LETZTES UPDATE: 11.04.2017; 14:46
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Pflege-Enquete: Politik sieht Finanzierung als große Herausforderung

Ein Thema, das viele ÖsterreicherInnen betrifft, hat Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann zum Schwerpunkt ihres Vorsitzes in der Länderkammer gewählt. Unter dem Motto "Die Zukunft der Pflege. Schaffbar, sichtbar, leistbar" will sie den Fokus auf einen Bereich richten, der nicht nur für die öffentliche Hand eine große Herausforderung darstellt, sondern auch für jene, die Pflegearbeit leisten, sei es beruflich oder im privaten Bereich. Zwar funktioniert das österreichische Pflegesystem nach Einschätzung von ExpertInnen grundsätzlich gut, sie sehen aber auch eine Reihe von Defiziten. Zudem muss die künftige Finanzierung der Pflege nach Auslaufen des Pflegefonds im Jahr 2021 geklärt werden.

Gelegenheit für einen Austausch zwischen Politik, ExpertInnen und Betroffenen bot eine Enquete des Bundesrats, bei der das Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet wurde. Vor allem die Frage der Finanzierung und der Strukturen wurde immer wieder angesprochen. Um die Qualität der Pflege auch in Zukunft sicherzustellen, brauche es eine kreative Finanzierungslösung, hielt etwa Finanzminister Hans Jörg Schelling fest. Eine Pflegeversicherung, wie sie von mehreren Seiten angedacht wurde, sehen allerdings nicht alle als zielführende Lösung, sie pochen auf ein steuerfinanziertes solidarisches Finanzierungsmodell. Sozialminister Alois Stöger sprach sich für eine Abschaffung des Eigenregresses aus, auf Gesundheitsprävention setzt Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner.

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