schminken wir uns das ab! Wissen Sie, worum es letztendlich nämlich geht? Es geht hierbei um die Qualität der Betreuung! Und es ist pädagogisch nachgewiesen, ... (Bundesrat Kalina: ... ÖVP!)
Nein, nein. Moment! Herr Kollege Kalina, ich verstehe diese Einwürfe von Ihrer Seite. Aber was ich nicht verstehe, ist, dass sie gerade bei diesem Thema kommen. Deshalb mache ich da keinerlei Schuldzuweisungen – davon halte ich gar nichts –, denn ich glaube, da sind wir auf einem ganz tollen Weg, hier in dieser Kammer und auch aufseiten dieser Regierung. Was meine ich damit? – Dass wir bildungspolitisch nur etwas weiterbringen, wenn wir es gemeinsam angehen. Und das finde ich großartig! (Beifall bei Bundesräten von ÖVP und SPÖ sowie des Bundesrates Mitterer.)
Das hat sich ja auch anderswo gezeigt: Schauen Sie, der eine Anfang ist der Kindergarten, und dann gibt es auch noch so einen „Zwischenstopp“, den wir jetzt zum Glück auch gemeinsam „gepackt“ haben – es sind sichtlich auch die Frauen, die da einiges weiterbringen –, das ist die Maturareform. Ich bin auch froh darüber, dass wir da etwas weiterbringen. Es geht eben nur gemeinsam, und mit gegenseitigem Zuweisen von Schuldgeschichten kommen wir keinen Schritt weiter.
Worauf ich aber hinweisen will, ist Folgendes: Es ist klar und deutlich zu sagen, dass Betreuung dort sehr wohl wichtig und richtig ist, wo sie die dementsprechende Qualität hat. Es hat dort keinen Sinn, wo Betreuung, was Personen betrifft, ständig wechselt. Das sind zum Beispiel Kriterien! Aber dort, wo zum Beispiel die Zeitressourcen von Mutter und Vater aufgrund – wir haben es heute schon gehört, Elisabeth hat es angesprochen – unterschiedlicher Arbeitszeit und auch Freizeitbedingungen anders geregelt sind in dieser Gesellschaft mit diesen unterschiedlichen Familiengemeinschaftsformen, wenn ich das einmal so sagen darf, Beziehungsformen, ist es auch wesentlich, dass wir das genau betrachten und uns hier auch von manchen sofort schlagenden ideologischen Grundvorstellungen entfernen.
Da bin ich dir, liebe Frau Staatssekretärin Marek, sehr, sehr dankbar, dass du hier als eine, die selbst jahrelang in unterschiedlichen Arbeitsprozessen gestanden ist, die selbst ihre Familien- und Partnerschaftsbiographien hat, hier wirklich zeigst, dass das Familien- und Gemeinschaftsbild heute ein anderes ist und das heute auch anderes erfordert. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar, weil damit wirklich ein Meilenstein gelungen ist.
Zum Schluss möchte ich noch auf einige Herausforderungen zu sprechen kommen. Das eine habe ich angesprochen: Das mit der Quote kann man sehr rasch diskutieren. Wir wissen, da wird von der EU einerseits 90 Prozent vorgegeben, und für die Unter-Dreijährigen 33 Prozent. Da gibt es sicher bei Zweiterem noch etwas zu tun. Aber drei Dinge scheinen mir ganz wichtig zu sein:
Erstens – es wurde auch bereits angesprochen –: Bitte schauen wir zu, dass alle Pädagoginnen und Pädagogen aus dem Kindergartenbereich für ihre Ausbildung, Fort- und Weiterbildung in den tertiären Bereich der Pädagogischen Hochschulen kommen. Da kommen wir, bitte, nicht umhin! Und legen wir da auch, alle gemeinsam, so manche Ressortzuständigkeiten – wer denn dann für wen zuständig ist – einmal weg und stellen wir die Frage: Was ist hier sinnvoll?
Ich möchte hier auch gleich etwas deponieren, das ich überall jetzt deponiere, weil ich es für wichtig halte, dass man das gleich im Schwung mitnimmt: Bitte, nicht nur die Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen, sondern auch die Sozialpädagoginnen und -pädagogen, die sind alle jetzt in Kollegs! Und ich weiß, dass es bereits einen regen Schriftverkehr gibt zwischen Ministerium, der Frau Bundesministerin Schmied, und denjenigen, die draußen in diesen Kollegs sind. Die wollen nämlich dort hinein! Ich weiß, dass diese natürlich sehr stark von den kirchlichen Einrichtungen getragen
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