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Parlamentskorrespondenz Nr. 248 vom 09.03.2017

Themenfelder:
Bildung/Termine
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Jugendparlament/Ledl-Rossmann/Lindner

Auftakt zum Jugendparlament: Heute und morgen sind SchülerInnen am Wort

BR-Präsidentin Sonja Ledl-Rossmann und Mario Lindner begrüßen Schulklassen aus Tirol und der Steiermark im Hohen Haus

Wien (PK) – "Ihr seid die GestalterInnen von morgen", begrüßte Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann aus Tirol gemeinsam mit Mario Lindner, dem vormaligen Bundesratspräsidenten aus der Steiermark, etwa 110 SchülerInnen zur heutigen Auftaktveranstaltung des Jugendparlaments. Die Jugendlichen aus den beiden Bundesländern übernehmen auf Einladung von Nationalratspräsidentin Doris Bures heute und morgen die Rolle von Abgeordneten zum Nationalrat und erleben am Ort der österreichischen Gesetzgebung, wie Politik funktioniert.

"Wir kommen nicht als PolitikerInnen auf die Welt, sondern lernen, hineinzuwachsen", ermutigte Ledl-Rossmann die SchülerInnen aus ihrer persönlichen Sicht: Es gebe immer wieder Momente, auf die man sich neu einstellen müsse, so die Bundesratspräsidentin, die sich noch gut an ihre erste Rede und den ersten Medientermin erinnern kann. Das Kennenlernen dieses spannenden Systems sei besonders für junge Menschen von hohem Wert. "Heute und morgen seid ihr am Wort", es sei das Großartige und Spannende am Jugendparlament, dass Politik nicht nur erklärt wird, sondern dass junge Menschen selbst die Rolle der Abgeordneten einnehmen. Und auch wenn die Diskussionen manchmal hitzig seien, könne man das Zwischenmenschliche trotzdem gut davon trennen, so Ledl-Rossmann, die sich ebenso wie Mario Lindner auf die bundesländerübergreifende Diskussion zwischen SchülerInnen aus Tirol und der Steiermark freut. Lindner betonte, dass er wie schon beim Lehrlingsparlament großen Wert darauf lege, die Ergebnisse des Jugendparlaments in den politischen Prozess einfließen zu lassen. Er bedankte sich herzlich bei der Demokratiewerkstatt, die Politik so kontinuierlich erlebbar und verständlich macht.

"Schule und individuelles Lernen" ist diesmal das Thema des (fiktiven) Gesetzesvorschlags, zu dem es für die SchülerInnen morgen gilt, Klubs zu bilden und Positionen, Kompromisse und Mehrheiten zu finden. Die Jugendlichen erarbeiten in vier "Fraktionen" eigene Positionen und versuchen, in - dem realen Gesetzgebungsprozess nachempfundenen - Verhandlungen Kompromisse und Mehrheiten zu finden. Das Jugendparlament findet zum 18. und zugleich letzten Mal im Hohen Haus vor der Sanierung des Parlamentsgebäudes statt.

Begleitet und unterstützt werden die teilnehmenden SchülerInnen der 9. Schulstufe aus Birkfeld, Feldbach, Graz, St. Johann in Tirol und Wörgl von ThemenexpertInnen und MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion, ebenso wie von den Abgeordneten Elisabeth Grossmann (SPÖ), Asdin El Habbassi (ÖVP), Walter Rauch (FPÖ), Julian Schmid (Grüne), Nikolaus Scherak (NEOS) und Martina Schenk (Team Stronach). Die abschließende Plenardebatte des Jugendparlaments im Nationalratssitzungssaal wird am 10. März in der Zeit von 15.00 bis ca. 16.00 Uhr per Livestream, erreichbar via www.parlament.gv.at, übertragen. (Fortsetzung Jugendparlament) mbu

HINWEIS: Fotos vom heutigen Tag des Jugendparlaments finden Sie auf der Website des Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.