LETZTES UPDATE: 07.09.2017; 13:51
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Bericht richtet Fokus auf Lage der Jugend in Österreich

Alle vier bis fünf Jahre richtet die Politik den Fokus gezielt auf die Situation und Perspektiven von Jugendlichen und jungen Menschen in Österreich. Es werden nicht nur Zahlen, Daten und Fakten gesammelt, sondern Jugendliche auch zu Lebensqualität, Werten und Wünschen befragt. Die Ergebnisse, zusammengefasst im siebenten Bericht zur Lage der Jugend in Österreich, standen vor kurzem im Familienausschuss des Nationalrats zur Diskussion.

Grundsätzlich sind die Lebensbedingungen von Jugendlichen in Österreich nicht schlecht, wie der so genannte Better-Life-Index zeigt. Allerdings weisen junge Menschen mit Migrationshintergrund in den meisten Bereichen schlechtere Werte auf. Auch zwischen Jugendlichen in der Stadt und am Land zeigen sich Unterschiede. Eines der Probleme ist die steigende Jugendarbeitslosigkeit: Sie lag 2015 bei den 15- bis 24-Jährigen bei 10,6%. Der Anteil der 14- bis 30-Jährigen an der Gesamtbevölkerung ist zuletzt übrigens stark zurückgegangen, das "jüngste" Bundesland ist Vorarlberg mit einem Durchschnittsalter von 40,8 Jahren.

Auf die Ergebnisse des Berichts will Familienministerin Sophie Karmasin mit verschiedenen Maßnahmen reagieren. So will sie etwa einen stärkeren Fokus auf die Medienkompetenz und die Berufsorientierung von Jugendlichen sowie eine geschlechtersensible Elementarpädagogik richten. Zudem strebt sie einen Ausbau der Elternbildung und der außerschulischen Jugendarbeit sowie eine Forcierung des Generationendialogs an. Diskutiert wurde im Familienausschuss zudem über mehrere Oppositionsanträge, wobei sich hinsichtlich der Forderung nach einer Kürzung der Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder auch innerhalb der Regierungsparteien Divergenzen zeigten.

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