serwirtschaft über den Bericht der Bundesregierung über Maßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft im Jahre 2011 gemäß § 9 LWG 1992, III-414-BR/2010 der Beilagen, liegt Ihnen in schriftlicher Form vor; auf eine Verlesung kann deshalb verzichtet werden.
Der Ausschuss für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft stellt nach Beratung der Vorlage am 1. Februar 2011 den Antrag, den Bericht der Bundesregierung über Maßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft im Jahre 2011 gemäß § 9 LWG 1992, III-414-BR/2010 der Beilagen, zur Kenntnis zu nehmen.
Zum Tagesordnungspunkt 6: Der Bericht des Ausschusses für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft über den Bericht über die Situation der österreichischen Land- und Forstwirtschaft (Grüner Bericht 2010), III-415-BR/2010 der Beilagen, liegt Ihnen in schriftlicher Form vor; auf eine Verlesung kann deshalb verzichtet werden.
Der Ausschuss für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft stellt nach Beratung der Vorlage am 1. Februar 2011 den Antrag, den Bericht über die Situation der österreichischen Land- und Forstwirtschaft (Grüner Bericht 2010), III-415-BR/2010 der Beilagen, zur Kenntnis zu nehmen.
Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Ich danke für die Berichterstattung.
Wir gehen in die Debatte ein.
Zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Ertl. – Bitte, Herr Kollege.
13.35
Bundesrat Johann Ertl (FPÖ, Niederösterreich): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Der Grüne Bericht ist ein umfassendes Werk, für das ich den Beamten des Landwirtschaftsministeriums herzlich danke, er liest sich aber wie ein Untergangsszenario der österreichischen Bauern. Im Jahre 2009 hat sich die Einkommenssituation in der Landwirtschaft dramatisch verschlechtert. Die Einkünfte in der Land- und Forstwirtschaft fielen durchschnittlich um bis zu 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle Betriebsformen verzeichnen im Vergleich zu 2008 gewaltigste Einbußen.
Der Grüne Bericht spricht davon, dass Betriebe mit einem Forstanteil von 25 bis 50 Prozent relativ glimpflich davongekommen sind, nämlich mit einem Minus von nur 9 Prozent, Betriebe mit einem Forstanteil von mehr als 50 Prozent haben ein Minus von 21 Prozent zu verkraften. Die Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft aller Bergbauernbetriebe waren um 24 Prozent geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt haben im Jahr 2009 über 1 480 Milchbauern ihren Betrieb für immer geschlossen.
Unter dem Bundesratspräsidenten Martin Preineder gab es einen gemeinsamen Ausschuss mit Vertretern der tschechischen Wirtschaft. Dabei ist herausgekommen, dass in Österreich ein Durchschnittsbauer 20 Hektar bearbeitet und in der Tschechei (Bundesrätin Kerschbaum: Tschechien!) – Entschuldigung, in Tschechien ein Durchschnittsbauer 180 Hektar bearbeitet.
Im Jahre 2009 wurden für die soziale Sicherheit der bäuerlichen Familien Leistungen im Wert von 2 775 Millionen € erbracht, davon sind 71 Prozent für die Pensionsversicherung benötigt worden. Aber die durchschnittliche Alterspension machte bei den Bauern lediglich 738 € aus. Dafür mussten diese Bauern ein Leben lang hart arbeiten und schuften. Die Bauern müssen auch nach wie vor bis zu ihrem Tod auf vieles verzichten.
Fraglich ist nur, wie bei einem Landwirt ein Durchschnittseinkommen berechnet wird, sind die Bauern doch pauschaliert. Dann stellt sich eben die Frage: Von welchen Zahlen wird bei einer Pauschalierung ein Durchschnittseinkommen berechnet? Sind das
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