LETZTES UPDATE: 26.09.2016; 16:14
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Parlamentskorrespondenz Nr. 990 vom 26.09.2016

Themenfelder:
Außenpolitik
Format:
Parlament international
Stichworte:
Parlament/Besuch/Bures/Israel

Bures in Yad Vashem: Erinnerung wachhalten ist Verantwortung gegenüber der Geschichte und für die Zukunft

Nationalratspräsidentin legt Kranz im Gedenken an die Opfer der Shoah nieder

Wien/Jerusalem (PK) – Im Rahmen ihres offiziellen Aufenthalts in Israel besuchte Nationalratspräsidentin Doris Bures auch die Gedenkstätte Yad Vashem. Nach einem Rundgang durch die Gedenkstätte legte die Nationalratspräsidentin und Kuratoriumsvorsitzende des Nationalfonds einen Kranz im Gedenken an die Opfer der Shoah nieder.

"Nicht im Vergessen, sondern im Erinnern liegt das Geheimnis der Erlösung", hatte die Nationalratspräsidentin am Vortag anlässlich des Zusammentreffens mit Überlebenden der Shoah einen Ausspruch des Baal Schem Tov zitiert. "Die Erinnerung an das Unfassbare der Shoah wachzuhalten, gebietet nicht nur unsere historische Verantwortung", sagte Bures. "Wir müssen alle Kräfte bündeln – vor allem in der Politik und in den Bildungsinstitutionen -, um das Bewusstsein und die Sensibilität der jungen Menschen zu schärfen. Nur so können wir die Forderung 'Nie wieder!' erfüllen und trotz großer Herausforderungen das Miteinander in der Gesellschaft stärken".

Bures würdigt Engagement von Gedenkdienstleistenden

Anschließend an die Zeremonie in Yad Vashem traf die Nationalratspräsidentin mit einer jungen Österreicherin zusammen, die in Israel Gedenkdienst leistet. "Der Gedenkdienst ist ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen", sagte Bures. "Das Engagement der Gedenkdienstleistenden stellt einen unschätzbaren Beitrag zur Aufarbeitung eines der dunkelsten Kapitel unserer jüngeren Geschichte dar. Es erfüllt mich mit großem Stolz, junge Österreicherinnen und Österreicher zu sehen, die aus tiefer innerer Überzeugung diese wichtige Erinnerungsarbeit leisten."

Besonders freute sie sich über die junge Österreicherin im Gedenkdienst, nachdem es für Frauen erst seit dem Vorjahr die Möglichkeit gibt, an Holocaust-Gedenkstätten ihren Freiwilligendienst zu leisten. Diese Reform des Gesetzes über Auslandsfreiwilligendienste war laut Bures ein längst überfälliger Schritt. "Im Kampf gegen jede Form von Rassismus, Gewalt und Diskriminierung spielten Frauen schon immer eine wichtige Rolle", betonte die Nationalratspräsidentin. (Schluss) red

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie auf der Website des Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.