LETZTES UPDATE: 07.09.2017; 13:51
Diese Seite als Lesezeichen hinzufügen

Mitterlehner will Budgettopf für Studienbeihilfen um 25 Mio. € aufstocken

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner will für Studienbeihilfen ab dem nächstem Wintersemester zusätzlich 25 Mio. € zur Verfügung stellen. Er reagiert damit auf Ergebnisse einer Sozialerhebung, die aufgezeigt hat, das die finanzielle Situation vor allem von StudentInnen aus niedrigeren sozialen Schichten schwierig ist. Diese sind deshalb auch deutlich häufiger neben dem Studium erwerbstätig als Studierende aus höheren Schichten. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen insbesondere Problemgruppen besser unterstützt und die soziale Durchmischung von StudentInnen gesichert bzw. verbessert werden.

Mitterlehner sieht die Erhöhung der Studienbeihilfe außerdem als flankierende Maßnahme zur geplanten Einführung der Studienplatzfinanzierung. Das neue Finanzierungssystem für die Hochschulen soll ihm zufolge ab 2019 kommen. Ziel ist es, die Relation zwischen Studierenden und Lehrenden zu verbessern und dadurch die Qualität der Studien zu steigern und die Drop-out-Quote zu senken. Eine Einschränkung des Hochschulzugangs soll das neue System nicht bringen, versicherte Mitterlehner, die Opposition ist zum Teil aber skeptisch.

Thema der Beratungen im Wissenschaftsausschuss des Nationalrats waren auch die Arbeit der Ombudsstelle für Studierende und das EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020. Ein Abkommen mit Bosnien-Herzegowina zum Ausbau der Wissenschafts- und Forschungskooperation wurde von den Abgeordneten einstimmig genehmigt.

Weitere Informationen: