LETZTES UPDATE: 17.07.2018; 20:58

War der Wahlkampf 2017 tatsächlich der schmutzigste in der Geschichte Österreichs, wie vielfach suggeriert wurde? Worauf haben die Wahlkampfmanager der Parteien in ihren Kampagnen gesetzt? Und welche Strategien haben sich letztendlich als erfolgreich erwiesen? Um diese Fragen ging es bei einer Podiumsdiskussion im Parlament, zu der Nationalratspäsidentin Elisabeth Köstinger aus Anlass der Präsentation eines neuen Buches zur Nationalratswahl 2017 eingeladen hatte. Die HerausgeberInnen Thomas Hofer und Barbara Toth haben mit dem Sammelband "Wahl 2017. Loser, Leaks & Leadership", schon zum vierten Mal eine Nachlese zu Nationalratswahlen vorgelegt, mit tiefen Einblicken hinter die Kulissen des Wahlkampfs und Analysen von ExpertInnen.

Aber nicht nur das Buch, auch die Podiumsdiskussion förderte die eine oder andere Überraschung zutage. So kündigte Abgeordneter Alfred Noll eine baldige Umbenennung der Liste Pilz an. Allgemein wurde die Erwartung geäußert, dass die neue Regierung die gesamte Legislaturperiode hält. Wobei Kommunikationsberaterin Heidi Glück den Koalitionspartnern dazu rät, Gemeinsamkeit zu signalisieren und auf das Narrativ "Aufbruch" zu setzen. Noch nicht abgeschlossen ist für die SPÖ die Affäre Silberstein: Christoph Matznetter ließ das Wort Betriebsspionage fallen und kritisierte die Untätigkeit der Justiz.

Weitere Informationen: