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Parlamentskorrespondenz Nr. 606 vom 10.06.2020

Themenfelder:
Budget/​Gesundheit/​Finanzen
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/​BA-Vorlagen

Bereits erste Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Bundesbeteiligungen

Finanzminister legt Bericht über die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrollings zum Stichtag 31.3.2020 vor

Wien (PK) – Einen grundsätzlich positiven Trend zeigen die Ergebnisses des Berichts des Finanzministers zum Beteiligungs- und Finanzcontrolling mit Stichtag 31.3.2020 (24/BA) im Quartalsvergleich betreffend die Eckdaten Eigenmittel, Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erlöse sowie Cashflow. Im Rückgang des Ergebnisses vor Steuern lassen sich aber bereits erste Auswirkungen der COVID-19-Krise ablesen. Insgesamt seien aber die Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Risikosituation für die einzelnen Unternehmen noch schwer zu bewerten und mit relativ hohen Unsicherheiten behaftet, heißt es in dem nun dem Budgetausschuss vorliegenden umfangreichen Papier.

Fast 25 Mrd. € Eigenmittel, Anstieg der Erlöse um 11,3%

Der Bericht umfasst die Ergebnisse des Beteiligungs- und Finanzcontrollings im ersten Quartal 2020 und enthält 114 Unternehmen, wobei im Vergleich zum Vorquartal die Hypo-Alpe-Adria-Bank nunmehr nicht mehr aufscheint, da diese verkauft wurde. Im Einzelnen betrugen die Eigenmittel der Bundesbeteiligungen 24,97 Mrd. € und sind damit um 1,62 Mrd. € (7,0%) gegenüber dem letzten Quartal gestiegen. Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erlöse wiederum zeigen einen Anstieg um 0,56 Mrd. € (11,3%) auf 5,50 Mrd. € gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Erklärt wird dies vor allem durch einen Anstieg des operativen Geschäfts bei der Münze Austria, aber auch durch höhere operative Erlöse der TU Wien und der Universität Innsbruck. Demgegenüber wurden Umsatzrückgänge bei der ASFINAG, der Austro Control sowie der ÖBB verzeichnet.

Zunahme der Zahl der Beschäftigten bei den Bundesbeteiligten

Die Zahl der Beschäftigten hat sich gegenüber dem Vergleichszeitpunkt um 1.920 Vollbeschäftigungsäquivalente auf 112.355 erhöht. Diese Zunahme ist primär auf die Universitäten und das Institute of Science and Technology Austria, die ÖBB sowie die Aufnahme der Silicon Austria Labs GmbH in die Berichterstattung zurückzuführen. Der Personalaufwand wiederum zeigt einen Anstieg um 0,05 Mrd. € auf 2,07 Mrd. €. Auch hier liegt der Grund überwiegend bei den Universitäten und der ÖBB.

Leichter Rückgang beim Ergebnis vor Steuern teilweise durch COVID-19 bedingt

Einen Rückgang weist hingegen das Ergebnis vor Steuern aus, und zwar um rund 0,07 Mrd. € auf +0,63 Mrd. €. Dies resultiert primär aus höheren Aufwendungen der MedUni Wien und Einmaleffekten bei der Universität Wien durch die Auflösung einer passiven Rechnungsabgrenzung für Studienbeitragsersätze im 1. Quartal 2019. Im Rückgang des Ergebnisses vor Steuern werden aber auch bereits erste Auswirkungen der COVID-19-Krise sichtbar. So musste etwa die Internationale Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien AG (IAKW) Veranstaltungen absagen und hatte dadurch starke Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Bei der Austro Control verursachten die weltweiten Reisebeschränkungen ebenfalls Einnahmenausfälle.

Der Cashflow aus dem Ergebnis steigt in der Berichtsperiode um 0,07 Mrd. € auf 1,06 Mrd. € an, wobei diese Zunahme in erster Linie die ASFINAG (geänderte Berechnungsweise) und die ÖBB betrifft. Der Risikowert von 1,10 Mrd. € ist nach wie vor weit mehr als zur Gänze durch Eigenmittel gedeckt. (Schluss) hof