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| Bildung/Parlament allgemein |
| Parlamentskorrespondenz/08/17.11.2009/Nr. 985
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Das Jugendparlament tagt am 4. Dezember
Vier Schulen aus dem Burgenland erproben im Parlament die Demokratie
Wien (PK) - Am 4. Dezember 2009 ist es wieder so weit: Auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer findet im österreichischen Parlament in Wien ein Jugendparlament statt. Ob nun im Klub für die eigene Position werben, Kompromisse suchen, Reden vorbereiten und schließlich über eine Gesetzesvorlage abstimmen – bei Ausschuss- und Plenarsitzungen zum Thema "Schule und Mitbestimmung" haben dieses Mal SchülerInnen aus dem Burgenland einen Tag lang Gelegenheit, sich selbst als PolitikerIn zu erleben, und wie politische Entscheidungen zu Stande kommen.
Im zweiten Halbjahr 2009, in dem das Burgenland den Vorsitz im Bundesrat innehat, waren die SchülerInnen aller 9. Schulstufen des Burgenlands aufgerufen, sich für die Teilnahme am Jugendparlament 12/09 zu bewerben und einen Beitrag zur Frage "Was bedeutet Demokratie für dich und deine KlassenkollegInnen?" einzureichen . Eine Jury wählte die originellsten und kreativsten Bewerbungsbeiträge aus.
Am Jugendparlament 12/09 werden 86 Schülerinnen und Schüler von vier Schulen teilnehmen, da ein Platz ex aequo vergeben wurde. Die 5A des Bundesgymnasiums Mattersburg überzeugte in ihrem Beitrag durch unkonventionelle Interviews mit SchülerInnen und SchülerInnenvertretern; die 5HM des zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart hat in ihrer tiefgehenden Themenbearbeitung unterschiedliche Aspekte der Demokratie herausgearbeitet; die 5B des Bundesgymnasiums Jennersdorf beeindruckte durch die unterschiedliche Art des Zugangs zur Fragestellung mittels Collagen, Fotos und Texten; die 1WK der HAK Neusiedl am See fand einen interdisziplinären Zugang zum Thema Demokratie: Abgeleitet von H.C.Artmanns Text im Deutschunterricht "Keine Menschenfresser, bitte!" wurde ein Film eingereicht, der durch seine Qualität eine nachhaltige Wirkung erreicht.
Am Jugendparlamentstag selbst werden die Jugendlichen in vier fiktive Klubs aufgeteilt, wo sie eine Position zum diesmaligen Gesetzesvorschlag "Schule und Mitbestimmung" erarbeiten. In Ausschuss-Beratungen versuchen die vier Klubs eine Position zu finden, der die Mehrheit der Schüler-ParlamentarierInnen in der Plenarsitzung am Nachmittag zustimmen kann. Den Jugendlichen stehen den ganzen Tag Abgeordnete der fünf Parlamentsparteien sowie MitarbeiterInnen des Parlaments mit Rat und Tat zur Seite. Ziel dieses Aktionstags im Parlament ist es, bei den Jugendlichen Interesse für demokratische Entscheidungsprozesse zu wecken und ein vertieftes Verständnis für parlamentarische Abläufe zu vermitteln. Der Gesetzgebungsprozess soll in seinen Kernpunkten verstanden und nachvollzogen werden.
Die Vorbereitungsmaterialien sind auch im Unterricht zu verwenden und können auf der Jugendparlaments-Website www.reininsparlament.at kostenlos abgerufen werden. (Schluss)