LETZTES UPDATE: 14.11.2016; 15:09
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Gedenktag: Parlament verneigt sich vor Opfern des Nationalsozialismus

Das Parlament hat den Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus am 5. Mai auch heuer wieder zum Anlass genommen, um sich vor den Opfern des Nationalsozialismus zu verneigen. Nationalratspräsidentin Doris Bures und Bundesratspräsident Josef Saller hatten am Montag, dem 9. Mai, in den Historischen Sitzungssaal geladen.

Österreich habe viele Lehren aus der Vergangenheit gezogen, versteckte Winkel ausgeleuchtet und beschönigende Geschichtsmythen hinter sich gelassen, müsse aber weiter wachsam sein, mahnte Nationalratspräsidentin Doris Bures bei der traditionellen Veranstaltung im historischen Sitzungssaal des Parlaments. Man müsse den rollenden Schneeball zertreten, bevor eine Lawine daraus werde, hielt sie angesichts der zuletzt wieder steigenden Zahl rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Aktivitäten in Österreich fest. Bundesratspräsident Josef Saller hob in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer und zahlreichen Regierungsmitgliedern den Wert umfassender Bildung hervor.

Besonderer Ehrengast beim Gedenktag war der langjährige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg Marko Feingold. Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, führte mit dem NS-Überlebenden kurz vor dessen 103. Geburtstag ein berührendes Zeitzeugen-Gespräch.

Für die künstlerische Umrahmung der Veranstaltung sorgten die Schauspielerin Anne Bennent und der Akkordeonist Otto Lechner, die eigens für den Gedenktag unter anderem die "Todesfuge" von Paul Celan vertont haben.

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