LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 14:47
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Vizepräsidenten der EU-Kommission Šefčovič präsentiert Energieunion

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič besuchte am Montag, den 21. September 2015 das österreichische Parlament, um mit Mitgliedern der zuständigen Ausschüsse des Nationalrates zusammenzutreffen.

Šefčovič, der von der Slowakischen Republik in die Juncker-Kommission entsandt wurde, ist für die Etablierung der Energieunion zuständig. Šefčovič tourt durch die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, um sein Vorhaben vorzustellen. Dieses stellt eines der zentralen Projekte der seit bald einem Jahr im Amt befindlichen EU-Kommission dar. Seine Aussprache mit den Abgeordneten fand im Rahmen dieser Informationsreise nach Wien statt. Österreich ist das 14. Land, in dem Šefčovič die Inhalte der Schaffung der Energieunion präsentierte.

Ziel der Energieunion sei es, die Zersplitterung des Energiemarktes sukzessive aufzuheben. Damit soll auch in diesem Bereich ein funktionierender Binnenmarkt geschaffen werden, der auch eine entsprechende Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer sicher stellt. Versorgungssicherheit und Energieeffizienz seien wichtige Parameter. Österreich sei auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie im EU-Vergleich gut aufgestellt. Šefčovič betonte auch die geographische Schlüsselrolle Österreichs in der Frage des Stromtransportes, denn der Energiefluss über Grenzen hinweg sei essentiell.

Seitens der Abgeordneten wurde ebenfalls ein breites Themenspektrum angesprochen, wie etwa Fragen der Wettbewerbsfähigkeit im Energiemarkt, die Preisgestaltung, die Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden sowie die Einhaltung der Klimaschutzziele und Energieeffizienz, wo Šefčovič Handlungsbedarf ortete. Im Rahmen des Juncker-Investitionsplans werde es beispielsweise auch im Bereich der Energieeffizienz neue Finanzierungsmöglichkeiten geben.

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