LETZTES UPDATE: 02.06.2016; 02:15
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Coronini-Cronberg, Franz Carl Graf Graf

Beruf: Oberst a. D., Politiker
Geb.: 18.11.1833, Görz (Gorizia/Italien)
Gest.: 25.08.1901, St. Peter bei Görz (Republik Slowenien)

In seiner Kindheit gehörte er (wie auch der spätere Minister und Ministerpräsident Graf Eduard Taaffe) zum kleinen Kreis der Spielgefährten des späteren Kaisers Franz Joseph und von dessen Brüdern Maximilian (später Kaiser von Mexiko) und Carl Ludwig. 1850 trat er in die Armee ein und absolvierte an der k.k. Kriegsschule in Wien die Ausbildung von Offizieren zur höheren Verwendung (Generalstab, höhere Adjutantur). Im Rang eines Rittmeisters machte er 1859 den Feldzug in Italien mit und zeichnete sich 1866 als Oberstleutnant in der Schlacht bei Königgrätz aus. Im Rang eines Oberst trat er 1867 aus der Armee aus. Er kehrte nach Görz und auf sein Landgut in St. Peter bei Görz zurück und wandte sich wirtschaftlichen Themen und dem politischen Leben des Kronlandes Görz - Gradisca zu. Von 1870-1877 und von 1883–1899 war er dessen Landeshauptmann. 1870 wurde Coronini in den Görzer Landtag gewählt, seit 1871 auch zum Abgeordneten in den Reichsrat. Er gehörte zunächst dem Klub der Linken an, später dem Fortschrittsklub, von dem er sich 1878 trennte. Von 14.10.1879 – 11.03.1881 (Rücktritt) war er Präsident des Abgeordnetenhauses. Ende 1881 bildete er den Klub des linken Zentrums (“Coronini-Club”). Am 22.10.1895 legte Coronini sein Reichsratsmandat nieder, 1899 sein Görzer Landtagsmandat und trat im gleichen Jahr auch als Landeshauptmann zurück. 1897 zum Mitglied des Herrenhauses berufen, nahm er an dessen Sitzungen aber kaum teil.

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