LETZTES UPDATE: 14.02.2017; 13:25
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ZiviltechnikerInnen stellen Denkmäler in ein neues Licht

Ausstellung vom 9. bis 23. Februar 2017 im Innenhof des Palais Epstein, Mo bis Fr: 9:00 – 16:00 Uhr

Im Innenhof des Palais Epstein wird vom 9. bis 23. Februar 2017 die Ausstellung "Ziviltechnikerinnen gestalten Zukunft - Denkmäler in neuem Licht" präsentiert. Organisiert wird die Ausstellung von den weiblichen Mitgliedern der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Es werden aktuelle Arbeiten sowie realisierte Projekte von österreichischen und slowenischen Architektinnen und Ingenieurkonsulentinnen zum Thema Planen und Bauen in historisch wertvoller Umgebung gezeigt.

In einem besonderen Kontext stehen die Inhalte der ambitionierten ausgestellten Projekte dieser Frauen mit der anstehenden Generalsanierung des Parlamentsgebäudes, bei dem der Denkmalpflege ebenfalls besondere Bedeutung zukommt. Verbindende Elemente sind die große Wertschätzung für die historische Substanz und das Streben nach zukunftweisenden und zeitlosen Lösungen.

Auch der Ort der Ausstellung, das generalsanierte und in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt restaurierte Palais Epstein, steht mit im Diskussionsfeld der unterschiedlichen Herangehensweisen, Haltungen und Moden in der Denkmalpflege.

Das Arbeiten an Denkmälern und historisch wertvoller Bausubstanz bedeutet für Planerinnen neben der kunsthistorischen Auseinandersetzung auch eine Gratwanderung zwischen den Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz und anderer gültige Gesetze, Richtlinien und Normen. Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie Baukosten sind unter anderem auch entscheidende Parameter für den Umgang mit dem Denkmalschutz, der naturgemäß vorrangig den Erhalt des Denkmals fordert.

Auf Schautafeln werden die Vielfalt der Aufgabenstellungen und die Disziplinen der Ziviltechnikerinnen sichtbar gemacht. Die Palette reicht von der Erhaltung profaner Bauten bis zur Restaurierung bedeutender Kulturdenkmäler, von technisch ausgeklügelten Sanierungsmaßnahmen bis zur Inszenierung und Implementierung zeitgemäßer Formgebung.
Die Wanderausstellung, zuletzt in Ljubljana präsentiert, will – über eine Leistungsschau hinaus – den grenzüberschreitenden Austausch der Planerinnen, Denkmalpflegerinnen, Politikerinnen und der interessierten Öffentlichkeit fördern.