LETZTES UPDATE: 17.07.2017; 14:18
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Sanierungsprojekt im Zeit- und Kostenplan

Vertiefter Vorentwurf wird finalisiert und im September beschlossen

Zur Sanierung des Parlamentsgebäudes und zur geplanten Übersiedelung in das Ausweichquartier wurden diese Woche wesentliche Entscheidungen getroffen, um beide Vorhaben plangemäß voranzutreiben.

Seit vergangenem Herbst hat das Generalplanerteam Jabornegg & Palffy_AXIS den Vorentwurf zur nachhaltigen Sanierung des 130 Jahre alten Parlamentsgebäudes präzisiert und weiterentwickelt. Nach ausführlicher Debatte im Nutzerbeirat (VertreterInnen aller sechs Fraktionen), im Bauherrenausschuss (Mitglieder der Präsidialkonferenz) sowie mit den Diensten der Parlamentsdirektion wurde über die einzelnen Planungsschritte abgestimmt. Dabei wurde in einer Vielzahl an Detailfragen Einvernehmen erzielt, etwa zur Ausgestaltung des Nationalratssitzungsaales. Dieser wird deutlich flacher und damit barrierefrei sein sowie über ein Glasdach mit Tageslicht versorgt. Der Couloirbereich soll mittels Einbauten in die benachbarten Wirtschaftshöfe und in Richtung Schmerlingplatz deutlich erweitert werden. Alles in allem wird der Plenarsaal, in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt unter Beibehaltung der Architektursprache von Fellerer-Wörle, modernisiert und technisch aufgerüstet.

Der Vorentwurf wird bis September finalisiert und ist in der Folge endgültig freizugeben. Dann steht fest, wie das generalsanierte Parlamentsgebäude konkret ausgestaltet sein und aussehen wird.

Parallel dazu werden nach gleichem Muster die Planungen zur Interimslokation schrittweise verfeinert. Im Sommer 2017 soll das Parlamentsgebäude geräumt und der gesamte Betrieb in die Hofburg übersiedeln. Dort werden Nationalrat und Bundesrat tagen; für Büro und Ausschusslokale sollen im Bibliothekshof bzw. auf dem Heldenplatz drei temporäre Pavillons errichtet werden.

Das Projekt befindet sich im Zeit- und Kostenplan. Im Parlamentsgebäudesanierungsgesetz ist für die Sanierung eine Kostenobergrenze von 352,2 Mio €, für Interimslokation und Übersiedelung von 51,4 Mio. € festgeschrieben.

Fotoalbum: Visualisierungen zum Sanierungsprojekt