LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 15:15
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Sinkende Milchpreise: ExpertInnen sehen wenig Handlungsspielraum für Politik

Die heimische Landwirtschaft sieht sich nach dem Auslaufen des EU-Milchquotensystems mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die sinkenden Milchpreise machen den Bauern und Bäuerinnen zu schaffen. Allerdings sehen ExpertInnen wenig Möglichkeiten, dieser Entwicklung entgegenzusteuern, wie sich bei einem Hearing im Landwirtschaftsausschuss des Nationalrats zeigte.

Eine Rückkehr zu Mengenbeschränkungen sei schwer denkbar, auch nationale Preisregelungen würden wegen der engen Verflechtung der österreichischen Agrarproduktion mit dem Weltmarkt längerfristig keine Wirkung zeigen, so der verbreitete Tenor. Zudem verwiesen die ExpertInnen darauf, dass auch schon in der Vergangenheit starke Preisschwankungen zu verzeichnen gewesen sind. Schwarzmalen will das Landwirtschaftsministerium aber nicht, man müsse bei der Sicherung der landwirtschaftlichen Einkommen eben neue Wege gehen, hielt Ressortvertreter Rupert Lindner fest. Dazu gehören für ihn etwa die Honorierung von Umweltleistungen und eine Qualitätsstrategie bei der Vermarktung von Produkten. Was die Politik sonst noch zur Unterstützung der heimischen Betriebe tun kann, darüber soll nun ein Unterausschuss beraten.

Weitere Diskussionsthemen im Landwirtschaftsausschuss waren die nach wie vor bestehenden Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, die Schaffung neuer Qualitätsgütesiegel für Lebensmittel und die Herkunftskennzeichnung von Fleisch in verarbeiteten Lebensmittel.

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