1803/AB-BR BR


Eingelangt am: 29.08.2002

Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit

In Beantwortung der schriftlichen parlamentarischen Anfrage Nr. 1975/J-BR betref-
fend automationsunterstützte Erfassung der Dienstzeit, welche die Bundesräte
Prof. Konecny, Kolleginnen und Kollegen am 15. Juli 2002 an mich richteten, stelle
ich fest:


Antwort zu Punkt 1 der Anfrage:

Dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit inklusive nachgeordneter Dienst-
stellen waren zum Stichtag 1.1.2002 insgesamt 3426 Bedienstete zugeordnet.


Antwort zu den Punkten 2 und 3 der Anfrage:

Für alle Bediensteten der Zentralleitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Arbeit wurde bereits mit 1.5.1994 die automationsunterstützte Arbeitszeitverwaltung
eingeführt.

Im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen wurde im Jahr 1973 gleitende Ar-
beitszeit mit der Erfassung der Dienstzeit mittels Stechuhr eingeführt. In den dezen-
tralen Dienststellen wurden handschriftliche Aufzeichnungen geführt. Mit Wirksam-

keit vom 1.1.1995 wurde dieses System auf eine automationsunterstützte Arbeits-
zeitverwaltung umgestellt.


In den Arbeitsinspektoraten erfolgte die Einführung mit Wirksamkeit vom 1.1.2002.

Im Bereich der Beschußämter wird auf Grund der geringen Größe der Dienststellen
die Dienstzeit nicht automationsunterstützt erfasst.

Aufgrund der Tätigkeiten der Bundesmobilienverwaltung wurde in diesem Bereich
gem. 48 Abs. 3 Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 keine gleitende Dienstzeit ein-
gerichtet. Da für alle Bediensteten eine Dienstzeit von 7 bis 15 Uhr gilt, wäre eine
eigene automationsunterstützte Erfassung zu kostenintensiv.

Bei der Burghauptmannschaft Österreich ist aufgrund der Dislokation der Dienst-
stellen über das gesamte Bundesgebiet sowie der häufigen Außendienste der Mitar-
beiter die gesonderte Einrichtung einer automationsunterstützten Erfassung der
Dienstzeit zu kostenintensiv. Nach Einführung des SAP/PM im Personalmanage-
ment wird aber auch in diesem Bereich die Erfassung der Dienstzeit automations-
unterstützt erfolgen.


Antwort zu den Punkten 4 bis 12 der Anfrage:

Nach Abschluss eines entsprechenden Ausschreibungsverfahrens wurde 1994 die
Firma GANTNER Electronic GmbH mit der Einrichtung eines automationsunter-
stützten Arbeitszeiterfassungssystems in der Zentralleitung des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Arbeit bzw. des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen
betraut.

Die in der genannten Dienststelle in Verwendung stehenden Geräte sind Zeiterfas-
sungsterminals der Marke GANTNER Type 1010 mit berührungslosem LEGIC Card-
Lesesystem. Der Zugriff auf die Zeitdaten ist von jedem Bildschirm aus möglich.

Die damaligen Anschaffungskosten für 1.500 ID-Karten und
13 Zeiterfassungsterminals, Gateway-PCs und Montage in 7 Lokationen in der Zent-
ralleitung betrugen ca. 550.000 ATS. Die Entwicklung der einschlägigen Software
erfolgte durch die EDV-Abteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit.

Auf Grund der Neufassung des 48 Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 durch
BGBI. l Nr. 142/2000 sind sohin keine Kosten entstanden. Die Einsparungseffekte
hingegen sind bereits im Jahr der Einführung der automationsunterstützten Arbeits-
zeitverwaltung eingetreten.

Eine Zustimmung des Dienststellenausschusses war auf Grund eines Gutachtens
der Personalvertreter-Aufsichtskommission nicht notwendig. Hinsichtlich der Dienst-
zeit (Zeitausgleich, Kernzeit etc.) konnten Vereinbarungen getroffen werden.

Bei den Arbeitsinspektoraten wird das PIZ (Personalinformation - Zeitwirtschaft im
Personalinformationssystem des Bundes) verwendet. Die Leistungen wurden vom
Bundesministerium für öffentliche Leistung und Sport und Bundesministerium für
Finanzen zur Verfügung gestellt. Durch die Umsetzung sind keine zusätzlichen Kos-
ten entstanden.

Auf Grund der Einführung der automationsunterstützten Arbeitszeitverwaltung wur-
den in der Personalverwaltung der Arbeitsinspektorrate Humanressourcen vor allem
in der Führungsebene frei. Dieser Effekt ist nicht genau monetär quantifizierbar.


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