BundesratStenographisches Protokoll779. Sitzung / Seite 26

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Bundesrätin Martina Diesner-Wais (ÖVP, Niederösterreich): Sehr geehrte Frau Bun­desministerin! Welche Prioritäten verfolgen Sie bei der Erstellung des von Ihnen im Kulturausschuss angekündigten Masterplans für die Infrastrukturmaßnahmen der Bun­desmuseen?

 


Präsident Erwin Preiner: Frau Bundesministerin, bitte.

 


Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Es ste­hen sehr große Investitionen an. Ich führe jetzt nur einzelne auf: 20er Haus, Tiefspei­cher Nationalbibliothek, Kunstkammer, Schatzkammer, Volkskunde- und Völkerkunde­museum – also eine ganz lange Latte.

Ich habe schon im Kulturausschuss gesagt, das ruft eigentlich nach einem Marshall­plan Infrastrukturinvestitionen im Kunst- und Kulturbereich. Die Projektunterlagen sind da, die werden jetzt im Ressort bewertet. Wir versuchen auch zu einer Prioritätenrei­hung zu kommen, das ist aber noch nicht abgeschlossen, also Work in progress.

 


Präsident Erwin Preiner: Weitere Zusatzfrage? – Bitte, Herr Bundesrat Ertl.

 


Bundesrat Johann Ertl (FPÖ, Niederösterreich): Sehr geehrte Frau Bundesminister! Werden die Bundesmuseen über den Verkauf von Eintrittskarten einen finanziellen Nachteil haben, wenn nur durchschnittlich 4 € pro Karte für Jugendliche refundiert werden?

 


Präsident Erwin Preiner: Frau Minister, bitte.

 


Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Wir ha­ben bei dieser Berechnung die letzten Jahre herangezogen, das ist ein Durchschnitts­wert, eine Pauschalierung, was die Abgeltung betrifft.

Wir haben jetzt auch gesagt, wir schauen uns die Entwicklung im Pilotjahr 2010 an. Ich glaube aber – das ist jetzt meine persönliche Einschätzung –, dass das für die Bundes­museen insgesamt ein sehr positiver Schub werden wird, was ihre Beachtung betrifft. Ich glaube, dass die Besucherströme dadurch sehr ansteigen werden und dass das de facto auch eine gute Marketingmaßnahme für die Bundesmuseen ist, wenn ich es jetzt so betriebswirtschaftlich formulieren darf. Wäre ich Direktorin eines Bundesmuseums, ich würde mir in diesem Punkt keine Sorgen machen.

 


Präsident Erwin Preiner: Weitere Zusatzfrage? – Bitte, Herr Bundesrat Zwanziger.

 


Bundesrat Peter Zwanziger (ohne Fraktionszugehörigkeit, Kärnten): Sehr geehrte Frau Minister, im Narrenturm ist das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum unter­gebracht. Es ist schon sehr baufällig. Wann denken Sie, uns ein Konzept zu präsentie­ren?

 


Präsident Erwin Preiner: Frau Bundesministerin, bitte.

 


Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Auch das haben wir kurz im Kulturausschuss diskutiert. Es ist ja ein Museum, das erstaunlicher­weise noch unmittelbar zu meinem Ressort gehört, und ich möchte auch schauen, ob das nicht besser zum Beispiel zum Naturhistorischen Museum passt, um das dort ein­fach auch in den Museumsbetrieb zu integrieren. Ich halte es für nicht sehr sinnvoll, das aus dem Ressort zu steuern. – Dahin gehen die Überlegungen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen bald einen guten neuen Leiter beziehungsweise eine gute neue Leiterin für das Naturhistorische Museum präsentieren kann, und das wird eines der Themen sein, die dann auch bei der strategischen Positionierung diskutiert werden.

 


Präsident Erwin Preiner: Wir gelangen nun zur 8. und letzten Anfrage, und ich er­suche den Anfragesteller, Herrn Bundesrat Dr. Spiegelfeld-Schneeburg, um deren Ver­lesung.

 


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