rige Thema Spekulation. Bei der Lebensmittelsicherheit im Sinne von Versorgungssicherheit bewegen wir uns also auf eine nicht ganz einfachen Situation zu.
Zusätzlich gibt es auch noch andere Gefährdungspotenziale. Wir haben Energieprobleme im globalen Maßstab, aber auch bei uns, wir haben Wasserprobleme, wir haben Klimaprobleme. Ganze Landstriche auf dieser Erde veröden, vertrocknen. In unseren Breiten gibt es eine eigentlich ungehemmte Verbauung auch bester Böden. Man sollte auch diese großen Zusammenhänge sehen. (Beifall der Bundesrätin Kerschbaum.)
Fruchtbare Erde wird Mangelware. Wir brauchen da eine Politik, die die Gewichtungen, die Werte neu definiert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Weltbevölkerung zunimmt, in etwa um 50 Prozent bis 2050.
Angesichts dessen wundert mich schon, und das sage ich jetzt kritisch, die Politik der Bundesarbeitskammer. Da diese ihnen ja eher nahesteht oder nähersteht, liebe KollegInnen von der SPÖ, können sie da vielleicht gelegentlich ein Wort mit diesen Damen und Herren reden. Da wird teilweise mit Polemiken, mit parteipolitischen Störmanövern gearbeitet. Das wird für Politik gehalten. Dabei wird jedoch verkannt, dass die Interessenslage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also großer Teile der Konsumenten in Wahrheit ganz anders gelagert ist. Ich frage mich: Wo bleiben die Studien und Überlegungen der Bundesarbeitskammer zur Frage Nahrungsmittelsicherung, Ernährung? (Bundesrat Todt: Es gibt aber im Prinzip schon eine Institution der Sozialpartner, die das machen müsste!)
Wir brauchen die Zusammenarbeit, und ich habe in den letzten Wochen von der Bundesarbeitskammer nur polemische Stellungnahmen zum Einheitswert und zu vielen anderen Themen gehört. (Bundesrat Todt: Lesen Sie auch die Stellungnahmen zum Konsumentenschutz?)
Lieber Kollege, ich möchte ja und betone dessen Notwendigkeit, dass wir eine Achse Bauern-Konsumenten bauen und haben, aber das geht eben auch nur in einem vernünftigen Dialog miteinander. (Bundesrätin Mag. Neuwirth: Nicht so polemisch!)
Und diesen Dialog möchten wir führen. Ich beende damit also auch die Schärfe der Auseinandersetzung. Ich würde also wirklich um Mäßigung bitten, denn aus dieser Ecke wird die Auseinandersetzung sehr parteipolitisch geführt. (Bundesrat Todt: Die Landwirtschaftskammern tun das nicht, oder? – Bundesrat Ertl: Die Landwirtschaftskammern sind ganz und gar unparteipolitisch!)
Die wirklichen Fragen, die uns eigentlich bewegen sollten in diesem Zusammenhang, spielen – jedenfalls derzeit noch – nur eine geringe Rolle. Das wird sich aber sehr schnell ändern, wenn sich die Probleme – hoffentlich nicht – zuspitzen. Wir waren bisher in der Lage, eine bestmögliche Versorgung mit gesunden, frischen Lebensmitteln in ausreichender Menge sicherzustellen. (Bundesrat Ertl: Dafür sind die Bauern zuständig!)
Darum wird sich die österreichische Landwirtschaft weiterhin bemühen. Wir erwarten uns schon, dass die Härte des Existenzkampfes in der Landwirtschaft, wie sie auch Kollege Ertl angesprochen hat, gesehen und auch gewürdigt wird.
Wir lesen in diesem Grünen Bericht, dass wir ein Betriebsdurchschnittseinkommen von 19 000 € haben. (Bundesrat Ertl: Wie wird denn dieser Durchschnitt ausgerechnet? Wie wird denn das berechnet?) Das bedeutet: Pro Arbeitskraft arbeiten die in etwa um 1 000 € im Monat und weniger, denn das ist ein Durchschnittswert. Da würden wir uns eigentlich ein bisschen mehr Solidarität und Verständnis für die Situation der einzelnen Betriebe wünschen.
Abschließend noch: Ich rede von Partnerschaft mit den Konsumenten und auch mit der Bundesarbeitskammer. Wir sollten das Thema Bevorratung möglicherweise auch bei
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