast 1 Prozent auf 42,1 Prozent des BIP zurück. 2010 wird sie weiter auf 41,2 Prozent des BIP zurückgehen. Die Staatsausgabenquote steigt voraussichtlich auf 51 Prozent im Jahr 2009 und wird im Jahr 2010 noch etwas weiter ansteigen.
Dieser drastische Anstieg ist primär Folge der Stabilisierungspakete und der automatischen Stabilisatoren – das heißt, der zusätzlichen Ausgaben bei der Arbeitslosenversicherung und bei den Sozialleistungen. Diese Zahlen verlangen von uns aber vor allem eines: Wir müssen diszipliniert haushalten und vor allem bei uns selbst, in der öffentlichen Verwaltung, sparen.
Die Schwerpunkte der geplanten Einsparungen liegen dabei in einer restriktiven Personalpolitik und in einer äußersten Zurückhaltung bei den gestaltbaren Ermessensausgaben.
Es ist für mich selbstverständlich und eine Frage des Anstandes, dass wir Politiker uns selbst daher eine Null-Lohnrunde verordnet haben. Das ist zwar nur – um es ehrlich zu sagen – ein Tropfen auf den heißen Stein, es werden aber, wie gesagt, alle ihren Beitrag zu leisten haben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
An dieser Stelle will ich auf die großartigen Leistungen hinweisen, die auch unsere öffentlich Bediensteten erbringen, und sie vor untergriffigen Vorwürfen in Schutz nehmen, denen sie von verschiedenster Seite ausgesetzt sind! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zur Steigerung der Effizienz der Bundesverwaltung hat sich die Bundesregierung – und hier gilt mein Dank insbesondere Gabriele Heinisch-Hosek als zuständiger Beamtenministerin für die sehr sachlichen und zielorientierten Verhandlungen – das Ziel gesetzt, bis 2013 rund 2 800 Planstellen einzusparen.
Die Lehrer sowie die Polizei sind im Sinne unserer Kinder und der Sicherheit im Land von den Personaleinsparungen ausgenommen. Die Lehrerplanstellen werden 2009 um rund 800 erhöht, die Zahl der Exekutivbeamten bei der Polizei wird jährlich um 200 erhöht, das sind 1 000 in Summe. In allen anderen Bereichen ist in den Jahren 2009 und 2010 ein Rückbau von rund 850 Planstellen fixiert worden.
Weiters soll die Effizienz der Verwaltung durch Rationalisierungsmaßnahmen und eine Straffung der Verwaltungsabläufe verbessert werden. Hier gilt: Weniger ist mehr, nämlich mehr Effizienz bei gleichzeitiger Kostenersparnis für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
Auch die öffentliche Verwaltung ist hier mehr denn je gefordert. Auch sie wird ihren Beitrag leisten müssen. Und wir werden auch viel mehr tun. Als Finanzminister kann ich ein Ansteigen des Budgetdefizits nur verantworten, wenn wir andererseits ab sofort kompromisslos dort sparen, wo wir wissen, dass wir Effizienzsteigerungspotenzial haben oder wo wir hohe Ausgaben vorfinden.
Machen wir uns nichts vor: Die nächsten Jahre werden kein Spaziergang! Auf dem Spiel steht nichts Geringeres als die tragfähige Zukunft unseres Landes. Ich sehe weit und breit keine Alternative zu grundlegenden Reformen. Wir müssen jetzt richtig handeln. Und der Appell gilt auch für die Bundesländer, den Ernst der Lage zu erkennen, damit wir den Weg der Reformen jetzt konsequent gemeinsam gehen können. (Abg. Öllinger: Der Appell wird uns nichts helfen!)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Manche werden uns vielleicht vorwerfen, dass wir jetzt zu viele Schulden machen. Aber noch schlimmer wäre es, wenn man uns irgendwann nachsagen könnte, zu wenig getan zu haben. Wir müssen zusätzliches Geld in die Hand nehmen. Wir werden dafür zusätzliche Schulden auf uns nehmen, weil uns die weltweite Situation keine andere Wahl lässt. Jeder Euro, den wir zusätzlich im Minus sind, ist schmerzhaft, jede Million, die wir zusätzlich an Zinsen zahlen müssen, ist nur zu rechtfertigen, wenn wir vorher alles Menschenmögliche getan haben, um sie zu sparen, und jede Milliarde, die wir zusätzlich an Kredit aufnehmen, ist eine Hypothek, die wir auch gegenüber unseren Kindern rechtfertigen müssen. Jedes Zehntelprozent, das wir zusätzlich als Defizit nach Brüssel melden, ist eine Zwangsjacke, die unseren Handlungsspielraum in den nächsten Jahren einengen wird.
Wir müssen daher alle Hebel in Gang setzen, um dieses Defizit und diese Schulden so schnell wie möglich abzubauen. Das gilt für die Politik insgesamt, und das gilt für jedes einzelne Ressort.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Rudolf Hundstorfer und ich, wir beide wissen: Arbeitslosigkeit bedeutet häufig Verzweiflung und Perspektivlosigkeit für die Betroffenen. Arbeitslosigkeit ist eine Bedrohung und Gefahr für jeden Einzelnen, die wir erkennen und der wir uns auch stellen. Allen Betroffenen sage ich hier und jetzt: Auf uns können Sie sich trotz der schwierigen Situation oder gerade wegen der schwierigen Situation verlassen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Aus fester Überzeugung werden wir daher für Beschäftigung und für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in den Jahren 2009/2010 mehr Geld ausgeben, weil es die Situation von uns verlangt. Im Bereich des Arbeitsmarkts hat die Bundesregierung mit der Verlängerung der Kurzarbeit, den Schulungsmöglichkeiten im Rahmen des Arbeitsmarktservice und der regionalen Beschäftigungsoffensive auf diese steigenden Arbeitslosenquoten reagiert. Im Namen des Beschäftigungsförderungsgesetzes 2009 werden zusätzlich rund 220 Millionen € vor allem für Kurzarbeitsbeihilfe zur Stärkung und Erhaltung der Beschäftigung eingesetzt. Dem Arbeitsmarktservice Österreich wird 2009 eine Milliarde € für Zwecke der aktiven Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stehen. Die Zuschüsse an das AMS werden 2009 von 306 Millionen € auf 343 Millionen € ansteigen. Und dem AMS werden ab 2009 für die Bewältigung dieser großen Herausforderung 200 Beschäftigte mehr zur Verfügung stehen.
Wenn es um Arbeitsplätze geht, scheuen wir weder Kosten noch Mühen. So können 2009 insgesamt bis zu 250 000 Personen eine vom AMS geförderte Qualifizierungsmaßnahme in Anspruch nehmen, um künftig die Einkommenschancen zu erhöhen und bei Wirtschaftswachstum und in Zukunft nach Bewältigung der Krise wieder offensiver mit dabei sein zu können.
Aus dem Europäischen Sozialfonds werden 2009 mit rund 138 Millionen € mehr als doppelt so viel Mittel in den Arbeitsmarkt zurückfließen als im Vorjahr. Die unternehmensbezogene Arbeitsmarktförderung ist für die Jahre 2009 und 2010 mit jeweils 40 Millionen € dotiert. Im Rahmen der unternehmensbezogenen Arbeitsmarktförderung werden nur Tatbestände gefördert, die unmittelbar Arbeitsplätze schaffen beziehungsweise erhalten.
Wir investieren in den beiden Jahren mehr Geld denn je in Arbeitsmarkt‑ und Beschäftigungspolitik, laut Bundesvoranschlag 2009 5,98 Milliarden € und 2010 6,4 Milliarden €. Das ist sozial gerecht, wirtschaftlich klug, denn das Allerwichtigste in der Wirtschaftskrise ist, Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln zu verhindern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Die Prognose der Ausgaben der Arbeitslosenversicherung zeigt für 2009 einen Anstieg der Ausgaben auf 5,8 Milliarden €. Hauptgründe dafür sind einerseits die sich durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechternden Arbeitslosenzahlen und andererseits eine Ausweitung der Kurzarbeit. Dafür werden im Budget 190 Millionen € zur Verfügung gestellt.
Die Mittel für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen werden von rund 853 Millionen € auf 978 Millionen € aufgestockt.
Reinhold Mitterlehner, du wirst bestätigen – auch wenn die Unsicherheiten für die Konjunktur groß sind und die internationalen Wirtschaftsexperten sich noch uneins sind, wie lange und tief die Rezession andauern wird: Österreichs Wirtschaft baut auf einem soliden Fundament. Unsere erfolgreiche Wirtschafts- und Budgetpolitik der vergangenen Jahre macht sich jetzt bezahlt, das weisen auch die Wirtschaftsforscher aus. Wir haben uns beim Wirtschaftswachstum einen Österreichbonus erwirtschaften können, über den wir verfügen, der uns Spielräume gibt und mit dem wir wirkungsvoll auch die Krise bewältigen können.
In den vergangenen Jahren der Hochkonjunktur haben wir alle profitiert. Das Pro-Kopf-Einkommen ist nur in drei Ländern der Europäischen Union höher als in Österreich. Wir sind das viertreichste Land Europas. Auch die Produktivität unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist nur in drei Mitgliedstaaten höher als in Österreich. All diese Indikatoren spiegeln hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Unternehmen wider. Lassen wir daher unser Land von niemandem schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Mit der Mittelstandsmilliarde haben wir die kleinen und mittleren Unternehmen in den Mittelpunkt gestellt, denn sie sind das Herzstück unseres Wirtschaftsstandortes. Konkret setzen wir deshalb im Jahr 2009 Mittel in der Höhe von 105 Millionen € aus dem Bundeshaushalt ein. Dazu werden 200 Millionen € aus dem ERP‑Fonds für zinsgünstige Kredite bereitgestellt. Bereits 2008 wurde der Haftungsrahmen des AWS – Austria Wirtschaftsservice – auf 3 Milliarden € erhöht.
Zum anderen haben wir die Bemessungsgrundlage für die Bausparprämie von 1 000 € auf 1 200 € ausgeweitet. Das wird von manchen belächelt, ist aber in der Wirkung groß. Allein dadurch wird das mögliche Finanzierungsvolumen um jährlich 600 Millionen € erhöht. Und mit den Maßnahmen des zweiten Konjunkturpakets im Gesamtvolumen von mehr als 1,9 Milliarden € erhöhen wir die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
Die vorgezogene Abschreibung von 30 Prozent auf bewegliche Wirtschaftsgüter ist auch ein Anstoß für zusätzliche beziehungsweise auch vorgezogene Investitionen. Die Bundesimmobiliengesellschaft wird konjunkturbelebende Maßnahmen wie Investitionen in den Bereich thermische Sanierung von BIG-Gebäuden, Instandhaltungs-
maßnahmen, Neubauten und Generalsanierungen von Schulen, Universitäten und im Justizbereich vorziehen, und damit in den Jahren 2009 und 2010 ein Investitionsvolumen von bis zu 875 Millionen € auslösen.
Wir haben mit dem „Energiesparscheck“ einen ganz neuen Trend als Impuls zur thermischen Sanierung gesetzt. Ein Volumen von 100 Millionen € wird gleichmäßig auf Unternehmen und private Haushalte aufgeteilt. Das ist ökonomisch, aber vor allem ökologisch eine äußerst sinnvolle Vorgangsweise. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Im Rahmen der unternehmensbezogenen Arbeitsmarktförderung sind Zuschüsse in Höhe von jährlich 40 Millionen € für die Jahre 2009 und 2010 vorgesehen. Gerade regionale Beschäftigungsoffensiven müssen gefördert werden. Deshalb haben wir hier Zuschüsse zu Qualifizierungsinvestitionen in Höhe von jährlich 35 Millionen € für die Jahre 2009 und 2010 vorgesehen.
Erste Anzeichen, dass diese Maßnahmen auch greifen und daher sinnvoll sind, gibt es bereits. Die Richtung stimmt. Das bestätigen auch die Wirtschaftsforscher. Das Wifo prognostiziert für 2009 einen Wachstumseffekt durch die Konjunkturpakete um einen dreiviertel Prozentpunkt unseres BIP.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! In den vergangenen Wochen und Tagen wurde bis zuletzt über Finanzierungsmaßnahmen im Bereich der Bildungspolitik debattiert. Claudia Schmied und wir alle wissen, dass die richtige Bildungspolitik über die Chancen entscheidet, die wir unseren Kindern und Jugendlichen für die Zukunft eröffnen. Ich gratuliere auch zu dem Ergebnis von gestern! Es ist dies ein Kompromiss. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Dieser Kompromiss zwingt uns aber zu keiner Änderung der Budgetplanung. Er stellt innerhalb des Unterrichtsbudgets eine Neuverteilung der Geldmittel zwischen den Jahren sicher.
Zweiter Punkt: Zeigen Sie mir eine Bevölkerungsgruppe, die zur Krisenbewältigung im Ausmaß von 160 Millionen € in den Zulagensystemen einen richtigen Schritt in die richtige Richtung gesetzt hat! Das ist eine Maßnahme, mit der wir gute und erfolgreiche Bildungspolitik für die Zukunft ohne zusätzliches Geld des Staatshaushaltes organisieren können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist aber jetzt wieder Zeit, in der Bildungspolitik von den Zahlen zu den Kindern zu kommen und über die Qualität und die Bildungszukunft intensiv zu diskutieren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Gegenüber 2008 werden wir die Mittel für den Unterricht unserer Kinder 2009 um 378,6 Millionen € aufstocken. 2010 findet eine weitere Erhöhung statt. Mehr Geld bedeutet aber offenkundig noch nicht gleichzeitig bessere Ausbildung. Die budgetär größte und bedeutsamste Maßnahme im Unterrichtsbereich ist die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen an den Pflichtschulen und an der AHS-Unterstufe. Dieses Vorhaben wird voll ausfinanziert.
Außerdem kann das Projekt „Lehre mit Matura“, gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein richtiges Zukunftsprojekt, im Zusammenwirken mit regionalen Partnern umgesetzt werden. Wir stellen allein hierfür gegenüber 2008 im Jahr 2009 4,3 Millionen € mehr und im Jahr 2010 7,5 Millionen € zur Verfügung.
Ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich von Claudia Schmied fällt die Kultur. (Abg. Öllinger: Oje!) Wir sind eine Kulturnation, und wir wollen auch in Zukunft den Erhalt
und Ausbau unserer kulturellen Vielfalt sowie des offenen kulturellen Klimas sicherstellen. Das Kulturbudget für 2009 beträgt 447 Millionen €, fast eine halbe Milliarde €.
Auch im Bereich der Universitäten, lieber Johannes Hahn, stocken wir die Geldmittel auf. In Summe erhalten die Universitäten 2009 daher 2,56 Milliarden €, das sind 115,4 Millionen € mehr gegenüber 2008. 2010 steigen diese Mittel um weitere 191,9 Millionen €.
Darüber hinaus gleichen wir mit diesem Budget den Entfall der Studiengebühren an den Universitäten mit jährlich rund 157 Millionen € – ich betone: 157 Millionen €! – aus.
2009 stellen wir auch für die Fachhochschulen mehr Mittel bereit. Für die Förderung von Fachhochschulen stehen 188,9 Millionen € zur Verfügung. Das sind um 11,5 Millionen € mehr als 2008.
Die quotenwirksamen Forschungs‑ und Entwicklungsausgaben des Bundes steigen von 2,22 Milliarden € 2008 auf 2,56 Milliarden € 2009 und auf 2,78 Milliarden € im Jahr 2010. Es ist damit sichergestellt, dass die Forschungs‑ und Entwicklungsquote, die 2008 bei 2,54 Prozent des BIP lag, das politisch gesetzte Ziel von 3 Prozent bis 2010 auch erreichen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Als ehemaligem Umweltminister und Landwirtschaftsminister sind mir – genauso wie Nikolaus Berlakovich – die Umwelt- und die Landwirtschaftspolitik ein Anliegen. Wir steigern die Ausgaben für die Umwelt 2009 gegenüber 2008 um 292 Millionen €. Gegenüber 2008 bedeutet das im Umweltbudget: Bei der Umweltförderung im In- und Ausland plus 82 Millionen €, bei den JI/CDM‑Programmen plus 77 Millionen €, im Klima- und Energiefonds, der flexiblen Reserve, plus 52 Millionen €, in der Siedlungswasserwirtschaft plus 21 Millionen € und bei der Altlastensanierung plus 6 Millionen €. Darüber hinaus soll der Klima‑ und Energiefonds helfen, zusätzlich Energie und Treibhausgase einzusparen.
Unsere Landwirte, meine sehr geehrten Damen und Herren, stehen für hoch qualitative Lebensmittel. Sie pflegen unsere Kulturlandschaft, sie wirtschaften nachhaltig und gentechnikfrei. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Wir steigern daher die Ausgaben im Bereich der Marktordnung – Direktzahlung, Betriebsprämien und andere Modelle – um rund 64 Millionen € auf 802 Millionen €, bei der ländlichen Entwicklung, die ein Kern- und Herzstück der österreichischen Agrarpolitik ist, um rund 50 Millionen € auf 557 Millionen €.
Hohes Haus! Doris Bures ist dafür verantwortlich, dass Österreich auf die Überholspur kommt, was die bestmögliche Infrastruktur betrifft. An Investitionen in die Infrastruktur führt kein Weg vorbei. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) In den Ausbau und die Modernisierung von Schiene und Straße wird daher mehr als jemals zuvor investiert. Baureife Projekte werden vorgezogen. Allein die ÖBB planen 2009 und 2010 Investitionen in die Schieneninfrastruktur von 2,2 Milliarden €. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Die Investitionen der ASFINAG steigen auf rund 1,3 Milliarden €, und auch die BIG erhöht ihre Investitionen. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Sicherheit – das hat auch Maria Fekter in den Verhandlungen klargemacht und deutlich gemacht, und ich teile ihre Haltung – muss uns etwas wert sein. Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung werden auch in Zukunft oberste Ziele bleiben. (Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Warnung, denn so schlimm wie jetzt war es noch nie!) Herr Kollege Strache! Wir stellen daher Budgetmittel für 1 000 zusätzliche Polizisten für Österreich sicher. Das ist ein Ergebnis der Budgetverhandlungen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Wichtig ist uns auch, dass eine beschleunigte Abarbeitung offener Asylverfahren bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer hohen Qualität vonstatten gehen kann. Daher wird der Personalstand des Bundesasylamts bis Ende 2010 um 105 Planstellen erhöht.
Mehr Sicherheit bedeutet auch zusätzliche Maßnahmen im Bereich der Kommunikations- und Informationstechnologie. Wir sichern den weiteren Ausbau des Digitalfunksystems BOS. Der Ausbau und die Ausweitung der Präventions‑ und Aufklärungsarbeit, die Hebung der Verkehrssicherheit und die verstärkte internationale Zusammenarbeit werden auch mehr Sicherheit bringen.
Für innere Sicherheit stellen wir 2009 mit 2,34 Milliarden € rund 100 Millionen € mehr zur Verfügung als 2008. 2010 werden es sogar 2,36 Milliarden € sein.
Sicherheit bedeutet aber auch der Fortbestand und die Weiterentwicklung des Rechtsschutzes der Bevölkerung. Eine korrekte und faire Rechtsprechung ist unabdingbar für das Funktionieren unserer Demokratie. Für die Jahre 2009 und 2010 sieht der Bundesvoranschlag für Claudia Bandion-Ortners Budget daher je 1,17 Milliarden € vor. Sie kann wegen ihrer straffen Verhandlungsführung Schwerpunkte bei zahlreichen Reformvorhaben setzen – das ist gerade in der derzeitigen Situation für den Wirtschaftsstandort Österreich von Bedeutung –, zum Beispiel die anstehende GmbH‑ oder Insolvenzrechtsreform, die Schaffung eines modernen Haupt‑ und Rechtsmittelverfahrens oder auch die Verbesserung und Anpassung im Korruptionsstrafrecht.
Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich des Familienrechts mit besonderem Augenmerk auf den Schutz unserer Kinder. Wichtige Bereiche sind auch die Versorgung mit Sachwaltern und Opferschutzmaßnahmen.
Aufgrund seines Geschlechts darf in Österreich niemand benachteiligt werden. Daher erhöhen wir 2009 die Ausgaben für aktive Frauenpolitik und damit das Budget von Gabriele Heinisch-Hosek um 1,24 Millionen €. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Sicherstellung der Frauenberatung und der Interventionsstellen gegen Gewalt. Wir gehen allerdings einen Schritt weiter: Mit der Verankerung von Gender Budgeting wird ein wichtiger Schritt zur Erreichung eines geschlechtergerechten Haushalts gesetzt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Weinzinger: Staatssprache ist Deutsch!)
Die Aufrechterhaltung eines aktiven und leistungsfähigen Landesverteidigungssystems als Grundpfeiler unseres Staatswesens steht außer Frage. Ich und wir bekennen uns dazu. Deshalb habe ich mit Norbert Darabos vereinbart, die Ausgabensumme für Landesverteidigung und Sport im Jahr 2009 auf 2,21 Milliarden € anzuheben. Die Einsatzbereitschaft unseres Heeres im In- und im Ausland ist damit in vollem Umfang sichergestellt.
Auch im Bereich Sport haben wir Vorsorge getroffen, dass Zukunftsprojekte baulicher Natur – Eishalle Innsbruck, Stadionrückbauten, Vorbereitung auf die alpine Schiweltmeisterschaft in Schladming und so weiter – entsprechend dotiert werden können.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Unsere Stimme in der Welt gehört gehört! (Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Oje, oje!) Da sind Michael Spindelegger und ich völlig einer Meinung. Wir wollen Wien als Zentrum der Außenpolitik in Europa und in der Welt stärken und das aktive Engagement Österreichs in der Europäischen Union fortführen. Eine besondere Herausforderung für uns stellt ohne Zweifel die Wahrnehmung unserer Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat dar. Vertreten durch Michael Spindelegger werden wir in den kommenden Jahren bei den
weltpolitischen Entscheidungen aktiv mitreden. Daher stehen 435 Millionen € im Jahr 2009 und 440 Millionen € im Jahr 2010 zur Verfügung.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Alois Stöger, in der Verantwortung des Gesundheitsministeriums gibt es eine weite Bandbreite für Pflege und Gesundheit. Altern in Würde zu ermöglichen ist eine der zentralen Aufgaben unseres Gemeinwesens. Daher werden wir die Rahmenbedingungen für pflegebedürftige Menschen verbessern und eine Valorisierung des Pflegegelds um durchschnittlich 5 Prozent beschließen. Dafür werden wir 2009 in Zusammenhang mit den demographischen Auswirkungen 182,7 Millionen € mehr aufwenden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Öllinger: Falsches Ressort!)
Die Mittel für Maßnamen zugunsten von Menschen mit Behinderung sind für 2009 mit 72 Millionen € dotiert. Das ist gelebte Solidarität, die sich in unseren Budgetzahlen widerspiegelt.
Wir müssen bereits bei der Gesundheitsvorsorge beginnen und diese auf hohem Niveau sicherstellen. Für Gesundheitsvorsorge, Gesundheits- und Ernährungssicherheit und im Besonderen für das weitere Funktionieren der Gebietskrankenkassen wurden 865 Millionen € für 2009 und 993 Millionen € für 2010 eingeplant. Für die Stabilisierung der finanziellen Situation der gesetzlichen Krankenkassen sind für 2009 als Soforthilfe 45 Millionen € budgetiert. Zusätzlich 100 Millionen € gibt es für 2010 zur Unterstützung der Kassen, wenn sie – nur dann, wenn sie! – die notwendigen Strukturmaßnahmen einzuleiten beginnen und auch umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Bevor ich zu meinem Ressort komme (Abg. Ing. Westenthaler: „Ministrantenministerium“!), noch ein Wort zu den Pensionistinnen und Pensionisten.
Einen Großteil unseres heutigen Wohlstandes haben wir ihrem unermüdlichen Einsatz für unser Land zu verdanken. Daher wurden die Pensionen bereits per 1. November 2008 überproportional erhöht. Um Kaufkraft und Lebensstandard der Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich zu erhalten und zu stärken, wurden die Pensionsanpassung für 2009 und die Erhöhung der Ausgleichszulagenrichtsätze auf den 1. November 2008 vorgezogen. (Abg. Ing. Westenthaler: Unter der Inflationsrate, Herr Minister!) Für diese Maßnahmen hat die Regierung rund 1,14 Milliarden € aufgewendet, und für das Jahr 2009 stehen insgesamt 8,4 Milliarden € an budgetären Mitteln zur Verfügung und 8,8 Milliarden € für das Jahr 2010.
Damit komme ich nun zu den Bereichen, die meine Ressortzuständigkeit betreffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das „Ministrantenministerium“!)
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Zeit der Entlastung ist jetzt! Mit der Steuerreform 2009 hat diese Bundesregierung die größte Steuerentlastung seit Jahrzehnten beschlossen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Mehr Geld in den Börsen der Österreicherinnen und Österreicher bedeutet schließlich und endlich mehr Konsum, mehr Arbeitsplätze und Zukunftssicherheit für Österreich. Allein für die Tarifsenkung haben wir 2,3 Milliarden € in die Hand genommen, die direkt in den Geldbörsen der Menschen in Österreich ankommen. Rückwirkend mit 1. Jänner 2009 wird diese Entlastung in den nächsten Tagen und Wochen tatsächlich spürbar. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind nun Jahreseinkommen von mindestens 16 870 € brutto steuerfrei. Der Eingangssteuersatz und der zweite Grenzsteuersatz wurden gesenkt. Der Betrag, ab dem der Spitzensteuersatz zur Anwendung kommt, wurde von 51 000 € auf 60 000 € angehoben. Gerade der Mittelstand, die Leistungsträger, profitiert von der Tarifsenkung durch unser progressives Steuersystem – je nach Einkommen – in erhöhtem Maße. Diese Entlastungen sind ein klares Bekenntnis
zu den Leistungsträgern in unserem Land, aber auch ein soziales Signal. (Beifall bei der ÖVP.)
Zusätzlich zur Tarifsenkung setzen wir ein klares Zeichen der Entlastung für Unternehmen, denn nur eine starke Wirtschaft schafft auch neue Arbeitsplätze. Der bisherige Freibetrag für investierte Gewinne wird von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern ab 2010 auf bilanzierende Unternehmen ausgedehnt und von 10 auf 13 Prozent erhöht. Zusätzlich wurde das Investitionserfordernis abgeschafft. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Einen weiteren Entlastungsschwerpunkt setzen wir dort, wo Kinder sind. Wir entlasten Familien mit Kindern zusätzlich mit einem Familienpaket in der Höhe von 510 Millionen €. Darin enthalten sind die Anhebung des Kinderabsetzbetrages, des Unterhaltsabsetzbetrages sowie der neue Kinderfreibetrag. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Liebe Christine Marek, ich weiß, dass dir das immer ein ganz besonderes Anliegen war: Erstmals sind auch die Kinderbetreuungskosten bis zu 2 300 € pro Jahr und Kind absetzbar – ein familienpolitischer Meilenstein! Ich bin stolz darauf, das als Finanzminister entsprechend umsetzen zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Weiters haben wir beim Kinderbetreuungsgeld für 2009 Mehraufwendungen gegenüber 2008 von 32,5 Millionen € und bei den Schülerfreifahrten 12 Millionen € vorgesehen. Zusammen mit allen familienpolitischen Maßnahmen ist damit eines klar: Ein 15. Monatsgehalt für Österreichs Familien ist damit Realität! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Meine sehr geehrten Damen und Herren, um ein Beispiel zu bringen: Eine Familie mit zwei Kindern im Alter von 5 und 10 Jahren mit zwei verdienenden Elternteilen – der Vater verdient 2 000 € und die Mutter 1 500 € brutto – mit jährlichen Kinderbetreuungskosten in der Höhe von 2 300 € erspart sich durch die angekündigten Entlastungsmaßnahmen, die in Kürze umgesetzt werden, insgesamt 3 277 €. Das sind familienpolitische Maßnahmen, die unsere Position als eines der familienfreundlichsten Länder der Welt untermauern. Und darauf sollten wir gemeinsam stolz sein! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Nun auch ein Wort zu einem Thema, das nicht nur uns hier, sondern auch die Stammtische immer wieder beschäftigt: das Banken-Paket, das hier mit einem einstimmigen Beschluss verabschiedet wurde.
Ja, wir haben ein Banken-Paket mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden € geschnürt, aber weder der Bundeskanzler noch ich haben uns die damit verbundenen Entscheidungen leicht gemacht, und schon gar nicht haben wir den Banken oder den Managern das hart erarbeitete Steuergeld geschenkt oder werden dies in Zukunft tun. Ganz im Gegenteil: Die Auflagen für die Banken sind hart und eindeutig, auch wenn Sie immer das Gegenteil wider besseres Wissen behaupten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Die Auflagen für die Banken sind hart und eindeutig: Keine Bonuszahlungen für Manager für das Geschäftsjahr 2008 und keinesfalls Bonuszahlungen, wenn sie die Dividende für das geliehene Geld nicht leisten können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit den ÖBB?)
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Banken-Paket ist ein Garantiepaket – und es dient nicht dem Selbstzweck der Banken. (Abg. Grosz: Ausschließlich für die Banken!) Es ist ein Garantiepaket für Millionen Sparer, ein Finanzierungspaket für
Österreichs Betriebe und Unternehmen und auch ein Stabilisierungspaket für die dringend notwendige Stabilisierung unseres Bankensystems. (Beifall bei der ÖVP.)
Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen, dass Sie einstimmig diesem Paket zur Stabilisierung der Banken zugestimmt haben.
Hohes Haus! Wir stehen heute vor gewaltigen Herausforderungen und Aufgaben. Die Welt befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren. Es gilt – und das ist unser Leitsatz beziehungsweise unser Leitmotiv, und ich meine, das muss das Leitmotiv von uns allen in der Politik sein –, die Krise zu meistern, die Wirtschaft zu stärken und den Menschen zu helfen. Und diese Zeit unterscheidet nicht – das werden auch die Diskussionen in den nächsten Monaten und Jahren zeigen –, sie unterscheidet nicht zwischen Regierung und Opposition, sondern nur zwischen richtig und falsch, rechtzeitig und zu spät, verantwortungsvoll und nicht verantwortungsvoll. Das sind die Parameter, an denen wir uns zu messen haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Deshalb appelliere ich an Sie alle: Nützen wir die Chance und erkennen wir jetzt: Nach der Krise darf nicht vor der Krise werden! Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Österreich rasch durch diese Krise kommt und stärker als andere Länder nach dieser Krise dasteht!
Halten wir zusammen! Unsere Heimat steht nicht zum ersten Mal vor großen Herausforderungen, aber gemeinsam können wir dieses Werk meistern, und es wird auch diesmal gelingen.
Das Doppelbudget 2009/2010 und für die nächsten Jahre ist ein Budget der Entschlossenheit. Mit diesem stabilen Fundament schaffen wir es – und wir können es schaffen! – aus eigener Kraft.
Wir stehen vor einer ungewöhnlichen Situation, aber wir können sie sicher gemeinsam meistern: mit Sinn für das Notwendige, mit Gefühl für das Mögliche und in Verantwortung für das Ganze! – Herzlichen Dank. (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ.)
10.12
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich danke dem Herrn Vizekanzler für seine Ausführungen.
Bericht des Unterrichtsausschusses über die Regierungsvorlage (105 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird (169 d.B.)
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gelangen nun zum 2. Punkt der Tagesordnung.
Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.
Wir gehen in die Debatte ein.
Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mayer. Redezeit: 10 Minuten, so wie in der Redeordnung vereinbart. – Bitte.
10.13
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren von der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Bildung ist mehr als Unterricht, und Unterricht ist mehr als in der Klasse stehen. Ich glaube, zu dieser Erkenntnis ist auch derjenige, der der Bildungspolitik fern steht und außer der eigenen Schulbildung keine Erfahrung damit hat, in den letzten
Wochen gekommen. In der Tat ist Bildung einer der wenigen, wenn nicht der einzige Rohstoff, den wir in Österreich haben. Und in einer Wissensgesellschaft, wie sie sich derzeit darbietet und im Entwickeln ist, ist Bildung die zentrale Herausforderung für eine nachhaltige moderne Wohlstandsgesellschaft.
Ich danke an dieser Stelle ganz besonders dem Bundeskanzler für seine klaren und eindeutigen Worte, die dazu geführt haben, dass ein Schlussstrich unter die leidige Finanzierungsdebatte gesetzt wurde, denn das ermöglicht uns, den Blick wieder auf die Inhalte zu richten, und das ist, glaube ich, die zentrale Herausforderung der Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.)
Meine Damen und Herren! Die Bundesregierung hat mit einem engagierten Programm das Projekt „Schule der Zukunft“ gestartet. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht das Kind, steht der junge Mensch, dem wir alle Lebens- und Zukunftschancen eröffnen wollen, die er braucht, um die großen Herausforderungen bewältigen zu können. Das Motto dabei ist, und das soll all diese Maßnahmen begleiten: Starke fordern und Schwächere fördern!
Eines der ehrgeizigen Projekte, das da auf Schiene gestellt wurde, ist der Schulversuch „neue Mittelschule“. Ich kann Ihnen aus persönlicher Erfahrung sagen, wie wichtig es ist, das unselige frühzeitige Ausleseverfahren am Ende der Volksschulzeit zu beseitigen (Beifall der Abg. Mag. Muttonen), da neu die Weichen zu stellen und zu schauen, wie wir die Mittelstufe neu organisieren können. (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, worum es heute geht?)
Derzeit ist es politisch nicht möglich – da haben Sie schon recht, Herr Kollege Westenthaler –, eine gemeinsame Schule umzusetzen, wie sie eigentlich alle Pädagogen, die sich verantwortungsbewusst mit dieser Sache auseinandersetzen, fordern, wünschen und für sinnvoll erachten. Das muss man zur Kenntnis nehmen. Aber weil das derzeit politisch nicht möglich ist, hat Claudia Schmied in sehr engagierter Weise einen neuen Weg versucht, nämlich den Schulversuch „neue Mittelschule“. Dieser wird dazu führen, dass auf der einen Seite die Hauptschulen aufgewertet und näher an die höheren Schulen herangeführt werden – das ist ein wichtiges erstes Ziel – und dass wir auf der anderen Seite eine verbesserte und stärkere individuelle Förderung an den Schulen anbieten können und dass die unzähligen Leistungsgruppen zumindest dort abgeschafft werden, wo sie überflüssig sind.
Das Ziel heißt verstärkte und verbesserte individuelle Förderung, und es freut mich, dass mit dem heutigen Beschluss nach dieser Debatte der Weg dahin geöffnet wird, dass auch kleinere Bundesländer, wie etwa Vorarlberg, über ihr Kontingent hinaus die Möglichkeit haben, von diesem wichtigen Projekt Gebrauch zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass wir dann, wenn die Zeit dafür reif ist, dieses neue System auch flächendeckend einführen können, dass dann auch unsere Mittelstufe so weit entwickelt sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit den zwei Stunden?)
Meine Damen und Herren, das Konzept einer neuen, sozial gerechteren und leistungsstarken Schule ist in der ersten Phase mit vielen weiteren Projekten bestückt. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie schaut es aus mit den zwei Stunden mehr!) Einer der wichtigsten Schritte ist der, dass wir endlich Maßnahmen setzen hin zu einer neuen, modernen Frühpädagogik, die jahrelang, ja jahrzehntelang sträflich vernachlässigt wurde. Das kostenlose verpflichtende Kindergartenjahr, die Sprachstandsfeststellung und damit verbunden eine verbesserte Sprachförderung sind da ganz entscheidende wichtige Verbesserungen und Voraussetzungen.
Wichtig wird auch sein die konsequente Fortsetzung der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. Es wird in einigen Jahren endlich so weit sein, dass wir keine Schulklassen
mehr haben mit 30 Schülern und mehr, sondern dass die Zahl 25 als Höchstgrenze gelten soll und gelten wird und wir dann verstärkt in die individuelle Förderung eintreten können. (Abg. Brosz: Was ist mit den höheren Schulen?) Das ist jetzt auf Schiene und kann mit den neuen Budgetbeschlüssen, die wir heute und in den nächsten Wochen verabschieden werden, tatsächlich umgesetzt werden. (Abg. Brosz: Da ist nichts drinnen von höheren Schulen!)
Ein entscheidender Bereich wird auch die Verbesserung der ganztägigen Betreuungsformen sein. Derjenige, der will, dass sich die Schule der Zukunft nicht nur in der Schule und zu Hause bei den Schülern oder bei den Lehrern oder in den Nachhilfeorganisationen abspielt, sondern dass sie in den Schulen selbst zur Gänze stattfinden kann, muss alle Maßnahmen dieser Bundesregierung, die in Richtung verstärkte Ganztagsförderung gehen, mit unterstützen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind die zwei Stunden jetzt hingekommen? Wir wollen das wissen! Darum geht es heute eigentlich! – Abg. Dr. Strutz: Thema verfehlt!)
Mir ist vollkommen klar, dass es nicht Wunsch der Opposition sein kann, auf neue, konstruktive Vorschläge einzugehen, in eine inhaltliche Debatte einzusteigen, weil es sehr viel leichter ist, oberflächlich über Bildung zu diskutieren, weil man nicht imstande ist, sich inhaltlich der Debatte zu stellen. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Was ist mit ganztägiger Betreuung? Was ist mit verstärkter individueller Förderung? Was ist mit Frühförderung? Wie wollen wir die Chancen der jungen Menschen verbessern? – Das ist im Wesentlichen die Frage, und nicht, wie es gelingt, diese Dinge zu finanzieren! Und da lade ich Sie ein: Bringen Sie endlich ganz konstruktive Ideen und Vorschläge ein, wie Ihre Schule der Zukunft ausschauen soll! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Liegt alles im Ausschuss!)
Aber wir stehen – das soll an dieser Stelle auch miterwähnt und mitdiskutiert werden – vor einer großen Herausforderung, wenn es gilt, über den Klassen- und über den Schulbetrieb hinaus über die Schule der Zukunft zu reden. Ich meine, es wird notwendig sein, sehr schnell und entschieden, wie es heute im Allgemeinen auch vom Herrn Vizekanzler angedeutet wurde, in den Bereich der Verwaltungsreform einzusteigen und dies auch im Bereich der Schulverwaltung entschlossen zu tun. Hier haben wir Doppel- und zum Teil sogar Dreigleisigkeiten, die noch aus der Monarchie stammen, die man tatsächlich entstauben und abschaffen muss, um zusätzliche finanzielle Mittel für die Zukunft zu lukrieren.
Ich sehe darüber hinaus die Gefahr eines in fünf, sechs Jahren auf uns zukommenden Lehrermangels. Wir müssen auch diese Gefahr, diese Entwicklung erkennen! Wenn wir wissen, dass in den nächsten elf, zwölf Jahren die Hälfte der derzeit 120 000 Lehrer in den Ruhestand treten wird und wir auch zumindest diese Hälfte ersetzen müssen, dann müssen wir hier ganz, ganz entscheidend eingreifen!
Wir brauchen dazu – eine diesbezügliche Arbeitsgruppe wurde jetzt eingesetzt – eine neue gemeinsame Ausbildung aller Pädagoginnen und Pädagogen, angefangen von der Frühpädagogik, sprich Kindergärtnerinnen/Kindergärtner, bis hinauf zu Volks-, Haupt- und natürlich auch AHS-Lehrern – dieses neue Ausbildungsmodell muss und wird auf Schiene kommen! – und ein neues Dienst- und Besoldungsrecht, das es auch für junge Kollegen attraktiver macht, bei gleicher Lebensverdienstsumme in diesen Beruf einzusteigen und endlich auch diesen entscheidenden Schritt zu setzen.
Meine Damen und Herren, wir brauchen – das sage ich als Lehrer, der genauso engagiert Lehrer war und ist wie er Bildungspolitiker ist – vor allem die Umsetzung einer aktiven Schule. Wenn es gelingen soll, bei den Schülern Motivation und Lust am Lernen zu wecken und diese auch zu erhalten – das sind entscheidende Fragen –, dann brauchen wir Lehrer, die motiviert sind! Ich sage Ihnen: Motivation im Bildungs-
bereich ist nicht alles, aber ohne Motivation ist alles nichts! Und wir alle zusammen tun gut daran, gemeinsam dafür zu arbeiten, um diese Motivation zu erhöhen und sie nicht zu untergraben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Die Schule der Zukunft hat das verdient und die Schule der Zukunft, meine Damen und Herren, verdient Ihre und unsere volle Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Er bringt es zusammen, dass er keinen einzigen Satz ...! Keinen einzigen Satz!)
10.23
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Amon zu Wort. Redezeit: 10 Minuten, wie vereinbart. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Werner Amon sagt sicher etwas zur aktuellen Geschichte, denn das wäre ja sonst ein Trauerspiel!)
10.23
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Wir debattieren heute eine Änderung des Schulorganisationsgesetzes, in der es darum geht, eine neue Grenze festzusetzen. Die ursprüngliche Grenze hat festgelegt, dass man betreffend die sogenannten Modellschulen pro Bundesland nur zu 10 Prozent solche Schulen erproben kann. Diese Grenze wird verändert: Es wird eine bundesweite Grenze von 10 Prozent eingeführt und damit die Möglichkeit geschaffen, eine erhöhte Flexibilität für solche Modellversuche sicherzustellen.
Das ist, so denke ich, eine gute, eine richtige Entscheidung, die das Parlament heute treffen wird, weil damit das erreicht wird, was der Finanzminister auch in seiner heutigen Budgetrede so eindrucksvoll verlangt hat, es ermöglicht nämlich ein Zurück zur inhaltlichen bildungspolitischen Debatte, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Ich gehe vollkommen konform mit meinem Vorredner, dem Bildungssprecher von der Sozialdemokratie, wenn er meint, dass er froh darüber ist, dass die leidige Finanzierungsdebatte nunmehr ein Ende findet, es gilt aber doch, dazu ein paar Worte zu sagen.
Zunächst einmal die gute Nachricht: Es wird in dieser Woche keinen Streik der Lehrerinnen und Lehrer geben, weil Gott sei Dank in der Nacht ein Kompromiss zustande gekommen ist. – Das ist, so denke ich, die gute Nachricht des heutigen Tages. (Abg. Jury: Ein fauler Kompromiss! Ein fauler Kompromiss!) Damit haben auch alle Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder und Jugendlichen entsprechend versorgt sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Ministerin ist eingeknickt!)
Dieser Kompromiss war notwendig, weil die Frau Bildungsministerin vorgeschlagen hat, dass künftig alle Lehrerinnen und Lehrer zwei Unterrichtsstunden mehr leisten sollen – ein Vorschlag, der berechtigterweise umstritten war, denn er hätte bedeutet, dass zumindest 10 000 junge Lehrerinnen und Lehrer ihren Job verloren hätten. (Abg. Jury: Das ist falsch! Das ist falsch! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Er hätte auch ein negatives Signal gebracht für jene, die gerade Pädagogische Hochschulen oder Lehramtsstudien absolviert haben, denn die Perspektive, im Bildungssystem eine berufliche Zukunft zu haben, wäre damit vereitelt worden.
Dennoch bin ich froh darüber, dass es in der Nacht zu einem Kompromiss gekommen ist, und diesen möchte ich Ihnen auch zur Kenntnis bringen. Ich zitiere aus dem Vortrag an den Ministerrat:
Es wird zur Einführung eines Altersteilzeitmodells kommen. Es wird zur Umsetzung eines Überstundenzeitkontos kommen. Es wird bei den L2-Lehrern zu einer Umstel-
lung auf 1L-Verträge kommen. Es wird zu einer Erhöhung der Supplierverpflichtung bei Landeslehrern von 10 auf 20 Stunden kommen, bei den Bundeslehrer wird es bei der Supplierverpflichtung eine Erhöhung um 10 Stunden geben. Es kommt zu einer Fülle von Abschlägen bei diversen Zuschlägen und zu einer Reduzierung von Mehrdienstleistungsfaktoren.
Es kommt auch zu einem Wegfall aller schulautonomen Tage, und es ist vereinbart worden, dass es ein neues Lehrerdienstrecht geben soll, bei dem sichergestellt wird, dass es zu einem Kippen der Einkommenskurve hin zum Anfang kommt. Das bedeutet höhere Einstiegsgehälter für jüngere Lehrerinnen und Lehrer bei einem flacheren Verlauf der Kurve, also ein Abflachen der Auswirkung des Senioritätsprinzips.
Das ist eine große solidarische Leistung auch der Lehrerinnen und Lehrer, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.) Es ist eine solidarische Leistung der Lehrerinnen und Lehrer, um sicherzustellen, dass Kollegen mit befristeten Verträgen nicht ihren Beruf verlieren, und es ist eine solidarische Leistung jüngeren Ausgebildeten gegenüber, um ihnen eine Perspektive zu geben, künftig im Bildungssystem eine berufliche Zukunft haben zu können. Ihnen möchte ich ganz herzlich an dieser Stelle danken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ich möchte auch dafür danken, dass der Herr Finanzminister im letzten Moment in die Debatte, in die Verhandlungen eingegriffen hat – ich stehe nicht an, selbstverständlich auch dem Herrn Bundeskanzler dafür zu danken –, und damit erreicht hat, eine Lösung zu ermöglichen: eine Lösung in einem Konflikt, der uns in der Tat in der bildungspolitischen Debatte gehemmt hat, denn das, was wir hier geführt haben, war keine bildungspolitische Debatte, sondern es war eigentlich eine Debatte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Hinblick auf eine Mehrleistung, die zu erbringen wäre. (Ruf bei der ÖVP: Eine Arbeitszeitdebatte!)
Das ist keine bildungspolitische Debatte, es ist eine sozialpartnerschaftliche Debatte, und diese Debatte hätte man in Wahrheit viel früher führen können, man hätte sie viel unaufgeregter führen können und man hätte sie auch früher einer Lösung zuführen können. – Danke, Herr Finanzminister, dass Sie es ermöglicht haben, dass wir nunmehr zu einer Lösung gefunden haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Ich möchte es nicht verabsäumen – und ich kehre damit zur inhaltlichen Diskussion zurück –, Folgendes anzumerken, weil ich glaube, dass es wichtig ist: Wir diskutieren heute die Änderung des Schulorganisationsgesetzes, und uns ist mit dieser Änderung und der Möglichkeit, künftig unterschiedliche Modellschulversuche in den einzelnen Bundesländern durchzuführen, eines gelungen, nämlich dass wir die Vielfalt des österreichischen Bildungssystems weiterentwickeln, indem wir zumindest einen solchen Modellschultyp im jeweiligen Bundesland erproben. Dort kann man sich das anschauen, hat aber diese Modellschulen dann am Ende des Tages einer entsprechenden Evaluierung zu unterziehen, denn wir haben da auch schon durchaus negative Erfahrungen gemacht mit einer Fülle von Schulversuchen, die letztlich nicht evaluiert wurden, die vielleicht ins Regelschulwesen übergeführt wurden oder auch schlicht und einfach als Schulversuche bestehen geblieben sind, und ich glaube, das wäre hier der falsche Weg.
Ich denke, es ist richtig, sicherzustellen, dass diese Modellschulen entsprechend evaluiert werden und am Ende des Tages verglichen wird, wie sich neue Modelle im Vergleich zum bestehenden Bildungssystem bewähren, um dann die guten Modelle in das Regelschulwesen überzuführen.
Um aber sicherzustellen, dass diese Evaluierung einerseits stattfindet und dass diese Evaluierung andererseits auch eine ist, die eine echte Vergleichbarkeit ermöglicht, wollen die Regierungsparteien heute auch einen entsprechenden Entschließungsantrag einbringen, was ich hiermit tue.
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur wird ersucht, unter Berücksichtigung folgender Punkte ein umfassendes Evaluationskonzept zu den Modellversuchen auszuarbeiten:
Begleitung durch den wissenschaftlichen Beirat des BIFIE;
Beachtung der Ausgewogenheit der Vergleichsinstrumente, etwa Bildungsstandards;
Darstellung der Entwicklung der Modellschulversuche im Vergleich zum Regelschulwesen. Der gegebenenfalls unterschiedliche Ressourceneinsatz soll getrennt vom Evaluationskonzept administrativ erhoben werden;
Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen AHS-/HauptschullehrerInnen in den Klassen der Modellschulversuche und an den jeweiligen Standorten sowie die Analyse des Kooperationsklimas und der Kooperationserfahrungen;
Gewährleistung eines umfassenden Informationsflusses an die Schulpartner.
Weiters wird die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur ersucht, den gemäß § 7a Abs. 4 SchOG zu erstellenden Ergebnisbericht dem Nationalrat vorzulegen.“
*****
Damit, meine Damen und Herren, ist sichergestellt, dass wir nicht Modellschulversuche in einzelnen Bundesländern haben, die dann möglicherweise ohne eine entsprechende Evaluierung ins Regelschulwesen übergeführt werden. Ich denke, es ist notwendig, sich das anzuschauen.
Es ist auch notwendig, die Schule insgesamt weiterzuentwickeln, sie in ihrer Autonomie zu stärken, denn wir alle wissen, dass kleinere Einheiten flexibler sind als größere Einheiten. Die Autonomie der Schule wird sicherstellen, dass es auch künftig Schwerpunktsetzungen in den einzelnen Schularten gibt.
Es ist wichtig, die Schulpartnerschaft zu stärken – wir haben gerade in den letzten Wochen erlebt, dass das nicht immer der Fall war. Ich möchte wirklich darum ersuchen – und ich glaube, dass alle politischen Kräfte ein Interesse daran haben müssen –, dass in allen bildungspolitischen Fragen alle Schulpartner eingebunden werden, sie um ihre Meinung gefragt werden und sich dementsprechend einbringen können.
Letztlich ist auch die Frühkindpädagogik wichtig, und ich unterstütze da meinen Kollegen Mayer in diesem Punkt, den er angesprochen hat. Es ist gerade erst Staatssekretärin Marek gelungen, in diesem Zusammenhang einen Meilenstein auch in der Frage der Kinderbetreuung zu setzen. Ich halte das für einen Erfolg, und ich gratuliere Ihr dazu sehr herzlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Gerade die Ideen von Elisabeth Gehrer wie die Sprachstandsfeststellung und die Einführung der Bildungsstandards zeigen, wie notwendig es ist, Bildung ständig weiterzudenken, das Bildungssystem weiterzuentwickeln. Ich denke, wir haben einer-
seits mit dem Kompromiss, der in der Nacht gefunden wurde, und mit der heutigen Regierungsvorlage einen weiteren wesentlichen Schritt gesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
10.33
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht damit auch mit in Verhandlung.
Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Elmar Mayer, Werner Amon MBA, Kolleginnen und Kollegen betreffend Ausarbeitung eines objektiven, transparenten und mit dem bestehenden Regelschulwesen vergleichbaren Evaluationskonzepts zu den Modellversuchen
eingebracht im Zuge der Debatte über den Bericht des Unterrichtsausschusses über die Regierungsvorlage (105 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird (169 d.B. (XXIV. GP))
Einhergehend mit der Flexibilisierung der Obergrenze der Anzahl der Klassen, die an Modellschulversuchen nach § 7a SchOG eingerichtet sind, wonach für Pflichtschulen die Möglichkeit besteht, die 10 % der Anzahl der Klassen an öffentlichen Pflichtschulen im jeweiligen Bundesland zu überschreiten, wenn dadurch 10 % der Anzahl der Klassen an öffentlichen Pflichtschulen im Bundesgebiet nicht überschritten wird, haben die Anträge für Modellversuche, die ab dem Schuljahr 2010/11 begonnen werden sollen, bereits Ausführungen über eine festzulegende wissenschaftliche Begleitung zu enthalten.
Um diese nun auch gesetzlich vorgesehene Begleitung zu präzisieren, treten die unterfertigten Abgeordneten für die Ausarbeitung eines objektiven, transparenten und vor allem mit dem bestehenden Regelschulwesen vergleichbaren Evaluationskonzepts zur festgelegten wissenschaftlichen Begleitung der Modellversuche nach § 7a SchOG ein, das pädagogisch inhaltliche Kriterien und die Qualität des Unterrichts entsprechend abbildet sowie einen möglichen unterschiedlichen Ressourcen-Einsatz berücksichtigt.
Ein fundiert ausgearbeitetes, wissenschaftlichen Qualitätserfordernissen entsprechendes Evaluationskonzept hat folgende zentrale Elemente zu enthalten, um einerseits bestmögliche wissenschaftliche Begleitung zu gewährleisten und andererseits die erzielten Ergebnisse mit dem bestehenden Regelschulwesen objektiv vergleichen zu können:
Um die wissenschaftliche Begleitung optimal gewährleisten zu können, bedarf es einer Einreichung und Begutachtung des Evaluationsplans beim wissenschaftlichen Beirat des BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens).
Es ist auf die Ausgewogenheit der Vergleichsinstrumente (Noten und andere Bewertungen) zu achten, um eine optimale und aufschlussreiche Aussagekraft im Vergleich der Klassen von Modellschulversuchen mit Klassen aus dem Regelschulwesen der Sekundarstufe I zu erreichen. Das (summative) Evaluationskonzept muss Schülerleistungen mit den Testinstrumenten der Bildungsstandards der 8. Schulstufe messen. Auf diese Weise können Leistungsvergleiche mit allen Schultypen in allen Standorten gezogen werden.
Darstellung der Entwicklung der Modellschulversuche im Vergleich zum Regelschulwesen. Der gegebenenfalls unterschiedliche Ressourceneinsatz soll getrennt vom Evaluationskonzept administrativ erhoben werden.
Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen AHS-/ Hauptschullehrer/innen in den Klassen der Modellschulversuche und an den jeweiligen Standorten sowie die Analyse des Kooperationsklimas und der Kooperationserfahrungen.
Gewährleistung eines umfassenden Informationsflusses an alle Schulpartner über den Ablauf, die Folgen und Konsequenzen des Evaluationsprojekts.
Vorlage des Evaluierungsberichts an den Nationalrat
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur wird ersucht, unter Berücksichtigung folgender Punkte ein umfassendes Evaluationskonzept zu den Modellversuchen auszuarbeiten:
Begleitung durch den wissenschaftlichen Beirat des BIFIE;
Beachtung der Ausgewogenheit der Vergleichsinstrumente, etwa Bildungsstandards;
Darstellung der Entwicklung der Modellschulversuche im Vergleich zum Regelschulwesen. Der gegebenenfalls unterschiedliche Ressourceneinsatz soll getrennt vom Evaluationskonzept administrativ erhoben werden;
Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen AHS-/Hauptschullehrer/innen in den Klassen der Modellschulversuche und an den jeweiligen Standorten sowie die Analyse des Kooperationsklimas und der Kooperationserfahrungen;
Gewährleistung eines umfassenden Informationsflusses an die Schulpartner.
Weiters wird die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur ersucht, den gemäß § 7a Abs. 4 SchOG zu erstellenden Ergebnisbericht dem Nationalrat vorzulegen.“
*****
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte.
10.33
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren auf der Galerie! Meine Vorredner haben Bemerkungen zu dem Kompromiss der letzten Nacht gemacht. Dieser „Kompromiss“ – den ich aber nur Anführungszeichen setzen möchte – wurde nach acht Wochen erzielt: nach acht Wochen voll Aufregung, Rücktrittsdrohungen und Rücktrittsaufforderungen und Streikdrohungen.
Der Streik für Donnerstag stand bereits im Raum, aber dann kam es endlich zu einem Sechsaugengespräch um die Mittagszeit. Die Frau Bundesministerin wurde in der nunmehr doch zur Chefsache erklärten Frage dieser Diskussion ins Kanzleramt zitiert, und es gab dann ein Gespräch mit dem Herrn Bundeskanzler und mit dem Herrn Vizekanzler, zugleich Finanzminister, das offensichtlich – so wie es diejenigen, die vor Ort waren, kommentiert haben – eher eine Kopfwäsche gewesen sein dürfte, ablesbar
an den steinernen Mienen, mit denen alle Beteiligten das Haus verlassen haben. (Abg. Dr. Strutz: Das war eine Hinrichtung!)
Kompromiss? – In Österreich gibt es das Sprichwort: Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. – Das wurde mit dem gestrigen Kompromiss außer Kraft gesetzt. Jetzt lautet es: Wenn sich zwei streiten, dann büßt das der Dritte, und in diesem Fall ist es der Steuerzahler in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Bei allen Dankesgesten meiner Vorredner von Rot und Schwarz habe ich eigentlich nur eines gesehen: Der Dank an die Steuerzahler ist ausgeblieben. – Der muss hier aber erstattet werden! Meine Damen und Herren, auch an den Fernsehschirmen! Sie sind es, die die Zeche dafür bezahlen müssen, dass hier eine Diskussion abgeführt wurde, die es so nicht hätte geben müssen, denn das Finanzloch ist ja nur deswegen entstanden, weil es ein Prestigeprojekt gibt. Es ist dies die neue Mittelschule, das neue Schlagwort für die Gesamtschule, bezüglich der die ÖVP aufgegeben und sich aus der inhaltlichen Bildungspolitik zurückgezogen hat.
Der Herr Bildungssprecher Amon hat gemeint: Ja, jetzt können wir endlich zurückkehren zur inhaltlichen Bildungspolitik! – Wo war Sie denn geblieben die zweieinhalb Jahre, seit die Frau Bundesminister mit Ihnen in der Koalition ist? – Sie war nicht vorhanden! (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Stattdessen nur diese Frage der letzten Tage und Wochen, was man jetzt mit der Unterrichtszeit macht, so wie es eben bereits richtig gesagt wurde, nämlich: Das war ein Frage der Arbeitsplätze!
Was sind jetzt die Alternativen beziehungsweise was wurde mit dem Gordischen Knoten der letzten acht Wochen gemacht? Wurde er aufgeknüpft? – Nein! Das macht man mit einem Gordischen Knoten nicht, der wird mit dem Schwert durchgeschlagen! Aber selbst das wurde nicht getan, der Gordische Knoten wurde, so wie er ist, genommen, und dann hat man gesagt: Der kommt jetzt einmal ins Kästchen hinein, und in zwei Jahren schauen wir weiter!
Stundung der Mieten der Schulgebäuden an die BIG. – Was ist das jetzt für ein segensreicher Vorschlag? Wird es jetzt das oder ähnliche Maßnahmen in Wien auch für die Miete in den Gemeindebauten geben? (Beifall bei der FPÖ.)
Das sind doch kurzsichtige Maßnahmen. Man glaubt, dass die Probleme wie mit einem Caterpillar einfach weggeschoben werden können. Das ist doch keine seriöse Bildungspolitik! Ich hoffe, Sie haben die Worte des Herrn Finanzministers, man müsse sehr sorgsam mit den Mitteln umgehen, weil man die späteren Generationen ja nicht zu sehr belasten darf, noch im Ohr. Das ist bereits der erste Bruch dessen, was uns der Herr Finanzminister in seiner Budgetrede vorhin erzählt hat! (Beifall bei der FPÖ.)
Es geht aber nicht nur darum, sondern es wurde auch nebenbei erwähnt, dass sämtliche Junglehrer, die sich über diese Einigung tatsächlich mit Recht freuen können, in ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis übernommen werden. Einsparung: 500 Millionen €, wie ich gelesen habe. – Das bedeutet, der Staat zahlt keine Arbeitnehmerbeiträge. Was ist die Folge? – In 30, 35, 40 Jahren werden die Pensionen unmittelbar aus dem Budget bezahlt werden müssen. (Abg. Neugebauer: Jetzt auch schon!) – Das heißt, es sind nicht nur zwei Jahre, sondern hier wird mit dem Caterpillar weggeschoben.
Um zum Thema zurückzukommen: Die ÖVP hat sich bildungspolitisch abgemeldet. Das Zulassen des Schulversuches Gesamtschule, noch dazu in einer Form der Ausweitung im Rahmen der 10-prozentigen Möglichkeiten – damit man hier, wie es so schön heißt, flexibel sein kann (Zwischenruf des Abg. Amon) –, bedeutet nichts anderes, als dass die ÖVP da aufgegeben hat, denn jeder weiß ganz genau, dass die Schulversuche derartig gefördert werden, dass ein Scheitern von vornherein gar nicht
in Frage kommen kann. Das ist einfach die Immanenz, die dem innewohnt! Sie müssen wissen, dass trotz der von Ihnen geforderten Evaluierung und Ähnlichem, das Sie uns hier auf den Tisch gelegt haben, die neue Mittelschule, die Gesamtschule kommen wird, obwohl, wie Sie richtig gesagt haben, die Probleme ganz woanders liegen.
In den letzten Wochen gab es aber tatsächlich ein bildungspolitisches Thema in Österreich, dieses wurde jedoch von der Reformbewegung, die sich gezeigt hat, überhaupt nicht gestreift. Auf Grund der Initiative des Freiheitlichen Klubs wurden hier einmal Zahlen auf den Tisch gelegt, wie es mit dem Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache in den Schulen aussieht. Hier hätte es einen Handlungs- und Reformbedarf gegeben, aber hier ist absoluter Stillstand, absolute Lähmung! (Beifall bei der FPÖ.)
Ein kleines Thema am Rande: Im Zuge der letzten Sitzung des Bildungsausschusses haben wir gesehen, dass zahlreiche Petitionen, zahlreiche Schreiben an die Mitglieder gerichtet wurden mit der Forderung, dass die Privatschulen endlich auch eine Förderung bekommen sollen, dass sie genau so zu stellen sind wie öffentliche und auch konfessionelle Schulen. Es gibt auch ein entsprechendes Netzwerk dazu. Und diese Briefschreiber haben sich beim Kollegen Walser von den Grünen dafür bedankt, dass er diese Initiative ergriffen hat.
In diesem Trägerverein von ungefähr 60 privaten Schulen gibt es eine Geschäftsführerin, die Bezirksrätin der Grünen im Alsergrund ist.
Es scheint mir aber schon wichtig zu sein, dass man, wenn diese Schulen schon Geld vom Staat fordern, auch schaut, ob sie auch dem öffentlichen Auftrag gerecht werden. Ich habe daher an diesen Trägerverein eine entsprechende Anfrage gerichtet mit dem Ersuchen, dass uns diese Privatschulen auch mitteilen, wie hoch der Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache bei ihnen ist.
Es kommt mir nämlich so vor, als wären es in Österreich insbesondere Grün-Anhänger, die sagen: Integration ist so wahnsinnig wichtig, aber bei meinem Kind nicht, das kommt in die Privatschule! (Beifall bei der FPÖ.)
Das ist das System: Wasser predigen, Wein trinken! – So kann es nicht sein! Daher erwarten wir eine entsprechende Aufklärung über diese vermehrten Tätigkeiten; vorher kann es kein staatliches Geld geben. Es wäre ja noch schöner, wenn der Luxus für ihre eigenen Kinder auch noch vom Staat finanziert werden sollte.
Hier muss Gerechtigkeit geschaffen werden, die öffentlichen Aufträge müssen erfüllt werden, dann kann man berechtigterweise darüber sprechen.
Zurück zur ÖVP – Verabschiedung von der inhaltlichen Bildungspolitik: Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Bildungspolitik der ÖVP eigentlich nur darin besteht, die Besitzstände zu halten – in den Landesschulräten, Bezirksschulräten, bei den Direktorenposten, bei den Lehreranstellungen, was es da halt so alles gibt –, und man meint, inhaltlich müsse man da nichts tun.
Wir glauben, dass das Grundübel die „Neue Mittelschule“ selbst ist; da ist die Finanzierung gescheitert.
Daher bringen wir auch einen Entschließungsantrag ein, der für uns wichtig ist:
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Dr. Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stopp für Modellversuch „Neue Mittelschule“
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Modellversuche ,Neue Mittelschule‘ zu stoppen sowie ein modernes Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer, eine einheitliche Lehrerausbildung und eine umfassende Schulverwaltungsreform zu schaffen.“
*****
Das sind nämlich die wesentlichen Punkte, alles andere kommt später! (Beifall bei der FPÖ.)
Wozu ich ein klares Ja sage, ist die Frühkindbetreuung.
Zu den Ausführungen des Kollegen Mayer auch noch ein Wort: Herr Kollege Mayer, Sie haben gesagt, die Lehrer müssen motiviert sein. – Sprechen Sie mit Ihrer eigenen Bundesministerin, ob die Motivation durch Ihre Frau Bundesminister in den letzten acht Wochen tatsächlich gegeben war! (Beifall bei der FPÖ.)
10.42
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung.
Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Dr. Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Stopp für Modellversuch „Neue Mittelschule“
eingebracht im Zuge der Debatte zu TOP 2 betreffend den Bericht des Unter-richtsausschusses über die Regierungsvorlage (105 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird (169 d.B.) in der 19. Sitzung des Nationalrates am 21. April 2009
Die „Neue Mittelschule“ ist ein unfinanzierbarer Monsterflop, die Lehrer sollen die Zeche zahlen für die ideologiegesteuerte Bildungspolitik der SPÖ. Vor lauter Schulversuchen - Stichwort neue Mittelschule - fehlen die Lehrer für den „normalen“ Unterricht. Aber das rote Kernziel in der Schulpolitik wird auch von Ministerin Schmied hartnäckig weiterverfolgt: Die Schüler müssen möglichst ganztags in die Einheitsschule. Und weil mehr Lehrer nicht leistbar sind, müssen eben die vorhandenen Lehrer länger dortbleiben bzw. mehr unterrichten.
Die Lehrergewerkschaft ist einerseits unfähig, diese Zusammenhänge aufzuzeigen, andererseits schadet sie dem Ruf der Lehrer durch ihr öffentliches Mauern gegen jede Art der Veränderung. Dabei wären die neuen Forderungen eine gute Gelegenheit für die Gewerkschafter, die wahren Probleme der Lehrerschaft zu thematisieren. Die Lehrer brauchen menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Zu Recht wird von ihnen erwartet, einen modernen Unterricht zu gestalten und dabei auch das Internet und zeitgemäße Präsentationstechniken zu verwenden. Doch wie soll das funktionieren, wenn sich im Konferenzzimmer 50 Lehrer um 2 Computer streiten müssen und schon jeder als privilegiert gilt, der einen eigenen Sessel hat?
Ein Grundübel ist sicher die Schulstundenkürzung durch die damalige Unterrichtsministerin Gehrer 2003 und 2004, gegen die auch die SPÖ Sturm gelaufen ist. Wo bleibt die Zurücknahme dieser Stundenkürzungen durch die schon fast zweieinhalb Jahre im Amt befindliche Bundesministerin Schmied? Sie denkt offenbar nicht daran,
aber Schüler und Lehrer müssen Opfer bringen, damit sie ihre linken Bildungsziele weiterverfolgen kann.
Die Lösung kann nur sein, das Prestigeprojekt ‚Neue Mittelschule‘ zu stoppen. Die Neue Mittelschule ist für eine Reform des österreichischen Bildungssystems mit Sicherheit entbehrlich. Was die FPÖ schon lange prophezeit hat und auch von einer Reihe Bildungsexperten bestätigt wird, ist, dass die Neue Mittelschule schlechterdings zum Nachfolgeschultyp der derzeitigen Hauptschule wird.
Zur Erhöhung der Bildungsgerechtigkeit und Verminderung der Selektivität der österreichischen Sekundarschulen ist es hinreichend, wenn die Schultypen untereinander durchlässig sind.
Durch die von der FPÖ seit langem geforderte Schulverwaltungsreform inklusive Abschaffung der Landes- und Bezirksschulräte stünden sofort frei werdenden finanzielle Mittel für viele positive Neuerungen im Schulwesen zur Verfügung.
Aus diesem Grund stellen die unterzeichnenden Abgeordneten den nachfolgenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Modellversuche ,Neue Mittelschule‘ zu stoppen sowie ein modernes Dienst- und Besoldungsrechts für Lehrer, eine einheitliche Lehrerausbildung und eine umfassende Schulverwaltungsreform zu schaffen.“
*****
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Mag. Stadler zu Wort. 10 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.
10.43
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Das einzig Konkrete, das wir heute aus der Schuldebatte haben, ist, dass der sogenannte Lehrerstreik für den kommenden Donnerstag abgesagt ist.
Herr Kollege Neugebauer, wenn Sie wieder einmal einen Lehrerstreik planen, dann sollten Sie sich vorher darüber Gedanken machen, wer dafür aufkommen muss. Ich sage Ihnen: Wir haben – das sollen die Eltern wissen – Regressforderungen gegen den ÖGB vorbereitet gehabt, und zwar dafür, dass sich die Eltern eine Tagesbetreuung hätten organisieren müssen, wenn man ihre Kinder in der von ihnen finanzierten, mit Steuergeld finanzierten öffentlichen Schule nicht mehr unterrichtet, weil Lehrer in Streik gehen. Und wir haben uns darüber Gedanken gemacht, dass jene Eltern einen anteiligen Ersatzanspruch gegenüber dem ÖGB für das Schulgeld haben, das sie zahlen müssen.
So wird es nicht gehen, dass der ÖGB Streiks verfügt, die Lehrer streiken und dafür bezahlt werden, aber die Eltern sozusagen schauen sollen, wo sie bleiben, und die Kosten dafür tragen. (Beifall beim BZÖ.)
Wenn Sie so etwas wieder einmal vorhaben, werden Sie damit rechnen müssen, dass wir da engagiert auf der Seite der Eltern stehen werden. – Ich hatte mir schon ausgerechnet, was das für mich selbst an Belastungen bedeutet hätte. (Au-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) – Entschuldigen Sie. Natürlich hält es sich in Grenzen. Aber wissen wir, wie lange Lehrer zukünftig unter ÖVP-Ägide streiken werden, wenn sie einmal dabei sind, zu streiken?!
Wissen Sie, was das für Alleinerzieherinnen mitunter bedeuten kann? Haben Sie überhaupt ein Gefühl für Alleinerzieherinnen? (Rufe beim BZÖ: Nein!) – Es kommt mir nämlich nicht so vor, meine Damen und Herren! Nein, es geht nur darum, Besitzstände von Lehrern zu sichern. Alleinerziehende Mütter sind Ihnen völlig egal, das ist das Problem! (Beifall beim BZÖ.)
Sie kennen die Nöte und Sorgen alleinerziehender Elternteile, vor allem alleinerziehender Mütter, die sich ihr Geld sauer an einer Kasse in einem Supermarkt verdienen müssen, nur vom Hörensagen. Das interessiert Sie in Wirklichkeit nicht, weil Sie Besitzstände von Privilegierten schützen müssen. Das haben Sie mit diesem Vorgehen gezeigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist keine Vermutung, das ist eine Erfahrung im Umgang mit der Österreichischen Volkspartei. Ihnen sind soziale Anliegen das Letzte, was Ihnen wichtig ist, meine Damen und Herren, das Allerletzte. (Beifall beim BZÖ.)
Frau Bundesministerin Schmied, ich muss Sie an Ihre Rücktrittsdrohung erinnern. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, wieso sitzt sie noch dort?) Ich habe das nicht verstanden.
Ich zitiere es noch einmal für jene, die es nicht mehr in Erinnerung haben. 5. März 2009 – ich habe nur eine Tageszeitung herausgenommen –:
„Mein Rücktritt wäre die Konsequenz“. Mit diesen Worten droht Bildungsministerin Claudia Schmied, SPÖ, im „Standard“-Interview ihren politischen Rückzug an, falls die von ihr geforderten Strukturmaßnahmen – das ist etwas anderes als das, was gestern am Abend herausgekommen ist –, konkret die Verlängerung der Unterrichtspflicht für Lehrer um zwei Stunden, bei dem zur Verfügung stehenden Budget nicht kommen sollten. – Zitatende. (Abg. Ing. Westenthaler: Wann war das?) – 5. März 2009, das ist noch gar nicht so lange her.
Frau Bundesministerin, es ist nicht so, dass ich mir Ihren Rücktritt jetzt wünschen würde, ich habe nur nicht verstanden, wieso Sie mit einer Rücktrittsforderung anfangen und dann dermaßen erbärmlich in die Knie gehen. Das ist das Problem, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Wenn Sie schon mit dem Geschütz einer Rücktrittsdrohung auffahren, dann müssen Sie das bis zum Schluss durchziehen, dann müssen Sie gegen die Betonierer aus der ÖVP-Lehrergewerkschaft unter der Führung des Gewerkschaftspräsidenten Neugebauer Härte zeigen, dann müssen Sie Steherqualitäten zeigen – und nicht bei der ersten Gelegenheit nach acht Wochen umknicken.
Wenn Sie mit einer Rücktrittsforderung auffahren, dann sollten Sie mehr Steherqualität zeigen – oder Sie müssen wirklich zurücktreten. Ich hätte mir das nicht gewünscht. Ich hätte mir gewünscht, dass Sie Steherqualität zeigen.
Meine Damen und Herren, der wahre Unterrichtsminister heißt mittlerweile Walter Riegler, denn ohne ihn geht gar nichts mehr! (Abg. Bucher: So ist es!)
Frau Minister Schmied, Sie könnten jetzt wirklich zurücktreten, es würde niemandem auffallen, denn Walter Riegler ist ja da. Der Gewerkschaftsfunktionär übernimmt das Ressort, wenn es sein muss, kalt. Er schafft an – nicht Sie, Frau Bundesminister, schaffen an, sondern Walter Riegler schafft an! Walter Riegler und die ÖVP-Gewerkschaft leiten in Wirklichkeit das Unterrichtsministerium.
Sie, Frau Bundesministerin, hätten – und ich sage Ihnen dazu: Sie haben sie nach wie vor –, Sie haben und hatten damals bei Beginn dieser Debatte eine breite Unterstützung durch die Mehrheit dieses Hauses. Nicht die ÖVP, nicht Ihr Regierungspartner, aber die breite Mehrheit dieses Hauses war auf Ihrer Seite und ist auf Ihrer Seite. Sie haben eine breite Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich. Meine Damen und
Herren, was kann man sich Besseres wünschen als eine Mehrheit im Parlament, eine Mehrheit im Volk (Abg. Bucher: Gehabt, heute nicht mehr!) – und dagegen steht nichts anderes als eine kleine wohlorganisierte Lehrergewerkschaft, die um ihre Besitzstände fürchtet, eine kleine wohlorganisierte Lobby unter der Führung der Österreichischen Volkspartei?
Frau Bundesministerin, ich bedauere, das sagen zu müssen, aber: Die ÖVP hat Sie voll vorgeführt! (Beifall beim BZÖ.)
Heute wieder: Die Rede des Kollegen Amon war gespickt mit feinen Ohrfeigen für die Frau Bundesministerin, mit voller Vorführqualität. (Abg. Dr. Strutz: Zynisch!) Sie haben ganz genau gesagt – ich habe genau aufgepasst; die Frau Bundesministerin übrigens auch, sie hat sich sehr geärgert über Ihre Rede, ich habe es ihr angesehen –, sie habe die Schulpartnerschaft verletzt. Wissen Sie noch nicht, was eine Schulpartnerschaft ist? Dazu brauchen Sie den Kollegen Amon, der sagt Ihnen schon, was eine Schulpartnerschaft ist?! Sonst sagt es Ihnen Walter Riegler, wenn Amon nicht mehr reden kann. (Beifall beim BZÖ.)
Haben Sie nicht gewusst, dass Sie Massenarbeitslosigkeit bei Lehrern provoziert hätten? – Hat Kollege Amon gesagt. Ich weiß nicht, was Ihnen Walter Riegler dazu gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Er sagt noch Ja dazu und nickt dazu. Bitte noch einmal, für die Kameras! (Beifall beim BZÖ.)
Also Massenarbeitslosigkeit, um Gottes willen, Frau Bundesministerin! – Welche Ministerin sind Sie, muss man fragen, wenn man Ihrem Regierungspartner traut.
Kollege Elmar Mayer, ist das der Dank für deine salbungsvolle Rede gewesen, dass die Frau Ministerin von der ÖVP gleich vorgeführt wird beziehungsweise Ohrfeigen kassiert? – Massenarbeitslosigkeit habe sie riskiert!
Meine Damen und Herren, das ist der Zugang der Österreichischen Volkspartei: Die ÖVP interessiert sich nicht für bildungspolitische Reformmaßnahmen, sie interessiert sich nicht für die Nöte der Schüler, nicht für die Nöte der Eltern, sondern sie interessiert sich nur für die eigene Klientel und sonst für niemanden. (Beifall beim BZÖ.)
Frau Ministerin, Sie sind aber nicht nur von der ÖVP vorgeführt worden – leider, muss man dazusagen –, leider vorgeführt worden, sondern Sie wurden auch von Ihrem eigenen Parteichef und Bundeskanzler hängen gelassen. Das ist besonders bedauerlich, denn diese Maßnahmen, die Sie jetzt ausverhandelt haben, haben folgende Geschichte, und die kommt jetzt kurz zusammengefasst:
Der Finanzminister und Vizekanzler von der ÖVP streicht Ihnen die Mittel, die Sie bräuchten, zusammen; den Budgetentwurf, den man über Wochen und Monate geheim hält, darf niemand sehen, den dürfen Sie unter Anweisung dieses Vizekanzlers nicht einmal den Lehrern zeigen – das war überhaupt das Größte! Und dann kommt der ÖVP-Lehrergewerkschaftsboss und sagt: Schneck’n, das machen wir nicht, wir machen alles, damit die Ministerin ihr Einsparungsziel, das ihr der eigene Vizekanzler von der ÖVP vorgegeben hat, nicht erreicht! – Na, das nennt man eine schöne Doppelstrategie. Sie, Frau Minister, können machen, was Sie wollen, so wie der berühmte Hase im Hase-und-Igel-Spiel, egal, wo Sie landen, es ist immer ein Schwarzer, der sagt: Schneck’n, bitte ans andere Ende, kommen Sie wieder, wenn Sie etwas erreicht haben! Das heißt, Sie wurden wirklich wie der berühmte Hase im Hase-und-Igel-Spiel hin und her gejagt – und dann hat die ÖVP dazu auch noch applaudiert!
Jetzt werden Sie dafür auch noch verhöhnt vom Kollegen Amon von der ÖVP – dafür bedankt sich Elmar Mayer auch noch. Kollege Mayer, ich habe es nicht verstanden, dass du dich bei den Schwarzen auch noch bedankst! Hast du die Rede geschrieben,
bevor die sogenannte Einigung von gestern Abend zustande gekommen ist? Aber dann hättest du sie wenigstens anpassen müssen. Sehr aktuell kann sie nicht gewesen sein.
Der große Schweiger dieser Regierung war niemand Geringerer als Bundeskanzler Faymann, denn im Gegensatz zu dem, was du gesagt hast, Kollege Elmar Mayer, hat der Bundeskanzler überhaupt keine klaren Worte gefunden. (Abg. Ing. Westenthaler: Er hat sie hängen lassen!) Ja, Faymann hat Sie, Frau Minister Schmied, hängen lassen! Der Herr Bundeskanzler hat überhaupt keine klaren Worte gefunden, er hat von seiner Richtlinienkompetenz überhaupt keinen Gebrauch gemacht. Er hat nur darauf geschaut, dass die Harmonie mit der ÖVP nicht gestört wird, das war das ganze Anliegen dieses Bundeskanzlers. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, mit diesem sogenannten Paket, das Sie jetzt beschlossen haben, ist kein einziges schulreformatorisches Anliegen umzusetzen, keine einzige Verbesserung der Infrastruktur zu erreichen. Die Dümmsten der Dummen sitzen nämlich da oben (in Richtung Galerie), das sind nämlich die Schüler. Die Lehrergewerkschaft hat die Schüler noch auf die Straße gejagt, hat sie vorher aufgehetzt – und jetzt müssen die Schüler länger in der Schule sitzen, weil ihnen die schulautonomen Tage gestrichen werden. Die Schüler sind jene, die am meisten verschaukelt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Meine Damen und Herren von der Schülerunion, wenn Sie wieder einmal demonstrieren gehen, überlegen Sie sich vorher, für wen Sie demonstrieren. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie demonstrieren draußen nur für die Lobby der Lehrer, und zum Schluss sind die Dummen die Schüler und der Steuerzahler, denn, und da hat Kollege Rosenkranz weiß Gott recht, der Steuerzahler muss die ganze Zeche wieder einmal zahlen. Zum Schluss bleibt nur der Steuerzahler übrig. Das geht dann über die Bundesimmobiliengesellschaft, man schichtet das Ganze von der einen Hosentasche in die andere um – und zum Schluss muss es der Steuerzahler zahlen. Das ist alles, was herausgekommen ist, Frau Bundesministerin – voll vorgeführt von der Österreichischen Volkspartei –, zulasten der Schüler, zulasten der Eltern, zulasten der Steuerzahler! Das ist das Resümee dieser acht Wochen Streit. (Beifall beim BZÖ.)
Meine Damen und Herren, wenn ich mir anschaue, was der Herr Vizekanzler dazu sagt, muss ich sagen: Das ist wirklich „epochal“! Ich habe den Eindruck gewonnen, er ist jetzt schon Tankstellenleiter geworden.
Ich zitiere: „ Wir investieren deutlich in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Weil Investitionen in das geistige und kreative Potential unseres Landes der unverzichtbare Treibstoff ist, der unsere Konjunktur antreibt.“ – Zitatende.
Schule als „Zapfsäule“ – und wir haben acht Wochen lang gesehen, wie das ausschaut! (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
10.53
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser. 10 Minuten. – Bitte.
10.53
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Minister! Werte Staatssekretäre! Es ist schon eine Ungeheuerlichkeit, Ewald Stadler zur Bildung sprechen zu lassen. Hier allen Ernstes die Schülerinnen und Schüler als die Dümmsten der Dummen zu bezeichnen, ist eine Unverfrorenheit der Sonderklasse (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP) und hat mit einem respektvollen Umgang der Partner überhaupt nichts zu tun! Es passt aber zu jemandem, der in der letzten Sitzung noch allen Ernstes behauptet hat, der Lehrerberuf sei ein Halbtagsjob und die
Lehrer sollten gefälligst mehr arbeiten. (Abg. Scheibner: Wo waren Sie die letzten acht Wochen? Er ist ja auch einer! Sie sind ja auch so ein Lehrer!) Das ist typisch für das, was im BZÖ – mit einer Ausnahme – an Bildungskompetenz vorhanden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben auch Ihre Pfründe gesichert!)
Um es noch einmal in Erinnerung zu rufen: Einige haben heute schon erwähnt, dass es eigentlich um Schülerinnen und Schüler gehen sollte, in der Diskussion der letzten Tage war davon aber leider nichts zu merken. Dazu kann man nur sagen: Der Berg kreißte – und eine Maus ward geboren. Denn von einer wirklichen Reform, Frau Ministerin – tut mir leid –, war in den letzten sieben, acht Wochen wirklich nichts zu spüren. Von Ansätzen zu einer Bildungspolitik war nicht einmal ganz leise etwas zu hören. Das einzig Gute – da gebe ich meinem Vorredner recht – ist die Absage des Streiks.
Herr Kollege Rosenkranz, auch zu Ihren Ausführungen ein Wort: Das, was Sie hier machen, ist – mit Verlaub – schlichtweg eine Unverschämtheit. Sie schicken einen Brief an den Dachverband, der gestern angekommen ist, und verlangen vom Dachverband der privaten Schulbetreiber, dass Sie heute schon die Antwort haben. (Abg. Mag. Stadler: Sie sollen als Grüner reden, nicht als ...!) Bitte, so kann es nicht gehen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das habe ich überhaupt nicht gesagt! Hören Sie zu!)
Ich darf Ihnen sagen, wir sind in diesem Bereich für Reformen, wir haben einen Antrag auf Gleichbehandlung von Schulen in freier Trägerschaft mit den konfessionellen Privatschulen eingebracht. Ich hoffe, Sie unterstützen das dann auch entsprechend. Diese Privatschulen müssen halt derzeit leider Gottes das Geld selbst aufbringen (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), das heißt, die Eltern müssen es aufbringen, und leider sind sehr, sehr viele Migrantenfamilien nicht in der Lage, hier finanzielle Beiträge zu leisten. Also tun Sie nicht so, als würden wir uns durch die Hintertür an der Integration vorbeischleichen (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist die Vordertür, nicht die Hintertür!) – das Gegenteil ist der Fall. Und Sie wissen haargenau, dass das Gegenteil der Fall ist! (Beifall bei den Grünen.)
Ich möchte noch kurz auf einen Aspekt eingehen, den Kollege Amon in seiner Aufzählung nicht erwähnt hat. Sie haben vieles aufgezählt, was gestern als Kompromiss herausgekommen ist, haben aber nicht erwähnt, dass das Bundesministerium diverse Bauprojekte im Ausmaß von 100 Millionen € verschiebt. Darunter ist beispielsweise die Ausgestaltung der Schulen nach behindertengerechten Maßstäben. Dass das in der jetzigen Situation ein kontraproduktiver Akt ist, darauf werden wir in den nächsten Tagen noch verstärkt hinweisen. (Beifall bei den Grünen.)
Wenn Sie jetzt zum x-ten Mal ein neues LehrerInnen-Dienstrecht versprechen, kichern ja die Hühner. Das kann ich schon nicht mehr hören. Bitte machen Sie es endlich – wer hindert Sie daran? Wir fordern das seit vielen, vielen Jahren!
Wir wissen, dass man auf das Geld schauen muss, wir wissen, dass man in Zeiten wie diesen sehr sorgsam damit umgehen muss, aber, Frau Ministerin – es tut mir leid, Sie darauf hinweisen zu müssen –, Sie haben da Ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Die Hausaufgabe wäre gewesen, eine Vision der österreichischen Schulpolitik zu entwickeln, die in die Zukunft reicht.
Da hätten Sie ja Vorbilder in den eigenen Reihen. Ich erinnere an Otto Glöckel, der vor 100 Jahren in einer ähnlichen Situation – unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, Hyperinflation, ein fast bankrotter Staat – eine Vision entwickelt hat, die Vision einer gerechten Schule, die Vision einer gemeinsamen Schule. All das sind Aspekte, die wir heute noch bitter vermissen, von denen nicht einmal ansatzweise etwas da war.
Auch an einen anderen Ihrer Vorgänger darf ich erinnern, an Fred Sinowatz, der nämlich de facto etwas gemacht hat. Es ist interessant, dass die Sozialdemokratie nicht mehr in der Lage ist, an ihre eigenen Reformer zu erinnern, aber dann tun eben wir Grüne es. Das waren wirkliche Reformen. Das, was jetzt der Fall ist, ist es nicht.
Meine Damen und Herren, wir müssen, wenn es um die Bildungspolitik geht, endlich raus aus der Ideologiefalle, in der sich vor allem Rot und Schwarz befinden. Das ist eine Diskussion, die an unseren Problemen vorbeigeht. Wir haben eine Schule, die sehr viele Probleme macht, wir haben eine Schule, wie das heute Morgen im „Morgenjournal“ genannt wurde, die Expertinnen und Experten in einer dummen Institution arbeiten lässt, in einer Institution, die Angst macht, die Kinder krank macht, die Lehrerinnen und Lehrer krank macht. Und da müssen wir den Hebel ansetzen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Wir brauchen eine Schule, die Neugierde weckt, in die Kinder gerne gehen, in der Kinder forschen können, in der sie entdecken können, eine Schule, in der Auseinandersetzungen stattfinden zwischen den Lehrpersonen und nicht Konfrontationen, wie wir sie heute haben. Wir brauchen eine Schule, in der Kinder lernen, im Team zu arbeiten, eine Schule, in der die Pädagoginnen und Pädagogen unterstützt werden – in Sachen Logopädie, durch Sozialarbeiter, durch zusätzliche SprachlehrerInnen und so weiter.
Wir brauchen aber vor allem auch eine Schule, die allen Kindern Chancen gibt und nicht nur privilegierten Kindern, so wie das derzeit der Fall ist. (Beifall bei den Grünen.)
Wir brauchen eine Schule, in der nicht falsches Elitedenken gelehrt wird, wie das derzeit auch der Fall ist, das ist speziell das, was Sie betreiben, sondern eine Schule, in der die Kinder soziales Verhalten lernen, in der sie lernen, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, und in der sie gemeinsam darangehen, Probleme zu lösen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Das ist vielleicht ein Hinweis an die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP: Das kann man ja auch unter ökonomischen Gesichtspunkten sehen. Die Personalberatungsagentur McKinsey hat im „Economist“ genau dasselbe gesagt wie das, was wir hier sagen, als sie versucht hat, die Erfolgsfaktoren zu bestimmen. Nein, es ist – und das ist die positive Botschaft – nicht hauptsächlich nur eine Frage des Geldes, sondern es geht auch darum, wie wir das Geld in unserem Schulsystem einsetzen. Es geht – und das ist ganz klar – um die Qualität der Lehrkräfte. Das ist der entscheidende Punkt! Die Qualität der Lehrkräfte ist entscheidend, damit wir in unserem Schulsystem weiterkommen.
Nun zu etwas, meine Damen und Herren, was Sie von der Freiheitlichen Partei leider Gottes immer wieder in polemischer Form, in die Gesellschaft spaltender Form darstellen, zu den Migrantenkindern. (Abg. Weinzinger: Auch wieder ein Schlagwort von euch! Das ist schlimm!) Wir brauchen mehr StützlehrerInnen in diesem System und nicht weniger. Wir müssen diesen Migrantenkindern überhaupt erst die Chance geben, unser Schulsystem erfolgreich zu absolvieren. Wenn wir Ihre Vorschläge umsetzten, dann wäre das Gegenteil der Fall, dann hätten wir noch schlechtere Ergebnisse, als wir sie in unserem derzeitigen System haben.
Wir haben sehr, sehr viele engagierte Pädagoginnen und Pädagogen in unseren Schulen. Wir haben PädagogInnen, die große Reformhoffnungen haben, die an einer neuen Schule mitarbeiten wollen. Derzeit ist es aber so, dass sich Frust ausbreitet. Das ist das Problem. Die zentralen Probleme, auf die ich vorhin eingegangen bin, wurden in den vergangenen Wochen leider nicht einmal ansatzweise diskutiert.
Wir wollen gut ausgebildete Menschen, wir wollen, dass diese gut ausgebildeten Menschen in einer intelligenten und nicht in einer dummen Organisation arbeiten. Wir sind dazu bereit. Deshalb unterstützen wir auch den Antrag auf Ausweitung der Schulversuche, obwohl wir im Unterrichtsausschuss natürlich sehr, sehr viele kritische Punkte dazu vorgebracht haben. Aber es ist eine Möglichkeit, neuen Schwung in die Schule zu bringen. Da unterstützen wir Sie. Aber, bitte, die Reform soll größer angelegt werden. Wir brauchen einen nationalen Bildungsgipfel, wir brauchen einen nationalen Konsens über die wesentlichen Fragen unseres Bildungssystems. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
11.03
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Frau Bundesministerin Dr. Schmied. – Bitte.
11.03
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Herr Abgeordneter Stadler, zur aktuellen Debatte, obwohl ich dann schon bald froh bin, wieder zu inhaltlichen Themen zu kommen, denn es war in der Tat, wie Sie es ja auch stellenweise beschrieben haben, auch für mich ernüchternd und ermüdend, acht Wochen lang hier zu diskutieren (Abg. Scheibner: Weil Sie der Bundeskanzler im Stich gelassen hat! Das war der Grund!) und von einem Punkt auszugehen, den ich in einem Interview genannt habe, was später aber etwas verzerrt wiedergegeben wurde; aber ich möchte da jetzt gar nicht mehr lange darüber reden.
Für mich war immer klar, das Budget ohne Strukturreform würde zu einem Bildungsabbau führen. (Abg. Dr. Strutz: Jetzt gibt es keine Strukturreform!) Das heißt, das Budget braucht Unterstützung durch zusätzliche Reformen, durch zusätzliche Finanzierungen. Mein Vorschlag – und ich sage das ganz klar, und da bedanke ich mich wirklich bei allen, die mich dabei unterstützt haben – war ein anderer als der, der gestern als Regierungslinie letztlich fixiert wurde, auch weil die Gewerkschaft sehr massiv dagegen war und natürlich auch die Linie innerhalb der Bundesregierung durchaus, ich sage es jetzt einmal so, eine Zeitlang indifferent war.
Warum stehe ich hier und verteidige dieses Budget und den Beschluss? – Die Antwort ist sehr einfach: Für 2009 und 2010 sind die bildungspolitischen Projekte gesichert (Abg. Scheibner: Aber der Steuerzahler darf die Rechnung zahlen! – Abg. Dr. Strutz verweist auf einen Artikel im „Standard“), ist der bildungspolitische Kurs gesichert. Ich möchte jetzt schon betonen – ich weiß, Sie werden wieder Kritikpunkte daran finden –, dass wir jetzt ein Maßnahmenpaket haben – und das sage ich jetzt mit Zustimmung der Gewerkschaft, Sie kennen sie und ich auch –, wozu die Lehrerinnen und Lehrer 190 Millionen € dadurch beitragen, dass eine lange Liste von Zulagen gekürzt, gestrichen wird. Die Lehrerinnen und Lehrer leisten jetzt wirklich einen Beitrag, den wir auch anerkennen und wertschätzen sollten. Das ist mir wichtig zu betonen.
Es stehen für 2009 und 2010 Finanzspielräume von 422,5 Millionen € zur Verfügung, wenn Sie das so beschließen, die Budgetbegleitgesetze sind vorbereitet. Im Vergleich dazu waren es vor acht Wochen 0 €. Das ist die Basis, das ist die Grundlage, auf der ich weiterarbeiten möchte. Ich darf Ihnen hier auch wieder versichern, ich freue mich immer über Unterstützung, Sie erleben dies auch im Unterrichtssausschuss. Innerhalb der Regierung ist es oft nicht so leicht, den bildungspolitischen Kurs auch klar festzulegen. Ich glaube, da brauchen wir nicht herumzureden. Sie erleben es bei den Redebeiträgen, Sie erleben es bei den Debatten.
Ich kann nur sagen – und da wiederhole ich das, Herr Abgeordneter Walser, was ich im Unterrichtssausschuss gesagt habe –: Ich werde kämpfe, solange ich hier eine
Chance sehe, dazu beizutragen, dass wir die Bildung, so wie Sie es auch formuliert haben, ein Stück gerechter gestalten für die Schüler und Schülerinnen, besser gestalten für die Lehrerinnen und Lehrer, die sicher sehr stark – und das tut mir auch persönlich leid – durch die Debatte in Mitleidenschaft gezogen worden sind, wo wir alles daransetzen müssen, wieder zu motivieren und positive Energie zu finden. Das muss die Grundlage sein, dieser Gesetzentwurf, der Ihnen, sehr geehrte Abgeordnete, hier vorliegt: Neue Mittelschule, Ausweitung der 10-Prozent-Grenze. Ich freue mich sehr, dass das gelingt, denn das ermöglicht es, dass die dynamischen Bundesländer, Vorarlberg, aber auch das Burgenland, jetzt die Standorte ausweiten. Das ist der zentrale Punkt. (Abg. Dr. Walser: Kann man auch anders sehen!)
Der zweite Punkt ist die Evaluierung durch das BIFIE. Ich bin froh, wenn wir hier die Evaluierung auch im Parlament diskutieren, uns auch auf die Evaluierungskriterien einigen. Denn was wird im Herbst 2012 passieren? – Wir werden eine Entscheidung treffen müssen, ob wir, ich persönlich sage: endlich, die Sekundarstufe 1 anders gestalten, neu gestalten oder nicht. Denn es kann ja nicht das Zukunftsbild sein, in aller Zustimmung zur Vielfalt, dass wir jetzt drei verschiedene Schularten in der Sekundarstufe 1 haben. Das ist der Weg. (Abg. Dr. Walser: Das ist die logische Folge!)
Wesentlich ist für mich auch – das haben wir im Unterrichtsausschuss auch diskutiert – die Klarheit bei den Abstimmungen. Eine Zweidrittelmehrheit unter den einzelnen Schulpartnern halte ich für wichtig, dann sparen wir uns Debatten und Kritikpunkte im Nachhinein. (Beifall bei der SPÖ.)
Und es ist Ihnen, Herr Abgeordneter Walser, auch Herr Abgeordneter Rosenkranz hat es betont, in den letzten Wochen die inhaltliche Debatte abgegangen. Klar, ganz zu Recht. Es war de facto eine Auseinandersetzung zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer. Das war der Kernpunkt. Wie gesagt, ich freue mich persönlich auch, wenn wir jetzt wieder inhaltlich vorankommen, und würde es sehr begrüßen, Sie sind ja Vorsitzender des Unterrichtssauschusses, wenn wir auch im Unterausschuss des Unterrichtsausschusses mit Experten diese inhaltliche Debatte führten. Es kommen schon die nächsten großen Themen auf uns zu, der erste nationale Bildungsbericht, der sich, wie ich meine, aber ich habe hier keine Vorschläge zu machen, gut eignen würde, aber natürlich auch die Evaluierung der Neuen Mittelschule.
Es geht darum, mehr Kinder zu höherer Bildung zu bringen. Wir müssen auch die Bildungs- und Berufsentscheidungen besser vorbereiten.
Ich erinnere an Ihren letzten Antrag, den wir hier diskutiert haben. Es geht um die hohen Drop-out-Quoten und natürlich um die Verbesserung des Schulklimas.
Soweit zum aktuellen Antrag. Ich freue mich sehr, wenn Sie ihn unterstützen, und ich freue mich jetzt auf eine intensive Phase der inhaltlichen Debatte. Wenn das Budget mit den Strukturbegleitmaßnahmen von Ihnen auch so wie vorgelegt beschlossen wird, kann ich nur sagen: Der Weg ist frei, dass wir jetzt wieder ein Stück in die Inhalte und in die Umsetzung gehen. – Vielen Dank an alle, die mich dabei unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
11.10
Präsident Fritz Neugebauer: Danke, Frau Bundesministerin. – Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. – Bitte.
11.10
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Der Ausgangspunkt unserer heutigen Debatte ist, dass wir ein Gesetz, das wir erst kürzlich beschlossen haben, nämlich das Gesetz, in dem die Neue Mittelschule geregelt wird,
heute novellieren. Das kann unterschiedliche Gründe haben. In diesem Fall, heute, ist es eine große Freude, dass wir ein Gesetz nach kurzer Zeit wegen großen Erfolges novellieren müssen.
Wir wollen mehr Möglichkeiten zulassen, was die Neue Mittelschule betrifft, mehr Möglichkeiten eröffnen, da die Nachfrage nach diesem Schulmodell bei den Eltern sehr, sehr groß ist.
Die Neue Mittelschule ist ein Erfolgsmodell: Ab Herbst dieses Jahres werden 20 000 Kinder in Österreich die Neue Mittelschule an 240 Standorten besuchen können. Das ist im ersten Anlauf wirklich viel und ein großer Erfolg, Frau Bundesministerin, zu dem ich Ihnen sehr herzlich gratulieren möchte. (Beifall bei der SPÖ.)
An 240 Standorten wird diese Neue Mittelschule angeboten, und an der großen Nachfrage, die daran seitens der Eltern besteht, sieht man, wie groß das Bedürfnis bei den Eltern in unserem Land an einer verbesserten Schule, an einer optimalen Betreuung für unsere Kinder ist. Und daran wollen wir weiter arbeiten.
Ziel der Neuen Mittelschule ist es, dass wir auf diesem Weg an europäische Standards anschließen, damit aufhören, zu entscheiden, welche Schulzukunft über 10-jährige Kinder haben können, zu entscheiden in einem Alter, wo das nicht festzustellen ist, und dass wir die Kinder wirklich möglichst lang gemeinsam fördern.
Sehr geehrte Damen und Herren, für die Bildungspolitik ist heute aus mehreren Gründen ein wichtiger Tag der Klärung, vor allem dahin gehend, dass wir den in der Bildungspolitik eingeschlagenen Reformweg in den nächsten Jahren weitergehen können, werden und wollen.
Ein wichtiger Punkt, der uns das ermöglicht, ist die Einigung, die die Unterrichtsministerin in der letzten Nacht mit der Gewerkschaft erzielen konnte. Meine Erleichterung darüber ist groß. Der Lehrerstreik wird nicht stattfinden. Ich bin wirklich erleichtert, weil wir jetzt wieder darüber reden können, wie wir die Situation für die Kinder und die Situation in den Schulen so verbessern können, dass die Kinder besser betreut und somit bessere Startchancen haben werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Ich bin auch sehr erleichtert darüber – das hat sich in den letzten Wochen auch schon abgezeichnet –, dass parteiübergreifend wirklich daran gearbeitet wurde, dass auch in schweren Zeiten ein Budget erstellt wird, in dem die Bildungspolitik ein wichtiger Schwerpunkt bleibt, der budgetär auch entsprechend ausgestattet ist.
Und das betrifft wirklich den gesamten Bogen der Bildungspolitik. Das muss beginnen und beginnt auch bei der Frühförderung der Kinder. Es muss die vielen, vielen Antworten in der Schulpolitik geben, die wir noch vor uns haben. Und das betrifft auch den Bereich der Hochschulpolitik, wo wir den offenen Hochschulzugang sichern und eine bessere Ausstattung der Universitäten erreichen wollen. Wir verhandeln derzeit gemeinsam mit Minister Hahn eine UG-Novelle, in deren Rahmen wir die Situation auch für die Studierenden verbessern wollen.
Dieser Reformweg, der alle Bereiche umfassen soll und auch umfassen wird, muss bei den Kleinsten, bei der Frühförderung ansetzen. Das ist so besonders wichtig, weil man mit den Kleinsten in spielerischer Form sehr gut arbeiten kann, sie entsprechend fördern kann und ihnen vieles für später ersparen kann, wenn man rechtzeitig ansetzt.
Deswegen freut es mich auch sehr, dass gemeinsam mit Frau Staatssekretärin Marek jetzt wichtige Schritte zur Umsetzung des verpflichtenden letzten Kindergartenjahres, Gratiskindergartenjahres gesetzt werden. Das soll ja bundesweit angeboten werden und wird ein ganz wichtiger Schritt in der Frühförderung werden.
Hier ist natürlich Wien als echter Vorreiter zu nennen. In Wien wird ja bereits ab Herbst für alle Kinder, für die 0- bis 6-Jährigen ganztags ein Gratiskindergarten angeboten – ein echter Meilenstein, ein wichtiger Schritt.
In der Schule ist durch das Budget, durch die Einigung, die die Frau Bundesministerin heute erzielt hat, eine Fortsetzung des Reformweges, den sie eingeschlagen hat, möglich geworden. Wir werden weiter daran arbeiten, kleinere Klassen zu haben, die Kinder in kleineren Gruppen besser, individuell zu betreuen und zu fördern, die Tagesbetreuung weiter auszubauen, die Sprachförderung weiter auszubauen, das Projekt Lehre mit Matura weiter auszubauen, das sehr wichtig ist, um die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu garantieren, die Berufsorientierung in den Schulen auszubauen. Es ist auch sehr wichtig, die Kinder, die Schüler bereits in den Schulen zu unterstützen, ihre so wichtige Lebensentscheidung die weitere Ausbildung und Berufskarriere betreffend zu treffen.
Es sind 600 Millionen € für die bessere Ausstattung der Schüler bereitgestellt, und auch eine neue Lehrerausbildung wollen wir angehen: neue Lehrer für die neue Schule in neuen Zeiten.
Sie sehen, sehr geehrte Damen und Herren, die heutige Einigung und die Schwerpunkte, die im Budget gesetzt worden sind, haben auch für uns hier im Haus den Weg freigemacht, an den wichtigen Bildungsreformen weiterzuarbeiten, daran zu arbeiten, dass es die besten Chancen für unsere Kinder gibt. Und das zählt wirklich zu den wichtigsten Aufgaben, die wir hier im Haus haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
11.17
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Dr. Karl. – Bitte.
11.17
Abgeordnete Mag. Dr. Beatrix Karl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Rosenkranz, Sie haben in Ihrer Rede unter anderem angesprochen, dass die Steuerzahler diejenigen sind, die bei dem verabschiedeten Maßnahmenpaket zur Kasse gebeten werden. Ja glauben Sie nicht, dass die Steuerzahler dazu bereit sind, in das österreichische Bildungssystem zu investieren? (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine „Wohltat“! Die Leute wissen nicht mehr wohin mit ihrem Geld!)
Herr Finanzminister Pröll hat heute gesagt: Richtige Bildungspolitik entscheidet über die Chancen, die wir unseren Kindern und Jugendlichen für die Zukunft eröffnen. – Ich bin davon überzeugt, dass die österreichischen Steuerzahler den Kindern und Jugendlichen diese Chancen, die das österreichische Bildungssystem zu bieten vermag, gerne eröffnen.
Ich halte es daher auch für sehr wichtig, dass die Bildung zu jenen Bereichen zählt, in denen deutliche Schwerpunkte im heute vorgestellten Budget gesetzt werden.
Bildung war ja auch ein Schwerpunkt in der politischen Diskussion in den letzten Wochen. Allerdings handelte es sich um eine sehr verkürzte Debatte, die der Bedeutung der Bildung keineswegs gerecht geworden ist.
Die Bildungsdebatte wurde in den letzten Wochen leider vielmehr auf eine Hetze gegen die Lehrer und das Schlechtmachen ihrer Arbeit reduziert. Den Lehrern wurde vorgeworfen, in der Krise nicht solidarisch zu sein, weil sie nicht bereit waren, zwei Stunden mehr zu arbeiten. Aber ist es solidarisch, wenn auf der einen Seite einige Lehrer mehr arbeiten, damit auf der anderen Seite 10 000 Lehrer arbeitslos werden?
Mein Verständnis von Solidarität ist ein anderes. Für mich ist es gerade in der Krise von vorrangiger Bedeutung, Menschen in Beschäftigung zu halten. Und im Bereich der Privatwirtschaft beschreiten wir ja diesen Weg sehr erfolgreich: Wir investieren öffentliche Mittel in die Kurzarbeit. Und im Bereich der Bildung sollen wir plötzlich das Gegenteil tun, im Bereich der Bildung sollen wir Arbeitsplätze vernichten? (Abg. Mag. Stadler: Frau Ministerin, hätten Sie Arbeitsplätze vernichtet? Böse Ministerin!)
Das ist nicht mein Verständnis von sozialer Gerechtigkeit, denn mehr soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich, neue Zugänge zu Bildung und Arbeit zu finden. Das ist für mich die eigentliche soziale Frage dieses Jahrhunderts.
Nur wer jedem Einzelnen die Chance auf Bildung und Arbeit ermöglicht, schafft die Voraussetzung für ein Leben in Selbstbestimmung. Ich bin froh, dass wir den jungen Lehrern und Lehrerinnen, die in befristeten Arbeitsverhältnissen stehen und zittern mussten, ob ihre Befristungen noch verlängert werden, nunmehr diese Chancen bieten können.
Herr Kollege Stadler, Sie haben davon gesprochen, dass die ÖVP nur die Besitzstände von Privilegierten schützt. (Abg. Mag. Stadler: So ist es!) – Glauben Sie mir, die jungen Lehrerinnen und Lehrer, die in befristeten Verträgen stehen, zählen keineswegs zu diesen Privilegierten. Diese gilt es zu schützen, und das ist uns mit diesem Maßnahmenpaket gelungen. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt werden sie umgewandelt!) Dafür möchte ich mich bei der Gewerkschaft herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden jetzt pragmatisiert!)
Außerdem haben Sie auch heute wiederum – das ist schon etwas abgedroschen, denn es kommt immer wieder – die Lehrergewerkschaft als Betonierer bezeichnet. Das ist wirklich abgedroschen und schon uralt. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine Tatsachenbeschreibung! – Abg. Petzner: Das ist die Wahrheit!) Sie sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die Lehrer und die Lehrergewerkschafter bei diesem Maßnahmenpaket sehr wohl bewegt haben. Herr Kollege Amon hat uns präsentiert, welche Maßnahmen im Rahmen dieses Maßnahmenpakets umgesetzt werden, um den von Frau Minister Schmied angekündigten Finanzbedarf decken zu können. Aufgrund dieses Maßnahmenpaketes steht es außer Zweifel, dass die Lehrergewerkschafter nicht bloße Betonierer sind.
Frau Bundesministerin Schmied hat auch erwähnt, dass von den Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen dieses Maßnahmenpakets 190 Millionen € beigetragen werden. – Und da wollen Sie behaupten, sie bewegen sich nicht?! Also ich halte das für einen wirklich großartigen Beitrag und möchte mich bei allen Lehrern dafür bedanken, dass sie diesen Beitrag zu leisten bereit sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: „Dürftiger Applaus bei der ÖVP“ gebe ich zu Protokoll!)
Generell bin ich aber froh darüber, dass diese Einsparungsdebatte nun beendet ist und wir somit endlich in eine Debatte über die Weiterentwicklung des Bildungssystems eingehen können, wie sie heute von meinem Kollegen Amon bereits kurz skizziert worden ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
11.21
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Kollege Dr. Graf. – Bitte.
11.22
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Das ist vielleicht ein Zufall, dass wir am Tag der Budgetrede eine Bildungsdebatte abführen. Da das aber das dominierende Thema in der Vergangenheit war, ist das schon in Ordnung.
Ich möchte nun aus meiner Sicht einiges zurechtrücken, und zwar in die richtige Richtung, und eingehen auf das eine oder andere, was der eine oder andere gesagt hat, und Frau Bundesministerin Schmied fragen: Wie lange reden Sie noch von Strukturreformen, aber machen sie nicht? – Das ist das Kernthema.
Ich gehe einmal davon aus, dass in Österreich ein enorm hohes Bildungsbudget vorliegt, auch im internationalen Vergleich sind wir Spitze mit unserem Bildungsbudget, das wir jedes beziehungsweise alle zwei Jahre verabschieden, aber das Thema, das uns sehr beschäftigt, ist: Das Geld, das wir investieren, kommt nicht dort an, wo es sein soll!
In Österreich haben wir nämlich ein riesiges strukturelles Problem, und das nicht erst seit einem Jahr, seit zwei oder drei Jahren, sondern schon sehr, sehr lange: Wir brauchen dringend eine Verwaltungsreform (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner), wir brauchen dringend eine Reform der Schulverwaltung in Österreich – dort laufen die Millionen und Milliarden hinein, ohne somit wirklich dort anzukommen, wo sie hingehören –, damit Schule wieder Freude macht, sowohl den Schülern, den Lehrern als auch den Eltern!
Kollege Walser nickt jetzt vielleicht zustimmend. – Ich teile Ihren Vergleich überhaupt nicht, wenn Sie auf der einen Seite hier vom Rednerpult aus anschwärzen und sagen, die FPÖ spalte die Gesellschaft wegen ihrer Haltung zur Migration. (Abg. Dr. Walser: Das ist doch verständlich!) Nicht derjenige oder diejenige, der/die ein Problem, das offenkundig vorliegt, nämlich mit der Zuwanderung, Integration und Migration, anspricht, ist der-/diejenige, der/die Gesellschaft spaltet, sondern diejenigen spalten die Gesellschaft, die wegschauen ob dieser Problematik! Da sind Sie einer der besten Wegseher. (Beifall bei der FPÖ.)
Kollege Rosenkranz hat sehr richtig gesagt, dass sie ihre Kinder in Eliten ausbilden, die grünen Politiker, und nicht nur in der freien Trägerschaft, in den Privatschulen generell. (Abg. Dr. Walser: Reden Sie keinen Unsinn!) – Das wäre gleich ein Thema; wir werden das genau beleuchten. (Abg. Dr. Walser: Wir geben allen Kindern eine Chance! Allen!)
Bei einem Vergleich der Zeit, in der wir heute stecken – zugegebenermaßen in einer Finanz- und Wirtschaftskrise großen Ausmaßes; wir können auch noch gar nicht wissen, wohin die Reise geht in der einen oder anderen Form –, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, sie ist nicht vergleichbar mit der Zeit nach 1918, nach einem verlorenen Weltkrieg – außer für einen ewig Gestrigen, wie Sie vielleicht einer sind! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Oha!) Damals gab es hunderttausende Kriegsinvalide, damals ist ein ganzer Staat zusammengebrochen – das waren schon andere Voraussetzungen. Aber man hat es ja gehört: Es ist der Lehrer, der aus Ihnen spricht. (Abg. Dr. Walser: Ich schäme mich nicht dafür!) Sie machen auf der einen Seite Lobbying-Politik für die freien Trägergewerkschaften und werfen auf der anderen Seite der ÖVP vor, Lobbying-Politik zu machen. Sie sind jemand, der Zensuren verteilt nach Moralmaßstäben und Ideologiemaßstäben, die ich nicht teile. (Beifall bei der FPÖ.)
Was ist denn das für eine „Strukturreform“, die uns heute von der Regierung vorgeschlagen wird, die da lautet: Zulagenkürzung, schulautonome Tage werden gestrichen, BIG-Mieten werden aufgeschoben!? Ist denn das Bildungsressort das einzige Ressort, das BIG-Mieten zu zahlen hat? Gibt es noch eine Gleichbehandlung? Ich werde das Gleiche jetzt auch für die Universitäten fordern, die brauchen nämlich auch viel, viel Geld, noch viel mehr, als ihnen die Regierung zur Verfügung stellen möchte. Aber das ist ja nur ein Hinausschieben, wenn man die BIG-Mieten vorerst nicht zahlt.
Ich habe schön langsam den Verdacht, dass sich diese Regierung in zwei Jahren sowieso verabschiedet von ihrem Regierungsauftrag und daher nicht mehr in Fünf-
Jahreszeiträumen, die Sie (in Richtung ÖVP und SPÖ) beschlossen haben – das war eine tolle Reform! –, sondern nur mehr in Zwei-Jahres-Zyklen denkt. Das ist das Wesentliche: Sie machen Politik für den Augenblick und nennen das Strukturreform!
Altersteilzeitmodell für Lehrer. – Ja, schon, aber das jetzt als Reform anzudeuten, während es Hunderte, Tausende Menschen gibt, die das Gefühl haben, dass Lehrer zu wenig arbeiten?! (Abg. Dr. Walser: Dank Ihrer Propaganda!) Damit steuern Sie argumentativ nicht dagegen, sondern Sie setzen in Wirklichkeit noch eins drauf: Altersteilzeitmodelle, dass die Lehrer früher in Pension gehen können und ab einem gewissen Alter weniger arbeiten. Im Gegenzug streichen Sie die Hacklerregelung ab dem Jahr 2013, und zwar ab einem Zeitpunkt, zu dem 45 Jahre in manchen Berufssparten wirklich genug sind. – Das ist eine Unausgewogenheit, die wir aufzeigen.
Befristete Dienstverhältnisse in unbefristete Dienstverhältnisse zu verwandeln, ist keine Strukturreform. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Strukturreform wäre: Schulverwaltung endlich reformieren, Entpolitisierung dieses Berufsstandes. Sie (in Richtung des Abg. Dr. Walser) sind das beredte Beispiel. Wie viele Lehrer haben wir, die Zeit für die Politik haben, aber keine Zeit mehr für die Kinder? Warum gibt es nur mehr Einheitslisten, nämlich ÖVP-Listen, bei Personalvertretungswahlen in Niederösterreich? (Beifall bei der FPÖ.) – Weil sich kein Lehrer mehr traut, eine andere Liste zu unterstützen. Dieser Berufsstand gehört entpolitisiert!
Motivierte Lehrer bekommt man dann, wenn man verlässliche Rahmenbedingungen hat, eine einheitliche Lehrerausbildung, wenn man Gewaltprävention als großes Thema endlich an den Schulen angeht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), ein gerechtes Besoldungssystem und eine funktionierende Integration hat. So können wir eine „bessere Schule“ erzeugen – nicht jedoch mit derartigen Maßnahmen, die alle nur Versprechungen für die Zukunft sind und darüber hinaus noch einen Blankoscheck für die Zukunft bedeuten. (Beifall bei der FPÖ.)
11.28
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Haubner. – Bitte.
11.28
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrte Minister auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Meine Damen und Herren! Ich spreche heute als eine, die fast 37 Jahre lang im Lehrberuf tätig gewesen ist und genau weiß, was an unserem Schulwesen, auch am berufsbildenden Schulwesen, in den letzten Jahren und Jahrzehnten herumgedoktert worden ist, wie viele sogenannte Reformen uns vorgesetzt worden sind. Daher habe ich in meine politische Tätigkeit und auch in Frau Bundesministerin Schmied, als sie dieses Ressort übernommen hat, große Hoffnungen gesetzt. Ich habe immer sehr gerne zugehört, wenn sie von der Modernisierung unseres Bildungssystems gesprochen hat, davon, dass wir das Bildungssystem fit machen müssen, und ich habe sehr gehofft, dass sie bei den aktuellen Verhandlungen nicht nur schöne Worte findet, sondern standhaft bleibt und die Dinge auch umsetzt.
Aber, Frau Bundesministerin, ich muss Ihnen sagen, Sie sind wirklich umgefallen! Sie sind umgefallen und haben für mich eigentlich das Recht verloren, zu sagen, Sie wollen die Bildungszukunft aktiv gestalten. (Beifall beim BZÖ.)
Was in den letzten acht Wochen geschehen ist, war wirklich ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik (Abg. Weinzinger: Es gibt nichts Schöneres, als in offenen Wunden herumzustochern!), denn wir sind damit in der Bildungspolitik keinen Schritt nach vorne gekommen, sondern zurückgewandert. Es war eine reine, ausschließliche Arbeitszeit- und Standesvertretungsdebatte.
Sie haben heute gesagt, Frau Ministerin, Sie hätten einen anderen Zugang gehabt. Das empfinde ich auch als sehr ehrlich, dass Sie sich das hier zu sagen trauen – wir hätten Sie dabei unterstützt, das hat mein Vorredner Ewald Stadler auch schon gesagt! (Abg. Ing. Westenthaler: Wir würden es noch immer tun!) Wir haben Sie immer unterstützt, wenn es um die „Lehre mit Matura“ gegangen ist, die in Kärnten erprobt und umgesetzt wurde. Wir haben Sie immer unterstützt bei der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. Wir haben Sie unterstützt beim verpflichtenden Kindergartenjahr. – Nun aber, kann man sagen, sind viele Reformen, die Sie noch vorhaben, Geschichte.
Besonders zwiespältig, muss ich ehrlich sagen, in diesen letzten acht Wochen war wirklich die Haltung der FPÖ – der ÖVP, Entschuldigung. (Abg. Dr. Walser: Der FPÖ auch, das passt schon!) Ich sage es noch einmal: die Haltung der ÖVP, einer ÖVP, die wirklich die Augen verschließt vor einer Bildungsreform (Abg. Ing. Westenthaler: Vor jeder Reform!), einer ÖVP, die gar kein Interesse hat an einer echten bildungspolitischen Diskussion, die ausschließlich auf der Seite der Blockierer und Gewerkschafter gestanden ist und die Ministerin einschließlich ihres Bundeskanzlers hat auflaufen lassen, die bis zum letzten Zeitpunkt abgewartet hat: Wie geht sich das aus, geht sich das überhaupt noch aus? (Beifall beim BZÖ.)
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, lässt für die Zukunft wirklich Schlechtes erahnen; Schlechtes erahnen auch für alle unzufriedenen weiteren Gruppen des öffentlichen Dienstes. Man wird einfach streiken, streiken, streiken, und dann wird man das erreichen. Da frage ich mich: Wozu braucht man überhaupt eine Regierung, wenn man auf dieser Ebene ohnehin alles nach altkoalitionärem Muster lösen kann: Geld in ein System hineingeben, das teuer, aber wenig effizient ist, das viel an Input erfordert, aber wenig an Output!? Vergleichbar damit wäre das Krankenkassenpaket. Es wird Geld in die kranken Kassen gesteckt, aber es wird keine Strukturreform gemacht. Ähnlich ist das bei der Bildungsreform.
Frau Bundesministerin Schmied, ich bin wirklich enttäuscht! Wir hätten Sie unterstützt bei der Erhöhung der Unterrichtszeit um zwei Stunden. Wir haben immer gesagt: mit begleitenden Maßnahmen; mit begleitenden Maßnahmen wie bessere Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer im Arbeitsraum Schule, Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer von administrativen Tätigkeiten für mehr pädagogische Arbeit und ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht. Das, was jetzt vorliegt, ist etwas, wo Weitsicht und Mut für die Zukunft fehlen, und letztendlich müssen die Zeche die Kinder, die jungen Menschen, die Eltern, aber vor allem auch die engagierten Lehrerinnen und Lehrer bezahlen. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Pröll hat heute gesagt, das Budget sei eine Kampfansage an die Krise. – Das Bildungsbudget ist eine Kampfansage an die Bildungsreform! (Beifall beim BZÖ.) So, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann es in Sachen Bildung, die wichtigste Investition in die Zukunft, nicht weitergehen! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
11.33
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig-Piesczek. – Bitte.
11.33
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Viele von uns sind Eltern, und wir haben jetzt acht Wochen lang, seit dem Aschermittwoch, einen unsäglichen Streit miterlebt, der im Wesentlichen mit Bildungspolitik und Bildungsreform überhaupt nichts zu tun hatte. Das ist eine gewaltig vertane Chance, acht Wochen lang nicht über Fortschritte, über Fragen, über die wichtigen Zukunftsmaßnahmen diskutiert zu haben, sondern ausschließlich einen versteckten Budgetstreit miterleben zu müssen, der auf dem
Rücken der Kinder und der Jugendlichen ausgetragen worden ist. (Beifall bei den Grünen.)
Das ist jetzt nicht nur Ihr Verschulden, Frau Bundesministerin, sondern das ist in erster Linie die Schuld eines Finanzministers und eines Bundeskanzlers, die in Sonntagsreden, wie wir sie heute auch wieder gehört haben, etwa die Budgetrede, immer wieder Schlagwörter strapazieren wie: Bildung ist wichtig, Kinder sind unser höchstes Gut, niemand wird im Regen stehen gelassen, absolute Priorität!, und Sie dann mit einer Budgetvorgabe in einen Streit hineinschicken, an dessen Ende es aus meiner Sicht, aus unserer Sicht und vor allem auch aus Sicht der Eltern und der Jugendlichen im Wesentlichen nur Verlierer gibt.
Sie müssen zuerst einmal erklären, was tatsächlich der Kern dieses Maßnahmenpaketes ist. Sie sprechen von Strukturmaßnahmen, Sie sprechen von vernünftigen Einsparungen – der wesentliche Kern ist eine Stundung der Mieten! Und jetzt erklären Sie mir bitte: Was heißt „stunden“, was ist das für ein Begriff? – „Stunden“ heißt, man schiebt die Zahlung hinaus. Heißt das, im Jahr 2011 werden die Schulen die doppelte Miete zahlen? Was bedeutet dieses Paket? Was ist dann mit dem Bildungsbudget?
Okay, Sie schieben jetzt einmal die Mieten hinaus, das ist der wesentliche Teil Ihrer Strukturreform, aber: Was ist dann? Was hat das mit Strukturmaßnahmen zu tun? Was hat das mit Fortschritten in der Bildungsreform zu tun? – Unterm Strich gar nichts! Noch dazu ist das konjunkturpolitisch ein massives Problem, denn die Bundesimmobiliengesellschaft braucht im Moment jeden Euro dringendst für konjunkturpolitische Maßnahmen: für Bauen, für Sanieren, für thermische Sanierung. Also was ist das für eine Logik, was hat das mit Bildungspolitik zu tun? – Gar nichts.
Das ist ein Armutszeugnis für einen acht Wochen andauernden unsäglichen Streit, bei dem auch Sie nicht davor zurückgeschreckt haben, Feindbilder herauszukramen, mit Klischees zu arbeiten. Man hat mit Umfragen in der Bevölkerung gearbeitet, mit dem Klischee des faulen Lehrers/der faulen Lehrerin, und ich finde das unsäglich. (Beifall bei den Grünen.)
In jeder Berufsgruppe gibt es Engagiertere und weniger Engagierte – aber sich auf dem Rücken der Engagierten solcher Klischees zu bedienen, ist unsäglich. Heute früh haben wir gehört: keine Feindbilder, es sei alles im grünen Bereich, wir alle gemeinsam müssten die Krise bewältigen – und dann bewältigen Sie solch einen Streit, solch eine Krise mit klassischen Rollenklischees, mit klassischen Feindbildern, mit dem klassischen Klischee des faulen Lehrers!
Das Ergebnis ist aus meiner Sicht – und nicht nur aus meiner Sicht, auch die Eltern haben das heute schon festgestellt – nicht genügend, nämlich in dem Sinn, dass wir bei der Bildungsreform, die notwendig ist, keinen einzigen Schritt weitergekommen sind. Das ist auch das Bittere an der Sache. (Beifall bei den Grünen.)
Sie, Frau Ministerin, haben die Gelegenheit heute nicht ergriffen, noch ein bisschen zu erklären, wie das wirklich funktionieren soll. Die Miete wird zunächst einmal gestundet, und Sie reden von Strukturreform. Was aber ist tatsächlich mit den vielen Empfehlungen, die es für den strukturellen Schulbereich gibt, mit der Schulverwaltung zum Beispiel? Der Rechnungshof hat eine lange Latte von Maßnahmen vorgeschlagen, doch dafür gibt es eine eigene Arbeitsgruppe, die tagt, bei der Klubobleute dabei sind; also dieser Bereich ist völlig ausgeklammert. Allein in Wien: 40, 50 Millionen € im Bereich Schulverwaltung. Das wären unter Umständen Strukturmaßnahmen gewesen, aber das ist auch ausgeklammert.
Was soll es wirklich helfen – abgesehen davon, dass die Eltern jetzt im Mai an den Wochenenden, an den Feiertagswochenenden noch einmal wegfahren, noch einmal
drei, vier Tage gemeinsam bei schönem Wetter verbringen können –, welchen Sinn soll es unterm Strich haben, diese freien Tage, meistens sind es die Freitage, zu streichen? Was das mit Qualität, mit Bildungsreform zu tun hat, müssen Sie, glaube ich, extra noch einmal erklären.
Es ist bedauerlich, dass unser Bildungssystem so große Schwachpunkte aufweist. Wenn Österreich irgendwo ein Problem hat, dann ist das wirklich das Bildungssystem. Jahrelanger Kaputtsparkurs; wir erinnern uns an die Budgets von Gehrer und Konsorten, die im Wesentlichen die internationalen Anschlüsse mit verhindert haben. Wir müssen uns bemühen, dass wir den internationalen Anschluss wiederherstellen. (Beifall bei den Grünen.)
Der Budgetvoranschlag und die Budgetrede heute und auch die Verantwortungslosigkeit dieser beiden Herren, die Sie, Frau Ministerin, mit diesen Budgetvorgaben im Stich gelassen haben, zeigen uns im Wesentlichen: Bildung ist uns genauso wenig wichtig wie alles andere. Sie soll zurechtkommen mit ihrem Budget, sie ist jetzt ihre eigene Finanzministerin. – Die riesige Herausforderung, diese Ressourcen, 8 000 Jugendliche, die jedes Jahr ohne Abschluss auf den Arbeitsmarkt geworfen werden, 140 Millionen, die Eltern nach wie vor für private Nachhilfe zahlen müssen, all diese Schätze, die hier zu heben sind, werden einfach weiterhin nicht beachtet, all diese Menschen werden weiterhin im Stich gelassen.
Das ist auch der Punkt, wo sich bei der Budgetrede offensichtlich die Wahrheit trifft, nämlich: All diese Schlagwörter werden dann, wenn sie konkret werden, wie jetzt bei der Bildung, ausschließlich zu Sonntagsreden und haben mit Realität und mit wirklichen Fahrplänen für die Zukunft überhaupt nichts mehr zu tun. Und das ist leider sehr, sehr deprimierend und bedauerlich.
Im Sommer hat es noch geheißen, das Wichtigste für die SPÖ sei die Bildung. Jetzt heißt es wohl: Okay, wir werden damit auskommen, wir verschieben unsere Mietzahlungen bis zum Jahr 2011 und hoffen, dass wir dann vielleicht nicht mehr in der Regierung sind! – Diese Suppe wird nämlich jemand auslöffeln müssen: die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer. Im Jahr 2011 zahlen sie die doppelte Miete.
Das ist heute Ihre Vorlage – zum Applaus, glaube ich, ist das nicht geeignet. Im Gegenteil, das ist eher eine deprimierende Bilanz über einen Bildungsstreit, der uns in der wichtigsten Frage Österreichs, nämlich in der Bildungsdiskussion, keinen Schritt weitergebracht hat. (Beifall bei den Grünen.)
11.39
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Herr Bundesminister Dr. Hahn. – Bitte.
11.40
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Johannes Hahn: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich reihe mich in die lange Liste jener ein, die froh sind, dass die Diskussion, die Debatte kurz vor Mitternacht ein Ende finden konnte. Ich habe jetzt bewusst den neutralen Begriff „Debatte“ gewählt, weil ich glaube, dass wir doch im Auge behalten sollten, dass es hier darum ging, innerhalb eines Ressorts eine Lösung für budgetäre Herausforderungen zu finden. Es war nicht die Aufgabenstellung im Rahmen dieser Debatte, eine Bildungsreform auf die Reihe zu bringen, sondern es ging darum, budgetäre Herausforderungen zu bewältigen. Es ist müßig, im Nachhinein darüber zu diskutieren, wie diese Debatte Eingang in die öffentliche Debatte gefunden hat, denn das hat letztlich die Gespräche zweifelsohne erschwert, sondern seien wir froh, dass wir zu einem Ergebnis gekommen sind.
Ich bin auch froh, dass sich am Ende des Tages die Regierungsspitze in die Verhandlungen eingebracht hat und mitwirken konnte. Herr Abgeordneter Stadler ist zwar momentan nicht im Saal, aber in Österreich hat der Bundeskanzler noch keine Richtlinienkompetenz, das hat die Bundeskanzlerin in Deutschland. Vielleicht war, was die Richtlinienkompetenz einzelner Länder anbelangt, der Wunsch der Vater des Gedanken, aber in Österreich haben wir das noch nicht, und ich glaube, das ist auch gut so. Hier liegt die Verantwortung bei den zuständigen Ressortleitern.
Nun haben wir ein Ergebnis, und ich denke, es ist ein Ergebnis, das davon getragen ist, dass alle ein Scherflein beitragen mussten und ein nicht gerade kleines.
Wenn heute vielfach die Rede davon war und ist, dass die Lehrerinnen und Lehrer da so unglaublich erfolgreich waren, dann darf ich Sie darauf hinweisen, dass von der Liste der Punkte, die zu dem Ergebnis führten, 75 Prozent Beiträge der Lehrerinnen und Lehrer sind. (Abg. Brosz: Das ist nicht wahr!) Schauen Sie sich das an! (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Zweitens war es möglich, zu einem Ergebnis zu kommen, weil wir das Bundeshaushaltsgesetz in seiner Dimension, vier Jahre zu betrachten, zur Grundlage genommen haben – das ist lange nicht so dargelegt worden –, und auf diese Art und Weise war und ist es möglich, ein Budget darzustellen. Es ist auch nicht so, dass jetzt die gesamten BIG-Mieten gestundet oder aufgeschoben werden, sondern nur ein Teil davon, nicht einmal 50 Prozent pro Jahr. (Abg. Dr. Walser: Aber wer zahlt das dann?) Also das ist etwas, was budgetär über einen längeren Zeitraum darstellbar ist, weil ja auch das Verhandeln über ein neues Dienst- und Besoldungsrecht einen Teil der Einigung darstellt. Darüber hinaus haben wir eine demografische Entwicklung bei den Lehrerinnen und Lehrern, die hier gleichfalls Perspektiven ermöglicht.
Wie gesagt, entscheidend ist, das Bundeshaushaltsgesetz mit seinen Möglichkeiten, einen vierjährigen Zeitraum zu betrachten, zu nutzen, und vor diesem Hintergrund war und ist das Ergebnis ein brauchbares, zu dem alle ihren Beitrag leisten mussten.
Aber jetzt, wo das geklärt ist – und da bin ich eigentlich auch bei all meinen Vorrednerinnen und Vorrednern –, sollten wir uns tatsächlich einer wirklichen Bildungsdebatte zuwenden. Nur, was ich heute vielfach gehört habe, war, wiederum nur quasi linear an Strukturen herumzudoktern. (Abg. Dr. Walser: Da haben Sie nicht zugehört!) Ich denke an das, was uns die Finnen vorgeführt haben. Die haben sich 15 Jahre Zeit genommen. So viel Zeit haben wir nicht, aber ein bisschen Zeit muss man sich nehmen, um zu einem qualitätvollen Ergebnis zu kommen. (Abg. Öllinger: Die ÖVP hat sich schon sehr lange Zeit genommen! – Abg. Dr. Walser: Wie viel Zeit will sich die ÖVP noch nehmen?)
Daher: Niemand von uns – ich glaube, da sollten wir uns alle Asche aufs Haupt streuen, Herr Abgeordneter Walser – hat bisher die Frage gestellt, die wir uns, glaube ich, konsensual stellen sollten: Was sind am Beginn des 21. Jahrhunderts die Herausforderungen und Bedürfnisse der Gesellschaft an ein zeitgemäßes Bildungssystem? Was sind die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern? Was brauchen wir, was ist notwendig angesichts einer Situation, in der sich das Wissen auf der Welt in wenigen Jahren immer wieder potenziert, in der wir eine Internationalisierung haben, in der wir Migrationseffekte zu ver- und zu bearbeiten haben, in der wir soziale Vielfältigkeiten und Vielschichtigkeiten haben, in der wir Herausforderungen auf dem Sektor einer Vielfalt von neuen Medien haben?
Darauf müssen wir Antworten geben: Wie müssen wir Lernen lernen? Wie müssen wir die Fähigkeiten und Fertigkeiten gestalten, mit dieser Vielfalt von Wissen umzugehen? – Es ist ja im Gegensatz zur Zeit vor hundert Jahren heute nicht mehr das Thema, dass das Wissen nicht zur Verfügung steht, sondern die Frage ist: Welche
Grundlage an Wissen brauchen wir, um uns das Wissen der Welt, sofern wir es da und dort brauchen, nutzbar zu machen?
Wenn wir hier – und ich glaube, diesen Konsens können wir finden – zu einer einheitlichen Betrachtungsweise kommen, dann ist der nächste Schritt, dass wir über die notwendigen Strukturen diskutieren, und zwar vom Kleinstkind bis zum universitären Sektor; Stichwort: lebenslanges Lernen. Es geht darum, nicht nur immer den Sekundarbereich 1 herauszugreifen, sondern die gesamte Bandbreite, gerade mit den Herausforderungen der Übergänge.
Dass wir diese Diskussion führen, das würde ich mir wünschen, und ich glaube, von Seiten der Regierung sind wir dazu bereit. Für meinen Teil des tertiären Sektors kann ich sagen, dass wir, ausgehend von den Notwendigkeiten eines gesamtösterreichischen Hochschulplans, mit Sommer beginnen werden, eben für den tertiären Sektor diese Fragestellung anzugehen, und ich denke, da bin ich mit Claudia Schmied eines Sinnes, dass das auch für den Bereich der unter 18-Jährigen stattfinden sollte.
Wenn wir hier zu einer gleichartigen Betrachtungsweise kommen, dann sollten wir über Strukturen, über Organisationsformen diskutieren, im guten Sinne also das einhalten, was vielfältig auch für die Wirtschaft gilt, nämlich dass die Struktur der Strategie folgen soll und nicht, wie das leider Gottes oft der Fall ist, dass die Strategie der Struktur folgt. Ich habe heute festgestellt, dass wir vielfach auch in den Debattenbeiträgen wieder in diese Falle tappen, über Strukturen zu reden und hinterher Strategien nachzuliefern.
Beantworten wir die Fragen: Was sind die Herausforderungen an ein zeitgemäßes Bildungssystem? Was muss Schule können eingedenk dessen – was, ehrlich gesagt, die alten Römer schon festgestellt haben und was von einer zeitlosen Gültigkeit ist –, dass man nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen sollte? Infolgedessen ist die Frage zu stellen: Was braucht das Leben und was muss daher die Schule bieten, damit wir die Menschen hinreichend vorbereiten?
Dass Wissen Arbeit schafft, dass Bildung sozusagen die wesentlichste Ressource einer Gesellschaft ist, wird evident, wenn wir uns etwa die Arbeitslosenstatistik anschauen: Nur 1,9 Prozent der Hochschulabsolventen waren im vergangenen Jahr arbeitslos, nur 0,4 Prozent der Fachhochschulabsolventen waren arbeitslos, aber neunmal mehr Abgänger mit nur einem Pflichtschulzeugnis waren arbeitslos als Hochschulabsolventen.
Das zeigt uns, dass wir in die Bildung zu investieren haben. Das hat diese Bundesregierung getan, und auch wenn wir schauen müssen, wie wir die Gelder optimal einsetzen – es ist ja heute vielfach auch von Sprecherinnen und Sprechern der Opposition darauf hingewiesen worden, dass gar nicht so wenig Geld im Bildungssystem ist, und jetzt kommen für beide Häuser in den nächsten beiden Jahren nochmals mehr als zwei Milliarden dazu –, gilt es dennoch, immer wieder zu schauen, wie wir diese Gelder optimal nutzen können.
Es hat aber die Debatte in den letzten Wochen und Monaten auch gezeigt, dass eine breit angelegte Bildungsreform, so wie ich sie aus meiner Sicht eben skizziert habe, nicht von einer Person und von einer Partei getragen werden kann, sondern von einem weitaus größeren Konsens, von einer weitaus breiteren Basis getragen sein muss. Dazu lade ich jedenfalls von meiner Warte ein.
Wir werden unseren Beitrag im Wissenschaftssektor leisten, wir werden uns auch einbringen und tun das ja schon etwa in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, was die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung anbelangt. Aber ich denke, entscheidend ist, dass wir auf breiter Basis zunächst einmal die Frage beantworten: Was erwarten wir uns von
einem zeitgemäßen, modernen Bildungssystem? – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
11.49
Präsident Fritz Neugebauer: Danke, Herr Bundesminister. – Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Muttonen. – Bitte.
11.50
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Lange und zähe Verhandlungen – und dann heute Nacht ein Kompromiss. Ich bin froh darüber, dass es zu einem solchen gekommen ist, denn dadurch kann endlich die überfällige und höchst notwendige Bildungsreform in Schwung kommen, es kann endlich der Reformweg Claudia Schmieds weitergehen.
Die heute vorliegende Novelle, die wir hier diskutieren, sieht die Ausweitung der Neuen Mittelschule vor und ist aus bildungspolitischer Sicht sehr zu begrüßen, denn wie die Erfahrungen seit der Einführung zeigen, ist die Neue Mittelschule von den Eltern und Kindern und auch von den Lehrern sehr positiv angenommen worden.
Individualisierung, Förderung der Begabungen und das Eingehen auf das einzigartige Talent jedes einzelnen Kindes, dieses Konzept ist zukunftsweisend, meine Damen und Herren – nein, es ist nicht zukunftsweisend, es ist eigentlich zwingend für eine gute Ausbildung unserer Kinder. Diese gemeinsame Mittelschule ist deshalb so wichtig, weil sie den Druck von den Kindern, von den Eltern und auch den Lehrern wegnimmt, über ein Kind im Alter von neun oder zehn Jahren zu entscheiden, darüber, welche Schullaufbahn dieses Kind einschlagen sollte.
Wir verlangen heute sehr viel von den jungen Menschen: Sie sollen teamfähig sein, sie sollen kritisch sein, sie sollen kreativ sein, flexibel und obendrein sollen sie die großen Probleme unserer Gesellschaft in der Zukunft lösen können. Das wird aber nur möglich sein, wenn sie lernen, ihre Ressourcen, ihre Talente zu erkennen und auch zu nutzen, und wenn das System sie lässt, wenn wir sie lassen, wenn wir sie fördern, meine Damen und Herren. Dazu bedarf es kleinerer Klassen, dazu bedarf es individueller Förderung, einer Öffnung der Schule, sprachlicher Frühförderung und vieles mehr.
Ein Bereich, in dem es ganz wesentlich um diese Schlüsselqualifikationen und auch um die Fähigkeiten geht, ist die kulturelle Bildung, die in einem modernen Schulsystem ihren Platz haben kann und muss. Dazu möchte ich ein Zitat des bekannten und berühmten Dirigenten Sir Simon Rattle bringen, der das sehr schön formuliert hat. Er sagt:
„In Bezug auf unsere Erziehung wird sehr deutlich, dass die Gesellschaft sich ändert: Wir brauchen das Modell nicht mehr, in dem es tausend gehorsame Arbeiterbienen gibt und eine Bienenkönigin. Jeder in der Industrie sagt mir, wir erziehen die jungen Leute für die Anforderungen von heute. Wir brauchen keine Leute, die in geraden Linien denken. Wir brauchen Leute, die über ihren Tellerrand schauen, wir brauchen Leute, die Verbindungen schaffen, überraschende Verbindungen. Das ist der Bereich, in dem die Künste überragend sind, in dem Kunst und Erziehung in jeder Beziehung mehr geben können als jede andere Disziplin.“
Darum, meine Damen und Herren: Gehen wir die nächsten Schritte an – rasch und ohne Zögern, es ist wichtig –, und zwar hin zu einem modernen Bildungssystem für unsere Jugend! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
11.53
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Franz. – Bitte.
11.53
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Als Abgeordnete aus Vorarlberg freue ich mich natürlich ganz besonders, dass wir das Schulorganisationsgesetz heute ändern.
Es soll jetzt also diese starre 10-Prozent-Regel für Schul- beziehungsweise Modellversuche an Pflichtschulen gelockert werden. Das bedeutet, dass eine Überschreitung in einem Bundesland auf Antrag möglich wird – jetzt eben für Vorarlberg –, wenn bundesweit die Modellversuchsklassen nicht mehr als 10 Prozent aller Klassen umfassen.
Bekanntlich ist die Neue Mittelschule in Vorarlberg auf außergewöhnliches Interesse gestoßen. So wurde bei uns in besonders hohem Ausmaß von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, verschiedene Modelle zur Weiterentwickl