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Menschenrechtsdeklaration - an prominenter Stelle

Auf der Fassade des Parlamentsgebäudes, links neben dem Haupteingang, befindet sich folgende Inschrift: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."

Es handelt sich um Artikel 1 der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte". Anlässlich des 50. Jahrestages der Menschenrechtsdeklaration am 10. Dezember 1998 im Beisein zahlreicher Abgeordneter von Nationalratspräsident Heinz Fischer und dem Zweiten Präsidenten Heinrich Neisser enthüllt, soll die Inschrift die Bedeutung dieser Rechte und das Streben nach deren weltweiter Verwirklichung in Erinnerung rufen.

Gleiche Rechte für alle Menschen

Die 30 Artikel umfassende Menschenrechts-Charta wurde 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) mit damals 58 Mitgliedsstaaten beschlossen. Neben den grundlegenden Rechten auf Leben, Freiheit und Sicherheit enthält sie politische Freiheitsrechte wie die Rede- und Glaubensfreiheit sowie soziale Menschenrechte, so etwa die Freiheit von Furcht und Not.

Unter dem Eindruck der Verbrechen, die während des Nationalsozialismus begangen worden waren, als Ziel der Vereinten Nationen verankert, sollten die Menschenrechte die Grundlage für die Schaffung einer friedlichen Weltordnung bilden.

Derzeit gehören 192 Staaten den Vereinten Nationen an. Jeder Staat, der den Vereinten Nationen beitritt, erkennt automatisch die Menschenrechts-Charta an. Dennoch gibt es in vielen Ländern Menschenrechtsverletzungen. Die UN-Kommission für Menschenrechte und der Hohe Kommissar für Menschenrechte (UNHCHR) beobachten deshalb die Einhaltung der Menschenrechte.

Menschenrechte ernst nehmen

Es sei gelungen, die Sensibilität für die Menschenrechte im Laufe der Jahre weltweit zu steigern, erklärte Nationalratspräsident Heinz Fischer bei der Enthüllung der Tafel 1998. Dennoch bedürfe es weiterer Anstrengungen, die Menschenrechte im großen und im kleinen in die Realität umzusetzen.