LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 15:13
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Wissenschaftsförderung für Opposition nicht ambitioniert genug

Ob das Ziel der Regierung hält, das Wissenschaftsbudget bis 2020 auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, ist eine Streitfrage. Zumindest unter den Abgeordneten, die im Budgetausschuss des Nationalrats die geplanten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung diskutierten. FPÖ, Grüne und Team Stronach bezweifeln stark, dass mit der leichten Mittelerhöhung auf 4,28 Mrd.€ im Jahr 2016 genug Tempo gemacht wird. Wissenschaftsminister Mitterlehner wiederum setzt auf eine Politik der kleinen Schritte, wie er sagte, um das "ambitionierte" 2020-Ziel zu erreichen.

Von der ÖVP wurde als Beispiel für den Ausbau des tertiären Sektors die auf 281,6 Mio. € gesteigerte Investitionszusage an Fachhochschulen genannt. Mit der Grundlagenforschung befasste Einrichtungen wie der Forschungsförderungsfonds, die Österreichische Akademie der Wissenschaften oder das Institute of Science and Technology Austria erhalten im Jahr 2016 insgesamt 389,6 Mio.€. Einigkeit mit der SPÖ besteht für Mitterlehner beim Schwerpunkt Nachwuchsförderung, nicht nur in der wissenschaftlichen Forschung. Besonders in den Bereichen Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technik (MINT) seien schon an den Schulen Talente gezielt zu stärken.

Die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft sieht der für beide Bereiche zuständige Bundesminister als wichtigen Anreiz für ausländische Unternehmen, sich in Österreich anzusiedeln. Förderungen für betriebliche Forschung würden daher nicht gekürzt, so Mitterlehner. Zur Unterstützung von Unternehmensgründungen setzt er vermehrt auf Kreditgarantien und auf Crowd Funding. Nicht gelten ließ der Minister den Vorwurf der NEOS, gerade in der Tourismusbranche herrsche eine schlechte Stimmung. Das Jahr 2015 lasse Nächtigungs- und Umsatzrekorde erwarten.

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