LETZTES UPDATE: 26.04.2017; 10:05
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Gedenkveranstaltung anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages

Das Parlament und die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) haben anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages zur Veranstaltung "Letzte Orte vor der Deportation - Die Sammellager in Wien Leopoldstadt. Überlebende berichten" geladen. Die Veranstaltung fand heuer im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt. Die Begrüßungsworte sprachen Nationalratspräsidentin Doris Bures und ÖAW-Präsident Anton Zeilinger. Eine Einführung in das Thema übernahmen die HistorikerInnen Dieter J. Hecht, Doron Rabinovici, Michaela Raggam-Blesch, Monika Sommer und Heidemarie Uhl. Danach folgte ein Gespräch mit den ZeitzeugInnen Arik Brauer und Helga Feldner-Busztin.

"Der Holocaust begann nicht in Konzentrationslagern. Der Holocaust begann in unserer Mitte", sagte Nationalratspräsidentin Doris Bures in ihren Begrüßungsworten. "Mit der heutigen Veranstaltung blicken wir auf jene Orte, wo die Menschen ihre Koffer packen mussten. Wir blicken nicht auf die Endpunkte der Deportationen, sondern auf ihre Ausgangspunkte, auf Orte in unserer Nachbarschaft", so die Nationalratspräsidentin. 66.000 Jüdinnen und Juden in Österreich wurden von den NationalsozialistInnen ermordet. Für einen großen Teil dieser Menschen begann der Weg in die Vernichtung mitten in Wien, in den Sammellagern in der Leopoldstadt. Heute gibt es nur noch wenige Menschen, die als ZeugInnen darüber berichten können.

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