1583/AB-BR BR
Die schriftliche parlamentarische Anfrage Nr. 1714/J - BR/2000 betreffend Einsatz neuer
Informations - und Kommunikationstechnologien im Bereich der Schulen, die die Bundesräte Uta
Barbara Pühringer und Kollegen am 25. Mai 2000 an mich richteten, wird wie folgt beantwortet:
Ad 1.:

Die Vision eines "Österreichs und Europas des Wissens" wird im Bildungsbereich bereits seit
geraumer Zeit auf mehreren Ebenen diskutiert. Die Bildungsprogramme SOKRATES und
LEONARDO DA VINCI leisten einen wichtigen Beitrag, um die europäische Dimension in
Bildung und Berufsbildung zu verstärken und damit ein "Europa des Wissens" zu fördern. Bei der
Diskussion der Leitlinien für die Beschäftigungspolitik ‚wurde darüber hinaus die Bedeutung von
Bildung für die Beschäftigung unterstrichen und das Spannungsverhältnis zwischen Qualifikation
und Bildung aufgezeigt.
Die Zielsetzungen des Rats von Lissabon von Ende März 2000 sind im berufsbildenden Schulwesen
Österreichs in folgender Weise umgesetzt:
Internetzugang für alle Schulen bis Ende 2001.
Alle berufsbildenden mittleren und höheren Bundesschulen haben einen Internetzugang. Eine
Erhöhung der Bandbreiten der Zugänge (und damit wieder schnelleres Arbeiten) ist in Entwicklung
begriffen
Schulstandorte als Mehrzweck - Lernzentren bis Ende 2002:
Bei entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die teilweise schon geschaffen sind,
(Teilrechtsfähigkeit von schulischen Einrichtungen) steht einer Widmung von Schulstandorten als
regionale Bildungszentren nichts im Wege.
Festlegung eines europäischen Rahmens für neue IKT - Fertigkeiten mit Zertifizierung bis Ende
2002.
Österreich ist mit der Übernahme des "Europäischen Computerführerscheins" (ECDL) vor zwei
Jahren im Erwachsenenbildungsbereich und vor einem Jahr in den gesamten schulischen Bereich
einer der Spitzenreiter der Verbreitung von zertifizierten IKT - Kenntnissen.
Strategische Ziele durch Gemeinschaftsprogramme und mit ,‚Public - private - Partnerships":
Die Umsetzung von EU - Bildungsprogrammen, vor allem auch in Hinblick auf Mobilitäts -
maßnahmen und berufliche Qualifizierung ("Europäische Sozialfonds"), wird seit Jahren betrieben
und ab Mitte 2000 besonders stark forciert.
Durch die Zusammenarbeit bei Netzwerktechnologien und der Integration von IKT - Industrie -
zertifikaten in das Schulwesen ergibt sich automatisch eine enge Zusammenarbeit mit
"Internetanbietern" (Telekom Austria, Netway, etc.) und Hard - und Softwareunternehmen (CISCO,
Microsoft, Oracle, Novell, IBM, ...). Die marktführenden Firmen propagieren in den letzten
Monaten auch die Anstrengungen des österreichischen Bildungssystems weltweit.
Speziell für den Bereich der Berufsschulen:
Umfangreiche Aktivitäten zur Einbindung von Internet in die Schulverwaltung und den Unterricht
sowohl bezüglich Ausstattung der Berufsschulen durch die Länder als auch didaktischer Analyse
von Unterrichtsarbeit sind geplant.
Vorschläge zu den Themen Ausstattung, Erziehungs - und Unterrichtsarbeit sowie Lehrerbildung
werden von einer eigenen Bundes - Expertengruppe "Internet an Berufsschulen" erarbeitet.
Eine Empirische Erhebung zum Thema EDV an Berufsschulen im Auftrag des Unterrichtsressorts
mit Antworten von über 1000 Berufsschullehrern wird derzeit ausgewertet.
Die konkreten Maßnahmen umfassen die Bereiche Lehrplangestaltung (Schulversuche), Lehrer -
ausbildung und Ausstattung.
Speziell für den Bereich der kaufmännischen Schulen:
Derzeit laufen Schulversuche zum Thema Informationsmanagement und Informationstechnologie
an 57 Standorten der Handelsakademien und Handelsschulen, eine allfällige Novellierung der
Verordnung für Lehrpläne an Handelsakademien, Handelsschulen und deren Sonderformen ist
geplant.
Zusätzlich zu den EDV - Sälen an HAK/HAS wurden in den letzten Jahren Betriebswirtschaftliche
Zentren eingerichtet. Die Vernetzung, Einrichtung von Server/client - Stationen und ausstattungs -
mäßige Vorbereitungen auf die Führung von Laptop - Klassen werden derzeit organisiert.
Speziell für den Bereich der humanberuflichen Schulen:
Die möglichst umfassende Schulung aller Lehrer/innen zumindest im Ausmaß des Europäischen
Computerführerscheins (ECDL) ist geplant.
Unterrichtsmaterial z.B. im Rahmen des LEONARDO - Projekts ,,Promotics" (Professional Mobility
Through International Communication Skills) wird entwickelt. Dazu gehört ein Multimedia -
Package zur Vermittlung, Beurteilung und zum Erwerb von simultan - mehrsprachigen Kompetenzen
in den betrieblichen Bereichen. (Sekretariat, Ein - u. Verkauf, Marketing, Direktion, Personal in den
Zielsprachen Englisch, Französisch, italienisch.) Bei dem Projekt ist die Promotics II Ausweitung
auf die Zielsprachen Spanisch und Deutsch geplant.
Speziell für den Bereich der technischen Schulen:
Seit einem Jahr wird das Diskussionsforum ,,schule.at" erprobt. Im Rahmen der "Eduthek" sollen
Inhalte des technisch - gewerblichen Schulwesens präsentiert werden.
Konzeptmäßig soll an den höheren technischen Lehranstalten eine Verbindung von frei
zugänglichen Bibliotheken und Lernzentren errichtet werden. Entsprechende Überlegungen zur
Ausstattung und Organisation sind anzustellen.
Speziell für den Bereich der Grundschulen:
Bereits im Allgemeinen Bildungsziel des Lehrplans für Grundschulen ist ein ,,kindgerechter
Umgang mit den modernen Kommunikations - und Informationstechnologien" vorgesehen.
In die allgemeinen Bestimmungen wurde ein eigener Unterpunkt bei den Lern - und Lehrformen in
der Grundschule aufgenommen, dem entsprechend die Möglichkeiten des Computers für
selbstständiges, zielorientiertes und individualisiertes Lernen sowie zum kreativen Arbeiten genutzt
werden sollen. Der Einsatz des Computers soll möglichst integrativ, d.h. im Klassenzimmer und
nicht durch die Einrichtung von zentralen Computerräumen erfolgen.
Bei der Auswahl und Gewichtung der Lehrstoffe und Unterrichtsmittel sollen die modernen
Kommunikations - und Informationstechniken nach Maßgabe der ausstattungsmäßigen
Gegebenheiten an der Schule genutzt werden.
Ad 2.:

Die Direktoren der Pädagogischen Institute wurden um Daten über die Aktivitäten für das
Kalenderjahr 1999 im Bereich Informations - und Kommunikationstechniken (IKT) ersucht. Diese
Erhebung ist im Gange.
Für Aus - , Fort - und Weiterbildung der Berufsschullehrer werden auf Basis der in Frage 1
angeführten Studie weitere Maßnahmen geplant werden.
Parallel zu den Kursen/Seminaren in den Bereichen
• Einführung in die EDV
• Word für Anfänger
• Excel für Anfänger
• PowerPoint für Anfänger
• Word für Fortgeschrittene
• Excel für Fortgeschrittene
• Internet und E - Mail
• Access für Anfänger
• Windows NT - Administratorenschulung
. Auto - CAD 14 für Anwender
sowie einer Anzahl von landesweiten, schulbezogenen Veranstaltungen werden umfassende
Schulungen der Lehrenden im Umgang mit Internet und Multimedia in Form von Lehrgängen am
Pädagogischen Institut Wien seit drei Jahren betrieben. Darüber hinaus gibt es sowohl viele
regionale Bildungsangebote in den Bundesländern als auch Internetkurse über die Bildungsserver.
Durch den "Europäischen Computerführerschein" (ECDL) besteht die Möglichkeit für
Lehrer/innen, Grundkenntnisse der Internetbenutzung in sehr kurzer Zeit zu erwerben.
Folgende Schwerpunkte sind für 2000/2001 bundesweit geplant;
. Multimedia für Unterrichtende an Handelsakademien und Handelsschulen sowie deren Son -
derformen, die im Schulversuch Fachrichtung ,,Informationsmanagement und Informationstech -
nologie" der Handelsakademie bzw. im Schulversuch "Handelsschule für Informationstechnolo -
gie" die neu geschaffenen Unterrichtsgegenstände "Telekommunikation, Multimediatechnik
und design, Projektarbeit" bzw. "Telekommunikation, Internet und Multimediadesign, Projekt -
arbeit" unterrichten
• Netzwerkmanagement‘ Softwareentwicklung, Webdesign, Wirtschaftsinformatik sowie Wirt -
schaftsinformatik und betriebliche Organisation für Unterrichtende in den einschlägigen
Unterrichtsgegenständen
• IKT - Support für Lehrer/innen an Fachschulen für wirtschaftliche Berufe, die im Ausbildungs -
schwerpunkt ‚,Supportmanagement" unterrichten
• Medieninformatik für Lehrer/innen an humanberuflichen Schulen, die im Ausbildungs -
schwerpunkt ,‚Medieninformatik" unterrichten
. Textdesign und Publishing für Lehrer/innen an humanberuflichen Schulen, die den Gegenstand
"Textverarbeitung" bzw. "Textverarbeitung und Publishing" unterrichten
. Wirtschaftsinformatik für Lehrer/innen an Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, Mode und
Bekleidungstechnik, Tourismus und Sozialberufe, die den Gegenstand "Wirtschaftsinformatik"
bzw. Gegenstände mit vergleichbaren Inhalten unterrichten
• CISCO - networking academy für Netzwerkspezialist/innen an berufsbildenden mittleren und
höheren Schulen
. Microsoft Certified Professional Program für Lehrer/innen an berufsbildenden mittleren und
höheren Schulen aller Unterrichtsgegenstände, die die MCP - Prüfung ablegen wollen
• Multimedia und Telekommunikation für Lehrer/innen an berufsbildenden mittleren und höheren
Schulen, die in der Folge am Schulstandort als Multiplikatoren in den Sachgebieten
"Multimedia und Telekommunikation" tätig werden
Insbesondere für Lehrer an HTL und HAK/HAS sind folgende Maßnahmen geplant:
Höhere technische Lehranstalten
. In Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Instituten Wien und Vorarlberg und dem
Lehrgangsteam ,,Informatik - Medien" wurden der Informatik - Lehrgang für HTL - Lehrer
"Multimedia und Telekommunikation" in Kooperation mit den FHS Salzburg und St.Pölten
sowie ein Lehrgang ,,Betriebsinformatik" in Voralberg entwickelt. Für 2000/01 ist geplant, den
Lehrgang ,,Multimedia und Telekommunikation" einzügig weiterlaufen zu lassen und einen
neuen Lehrgang ,,Lernsoftware - Entwicklung" zu beginnen. Die Organisation soll in demselben
Maße erfolgen wie beim Multimedia - Lehrgang (2 Vollseminare in Salzburg und St. Pölten und
Regionalgruppen).
Handelsakademien/ Handelsschulen:
• Fortbildungsveranstaltungen zum Einsatz der "Neuen Medien" in nahezu allen Unterrichts -
gegenständen spezifisch für Lehrer der jeweiligen Unterrichtsgegenstände (insbesondere für
allgemein bildende Unterrichtsgegenstände) werden geplant.
• Kenntnisse und Kompetenzen zu neuesten Trends und Entwicklungen, Methoden zur
Umsetzung, pädagogische Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Seminaren und Arbeits -
gruppen (ARGE Neue Medien, ARGE BWÜP/ÜFA, ARGE RW/CRW usw.) werden
aktualisert.
 
Ad 3.:

Das bm:bwk hat mehrere Aktionsbereiche definiert, die sowohl qualitativ als auch quantitativ neue
Bildungsangebote schaffen sollen:
I: Weiterentwicklung der Curricula mit IKT - Schwerpunkt
Innovationen in den Schuljahren 99/2000 und 2000/01:
• 44 Standorte für HAK/HAS mit Schwerpunkt Informationstechnologie und - management;
Ausweitung geplant
. 15 Standorte HLA für wirtschaftliche Berufe und für Tourismus mit Ausbildungsschwerpunkt
"Medieninformatik"
• Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit Ausbildungsschwerpunkt "IKT - Support"
Schulversuch ab Herbst 2000
• 2 Standorte Fachschule für Datenverarbeitung (Wien 4, Wien 5); 2 weitere Standorte ab Herbst
2000
• 3 Standorte FS für Computertechnik ab Herbst 2000
• 10 Standorte HTL mit spezifischen IKT - Profilen (Komm. EDV, Netzwerktechnik, Medien
technik, Medienwirtschaft)
• Ausbildungsschwerpunkt ,,Netzwerktechnik" an HTLs für Elektrotechnik;
• ca. 10 Standorte HTL mit Ausweitung des Telekom - / oder EDV - Programms
• Schwerpunkt Bautechnik mit IKT - Qualifikationen (3D - CAD etc.)
• Netzwerktechnik - Grundcurriculum für alle HTL - Fachrichtungen (z.B. durch schulautonome
Gestaltung im IV. Jahrgang)
• Kollegs für IKT/ EDV und WING - Informationstechnologie
Darüber hinaus soll in den kaufmännischen höheren Schulen der Unterrichtsgegenstand Text -
verarbeitung zu "Textverarbeitung, Office - Management und Publishing" neu konzipiert werden.
Grundsätzlich wird in allen humanberuflichen Schulen der Schwerpunkt auf den noch intensiveren
Einsatz der Informationstechnologie in verschiedenen Gegenständen gelegt. Mittelfristiges Ziel ist
die Erreichung des ECDL für alle humanberuflichen Schüler/innen.
Bei etlichen Lehrberufen (z.B. Buchhändler, Einzelhandel, Medienfachmann) wurde bereits der
Gebrauch des Internets (z.B. e - commerce, Datenmanagement, angewandte Informatik) in den
Lehrplan der Berufsschule aufgenommen.
II: IKT - (Industrie)zertifikate
Europäischer Computerführerschein ca. 5000 Schüler im ,,Prüfungsstadium".
Derzeit sind die Zertifikate MCP (Microsoft Certified Professional), CCNA (Cisco Certified
Network Associate), CNA (Certified Novell Administrator), OCP (Oracle Certified Professional),
Java (Java Certified Developer; in Partnerschaft mit IBM) und ein LINUX - Zertifikat (Suse)
geplant. Das Prinzip dabei ist wie folgt: Lehrer legen selbst die Zertifikatsprüfungen ab und geben
Kenntnisse und Arbeitsformen an die Schüler weiter; die Prüfungen müssen selbst bezahlt werden.
Für die ersten beiden Zertifikate begannen die Lehrerfortbildungen im März 2000.
III: Fernunterricht - Web - based Training
IV: Virtueller Campus "schule at"
V Elektronische Bibliotheken und Lernzentren an den Standorten
 
Ad 4.:
Geplant sind:
. die Prüfung von Software hinsichtlich methodisch/didaktischer Aufbereitung und Aktualität;
. die Verstärkung der Integration der IKT für Recherchen und projektbezogenen Informations -
austausch;
. die Nutzung des kreativen Potenzials sowie die Stärkung des Problembewusstseins der Schüler
zur Entwicklung von Lernprogrammen im Rahmen von Unterrichtsprojekten
Ziel einer modernen Pädagogik ist es, die neuen Medien als Hilfsmittel/"Werkzeug" zum
Erlernen/Erwerb von Kompetenzen zu sehen. Der simple Ersatz des Lehrers durch Software würde
einen Rückschritt darstellen. Die neuen Medien dienen daher einerseits als Unterrichtsmittel (neue
Methoden der Darstellung von Lehrstoff, Methoden des Selbstlernens und Überprüfens usw.),
andererseits müssen die Schüler in zunehmendem Maße im Unterricht die Bedienung und den
Einsatz der neuen Medien erlernen und die in den neuen Medien angelegten Potenziale entwickeln
können.
In den Schulen für Berufstätige wird die Entwicklung von systematischen gegenstands -
übergreifenden Unterrichtsmaterialien auf Multimedia - Basis durch zwei Projekte ("FUBB" =
Fernunterricht in der beruflichen Bildung; AEN = Adult Education Network unter Teilnahme von
Experten aus 11 Ländern und 4 AHS - B Standorten) vorangetrieben.
In drei Jahren soll eine flächendeckende Ausstattung mit "webgestützten Materialien" aller
Gegenstandsbereiche der Handelsakademien für Berufstätige und von zwei HTL - Fachrichtungen
(Elektronik und EDV & Organisation) vorliegen.
Im Rahmen der Übungsfirmenarbeit wird seit dem Schuljahr 1999/2000 e - commercing in den
Bereichen Verkauf und Bezahlung forciert.
Ad 5.:

Die Initiative "Neue Medien in der Lehre an Universitäten und Fachhochschulen in Österreich" soll
Anreize schaffen mit dem Ziel, Energie und Ideen in die Entwicklung von Online - Bildungs -
angeboten zu investieren. Das Rahmenkonzept zu dieser Initiative ist in einem gemeinsamen
Diskussionsprozess mit Universitäten und Fachhochschulen erarbeitet worden und soll für die
nächsten drei Jahre die Arbeitsgrundlage für diesen Bereich darstellen.
Ziele der Initiative sind:
• Durch Innovationen in der Lehre zur Qualitätsverbesserung und zur Internationalisierung des
Lehrangebots beizutragen.
• Kontakt durch Anregung zu Kooperationen verstärken.
• Den Bildungszugang für nichttraditionelle Studierende und an Weiterbildung Interessierte
("lifelong learning") zu erleichtern.
Maßnahmen:
. Ein Bildungsverbund, um die Online - Angebote österreichischer Bildungsinstitutionen national
und international zur Verfügung zu stellen, soll aufgebaut werden.
• Das Förderprogramm soll zum Wettbewerb innerhalb der Universitäten und Fachhochschulen
anregen und die Entwicklung und Anwendung von neuen multimedialen, interaktiv gestalteten
Lehr - und Lernunterlagen verstärken.
• Durch die Verbesserung der Weiterbildungsmöglichkeiten soll die Vermittlung von Medien -
und Informationskompetenz, von Beratungs - und Betreuungsfunktionen im neuen Lernprozess
für Lehrende gezielt gefördert werden.
Finanz - und Zeitrahmen:
Für die Realisierung dieser Initiative innerhalb von drei Jahren ist ein Betrag von 100 Mio. S
(EUR 7,267.441) vorgesehen.
Ad 6.:
• "Fernunterricht in der beruflichen Bildung" (FUBB; EU - Adapt - Projekt) 1999 - 2000.
HTLs und HAKs für Berufstätige entwickeln web - gestütztes ,,gegenstandsdeckendes"
Fernunterrichtsmaterial für die jeweils ersten beiden Semester der HAK für Berufstätige und
HTL für Elektronik und EDV & Organisation. Zusammenarbeit mit den Firmen Siemens
(SITOS - Lernmanagementsystem) und BIT (Marcomedia - Authorware). Testphasen an 12
HAK und HTL - B - Schulstandorten haben bereits begonnen.
• Adult Education Network (AEN, SOKRATES - ODL - Projekt) 2000:
Die HTL - Wien 5, die HAK - BFI und 4 AHS für Berufstätige arbeiten im internationalen
Kontext (15 Partner) an exemplarischen Webmaterialien für den Fernunterricht in der
qualifizierenden Bildung für Berufstätige. Ein Lehrernetzwerk auf ca. 50 Exponenten wird
etabliert Lehrer - Lind Schüleraustauschaktivitäten werden stattfinden
Ad 7:

• In der Broschüre "Log into the future - Inforniationsberufe für Frauen" sind viele Informatio -
nen, Hinweise und ein Adressverzeichnis aller Schulstandorte, wo Mädchen in iKT - Berufen
besonders willkommen sind, gesammelt. Der Mädchenanteil in IKT - Klassen an berufs -
• bildender Schulen steigt immer mehr an (derzeit ca. 35%).
Das verstärkte IKT - Angebot, die Adaptierung der Lehrpläne sowie die Möglichkeit zu
einschlägigen schulautonomen Schwerpunktsetzungen in allen Ausbildungsgängen bewirkt eine
verstärkte Förderung von weiblichen Jugendlichen.
• Die seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführte Maßnahme ,,FIT" (Frauen in die Technik)
wird verstärkt auch auf jene Studiengänge der Fachhochschulen ausgeweitet, die einen geringen
Studentinnen - Anteil haben. Zunächst soll es gelingen, durch gezielte Informations - und
Beratungsarbeit junge Frauen für Ausbildungen im Bereich der Informations - Kominunikations -
technologion zu motivieren.
Überdies ist die Kooperation zwischen Universität bzw. Fachhochschule und Unternehmen zu
intensivieren. Damit soll jungen Frauen eine Berufsperspektive in diesem Arbeitsfeld eröffnet
und dem Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, sich davon zu überzeugen, dass die
interessierten, jungen Frauen nach abgeschlossener Ausbildung - als hoch qualifizierte
Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Um den Anteil der weiblichen Lehrenden in den Ausbildungsbereichen Informations - und
Kommunikationstechnologien zu erhöhen, ist daran gedacht, ein .Stipendienprogramm zur
Förderung von wissenschaftlichen Berufskarrieren im Bereich Informations - und Kommunika -
tionstechnologien einzurichten.
 
Ad 8.:

Alle Bundesschulen verfügen über einen Internetanschluss:
Im Bereich der Berufsschulen haben derzeit über 50% einen Internetanschluss.
Eine Erhebung 1999 ergab folgende Verteilung in den Bundesländern:
Burgenland 100%
Kärnten 81%
Niederösterreich 92%
Oberösterreich 57%
Salzburg 100%
Steiermark 100%
Tirol 32%
Vorarlberg 100%
Wien 47%.
An den Volksschulen liegt der Anteil der Internetzugänge bei 34,5%, an den Hauptschulen bei
73,5%, an den Sonderschulen bei 44,3% und an den Polytechnischen Schulen bei 74,0%. Da das
Pflichtschulwesen in die Kompetenz der Länder fällt, müsste für eine Aufgliederung nach
Bundesländern eine eigene Erhebung durchgeführt werden.
Ad 9.:

IKT - gestützter Unterricht ist gerade in der Berufsbildung unabdingbar und daher seit vielen Jahren
integrativer Bestandteil im Unterricht (Lernhilfe). Der PC findet im Bereich der allgemein
bildenden Pflichtgegenstände, des betriebswirtschaftlichen Unterrichtes und des Fachunterrichtes
Verwendung (fachspezifische Software - Anwender/simulationsprogramme z.B. CAD/CAM,
Labview, GIS). Darüber hinaus gibt es je nach Ausbildungsgang eigene Unterrichtsfächer oder eben
für den EDV - Bereich spezialisierte Ausbildungsgänge.
Laptopklassen:
. An ca. 20 Schulstandorten (HAK und HTLs) gibt es Versuche oder Planungen, Notebook - PCs
als universelles Schreib - , Rechen - Kommunikations - und Ordnungswerkzeug für jeden Schüler
zu verwenden; erste Erfahrungen sind sehr positiv; die Versuche werden weitergeführt.

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HTML-Dokument erstellt: Jul 26 13:12