LETZTES UPDATE: 15.08.2016; 10:15
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Parlamentskorrespondenz Nr. 905 vom 15.08.2016

Themenfelder:
Parlament allgemein
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Sanierung/Bures/Barrierefrei

Parlamentsgebäudesanierung: Das Hohe Haus wird barrierefrei

Nationalratspräsidentin Bures: Der Zugang zum Haus der Demokratie muss für alle Menschen möglich sein. Umfassende Adaptierungen geplant

Wien (PK) - Das Parlamentsgebäude wird zwischen 2017 und 2020 generalsaniert und soll danach größtenteils barrierefrei sein. "Die weitere Öffnung des Hauses ist ein wesentlicher Schwerpunkt des Sanierungsprojekts und der Zugang zum Haus der Demokratie muss für alle Menschen möglich sein", sagt Nationalratspräsidentin Doris Bures.

Barrierefrei auf allen Ebenen

Der freigegebene Entwurf des Generalplaners sieht vor, das Haus auf allen Ebenen barrierefrei zugänglich zu machen. Sämtliche Liftanlagen werden barrierefrei ausgestaltet sein, ebenso 37 WC-Anlagen. Zusätzlich werden 6 Hebeplattformen und 5 Treppenlifte installiert.    

In den Sitzungssälen, Ausschusslokalen, Veranstaltungssräumen wie auf den BesucherInnengalerien werden fünf Prozent der Plätze barrierefrei erreichbar sein. Derzeit sind im Plenarsaal des Nationalrats Abgeordnete im Rollstuhl in die letzte Reihe verbannt – künftig werden barrierefreie Plätze von der ersten bis zur letzten Reihe im Halbrund verteilt sein. Auch Bereiche, die öffentlich und für externe NutzerInnen (z.B. JournalistInnen) zugänglich sind, werden barrierefrei ausgestaltet.

Induktive Höranlagen und taktiles Leitsystem

Für Hörbeeinträchtigte werden induktive Höranlagen zur Verfügung gestellt. Diese schicken Sprach- und Musiksignale drahtlos direkt zu einem Hörgerät oder einem Cochlea-Implantat (CI). Dadurch wird ein weitgehend störungsfreies Hören ermöglicht.

An neuralgischen Knotenpunkten wird das Zwei-Sinne-Prinzip angewandt: Es wird eine optische sowie eine akustisch oder taktile Orientierungshilfe eingerichtet. Bodenmarkierungen werden Blinden und stark sehbeeinträchtigten Personen Orientierungshilfe bieten. Überdies wird sich eine Beschilderung in erhabenen Buchstaben wie in Brailleschrift (Blindenschrift) als Angebot an Sehbeeinträchtigte durch das gesamte Haus ziehen. (Schluss) red