LETZTES UPDATE: 17.07.2018; 21:27
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Nationalrat beschließt mehr Geld für Unis und ermöglicht Zugangsbeschränkungen

Eine bessere Betreuung von Studierenden und eine Entspannung bei den sogenannten Massenfächern: Das will die Regierung mit der Novelle zum Universitätsgesetz erreichen, die vom Nationalrat mehrheitlich beschlossen wurde. Insgesamt sind im Universitätsbudget von 2019 bis 2021 jährlich 3,69 Mrd. € vorgesehen. Die Globalbudgets der öffentlichen Universitäten werden künftig auf Lehre, Forschung und Infrastruktur bzw. strategische Entwicklung aufgeteilt. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann erwartet sich davon künftig eine transparentere und faire Mittelverteilung, geknüpft an Leistungskriterien für die Universitäten. Außerdem dürfen die Hochschulen Zugangsbeschränkungen in weiteren hochfrequentierten Studienrichtungen wie Erziehungswissenschaften, Fremdsprachen und Jus einführen.

Die Höherdotierung des Unibudgets wird grundsätzlich von allen Fraktionen begrüßt. Die FPÖ erhofft sich durch das neue Finanzierungsmodell auch mehr Kostenwahrheit. ÖVP und NEOS sehen in Aufnahmeverfahren für bestimmte Studien eine wichtige Weichenstellung, um die Studierendenbetreuung zu verbessern und so die Qualität der Studienangebote zu heben. SPÖ und Liste Pilz kritisieren dagegen massiv die Ausweitung der Zugangsbeschränkungen. Zu befürchten sei eine Verringerung der Studienplätze und eine Verschärfung der sozialen Ungleichheit in der akademischen Ausbildung zu Lasten einkommensschwacher Studierender.

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