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Parlamentskorrespondenz Nr. 232 vom 07.03.2019

Themenfelder:
Parlament allgemein
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Crowdsourcing/​Parlament/​Parlamentarismus

Crowdsourcing-Pilotprojekt zur Gestaltung des Besucherzentrums im Parlament erfolgreich abgeschlossen

Sechs Entscheidungen aus 227 Vorschlägen von fast 3.500 UserInnen

Wien (PK) - Unter dem Motto "Mitreden!" startete das Parlament am 26. Oktober 2018 ein Crowdsourcing-Pilotprojekt. Es ging dabei um die Frage, wie das künftige Besucherzentrum im renovierten Parlamentsgebäude gestaltet sein soll. Bürgerinnen und Bürger sollten ihre Wünsche und Bedürfnisse bekannt geben und mitteilen, was sie sich im neuen Besucherzentrum erwarten.

Dieses Crowdsourcing-Pilotprojekt ist nun erfolgreich abgeschlossen. Nicht weniger als 3.468 UserInnen auf der Crowdsourcing-Plattform haben mit 227 Vorschlägen zu insgesamt sechs Erkenntnissen für die Analyse und Entscheidung beigetragen.

So soll das Besucherzentrum als "Öffentliche Zone" des Parlaments allen Interessierten möglichst einfach Zugang gewähren. Angeboten werden sollen hier unter anderem auch Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen. Darüber hinaus soll der Ort als Brücke zwischen Gesellschaft und Politik dienen, indem etwa Begegnungsmöglichkeiten für den Austausch zwischen BesucherInnen und politischen VerantwortungsträgerInnen geschaffen werden.

Eine zentrale Aufgabe des Besucherzentrums ist die bestmögliche Vermittlung von Demokratie und Parlamentarismus, deren Entwicklungen und gesellschaftspolitische Relevanz. Existierende Formate wie die Demokratiewerkstatt und die Demokratiewebstatt sowie die klassische Arbeit der VermittlerInnen sollen beibehalten und weiterentwickelt werden. Weitere Entscheidungen werden voraussichtlich nach Abschluss des laufenden Crowdsourcing-Projekts zur Demokratievermittlung im Herbst 2019 vorliegen.

Bei der Neugestaltung des Besucherzentrums soll größter Wert darauf gelegt werden, den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Besucherzielgruppen gerecht zu werden – durch zielgruppenspezifische sowie altersadäquate Aufbereitung der Inhalte, sowie im Hinblick auf Sprache, Hör- und Sehbeeinträchtigungen sowie Barrierefreiheit.

Das Lernen von internationalen Best-Practices für das neue Besucherzentrum steht ebenso im Fokus. Zudem soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen analogen und interaktiven digitalen Tools bei der Konzeption der Inhalte Berücksichtigung finden.

Auf der digitalen Plattform https://crowdsourcing.parlament.gv.at/ können die gesammelten Antworten und Erkenntnisse sowie die getroffenen Entscheidungen nachgelesen werden. (Schluss) mbu