LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 15:07
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Kommissar Navracsics debattiert Bildung, Mobilität, Integration und Jugendbeschäftigung

Der für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständige EU- Kommissar Tibor Navracsics traf Mitglieder von National- und Bundesrat am Donnerstag, dem 25. Februar 2016, zu einer Aussprache. Mit Blick auf die Flüchtlingskrise standen Maßnahmen zur Integration von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund.

Mit dem Bildungsbereich beginnend betonte Navracsiscs zunächst die guten Ergebnisse des österreichischen Bildungssystems, um dann doch auf manche Problembereiche wie zum Beispiel das Abschneiden bei der PISA-Studie einzugehen. Lobend erwähnte der Kommissar die österreichische Initiative "Jahr der Jugendarbeit". Auf EU-Ebene sei es nun besonders herausfordernd, die Integration benachteiligter Gruppen sowie den Übergang der Jugendlichen von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen.

Das EU-Mobilitätsprogramm "Erasmus plus" sei eines der erfolgreichsten Programme der EU, von dem auch Österreich in hohem Maße profitiere. Im Bereich der sozialen Eingliederung wolle er einen Schwerpunkt setzen, wobei Navracsivs im Mai startende Projekte ankündigte. Ebenfalls im Mai will Navracsics eine eigene Agenda für Jobqualifikationen im Rahmen des Kampfs gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit präsentieren. Letztlich sei es auch wichtig, im Rahmen des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) zusätzliche Gelder für Bildungsprojekte zu lukrieren.

Im Kulturförderprogramm "Creative Europe" lege man den Fokus auf kulturelle Diversität und interkulturellen Dialog. Gemeinsam mit dem für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz zuständigen Kommissar wolle man auch in den Flüchtlingslagern und Unterkünften in der EU mit Kultur- und Spotprogrammen helfen. Abgesehen davon seien neben Projekten aus der Kreativwirtschaft auch solche zum kulturellen Erbe und kleine Non-Profit-Projekte zu unterstützen.

Die Abgeordneten sprachen ein breites Spektrum an Themen an, vom Qualifikationsrahmen für Bildung und Schulorganisation über Beschäftigungsinitiativen für Jugendliche bis hin zu den TTIP-Verhandlungen und den weiteren Entwicklung der Flüchtlingsproblematik.

Weitere Informationen:

Parlamentskorrespondenz Nr. 167/2016