LETZTES UPDATE: 07.09.2017; 13:57
Diese Seite als Lesezeichen hinzufügen

Finanzierungslücke im FLAF: Karmasin lehnt Leistungskürzungen für Familien ab

Familienministerin Sophie Karmasin spricht sich trotz der größer werdenden Finanzierungslücke im Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) klar dagegen aus, Familienleistungen zu kürzen. Man habe im Regierungsprogramm vereinbart, die Familienförderung transparenter und einfacher zu gestalten, ein Sparprogramm kommt für sie aber nicht in Frage. Karmasin will daher auch die "leistungsdämpfenden Maßnahmen", die das Institut "EcoAustria" – als eine von drei Optionen – zur Diskussion gestellt hat, nicht umsetzen. Laut EcoAustria wird der FLAF vor allem wegen der beschlossenen Senkung der Lohnnebenkosten für Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich negativ bilanzieren, der Schuldenstand des Reservefonds im Jahr 2020 einen historischen Spitzenwert von 3,6 Mrd. € erreichen.

Wie die Finanzierungslücke im FLAF ohne Einschränkung bei den Förderungen geschlossen werden könnte, darüber gibt es auch innerhalb der Regierungsparteien unterschiedliche Meinungen: Während Karmasin auf die Verschiebung von Leistungen in andere Ressorts setzt, spricht sich SPÖ-Abgeordnete Angela Lueger dafür aus, sich Gedanken darüber machen, wie man die Finanzierungsbasis, etwa durch die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe, verbreitern könne.

Weitere Informationen: