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Patina statt Hochglanz: Sanierung des Parlamentsgebäudes läuft auf Hochtouren

Die Arbeiten zur Generalsanierung des Parlamentsgebäudes laufen auf Hochtouren und gleichzeitig auf mehreren Ebenen. Sie reichen von Vorbereitungsmaßnahmen zur Abdeckung des Daches über die Verstärkung der Decke unter der Säulenhalle bis hin zu einer Stahlbeton-Bodenplatte unter dem Bundesversammlungssaal.

Im Bereich des Nationalratssitzungssaales werden nach den Abbrucharbeiten derzeit der Boden des neuen Ausschusslokals (Lokal 1) unter dem Saal und das Dach über der Technikzentrale Süd errichtet. Unter der Säulenhalle wird ein neues, deutlich größeres Besucherzentrum angesiedelt. Dazu müssen Zwischenwände und Einbauten entfernt werden. Momentan erfolgen statische Vorbereitungsmaßnahmen zu diesen baulich sehr ambitionierten Eingriffen. Zur Vorbereitung der Sanierung des Daches werden die kommenden Wochen die Böden im Dachboden abgedichtet. Danach kann damit begonnen werden, das Außendach Stück für Stück abzutragen.

Parallel zu den Bauarbeiten wird im April die Restaurierung der Oberflächen anlaufen, die gut eineinhalb Jahre dauern wird. Denkmalpflegerisches Ziel bei der Bearbeitung aller historischen Oberflächen, wie unter anderem Steinoberflächen und Dekorationsmalereien, sind vorrangig die Reinigung und Konservierung. Darüber hinaus werden bereits seit letztem Sommer rund 740 Fenster und 500 Türen vor Ort restauriert sowie thermisch und sicherheitstechnisch adaptiert. Alle Restaurierungsarbeiten werden fast ausschließlich von heimischen Klein- und Mittelbetrieben erbracht. Aus heutiger Sicht erfolgt die Rückübersiedlung des Parlamentsbetriebs in das historische Parlamentsgebäude im Sommer 2021.

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