LETZTES UPDATE: 15.02.2017; 21:36
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Leiharbeitsfirmen werden vorübergehend von Lohnnebenkosten entlastet

Leiharbeitsfirmen können ab April dieses Jahres mit einer vorrübergehenden Senkung der Lohnnebenkosten rechnen. Vier Jahre lang werden sie nur 0,35% bzw. 0,5% - statt 0,8% - der Gehälter in den Sozial- und Weiterbildungsfonds für LeiharbeiterInnen (SWF) einzahlen müssen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Sozialausschuss des Nationalrats gefasst. Grund für die Entlastung sind die hohen finanziellen Reserven des Fonds. Die Bestimmung ist Teil des Sozialversicherungs-Änderungsgesetzes 2017: Das von Sozialminister Alois Stöger vorgelegte Gesetzespaket bringt überdies eine Verjährung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld und gesetzliche Grundlagen für speziell auf den Job ausgerichtete Rehabilitations-Programme.

Beschlossen hat der Sozialausschuss darüber hinaus eine Lockerung des Kündigungsschutzes für ältere ArbeitnehmerInnen. Die für diese Gruppe geltenden Sonderregelungen kommen künftig nicht mehr zum Tragen, wenn der Beschäftigte zum Zeitpunkt seiner Einstellung bereits über 50 Jahre alt war. Damit sollen die Jobchancen älterer Arbeitsloser verbessert werden. Für ältere Langzeitarbeitslose ist außerdem eine spezielle Beschäftigungsaktion geplant. Das Programm soll im Juli in Form von Pilotprojekten in allen Bundesländern starten und bis zu 20.000 neue Jobs bringen.

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