LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 14:39
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BIFIE: Unterrichtsausschuss macht Änderungen plenumsreif

Mit der Neuorganisation des Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE) scheint es ernst zu werden. Der Unterrichtsausschuss des Nationalrats billigte einen Vorschlag der Regierung, der das BIFIE-Gesetz in zentralen Punkten umschreibt. Organisatorisch ist demnach die wichtigste Neuerung, dass das Doppeldirektorium durch eine einzige Leitungsperson ersetzt wird. Inhaltlich soll sich das BIFIE künftig auf die angewandte Bildungsforschung sowie auf diverse Testverfahren an Schulen konzentrieren. Die Zuständigkeit für die Zentralmatura wandert im Gegenzug laut Novellenvorschlag an das Bildungsministerium zurück. Von den vier Standorten des Instituts will man langfristig nur Salzburg behalten. Vollständig in Kraft treten soll die Novelle mit 2017, in der Zwischenzeit ist geplant, eine Übergangsdirektorin oder einen Übergangsdirektor in enger Abstimmung mit der Bildungsministerin die Geschäfte im BIFIE führen zu lassen.

Grundsätzlich begrüßten alle Parteien die Veränderungen, Grüne und FPÖ bezweifeln aber, ob das Forschungsinstitut wirklich wissenschaftlich wird arbeiten können. Das Team Stronach vermisst ebenfalls eine klare Trennung der Kompetenzen zwischen Ministerium und BIFIE. Zur geplanten Bildungsreform haben die Oppositionsparteien zahlreiche Vorschläge, diesbezügliche Anträge wollen die Regierungsfraktionen in kommenden Ausschusssitzungen weiterbehandeln.

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