LETZTES UPDATE: 25.05.2018; 13:26
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Klima-Enquete: Politik muss Maßnahmen gegen Erderwärmung steigern

Die globalen Zielsetzungen zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius seien noch zu wenig ambitioniert. Das hob Gunnar Luderer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung bei einer Parlamentarischen Enquete zur Klima- und Energiestrategie der Regierung hervor. Österreich solle seine EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um die CO2-Minderungen stärker als geplant voranzutreiben, plädierte der Klimaforscher für einen rascheren Ausbau erneuerbarer Energieträger und eine echte Verkehrswende. Die Politik müsse den Weg zu einer klimaverträglichen Weltwirtschaft mit klaren Maßnahmen wie Energiesteuern vorgeben.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka plädierte in seiner Begrüßungsansprache für eine gemeinsame Kraftanstrengung im Kampf gegen den Klimawandel. "Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Wir sind es vor allem kommenden Generationen schuldig, diese Herausforderung ernst zu nehmen und rasch Maßnahmen zu setzen."

Neben einer allgemeinen Debatte über die österreichische Klima- und Energiestrategie "Mission 2030" befasste sich die Enquete in zwei Spezial-Panels auch mit notwendigen Weichenstellungen im Bereich Verkehr und Maßnahmen im Gebäudesektor. Für Umweltministerin Elisabeth Köstinger und Verkehrsminister Norbert Hofer steht es außer Frage, dass langfristiger Klimaschutz nur durch verbindliche Maßnahmen erfolgreich sein kann. Bereits jetzt seien die Auswirkungen des Klimawandels spürbar: Unwetter, Trockenperioden, Schädlingsbefall und überdurchschnittliche Temperaturen seien nur einige Zeichen. Die Bundesregierung habe diesem Thema daher höchste Priorität gegeben.

Von Seiten der ExpertInnen und der Abgeordneten gab es sowohl Lob als auch Kritik für die Strategie. Vermisst werden unter anderem verbindliche Schritte und konkrete Finanzierungszusagen. Immer wieder gefordert wurde auch eine ökologische Steuerreform.

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