LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 14:59
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Wer ist wer in der EU-Kommission?

Vergangene Woche haben wir Sie über die neue Kommission und deren neue Aufteilung in sieben Arbeitsbereiche informiert. Nun folgt die Vorstellung der einzelnen Kommissionsmitglieder und ihrer Aufgabenfelder. Den Anfang machen Jyrki Katainen und der Arbeitsbereich "Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit".

Arbeitsbereich von großer Bedeutung

Die große Bedeutung des Arbeitsbereichs „Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit“ ist schon an der Zahl der dafür verantwortlichen Kommissarinnen und Kommissare abzulesen: 19 von ihnen koordinieren ihre Arbeit unter der Führung des Kommissionsvizepräsidenten Jyrki Katainen. Der Finne war Finanzminister und bis zur Übernahme seiner Funktion in der Europäischen Kommission Premierminister seines Landes.

Aufgabe des Projektteams der Kommission ist die Erarbeitung des neuen Programms für Arbeitsplätze, Wachstum und Investitionen. Dieses soll in den nächsten drei Jahren bis zu 300 Millionen Euro an zusätzlichen öffentlichen und privaten Investitionen in die Realwirtschaft bringen. Weiters soll das Team die Halbzeitüberprüfung der europäischen Wirtschaftswachstumsstrategie „Europa 2020“ koordinieren.

Ein Teil davon werden Strukturreformen in den EU-Mitgliedsländern sein. Zusammen mit dem Vizepräsidenten für den Euro und den sozialen Dialog, Valdis Dombrovskis, wird das Team darauf achten, dass die Koordination der EU-Wirtschaftspolitik erfolgreich ist und die sozialen Folgen der Reformen berücksichtigt werden. Schließlich soll auch das Wirtschaftsumfeld für Betriebe attraktiver gestaltet werden, besonders hinsichtlich der Förderung zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Vornahme von Investitionen.

Juncker legt Schwerpunkte fest

Im Berufungsschreiben an seinen Vizepräsidenten, Kommissar Katainen, vom 1. November 2014 ging Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf das Aufgabenfeld des Kommissars und den neuen Zugang der Kommission zur Arbeitsorganisatin ein. Der Schwerpunkt der zusätzlichen Investitionen soll demnach in folgenden Bereichen liegen: Infrastruktur, Ausbildung, Forschung und Innovation, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Mittel des allgemeinen EU-Budgets und der Europäischen Investitionsbank (EIB) sollen die Investitionen unterstützen. Besonderes Augenmerk soll auch der Wiedereingliederung der Jugend in angemessene Arbeitsverhältnisse gelten.