LETZTES UPDATE: 05.09.2017; 10:28
Diese Seite als Lesezeichen hinzufügen

Ein Stück Demokratiegeschichte: Online-Auktion von Parlamentsmobiliar gestartet

Die Sanierung des Parlamentsgebäudes hat begonnen. Als einer der ersten Schritte wurde das Mobiliar des Nationalratssaals abgebaut. Einzelne Stücke Demokratiegeschichte können nun bei einer Online-Auktion des Dorotheums ersteigert werden. Bis zum 19. September können etwa die Abgeordnetenstühle oder die gesamte Regierungsbank erworben werden. Über 350 Objekte werden angeboten. Der Reinerlös fließt in das Bundesbudget.

Online Auktion "Ein Stück Demokratiegeschichte. Mobiliar des Parlaments"

Wer ein Stück jüngerer österreichischer Zeitgeschichte erwerben möchte, ist herzlich eingeladen, bei der Online Auktion "Ein Stück Demokratiegeschichte. Mobiliar des Parlaments" zwischen 5. und 19. September mitzubieten. Es ist dies eine gute Gelegenheit, quasi demokratiepolitische Zeitzeugen zu ersteigern.

Jede und jeder kann mitmachen. Lediglich eine Registrierung auf der Seite des Dorotheums ist nötig. Der Rufpreis für einen Abgeordnetenstuhl liegt mit 50 € im erschwinglichen Bereich. Ab 200 € kann man sein Glück versuchen, die gesamte, knapp zwölf Meter lange Regierungsbank zu erwerben.

Der Nationalratssaal – Ein Ort österreichischer Demokratiegeschichte

Wie kaum ein anderer Ort steht der Nationalratssaal für österreichische Demokratiegeschichte. Ursprünglich befand sich in diesem Teil des Parlamentsgebäudes der Sitzungssaal des Herrenhauses. Im Februar 1945 wurde dieser allerdings durch einen Bombentreffer zerstört. Nach Plänen von Max Fellner und Eugen Wörle wurde der Saal neu gestaltet und 1956 fertig gestellt. Als einer der ersten Schritte zur notwendig gewordenen Generalsanierung des Parlamentsgebäudes wurde der Plenarsaal vergangene Woche abgebaut. Ein Video zeigt die Demontage der Möbel:

Weitere Informationen: