LETZTES UPDATE: 06.11.2018; 17:32
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Erster Gender-Gesundheitsbericht zeigt Handlungsbedarf

Mit durchschnittlich 83,7 Lebensjahren weisen Österreichs Frauen zwar eine um rund fünf Jahre längere Lebenserwartung als die Männer auf. Sie verbringen jedoch deutlich mehr Lebenszeit in mittelmäßiger bis schlechter Gesundheit. Das zeigen die AutorInnen des ersten Gender-Gesundheitsberichts auf, der vor kurzem im Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrats zur Debatte stand. Schwerpunktmäßig widmet sich der Bericht dem Thema "psychische Gesundheit", wobei auffällig ist, dass Frauen zwar deutlich häufiger als Männer an einer Depression erkranken, Männer aber dreieinhalbmal so oft durch Selbstmord sterben. Als eine der Herausforderungen sieht Sozialministerin Beate Hartinger-Klein die Diagnose durch HausärztInnen, auch insgesamt sind ihr gendersensible Präventions- und Versorgungsmaßnahmen ein wichtiges Anliegen.

Diskutiert wurde im Gleichbehandlungsausschuss auch über Lohngerechtigkeit, Einkommenstransparenz und Hass im Netz. Es brauche eine bessere rechtliche Handhabe gegen Hass-Postings, damit sich Frauen schnell und unkompliziert wehren können, ist Frauenministerin Juliane Bogner-Strauss überzeugt. Der Gleichbehandlungsbericht für die Privatwirtschaft, der neben dem Gleichbehandlungsbericht des Bundes auf der Tagesordnung stand, wird auch im Plenum diskutiert.

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