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Parlamentskorrespondenz Nr. 584 vom 18.06.2014

Themenfelder:
Bildung
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/Anträge

Vorlagen: Unterricht

Opposition will Österreichs Schulwesen vom Klassenzimmer bis zur Schulleitung reformieren

Wien (PK) – FPÖ, Grüne und NEOS sehen vielerorts legistischen Handlungsbedarf im Schulbereich. Ob SchulanfängerInnen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch die Unterrichtssprache ausreichend beherrschen, sei verpflichtend zu erheben, so die Freiheitlichen, die zudem die professionelle Aufbereitung der vorwissenschaftlichen Zentralmatura-Arbeiten bezweifeln. Die Grünen orten aus demokratiepolitischen Gründen Bedarf an einem Pflichtfach Politische Bildung und für die NEOS krankt das Schulwesen nicht zuletzt am Mangel von ausreichend qualifizierten SchulleiterInnen. Weiters macht sich die jüngste Fraktion im Parlament für eine finanzielle Aufwertung nicht-konfessioneller Privatschulen stark.

FPÖ: Deutschkompetenz bei Schulantritt sichern und…

Mit einer verpflichtenden Sprachstandserhebung vor Schuleintritt bei Kindern mit Migrationshintergrund will Walter Rosenkranz (F) feststellen lassen, ob die angehenden SchülerInnen die nötige Deutschkompetenz besitzen, um dem Unterricht folgen zu können ( 518/A[E]). Kinder mit nachgewiesenen Sprachdefiziten sollten zunächst ein Jahr die Vorschule absolvieren, ehe sie nach einer erneuten Sprachstandserhebung in die Primarstufe eintreten dürfen, skizziert er die Inhalte der geforderten Regierungsvorlage dazu.

vorwissenschaftliche Arbeit bei Zentralmatura abschaffen

Angesichts der flächendeckenden Einführung der standardisierten Reife- und Diplomprüfung an den AHS im kommenden Jahr urgiert Rosenkranz, die obligatorische vorwissenschaftliche Arbeit der KandidatInnen aus der Zentralmatura herauszunehmen ( 482/A[E]). Ohne akademische Einführung in die Erstellung solcher Arbeiten werde nämlich unwissenschaftlichen Herangehensweisen und Plagiaten dabei Vorschub geleistet, so seine Befürchtung.

Grüne: Pflichtfach Politische Bildung muss Schule machen

Politische Bildung als Pflichtfach ab der 7. Schulstufe in allen österreichischen Schultypen fordert Harald Walser (G) in seinem Antrag ( 466/A[E]). Nur mit einem eigenen Studien- und Lehrfach, herausgelöst vom Gegenstand Geschichte und Sozialkunde, könne antidemokratischen Tendenzen in der Gesellschaft bildungspolitisch entgegengewirkt und die niedrige Wahlbeteiligung von ErstwählerInnen angehoben werden, so Walser. Die Möglichkeit, Politische Bildung schulautonom einzuführen, reiche aus demokratiepolitischer Sicht bei weitem nicht aus.

NEOS: Ausbildung und Auswahl von SchuldirektorInnen verbessern und…

Die heimische Ausbildung und Bestellungspraxis von SchuldirektorInnen bemängelt Matthias Strolz (N) massiv. Nicht nur seien die Angebote für eine qualitativ hochwertige SchulleiterInnenausbildung in Österreich unzureichend vorhanden bzw. dotiert, auch der Auswahlmodus von DirektorInnen lasse zu wünschen übrig. Da weiterhin die politisch besetzten Kollegien der Landes- und Stadtschulräte hierzu das Vorschlagsrecht haben, würden die Posten vorrangig nach parteilichen Kriterien anstatt auf Grund von Qualifikationen im Sinne des Schulwesens vergeben. Der Ausbildung von SchuldirektorInnen sei seitens des Bildungsministeriums daher größere Beachtung zu schenken und das Auswahlverfahren zu objektivieren, hält Strolz fest ( 515/A[E]).  

…gleichwertige Kostenunterstützung für alle Privatschulen schaffen

Auf eine finanzielle Besserstellung von Schulen in freier Trägerschaft drängt Strolz außerdem. Konkret verlangt er eine Kostenübernahme für die Lehrkräfte dieser Schulen durch den Bund im Ausmaß von zumindest 4.700 € pro SchülerIn ( 523/A[E]). An der derzeitigen Mittelverteilung kritisiert er, dass die Republik nur bei konfessionellen Privatschulen die Kosten für das Lehrpersonal übernimmt, während nicht-konfessionelle Schulen mit eigenem Organisationsstatut dagegen lediglich auf unverbindliche Subventionen für ihren Personalaufwand hoffen könnten. (Schluss) rei