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Nachlese
Das österreichische Parlament ist immer wieder Schauplatz spannender und interessanter Veranstaltungen. Einen kurzen Überblick sowie weiterführende Informationen zu Anlässen, die bereits stattgefunden haben, finden Sie hier.
Girls' Day 2012
Am 26. April 2012, dem internationalen Girls’ Day (
www.girlsday-austria.at), öffnete die Präsidentin des Nationalrates Mag.a Barbara Prammer wieder das Parlament für Töchter und deren Freundinnen. Interessierten Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren wurde an diesem Tag ein Blick auf den Arbeitsalltag in den unterschiedlichsten Bereichen des österreichischen Parlaments ermöglicht. Das Kennenlernen frauenuntypischer Berufe sollte ihnen als Impuls bei der Berufsorientierung dienen und ihr Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken.
Die Mädchen präsentierten ihre Eindrücke vom Arbeitsalltag im Hohen Haus und der Führung durch das historische Parlamentsgebäude in Kurzberichten auf der Parlamentswebsite.
15 Jahre Gewaltschutzgesetz und Gewaltschutzarbeit in Österreich
1996 wurde im österreichischen Nationalrat das Bundesgesetz zum Schutz vor Gewalt in der Familie (GeSchG) verabschiedet, das mit den polizeilichen Instrumenten der Wegweisung und des Betretungsverbotes sowie gerichtlichen einstweiligen Verfügungen häusliche Gewalt wirksam eindämmen hilft. Seit Inkrafttreten des Gesetzes im Mai 1997 wurden in den Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen mehr als hunderttausend Gewaltopfer beraten und unterstützt, über 90 Prozent davon sind Frauen. 2009 wurde im Parlament in enger Zusammenarbeit mit der Justiz, der Exekutive und den NGOs das Zweite Gewaltschutzgesetz beschlossen. Interventionsstellen und Gewaltschutzzentren haben in den letzten 15 Jahren Qualitätsstandards entwickelt, die sie nicht nur als spezialisierte Einrichtungen für den Gewaltschutz ausweisen, sondern die auch in Europa Vorbildwirkung haben.
Im Rahmen der Veranstaltung am 19. September 2011 wurde ein kurzer Überblick über die Entstehung des Gewaltschutzgesetzes und über die Gewaltschutzarbeit der letzten 15 Jahre gegeben. Im Zentrum der Präsentationen und Diskussion standen die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen erfolgreicher Gewaltschutzarbeit.
Weiterführende Informationen:
- Videos zur Veranstaltung finden Sie unter
www.gewaltschutzzentrum.at (Link auf der Startseite)
Ehrenkreuzverleihung an Ruth Klüger
Die 1931 in Wien geborene Germanistin und Autorin Ruth Klüger wurde am 2. November 2011 für ihre herausragenden Leistungen auf kulturellem Gebiet mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet.
Ruth Klüger war als Kind in verschiedenen Konzentrationslagern interniert, ehe ihr 1945 mit ihrer Mutter die Flucht gelang. Sie emigrierte in die USA, die eine zweite Heimat für die Schriftstellerin geworden sind. Heute hat Klüger eine Professur für Germanistik an der University of California in Irvine inne und lehrt als Gastprofessorin an der Georg-August-Universität in Göttingen.
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die zur Überreichung des Ehrenkreuzes in den Empfangssalon des Parlaments geladen hatte, würdigte das Lebenswerk der Holocaust-Überlebenden. Im Rahmen einer bewegenden Laudatio hob die österreichische Schriftstellerin Barbara Frischmuth die Aufforderung zum Mitfühlen und Mitdenken als eine der zentralen Botschaften in den Werken der nunmehrigen Ehrenkreuzträgerin hervor.
Safe European Home?
Installation und Ausstellung im Rahmen der Reihe Into the City/Wiener Festwochen
Die begehbare Installation "Safe European Home?" auf dem Vorplatz des Parlaments soll auf grundlegende Phänomene wachsender sozialer Unsicherheit und Ungleichheit in Europa aufmerksam machen und gleichzeitig eine Diskussion über notwendige Maßnahmen zur Gleichstellung minorisierter Gruppen wie der Volksgruppe der Roma eröffnen. Die parallel dazu stattfindende Ausstellung "Roma Protokoll" im Pressezentrum des Parlaments versammelt unterschiedliche künstlerische Positionen, die auf die Situation der Roma im heutigen Europa Bezug nehmen und thematisiert Zusammenhänge historischer und gegenwärtiger Sachverhalte wie den nicht ausreichend erforschten Roma-Holocaust, Rassismus, Vertreibung, erzwungenes Nomadentum, ungleicher Zugang zu Bildung, unzureichende humanitäre Rechte und deren Auswirkungen. Begleitet wird "Safe European Home?" von einer Bibliothek/Infothek, einem Filmprogramm, einem Symposium, einem Workshop, einem Forum und einem Abschlusskonzert.
KünstlerInnen:
- Delaine und Damian Le Bas (Installation), Milutin Jovanović, Marika Schmiedt, Alfred Ullrich (Roma Protokoll). Małgorzata Mirga-Tas und Marta Kotlarska (Roma Protokoll und Workshop).
KuratorInnen:
- Suzana Milevska (Roma Protokoll), Margarethe Makovec, Astrid Kury, Ursula Glaeser, Delaine und Damian Le Bas (Bibliothek/Infothek, Filmnacht, Forum), Adrian Gaspar (Abschlusskonzert).
Informationen:
Eröffnung:
- am Donnerstag, dem 26. Mai 2011, um 18.00 Uhr auf den Vorplatz und im Pressezentrum des Parlaments
Programm:
- Begrüßung: Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrates
- Luc Bondy, Intendant der Wiener Festwochen
- Mirjam Karoly, Beraterin zu Roma und Sinti Fragen der OSZE
- Zur Installation und zur Ausstellung spricht Wolfgang Schlag, Kurator "Into the City"
- Eröffnung der Installation (in englischer Sprache): Delaine Le Bas, Künstlerin
- Von 27.5. bis 8.6. kann die Installation tägl. 10.00 Uhr – 19.00 Uhr, die Ausstellung Mo – Fr 10.00 Uhr – 19.00 Uhr, (außer Feiertag), Sa 10.00 Uhr – 16.30 Uhr (beide kostenfrei) besichtigt werden.
Enquete "Demokratie lernen"
Wie kann heute das demokratiepolitische Bewusstsein von Jugendlichen geweckt und gefördert werden? Welche Möglichkeiten hat demokratiepolitische Bildung in der Mediengesellschaft? Welche Initiativen sind geeignet, Jugendliche und Erwachsene zu befähigen, aktiv und verantwortungsbewusst an politischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken? Welche Strukturen braucht die politische Bildung, damit die Demokratie Zukunft hat?
Fragen wie diese standen im Zentrum der Enquete "Demokratie lernen – Herausforderungen für die politische Bildung in Österreich" am 20. Mai 2011.
Nach den einleitenden Worten von Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrates, und Barbara Rosenberg, Vizedirektorin des Dr.-Karl-Renner-Instituts, gab das Impulsreferat von Peter Filzmaier zum Thema " Politische Bildung und Demokratie in Österreich: Trends, Problembereiche, Perspektiven" Anstoß zur lebhaften Diskussion.
Am Podium nahmen Platz: Petra Mayrhofer, Demokratiezentrum Wien, Robert Etlinger, Direktor des Realgymnasiums GRG 3, 1030 Wien, Thomas Krüger, Präsident der deutschen Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn, und Kurt Nekula, BMUKK.
Präsentation des Abschlussprojekts „re_Publik“
Marlene Sachs, Teresa Eichler und Flora Hauser, drei Schülerinnen der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, präsentierten am 4. Mai 2011 ihre Diplomarbeit mit dem Titel re_Publik im Pressezentrum des Parlaments.
Die Schülerinnen zeigten anhand ihres Projekts auf, dass Politik nicht immer langweilig sein muss und stellten sich die Frage: "Wer sind die Menschen, die wir nur als PolitikerInnen kennen?" Dafür versuchten sie, ausgewählte PolitikerInnen, anhand von nach ihnen benannten Straßen und Plätzen in Wien, von einer anderen Seite zu zeigen – sei es mit Hilfe eines Videos, mit Illustrationen oder witzigen Aktionen. All das wurde dokumentiert, gesammelt und für die Präsentation vorbereitet.
Wer kann/darf/soll/will?
Am 14. März 2011 wurden im Rahmen der Veranstaltung "Wer kann/darf/soll/will? Jugendliche vergeben Wahlrechte" im Parlament die Ergebnisse des sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekts "GLO-PART. Jugendliche Perzeptionen von Politik unter dem Blickwinkel von Inklusion/Exklusion", das im Rahmen des Förderprogrammes Sparkling Science des BMWF durchgeführt wurde, präsentiert. Gemeinsam mit Wissenschafter/-innen der Universität Wien behandelten Schüler/-innen Fragen wie "Wer soll nach der Meinung von Jugendlichen an der Gestaltung von Politik teilhaben dürfen und wer nicht?" oder "Entlang welcher Kriterien würden Heranwachsende in Österreich das Recht zu Wählen vergeben, wenn sie die Möglichkeit hätten, darüber zu entscheiden?"
100. Internationaler Frauentag
Das Parlament stand am 4. März 2011 ganz im Zeichen des 100. Internationalen Frauentags. Die gemeinsam mit den Organisationen "Frau in der Wirtschaft" der Wirtschaftskammer Wien, "Frauennetzwerk Medien" und dem Frauenring im "open space" Format organisierten Themenblöcke luden zu vielfältigen Diskussionen ein. Zahlreiche Gelegenheiten zur Vernetzung boten 34 Frauenorganisationen während der gesamten Veranstaltung an Infotischen in der Säulenhalle.
Das Programm der Veranstaltung / PDF, 699 KB
"Unschuldsvermutung" von Mieze Medusa, Slam Poetry / PDF, 17 KB
"Was will das Weib?", Rede von Elfriede Hammerl / PDF, 94 KB
Bericht zweier Schulklassen der BHAK Wien 10 / PDF, 800 KB
Parlamentskorrespondenz Nr. 211/2011
Thema "Prammer lädt zum 100. Internationalen Frauentag ins Parlament"
Ausgewählte Bilder von der Veranstaltung
Alle Bilder von der Veranstaltung
DVD-Präsentation – Kreisky-Reden im Parlament
Am 31. Jänner 2011 wurde im Sitzungssaal des Nationalrates eine DVD mit ausgewählten Reden von Bruno Kreisky im Parlament präsentiert. Diese Reden zu vielen auch heute noch hochaktuellen Themen wurden aus dem ORF-Fernseharchiv von dessen ehemaligem Leiter Peter Dusek zusammengestellt – die DVD ist im Parlamentsshop erhältlich.
Anna Politkowskaja Memorial Lecture
Unter dem Titel "Our Choice – Leaving Fear Behind" fand am 6. Oktober 2010 im Sitzungssaal des Nationalrates eine Veranstaltung im Gedenken an die russische Journalistin Anna Politkowskaja statt, die am 7. Oktober 2006 in ihrem Haus in Moskau ermordet wurde. Die Rede zu Ehren von Frau Politkowskaja hielt Yevgenia Markovna Albats, die Herausgeberin der "New Times Moscow".
