LETZTES UPDATE: 17.07.2018; 21:22
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Abgeordnete drängen auf Evaluierung der Zentralmatura

Der Nationalrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Zentralmatura zu evaluieren. Zwar gibt es zwischen den Fraktionen unterschiedliche Meinungen darüber, was den Umfang notwendiger Reformen betrifft, die Abgeordneten sind sich aber darin einig, dass Bildungsminister Heinz Faßmann einen genaueren Blick auf die Praxistauglichkeit der Prüfungsaufgaben richten und dabei auch die Besonderheiten der verschiedenen Schularten berücksichtigen soll. Der Fokus soll dabei vor allem auf der Mathematikmatura sowie auf den von den PrüferInnen anzuwendenden Beurteilungskriterien liegen.

Angestoßen wurde die Debatte im Nationalrat durch einen Dringlichen Antrag der NEOS, der allerdings keine Mehrheit fand. Deren Vorschläge seien zu weitgehend, so der verbreitete Tenor. Allerdings können sich auch ÖVP- und FPÖ-Abgeordnete grundsätzlich vorstellen, künftig nur noch Teile der Maturaprüfungen zentral vorzugeben. Bildungsminister Faßmann wies auf eine bereits eingesetzte Arbeitsgruppe hin.

Auslöser für die aktuelle öffentliche Diskussion über die Zentralmatura waren schlechte Ergebnisse bei der diesjährigen Mathematikmatura. In die zum Teil harsche Kritik an den textlastigen Prüfungsaufgaben wollten allerdings nicht alle Abgeordneten einstimmen.

Weitere Informationen:

Parlamentskorrespondenz Nr. 673/2018