1810/AB-BR BR


Eingelangt am: 03.09.2002

BUNDESMINISTER FÜR INNNERES

Die Bundesräte Prof. Konecny und Genossinnen haben am 12.7.2002 unter der Nr. 1969/J-
BR an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend "automationsunterstützte
Erfassung der Dienstzeit" gerichtet.


Diese Anfrage beantworte ich nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Zu Frage 1:

Dem Bundesministerium für Inneres sind mit Stichtag 01.01.2002 insgesamt 32.527
Bedienstete zugeordnet.


Zu Frage 2:

Die Realisierung der automationsunterstützten Zeiterfassung erfolgt seit 01.07.2002 und
umfasst im Innenressort insgesamt rund 8.600 Bedienstete.


Zu Frage 3:

Folgende Dienstnehmer des zuvor genannten Adressatenkreises werden von der
Gleitzeitregelung/Dienstzeiterfassung ausgenommen:

Dies deshalb, da es sich hierbei einerseits um Dienstleistungen im Rahmen eines geregelten
"schulischen" Dienstzeitbereiches handelt, was die gleichzeitige Anwesenheit der die Aus-
und Fortbildung absolvierenden Bediensteten verlangt; andererseits stellt das
Aufgabengebiet für Verbindungsbeamte im Ausland an diese eine derart hohe zeitliche
Flexibilitätsanforderung und verlangt auch Dienstleistungen während der Nacht bzw.
Wochenenden sowie an Feiertagen, sodass diesbezüglich auf eine Zeiterfassung im
Rahmen des dem Bundesministerium für Inneres zur Verfügung stehenden EDV-
Zeiterfassungssystems aus Kosten- und Praktibilitätsgründen verzichtet wurde.


Zu Frage 4, 5 und 6:

Im Bereich des Bundesministeriums für Inneres steht seit mehr als 20 Jahren bei der
zuständigen EDV-Organisationseinheit ein Zeiterfassungssystem zur Verfügung, welches
eine Eigenentwicklung darstellt. Dieses wurde nun zum sogenannten GZS -
Gleitzeiterfassungssystem weiterentwickelt.


Zu Frage 7 und 8:

Für die Programmierung der automationsunterstützten Zeiterfassung wurde insgesamt eine
Dienstzeit von 6 Monaten aufgewendet.
Einführung und Umsetzung der automationsunterstützten GZS - Gleitzeiterfassung erfolgten
im Rahmen der Linienorganisation, haben somit keine budgetären Mehraufwendungen
bewirkt.

Für die Österreichweit aufzustellenden 55 Kiosk-PCs müssen Anschlusskosten in der Höhe
von 40.150.-- (je Anschluss durchschnittlich 730.--) veranschlagt werden.


Zu Frage 9:

Mit allen Zentralausschüssen wurde das Einvernehmen hergestellt.
Von der Personalvertretung wurde somit der Maßnahme der automationsunterstützten
Zeiterfassung zugestimmt.
Zu Frage 10:

Es erfolgte eine umfangreiche erlassmäßige Regelung zur Gleitzeit und zur Dienstzeit
allgemein; weiters wurden dienstzeitliche Adaptierungen (Flexibilisierungen) für den Schicht-
und Wechseldienst bei der Sicherheitswache und beim Kriminaldienst sowie zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf getroffen.

Im Hinblich auf die Maßnahme der automationsunterstützten Zeiterfassung wurden folgende
Vereinbarungen getroffen:


Zeiterfassung am PC
Vorgabe der Zeit durch das System (d. h. kein händisches Eintragen der Zeit)

Möglichkeit verschiedener Zeitmodelle je nach Arbeitszeitverpflichtung des einzelnen
Dienstnehmers


Erfassung in vollen 5 Minuten
Befassung und Einschulung von Zeitadministratoren
Ergänzende Aufstellung von Kiosk-PCs
Protokollierung von Änderungen
Zu den Fragen 11 und 12:

Da die Umsetzung der automationsunterstützten Zeiterfassung erst seit 01.07.2002 erfolgt,
können über diesbezügliche Einsparungseffekte im ersten Halbjahr 2002 keine Auskünfte
erteilt werden.

Die Gesamtmaßnahmen der seit 01.01.2002 geltenden dienstzeitlichen Regelungen
bewirken jedoch, dass im Bereich der Überstunden- und Joumaldienstentlohnungen jene
Einsparungseffekte erzielt werden konnten, die den prozentmäßigen budgetären
Einsparungsvorgaben entsprachen, ohne dass hierdurch Einbußen in der exekutiven
Außendienstpräsenz hingenommen werden mussten.


Zu Frage 13:

Die Dienstzeit wird derzeit bei keinem Angehörigen der BPD Graz automationsunterstützt
erfasst.

Im ersten Halbjahr 2002 hat der genannte Abgeordnete die wöchentlich im Durchschnitt
geforderten 20 Dienststunden erbracht.


Zu Frage 14:

In seiner Funktion als Gendarmeriebeamter unterliegt der genannte Abgeordnete nicht dem
Normaldienst-, sondern dem Wechseldienstplan.

Im ersten Halbjahr 2002 hat der genannte Abgeordnete die wöchentlich im Durchschnitt
geforderten 20 Dienststunden erbracht.


Zu Frage 15:

In seiner Funktion als Gendarmeriebeamter unterliegt der genannte Bundesrat nicht dem
Normaldienst-, sondern dem Wechseldienstplan.

Im ersten Halbjahr 2002 hat der genannte Bundesrat die wöchentlich im Durchschnitt
geforderten 26 Dienststunden erbracht.


Geschichte des Dokuments Zurück zur Home Page

HTML-Dokument erstellt: Sep 5 11:38