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Das Taxi- und das Mietwagengewerbe sollen zusammengelegt werden. Eine fraktionsübergreifende Gesetzesinitiative von ÖVP, SPÖ und FPÖ wurde bereits vom Verkehrsausschuss des Nationalrats gebilligt und könnte damit noch vor dem Sommer vom Parlament beschlossen werden. Kernpunkt der Novelle sind regional weitgehend einheitliche Tarife für "Personenbeförderungen mit dem Pkw", vorab vereinbarte Fixpreise werden damit ab September 2020 voraussichtlich nur noch in wenigen Fällen – etwa für Schülertransporte, Anrufsammeltaxis, längere Pauschalmieten und Fahrten über Bundesländergrenzen hinweg – möglich sein. Konzessionsvergaben werden auf fünf Jahre befristet. Kritik kommt von den NEOS, sie orten ein Ende des Wettbewerbs und damit der Innovation im Gewerbe. Die Liste JETZT konnte sich mit der Forderung nach einer Ausschussbegutachtung nicht durchsetzen.

Weiters grünes Licht gab der Verkehrsausschuss für die Einführung eines eigenen Kennzeichenkürzels für Feuerwehren (FW) und ein höheres zulässiges Gesamtgewicht für Lkw mit schweren kranbaren Sattelaufliegern (41 Tonnen) im Kraftfahrgesetz. Einstimmig beschloss der Verkehrsausschuss auch die Umsetzung der "marktrelevanten Säule" des 2016 erlassenen vierten Eisenbahnpakets der EU. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit kann künftig in ganzen Ortsgebieten ein Rechtsabbiegeverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, die über kein Abbiege-Assistenzsystem verfügen, verordnet werden. Das "Schummeln" bei der Führerscheinprüfung kann künftig mit einer Sperre von neun Monaten bis zum nächsten Antreten geahndet werden.

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