1506/AB-BR BR
Die Abgeordneten zum Bundesrat Ernest WINDHOLZ und Kollegen haben am 1. Juli
1999 unter der Nr. 1629/J - BR/1999 an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage
betreffend Mobbing - Prävention gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Zu den Fragen 1 und 3:

Seit meinem Amtsantritt als Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten sind lediglich
in drei Fällen, die Österreichische Dienststellen im Ausland betroffen haben, Anzeichen
von Mobbing bekanntgeworden, aber kein Fall von Mobbing in der Wiener Zentralstelle
des auswärtigen Dienstes.
Das Mobbing, von dem auch Vorgesetzte betroffen waren, ist in diesen Ausnahmefällen
insbesondere durch sachlich nicht begründete Kritik an der Arbeit bestimmter Bedienste -
ter über längere Zeiträume, Verweigerung von Gesprächen mit den Betroffenen, Verbrei -
tung von falschen Gerüchten, ungerechte oder kränkende Beurteilung der Arbeitsleistun -
gen und durch eine nicht den Qualifikationen bzw. Fähigkeiten entsprechende Aufgaben -
zuteilung in Erscheinung getreten.
Alle drei Fälle wurden jeweils zum Anlaß der Entsendung des im auswärtigen Dienst mit
der Leitung der Inneren Revision betrauten Generalinspektors zu den betreffenden
Dienststellen zwecks Vornahme einer Sonderprüfung - unter Führung von "Vier - Augen -
Gesprächen" mit allen zugeteilten Bediensteten - an Ort und Stelle genommen. Auf der
Grundlage der einschlägigen Prüfberichte des Generalinspektors wurden sodann die er -
forderlich gewesenen Personalmaßnahmen, insbesondere auch einige Versetzungen
bzw. Verwendungsänderungen, seitens der Personalabteilung veranlaßt.
Zu Frage 2:

Nein.
Zu den Fragen 4 und 5:

Die am 18. Mai 1999 erfolgte Verabschiedung des "Leitbilds der Bediensteten des Bun -
des" durch die Bundesregierung, das auch den auswärtigen Dienst betrifft, die vor der
Übertragung von Leitungsfunktionen an Bedienstete seitens des Bundesministeriums für
auswärtige Angelegenheiten nachdrücklich geförderte Absolvierung von Führungskräfte -
lehrgängen, die Durchführung von Mitarbeiter - und Teamarbeitsgesprächen sowie die
regelmäßige Prüfung der Dienststellen des auswärtigen Dienstes durch den Generalin -
spektor und die auf der Grundlage seiner Prüfberichte gegebenenfalls getroffenen Perso -
nalmaßnahmen wirken unter anderem auch präventiv gegen Mobbing.
Da die Bewußtseinsbildung betreffend Mobbing in der letzten Zeit durch eine Vielzahl von
Publikationen, insbesondere auch durch die im Jänner 1999 erschienene Ausgabe der
Monatszeitschrift der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, auch im Bundesdienst intensiviert
und überdies seitens der Verwaltungsakademie des Bundes eine Beratungsstelle in 1010
Wien , Judenplatz 6, eingerichtet wurde, die über auf diesem Gebiet speziell geschulte
Fachkräfte verfügt, sind seitens des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten
derzeit keine weiteren Maßnahmen betreffend Mobbing - Prävention vorgesehen.
Zu Frage 6:

Informationen über eventuelles Mobbing im auswärtigen Dienst erfolgen insbesondere
durch die Betroffenen selbst, durch Berichte des Generalinspektors sowie durch Hinweise
von Personalvertretern.
Zu Frage 7:

Nein

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