LETZTES UPDATE: 17.07.2017; 14:13

Die angrenzende Bibliothek unterstreicht die Bedeutung des Arbeitszimmers als Studierzimmer. Den Worten eines Zeitgenossen ist zu entnehmen, dass die Sammlung nicht nur groß, sondern auch sehr wertvoll gewesen sein musste.

Die Bücher und anderen Sammelgegenstände waren offensichtlich in Wandverbauten untergebracht, da keine Farbreste gefunden wurden.

Der zitierte Zeitgenosse beschrieb die Bibliothek folgendermaßen: "In hohen, aus Kirschholz superb gearbeiteten Schränken grüßen den Bücherfreund die auserlesendsten Werke aller Literaturen, auf dem Lesetisch liegt aufgeschlagen ein seltenes altes Buch in lateinischer Sprache, ein historisches Lexikon von einem berühmten Verfasser. Außer Bücher zierten dieses Cabinet noch verschiedene archäologische und ethnographische Merkwürdigkeiten, Marmorbüsten, Trachtengruppen etc."

Angeblich besaß Epstein auch eine große Sammlung an Stichen und Grafiken, insbesondere niederländischer Meister.

 

Literaturverweis:

Das Palais Epstein. Geschichte, Restaurierung, Umbau. Ein neues Haus an der Wiener Ringstraße. Bundesimmobiliengesellschaft mbH [Hrsg.], Wien 2005, Seite 59.