LETZTES UPDATE: 17.05.2016; 16:27
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Parlamentskorrespondenz Nr. 513 vom 17.05.2016

Themenfelder:
Wirtschaft
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/Berichte/ ERP-Fonds

766 Mio. € an Investitionen durch ERP-Kredite

Bundesregierung legt Tätigkeitsbericht 2015 des ERP-Fonds vor

Wien (PK) – "Wachstum und Innovation konsequent fördern" lautete das Motto des ERP-Fonds für 2015. Wie aus dem nun dem Parlament vorliegenden aktuellen Tätigkeitsbericht (III-261 d.B.) hervorgeht, wurde im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ein Kreditvolumen von rund 519 Mio. € für 1.141 Projekte vergeben. Der ERP-Fonds bewegte damit Investitionen in der Höhe von 766 Mio. €. Allein in der Industrie wurde damit die Schaffung von 1.251 neuen Arbeitsplätzen unterstützt. Dotiert war das Jahresprogramm mit 600 Mio. € aus Mitteln des ERP-Fonds und der OeNB.

Wieder deutlich stärkere Nachfrage nach ERP-Krediten

Die leichte Erholung der österreichischen Wirtschaft spiegelt sich auch durch die Antragszahlen für ERP-Kredite wider. Nach einem schwachen Antragsbestand im Jahr 2014 gab es 2015 eine deutlich stärkere Nachfrage nach Krediten. Zudem wurden von der Industrie auch wieder große Investitionsprojekte eingereicht, was nach einem längeren Zeitraum der extremen Investitionszurückhaltung auf einen gewissen Nachholbedarf schließen lässt.

Wie der Bericht betont, erfolgte mit den Richtlinien 2015 eine deutliche Ausweitung des Adressatenkreises für ERP-Kredite. Waren die Kreditvergaben bisher stark auf Unternehmen des sachgüterproduzierenden Sektors und den damit verbundenen Dienstleistungen konzentriert, so können seit letztem Jahr Unternehmen aus allen Branchen Kredite aus dem Fonds erhalten. 2015 erfolgte bereits rund ein Viertel der Zusagen im Sektor Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen an Unternehmen aus den von den Richtlinien neu angesprochenen Bereichen.

Steigerung des Vergabevolumens bei Kleinkrediten

Erfolgreich weitergeführt wurde auch das ERP-Kleinkreditprogramm. Die seit Jahresbeginn 2015 geltende neue Kreditobergrenze von 300.000 € führte zu einer deutlichen Steigerung des Vergabevolumens von 44,9 Mio. € auf 63,2 Mio. €. Aufgrund einer eher schleppenden Nachfrage im Tourismus stieg die Anzahl der Kleinkreditanträge insgesamt jedoch nur um 5%. Mit 839 geförderten Projekten ging aber auch 2015 der Löwenanteil in den Bereich Kleinkredite einschließlich Tourismus. Darüber hinaus betrafen 97,8% der Kreditzusagen und 78,8% der Förderungsleistung kleine und mittlere Unternehmungen mit bis zu 250 Beschäftigten. (Schluss) hof